Gemeinde Cölpin erhält Zuschuss für LED-Straßenbeleuchtung

Cölpin – Für die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik erhält die Gemeinde Cölpin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 72.862,50 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die Gemeinde Cölpin beabsichtigt, in Cölpin sowie in den Ortsteilen Hochkamp und Neu Käbelich das Beleuchtungssystem auf energieeffiziente LED-Leuchten umzurüsten. Die vorhandenen 163 Quecksilberdampfleuchten werden durch 163 LED-Leuchten ersetzt. Es werden zudem 29 Betonmaste durch Stahlmaste ersetzt sowie ca. 1050 Meter Kabel erneuert.

Durch das geplante Vorhaben können pro Jahr rund 54.000 Kilowattstunden Strom und ca. 32 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Drese: Geschwisterkinder in der Kindertagesförderung werden beitragsfrei

Schwerin – Gute Nachrichten für Familien mit mehreren Kindern: Der Koalitionsausschuss, bestehend aus den Landesspitzen von SPD und CDU, hat am gestrigen Abend die komplette Abschaffung von Elternbeiträgen für Geschwisterkinder in der Kindertagesförderung ab dem kommenden Jahr beschlossen.

„Wenn das erste Kind in Krippe, Kindergarten, Tagespflege oder Hort geht, müssen Eltern bereits ab dem zweiten Kind in der Kindertagesförderung keine Beiträge mehr zahlen. Damit machen wir nach der 50-Euro-Entlastung in diesem Jahr einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zur beitragsfreien Kita“, teilte Sozialministerin Stefanie Drese heute mit. Drese ist Mitglied des Koalitionsausschusses.

Bisher war vorgesehen, die Elternbeiträge für das zweite Kind zu halbieren und ab dem dritten Kind ganz zu erlassen. Für die nun zum 1. Januar 2019 vereinbarte erweiterte Geschwisterkindregelung stehen zusätzliche 15 Millionen Euro aus dem Haushaltsüberschuss des Landes zur Verfügung.

Drese: „Ich freue mich über dieses Ergebnis, da wir damit Familien mit mehreren Kindern spürbar entlasten. Das Sozialministerium wird nun gemeinsam mit dem Finanzministerium und den kommunalen Landesverbänden die erforderlichen rechtlichen Grundlagen für die Umsetzung der Geschwisterkindregelung schaffen.“

Strandkörbe, Shantys & Schnellzeichner

Das erleben Gäste am Besucherwochenende auf der ITB Berlin / Facettenreiches Programm Mecklenburg-Vorpommerns nimmt am 10. Und 11. März Familien und Kulturinteressierte ins Visier

Berlin – Erstmals in der Geschichte der ITB Berlin, der weltweit bedeutendsten Reisemesse, übernimmt ein Bundesland die Partnerschaft: Das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern hat sich seit 1990 touristisch hervorragend entwickelt und als beliebtestes Urlaubsreiseziel in Deutschland (Reiseanalyse 2017) unzählige Möglichkeiten zum Übernachten, Genießen, Entspannen, Entdecken und Erleben aufgebaut. Mit der Botschaft „Urlaub ist unsere Natur“/“The spirit of nature“ will Mecklenburg-Vorpommern nun auch den Weg hin zu mehr Internationalität beschreiten – einem Bereich, in dem noch viel Potenzial steckt. Dabei soll die Präsentation des Urlaubslandes auf der ITB Berlin ein Baustein sein, zu dem sich in den folgenden Jahren weitere fügen. Dazu Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern: „Die Messe ist eine Riesenchance, um für Mecklenburg-Vorpommern zu werben. Wir stehen als Partnerland an den Messetagen im internationalen Rampenlicht der Reisebranche. Wir wollen neugierig machen auf das, was Mecklenburg-Vorpommern ausmacht. Als Land zum Leben, Arbeiten und Urlaubmachen möchten wir unser Bundesland den Besuchern auf der ITB Berlin vorstellen. Wir zeigen die touristische Vielfalt des Landes von der Seenplatte bis zur Ostseeküste. Unsere Zielstellung für die touristische Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern ist die Steigerung der Wertschöpfung pro Gast und die Erhöhung der Qualität des Angebotes im Land. Ein wichtiger Schritt dorthin ist intensives Marketing, denn die Konkurrenz im globalen Reisemarkt ist groß. In Berlin wollen wir neue Maßstäbe in der überregionalen Bewerbung von Mecklenburg-Vorpommern setzen.“

