Land unterstützt Festjahr in Stolpe auf Usedom zum 800-jährigen Jubiläum

Insel Usedom – Die Gemeinde Stolpe auf der Insel Usedom feiert in diesem Jahr ihr 800-jähriges Bestehen. Am 18. Februar vor 800 Jahren wurde sie erstmals urkundlich erwähnt. Zum Jubiläum plant die Gemeinde eine Reihe von Veranstaltungen und Feierlichkeiten. Vorgesehen sind Lesungen, Konzerte, Theater sowie ein Festwochenende vom 24. bis 26. August mit historischem Umzug, Markttreiben und künstlerischen Darbietungen.

Diese Feierlichkeiten werden mit 5 500 Euro aus dem Vorpommern-Fonds unterstützt. Einen entsprechenden Zuwendungsbescheid hat der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann am Sonntag an die Gemeinde Stolpe während der Eröffnungsveranstaltung zum Jubiläumsjahr im Schloss übergeben.

„Ich bin sehr beeindruckt, was die knapp 400 Einwohnerinnen und Einwohner der Inselgemeinde alles auf die Beine stellen, um das Jubiläum gebührend zu feiern. Darüber hinaus ist das Festjahr eine gute Gelegenheit zu zeigen, wie gut sich das Dorf entwickelt hat und wie gut der Zusammenhalt in der Gemeinde ist. Ich bin mir sicher, dass neben den Einheimischen viele Gäste aus der Region nach Stolpe kommen und mitfeiern werden. Gern unterstützen wir das Festjahr aus dem Vorpommern-Fonds. Ich danke allen, die sich so leidenschaftlich für das Festjahr engagieren“, sagte Dahlemann bei der Übergabe des Bescheides.

Auftakt zur Sanierung des „Kleinen Jacob“ in Greifswald

Greifswald – Mit einem Konzert unter der Leitung des Kantors Wilfried Koball hat am Sonnabend die evangelische Kirchengemeinde St. Jacobi in Greifswald den offiziellen Auftakt zur Kirchensanierung begangen.

„Historische, kirchliche Gebäude sind Zeugnis unserer Geschichte und prägen vielerorts das Bild einer Region. Das gilt auch für Greifswald mit der beeindruckenden Jacobikirche. Jetzt soll der `Kleine Jacob´ – so nennen die Einheimischen liebevoll ihr Gotteshaus – samt Turm und Kirchenschiff generalüberholt werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die St. Jacobi Kirche liegt am Rande der westlichen Greifswalder Altstadt und zugleich an der Europäischen Route der Backsteingotik, der Schwedenstraße und des Caspar-David-Friedrich-Bildweges. Neben Gottesdiensten werden von der Kirchengemeinde auch Veranstaltungen wie beispielsweise Kindersamstage, Seniorencafé, Seniorennachmittage, Bibelkreis und Musikkurse angeboten. Unter anderem findet auch regelmäßig die Greifswalder Bachwoche in der Kirche statt. Die 72. Greifswalder Bachwoche „MeMo“ ist in diesem Jahr vom 04. bis 10. Juni 2018 mit über 40 Konzerten geplant. „Die Kirche in Greifswald ist religiöser Anlaufpunkt für die Gemeindemitglieder. Zugleich trägt sie als kultureller und touristischer Treffpunkt für Einheimische und Besucher dazu bei, die Attraktivität der Universitäts- und Hansestadt weiter zu erhöhen“, sagte Glawe.

Die St. Jacobi Kirche ist die kleinste und jüngste der drei gotischen Kirchen der Hansestadt Greifswald und liegt am Rande der westlichen Greifswalder Altstadt. Der Ursprungsbau entstand nach Angaben der Kirchengemeinde im 13. Jahrhundert. 1280 wurde die Kirche, die dem Apostel Jakobus, dem Schutzpatron der Fischer, geweiht wurde, erstmals namentlich genannt. Sie war damals noch ein zweischiffiger Hallenbau. Um 1400 erfolgte der Umbau zu einer dreischiffigen Kirche. Der Turm hat in den vergangenen Jahren unter anderem neue Fenster, eine neue Heizung und einen neuen Sanitärraum erhalten. Jetzt sollen unter anderem das Mauerwerk saniert und die Fenster des Kirchenschiffs erneuert werden. „Die Finanzierung der jetzt anstehenden Sanierung war ein Kraftakt für die Kirchengemeinde. Dank des unermüdlichen Engagements vieler Helfer ist es gelungen, den Großteil der Mittel bereitzustellen“, sagte Glawe.