Dass Mecklenburg-Vorpommern die Rolle als offizielles Partnerland übernimmt, ist erst im Herbst 2017 vereinbart worden. Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, glaubt trotz der kurzen Vorbereitungszeit an ein erfolgreiches Gastspiel an der Spree: „Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern plant mit den touristischen Regionen, Orten und vielen Unternehmen aus dem Nordosten mit voller Kraft einen eindrücklichen Auftritt. Wir werden in so vielen Hallen mit so vielen Themen und Akteuren präsent sein wie nie zuvor. Hinzu kommt der Auftritt auf dem 1. Berlin Travel Festival als Treffpunkt der jungen Generation von Reisenden. MV möchte sich auf der touristischen Leitmesse freundlich, modern, weltoffen und bunt präsentieren und seine Chancen für mehr Bekanntheit, Sympathie und eine neue Stufe in der Tourismusentwicklung nutzen.“ Die ITB könne dabei Initialwirkung haben, erklärte Waldmüller.

Die genauen Planungen für die drei Fachbesuchertage (7.-9. März 2018) sowie für die große Eröffnungsveranstaltung mit mehr als 3.000 Teilnehmern aus aller Welt (6. März 2018) werden bei Medienterminen am 27. Februar (Landespressekonferenz Schwerin) sowie am 6. März (Eröffnungspressekonferenz ITB) vorgestellt.

Für Gäste am offiziellen Besucherwochenende am 10. und 11. März hat das Urlaubsland eine ganze Reihe von Aktionen zusammenstellt. An den unterschiedlichen Ständen des Nordostens können sie sich über die allgemeintouristischen Themen und alle Regionen (MV-Stand Halle 6.2a), über Jugendreisen und Nachhaltigkeit (4.1), über Gesundheitsreisen (Medical Wellness Pavillion), über Aktivtourismus in der Seenplatte (Eingang Süd) oder über die nächste Generation des Reisens (Berlin Travel Festival) informieren. Im Zentrum steht der Strandkorb als Symbol für das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern. Auch andere Themen und Besonderheiten wie Naturerlebnisse, die norddeutsche Romantik, Bernstein, Sanddorn, Bier, Shantys, Stand-up-Paddeln, Kreuzfahrt oder Zeesboote tragen Facetten Mecklenburg-Vorpommerns zur Messe bei. In Gewinnspielen werden Reisen in den Nordosten verlost. Alle Veranstaltungen Mecklenburg-Vorpommerns sind im Partnerland-Flyer der ITB aufgeführt. Dieser ist auf der Messe erhältlich und kann auf der ITB-Internetseite heruntergeladen werden.

Der Strandkorb, das typisch norddeutsche Sitzmöbel, wird dem Urlaubsland MV in unterschiedlicher Weise Präsenz verleihen: auf unzähligen Werbeflächen auf der Messe und in Berlin, in zehn zur ITB veröffentlichten Strandkorbgeschichten, als Souvenir aus dem 3D-Drucker oder im sportlichen Wettstreit.

Bereits beim Betreten des Messegeländes fällt er den Besuchern ins Auge. Rund 100 Exemplare, die aus vielen Orten auf die Messe geschafft wurden, stehen vor dem Eingang Süd sowie in den Hallen, in denen Mecklenburg-Vorpommern präsent ist (6.2a, 4.1, 21b, 22b) für Mußestunden im Messetrubel bereit. Wer sich darin ausruhen möchte, nimmt Platz, schießt ein Foto und postet dieses unter #mymvmoment.

Auf einer so genannten Social-Media-Wall ist der Schnappschuss im Strandkorb dann am Mecklenburg-Vorpommern-Stand in Halle 6.2a und in den sozialen Medien im Internet zu sehen.

Am Samstag stehen alle Aktionen im Zeichen der Familie. Laut Reiseanalyse 2017 der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen behauptet Mecklenburg-Vorpommern seinen Status als Deutschlands beliebtestes Familienreiseziel. Der Untersuchung zufolge führten 28 Prozent aller inländischen Familienreisen 2016 in den Nordosten. Grund genug, Besuchern die Vielfalt des Landes in diesem Bereich zu präsentieren. Auf einem Kinderparcours in Halle 22b können sich Besucher unter anderem ihren persönlichen „Entdeckerpass MV“ durch das Lösen kniffliger Aufgaben erspielen. Damit können sie dann mehr als 30 Freizeitangebote im Nordosten für zwei Jahre kostenlos besuchen.

In Halle 4.1. am Stand 110 lädt das so genannte „Gläserne Klassenzimmer“ zum Besuch ein. Hier stellen sich Einrichtungen vor, in denen Familien mit Kindern gern gesehene Gäste sind und deren Angebote auf Nachhaltigkeit setzen. Das Ozeaneum aus Stralsund gibt Einblicke in die Kaltwassermeere, das Nationalpark-Zentrum Rügen informiert über die Ostsee, die Kreidefelsen und den Jasmund Nationalpark, die Jugendherbergen stimmen mit dem Projekt „Ostseekiste“ auf das Thema Naturschutz ein, und das Naturerbe Zentrum Rügen stellt Survival-Kurse vor.

Mit von der Partie ist auch das Erlebnismuseum Müritzeum, das am größten deutschen Binnensee, der Müritz, zum Entdecken der heimischen Tier- und Pflanzenwelt einlädt und nicht zuletzt durch Deutschlands größtes Süßwasserbecken tausende Besucher in die Mecklenburgische Seenplatte lockt.

Eine weitere Besonderheit in der Halle ist das so genannte Sleeperoo – eine neue Art des Übernachtens ab der Saison 2018. Die maßgeblich in MV entwickelten „Design|sleep Cubes“ – würfelförmige und nach dem Steckbauprinzip unkompliziert aufzubauende Übernachtungsstätten – ermöglichen es Gästen, eine besondere Nacht an außergewöhnlichen Orten zu verbringen – in Innenbereichen oder an frischer Luft.

Geschicklichkeit und Kraft sind am Samstag bei der Strandkorb-WM am Stand von Mecklenburg-Vorpommern gefragt. Die Aktion ist angelehnt an ein jährlich stattfindendes sportlich kurioses Event auf der Insel Usedom, bei dem ein Team einen Strandkorb über eine ausgewiesene Strecke im Sprint transportieren muss. Und wer sich fragt, wie die Sitzmöbel hergestellt werden, besucht den Strandkorbflechter am MV-Stand, der in sein Handwerk einführt. Dazu erklingt „Shanty´n´Roll“ der Band Kudde und die Kudders aus Rostock.

Kultur ist Trumpf am Sonntag, 11. März, denn auch bei Gästen des Urlaubslandes steht sie hoch im Kurs. Jeder dritte Reisende besucht laut Reiseanalyse 2017 während des Aufenthaltes in Mecklenburg-Vorpommern kulturelle und historische Sehenswürdigkeiten und Museen. Ein kultureller Höhepunkt 2018 ist das Jubiläum der Hochzeitsreise von Caroline und Caspar David Friedrich. Vor 200 Jahren heiratete der in Greifswald geborene Romantiker Caspar David Friedrich (1774-1840) seine Caroline in Dresden und begab sich anschließend mit ihr auf Hochzeitsreise in seine Heimat. Dabei besuchte das Paar unter anderem Greifswald, Neubrandenburg und die Insel Rügen. Nicht Friedrich, dafür ein Schnellzeichner, bringt auf der ITB Friedrichs Motive aufs Papier – vor der romantischen Kulisse der Rügener Kreidefelsen entstehen Landschaftsbilder zum Mitnehmen. Anlässlich des Jubiläums wird in dieser Saison eine dreiteilige angelegte Ausstellung – in Greifswald, Putbus und im Nationalpark-Zentrum Königsstuhl – des japanischen Künstlers Hiroyuki Masuyama zu sehen sein. Dabei handelt es ich um Interpretationen von Friedrichs Werken mit besonderem Bezug auf die Stationen der Hochzeitsreise 1818.

Ein weiterer Höhepunkt in dieser Saison ist der 800. Geburtstag der Hansestadt Rostock mit den vom 21. bis zum 24. Juni an der Warnow veranstalteten und auf der ITB beworbenen Internationalen Hansetagen: Unter dem Titel „Einfach handeln! – Hanse damals und heute“ nimmt ein Rostocker Stadtwächter Besucher mit auf eine Reise in die Hansezeit und unterhält mit kurzweiligen Anekdoten. Sehnsucht nach einer Segelpartie in Mecklenburg-Vorpommerns Boddengewässern wird die Fotoshow von Rika Harder erwecken. In ihrem Fokus: Zeesboote. Die besonderen Boote mit den rostbraunen Segeln, die einst als Fischereifahrzeuge dienten, tragen bis heute zum unverwechselbaren Flair des Urlaubslandes bei.