Die Gesamtkosten der Sanierung betragen rund 1,2 Millionen Euro. Unter anderem aus Mitteln der Städtebauförderung, weiteren Bundesmitteln, der „Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler“, der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, der Rudolf-August Oetker-Stiftung, der Bürgerstiftung Vorpommern, des Kirchenkreises und der Kirchengemeinde ist ein Großteil der notwendigen Investitionssumme bereitgestellt worden. Für rund 65.000 Euro werden derzeit noch Spender gesucht.

Maßnahmenpaket des Landes für die Kindertagespflege

5. Regionalkonferenz in Wulkenzin

Wulkenzin – Sozialministerin Stefanie Drese will dauerhaft die Qualität in der Kindertagespflege verbessern. Auf sechs landesweiten Regionalkonferenzen informiert das Ministerium über die Ausweitung der Fort- und Weiterbildung des Landes für Kindertagespflegepersonen und diskutiert mit Tagespflegepersonen und Jugendämtern über die Etablierung von praktikablen Vertretungsmodellen bei Ausfallzeiten. Die fünfte Regionalkonferenz fand für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte am Sonnabend in Wulkenzin statt.

Ministerin Drese sagte auf der Regionalkonferenz dem Landkreis die Unterstützung des Landes bei der Erprobung und Einführung eines Modells zur zukünftigen Sicherstellung von Vertretungen bei Ausfall der Tagespflegeperson zu. „Eine gute Vertretungsregelung z.B. wegen Krankheit ist nicht nur ein wichtiges Anliegen der Kindertagespflegepersonen selbst, sondern auch der Eltern, des Landes und des Landkreises“, so Drese. „Ich bin da wirklich sehr froh, den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte an meiner Seite zu haben. Denn hier hat mein Ministerium bereits in den Jahren 2014 bis 2017 ein Modellprojekt zur Stärkung der Tagespflegepersonen gefördert.“

Insgesamt stellt das Land für den Aufbau von Vertretungsregelungen rund 470.000 Euro zur Verfügung. Profitieren sollen davon die fünf Landkreise und die Landeshauptstadt Schwerin, die bisher noch keine Vertretungssysteme installiert haben. Der Landkreis Ludwigslust-Parchim und die Hansestadt Rostock haben bereits in der Vergangenheit aus ESF-Mitteln geförderte Vertretungsmodelle etabliert.

Darüber hinaus plant das Land nach Angaben von Ministerin Drese eine Fort- und Weiterbildungsoffensive in der Kindertagespflege. „Alle Tagespflegepersonen, die bereits die 160 Stunden Grundqualifizierung erfolgreich abgeschlossen haben, können kostenfrei an der tätigkeitsbegleitenden Fortbildung (160+) nach dem Kompetenzorientierten Qualitätshandbuch teilnehmen“, so Drese.

Viel Lob für dieses Maßnahmenpaket gibt es dafür vom Bundesverband für Kindertagespflege, der Mecklenburg-Vorpommern als bundesweit vorbildlich bei der Förderung der Kindertagespflege bezeichnet. So unterstütze das Land als erstes Bundesland überhaupt die Kommunen bei der Einführung von flächendeckenden Vertretungsmodellen und der 300-Stunden-Qualifizierung nach dem Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege (QHB).

Drese: „Die knapp 1.200 Tagesmütter und Tagesväter in unserem Land, davon 205 aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, leisten einen wichtigen Beitrag für eine gute und bedarfsgerechte Kindertagesförderung. Die Kindertagespflege ist gleichberechtigter Teil unseres qualifizierten, vielfältigen und integrierten Systems der Kindertagesbetreuung. Gerade im ländlichen Bereich, wie im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist die Arbeit der Tagesmütter und Tagesväter unersetzbar. Deshalb ist die kontinuierliche Verbesserung der Qualität in der Kindertagespflege ein wichtiges Anliegen für mich.“