Weitere Höhepunkte für Besucher sind Verkostungen regionaler Biere der Störtebeker Braumanufaktur und eine „Rostock Cruise Festival-Fotobox“. Diese soll Lust machen auf eine Premiere: das Rostock Cruise Festival vom 14. bis 16. September, bei dem die Hansestadt im 800. Jahr nach Verleihung des Stadtrechts mit einer Lasershow, einer Parade und einem Feuerwerk auf den Kreuzfahrthafen aufmerksam machen will, der in diesem Jahr erstmals mehr als 200 Anläufe zählt.

Vor dem Eingang Süd wird ein 70 Quadratmeter großes Kuppelzelt ins Auge stechen. In dem so genannten Dom Rügen wird ein 360-Grad-Film gezeigt, der Deutschlands größte Insel aus der Vogelperspektive zeigt. Zudem gibt es ein Stück Ostsee zum Mitnehmen für Groß und Klein: Ein Bernsteinschleifer aus Mecklenburg-Vorpommern verlegt seine Werkstatt auf die ITB, um Gästen Kniffe und Tricks zur Herstellung von Bernsteinschmuck zu zeigen. Einen Glückbringer aus Bernstein gibt es obendrein.

Mit drei Partnern und einem mehr als 150 Quadratmeter großen Stand ist Mecklenburg-Vorpommern auch beim 1. Berlin Travel Festival dabei, das vor allem junge Reisende ansprechen soll und vom 9. bis 11. März – parallel zur ITB Berlin – in der Arena Berlin in Kreuzberg veranstaltet wird. Das Dock Inn, Gewinner des Deutschen Tourismuspreises, wird eigens drei Container mit originalgetreuer Einrichtung auf das Festival bringen, das Umweltfotofestival „horizonte“ informiert über Fotoworkshop im Ostseeheilbad Zingst, und der Rostocker Veranstalter Supremesurf stellt das Pangea Festival vor, dessen Devise „Never stop playing“ an Besucher jedes Alters gerichtet ist.

Berlin und Brandenburg bilden zusammen den wichtigsten Herkunftsmarkt für Mecklenburg-Vorpommern. Jeder fünfte Urlauber stammt aus einem dieser beiden Bundesländer; für rund jeden zweiten Berliner und Brandenburger kommen in den kommenden Jahren Reisen in den Nordosten in Frage.

Der Reiseanalyse 2017 der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen zufolge betrug der Anteil von Berlinern an allen Urlaubsreisen ab fünf Tagen Dauer in den Nordosten 12,8 Prozent. Rund 54 Prozent der Berliner interessieren sich in den nächsten drei Jahren für einen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern. Ebenfalls hoch ist das Interesse von Brandenburgern an einem Urlaub zwischen Ostseeküste und Seenplatte. 8,2 Prozent der Urlaubsreisen führten 2016 in Deutschlands beliebtestes Reiseziel. 44 Prozent der Brandenburger haben Interesse, das Urlaubsland in den kommenden Jahren zu besuchen.

Schwesig verleiht Rettungsmedaille und spricht Öffentliche Belobigung aus

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig verleiht heute an Manuela Duwe und Thomas von Morstein aus Bresegard bei Eldena im Landkreis Ludwigslust-Parchim die Rettungsmedaille des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Für Matthias Hallier aus Schwaan im Landkreis Rostock spricht die Ministerpräsidentin eine Öffentliche Belobigung aus.

Manuela Duwe und Thomas von Morstein retteten am 20. Dezember 2016 einem 83-jährigen Mann das Leben. Frau Duwe stand an der Bushaltestelle, Herr Morstein war auf dem Weg zur Arbeit. Beide bemerkten ein Feuer im Schornstein eines Hauses. In kürzester Zeit stand der ganze Dachstuhl in Flammen. Beide handelten sofort, setzten einen Notruf ab, klopften laut. Doch leider konnten sie den Rentner nicht wecken.

„Die Gefahr für ihr eigenes Leben durch die starke Rauchentwicklung oder den möglichen Einsturz des alten Hauses ignorierten Frau Duwe und Herr von Morstein. Leben retten – das war ihr Ziel“, betont die Ministerpräsidentin. Entschlossen schlugen sie die Haustürscheibe ein und konnten so ins brennende Haus gelangen. Kurze Zeit später trafen die Rettungskräfte ein. Das Haus stand komplett in Flammen.

Schwesig: „Leider hat der 83-Jährige bei diesem furchtbaren Brand all sein Hab und Gut verloren. Das Wichtigste aber ist ihm geblieben: sein Leben. Frau Duwe und Herr von Morstein haben ihr eigenes Leben riskiert, um ein anderes zu retten. Es ist gut, dass es in Mecklenburg-Vorpommern engagierte und couragierte Menschen wie sie gibt. Ich freue mich sehr, ihnen die Rettungsmedaille des Landes Mecklenburg-Vorpommern zu überreichen und gratuliere sehr herzlich.“

Am 28. März 2017 rettete Matthias Hallier aus Schwaan im Landkreis Rostock ein dreijähriges Mädchen vor lebensgefährlichen Verletzungen durch eine Hundeattacke. Während der Gartenarbeit hatte Herr Hallier vom Nachbargrundstück plötzlich Hilferufe gehört. Er sah einen großen Hund, der die Tochter der Nachbarn attackierte. Das Mädchen spielte mit anderen Kindern im Sandkasten, als der Hund angriff. Es hatte bereits starke Verletzungen am Kopf und war blutüberströmt. Die Nachbarin versuchte vergeblich, das Tier vom Kind abzuhalten.

Geistesgegenwärtig sprang Hallier über den Zaun, warf sich auf den Hund und nahm das massige Tier in den Würgegriff. 15 Minuten lang hielt er das Tier in Schach und drückte es mit voller Kraft zu Boden, „ohne darüber nachzudenken, dass auch er von dem gefährlichen Hund hätte verletzt werden können. Wir können uns nur ungefähr vorstellen, wie anstrengend dieser Einsatz war. Dank seines selbstlosen Einsatzes konnten auch die anderen Kinder gerettet werden“, erklärt die Ministerpräsidentin. Er selbst habe zum Glück keine Verletzungen davongetragen. Der Schock über das Geschehene würde aber in seinem Kopf bleiben.

Schwesig: „Herr Hallier hat etwas sehr Wertvolles getan. Er hat sich selbstlos in Gefahr begeben, um anderen in größter Not zu helfen. Er verdient große Anerkennung für das, was er geleistet hat. Dafür spreche ich ihm eine Öffentliche Belobigung aus.“

Schlossberg-Gespräch im Finanzministerium

Neustrelitz – Am 7. März 2018 findet in Schwerin ein Gespräch zwischen der Stadt Neustrelitz und Finanzminister Matthias Brodkorb zum Landesprojekt Schlossberg Neustrelitz statt.

Bürgermeister Andreas Grund hatte den Minister über den Beschluss der Stadtvertretung Neustrelitz vom 1. Februar 2018 zum Schlossareal informiert und um ein Gespräch zu diesem Thema gebeten. Daraufhin hat der Minister in einem Telefonat den Wunsch geäußert, auch die Fraktionsvorsitzenden der Stadtvertretung Neustrelitz zu dem Treffen hinzu zu ziehen und diese inzwischen eingeladen.

In diesem Zusammenhang weist die Stadt Neustrelitz ausdrücklich die Äußerung von Herrn Dr. Michael Bednorz, Leiter des Landesamtes für Kultur- und Denkmalpflege, im Nordkuier/Strelitzer Zeitung vom 17.02.2018 zurück, wonach die Stadt Neustrelitz für die öffentlichen Auskünfte zum Landesvorhaben Schlossberg zuständig sei.

Dazu erklärt Bürgermeister Andreas Grund: „Das Projekt Schlossberg liegt nicht in der Zuständigkeit der Stadt Neustrelitz. Vorhabenträger und Auftraggeber der Planung und Durchführung ist das Land Mecklenburg-Vorpommern als Flächeneigentümer. Für die Information der Öffentlichkeit über das Projekt ist das Land zuständig und verantwortlich. Ich halte eine offensivere Informationspolitik des Landes für absolut notwendig, um die Bürger unserer Stadt besser mitzunehmen und ihrem berechtigten Interesse an den Plänen zu diesem wichtigen Vorhaben Rechnung zu tragen. Im Übrigen wurde der Stadt Neustrelitz trotz mehrfacher Nachfragen bisher keine Einsichtnahme in die aktuellen Planungsunterlagen gewährt. Unser Kenntnisstand speist sich aus den Ergebnissen des Wettbewerbsverfahrens 2014 und den bisherigen Äußerungen des Landes bzw. des BBL auf öffentlichen Veranstaltungen. Ich hoffe daher am 7. März auf eine sachliche Aufklärung zu allen Fragen der Stadtvertretung zum Landesvorhaben.“