Land und LSB würdigen Verdienste um den Sport in MV

Ministerin Hesse: Sport ist wichtige gesellschaftliche Kraft

Rostock – Wenn am morgigen Samstag in Rostock der Landessportbund MV (LSB) und das Land gemeinsam die „Matinee zur Ehrung“ im Vorfeld der Sportgala ausrichten, wird Sportministerin Birgit Hesse dort zehn Bürgerinnen und Bürger mit der „Sportplakette des Landes Mecklenburg-Vorpommern“ auszeichnen. Mit der Plakette würdigt das Land Menschen, die sich besonders verdient gemacht haben um den Sport in MV.

„Das bedeutet nicht ausschließlich, als Athlet oder Athletin mit bemerkenswerten Leistungen Erfolge zu feiern. Sondern es kann auch heißen, durch sein Engagement die Erfolge der anderen erst möglich zu machen, Menschen an den Sport heranzuführen, Sportangebote ins Leben zu rufen und sie am Leben zu halten“, erklärte Hesse. Sie sehe im Sport eine wichtige gesellschaftliche Kraft, die sich erst durch das ehrenamtliche Engagement in den Vereinen voll entfalte.

Neben der „Sportplakette des Landes Mecklenburg-Vorpommern“ wird Sportministerin Hesse auch das „Ehrenpräsent des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur“ an jemanden übergeben, der sich vor Ort erfolgreich für den Sport stark macht. „In Mecklenburg-Vorpommern haben wir Glück. Denn viele, die in unseren Kommunen Verantwortung tragen, wissen um die gesellschaftliche Bedeutung des Sports“, betonte die Ministerin. Auf so jemanden sei die Wahl gefallen: „stellvertretend für all jene Funktionsträger mit dem gewissen Sport-Extra“. Bei der Matinee wird auch der LSB Sportlerinnen und Sportler sowie bürgerschaftlich Engagierte auszeichnen: mit der „Ehrennadel in Gold“, der „Ehrenplakette fürs Lebenswerk“ und dem „Vereinspreis“.

Sportministerin Hesse lobte das konstruktive Verhältnis beider Veranstalter: „Landessportbund und Landesregierung arbeiten an vielen Punkten partnerschaftlich zusammen, indem wir uns für Verbesserungen im Breiten- und Freizeitsport auf der einen Seite und im Leistungs- und Spitzensport auf der anderen Seite einsetzen – inhaltlich, finanziell und strukturell.“

Neue Kita mit außergewöhnlichem Konzept

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese nahm am (heutigen) Freitag an der Eröffnungsfeier der Kindertagesstätte „Alles im Lot“ in Schwerin teil. Die Kita ist eine Tochtergesellschaft der Kinderzentrum Mecklenburg gGmbH, die sich überregional für Kinder mit Behinderungen, Entwicklungsverzögerungen sowie Kinder mit ausländischer Herkunft einsetzt.
Ministerin Drese bei der Eröffnungsveranstaltung

Ministerin Drese bei der Eröffnungsveranstaltung

„Ich freue mich sehr darüber, dass auch der Kita die Integration und Inklusion der ihr anvertrauten Kinder am Herzen liegt. Sie holt mit ihrem pädagogischen Konzept die Kinder dort ab, wo sie stehen, geben Ihnen die Freiheit zur individuellen Entfaltung, stärken die Stärken eines jeden einzelnen Kindes, denken integrativ und sind offen für alle Familien und ihre Kinder. Das ist für die Kindertagesförderung in Schwerin ein tolles neues Angebot“, betonte Drese in ihrem Grußwort.

Darüber hinaus hat die Kita ein Modellprojekt „Werkstatt“ entwickelt, das zum 1. März starten soll. Dafür besitzt die Kita eine angeschlossene Werkstatt, in der den betreuten Kindern erste Berührungspunkte zum handwerklichen Gestalten eröffnet werden sollen.

„In dieser Kita wird das Interesse geweckt für das Ausprobieren, Spielen und Erschaffen – der natürlichen Neugier unserer Kleinsten wird hier eine Plattform geben“, so Drese. Diese Form des Lernens und Erlebens sei für alle Kinder wertvoll.

Drese: „Auf diese Weise geschieht zugleich das früheste Fördern unserer Fachkräfte von morgen. Nämlich dann, wenn Kinder erfahren, dass Auseinandernehmen, Erbauen und Gestalten genau das sind, was sie auch in Zukunft gern tun möchten. Und alles erfolgt klischeefrei. Vielleicht entwickeln sich durch den spielerischen Zugang hier in dieser Kita Mädchen zu späteren Ingenieurinnen oder Handwerksmeisterinnen“, sagte Drese.

Aktuelle Umfrage: Mehrheit der Bevölkerung für Nachrüstung von Diesel-Pkw auf Kosten der Autohersteller

Berlin – Eine überdeutliche Mehrheit von 83 Prozent der Bevölkerung in Deutschland spricht sich dafür aus, dass die neue Bundesregierung die Autohersteller dazu verpflichtet, Dieselfahrzeuge, die von dem Abgasskandal betroffen sind, auf Herstellerkosten so nachzurüsten, dass diese die gelten Abgasgrenzwerte auch im Alltagsbetrieb einhalten. Das hat eine aktuelle repräsentative Emnid-Umfrage* im Auftrag des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ergeben.

Aufgeschlüsselt nach Parteineigung ergab sich ein ähnlich hohes Zustimmungsbild: SPD 85 Prozent, CDU/CSU 82 Prozent, Bündnis 90/Die Grünen 95 Prozent, Die Linke 99 Prozent, lediglich bei der FDP sprachen sich nur 69 Prozent für eine solche Maßnahme aus. Nach Geschlechtern aufgeschlüsselt sprachen sich 84 Prozent der Männer und 82 Prozent der Frauen für eine Verpflichtung der Autokonzerne aus.

Mit Blick auf die für kommenden Dienstag erwartete Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes sieht der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger in den Ergebnissen der Umfrage einen klaren politischen Handlungsauftrag.

„Die Zeit des Abwartens und Verzögerns von notwendigen Entscheidungen muss ein Ende haben. Die nächste Bundesregierung muss ihren Schmusekurs mit der Autolobby beenden. Die Mehrheit der Bevölkerung verlangt zu Recht, dass die Autokonzerne endlich in die Verantwortung genommen werden. Maßgeblich durch ihr Handeln werden die gesetzlich verbindlichen Grenzwerte für Stickstoffdioxid in unseren Städten teils massiv überschritten. Wie die anhaltenden Überschreitungen zeigen, reichen die bisherigen Software-Lösungen nicht aus. Wirksame Hardware-Nachrüstungen stehen damit auf der Tagesordnung. Das einzig auf die Vermeidung von Fahrverboten ausgelegte Krisenmanagement von Bundesregierung und Autoindustrie ist gescheitert.“

57. Landesausscheid der Mathematik-Olympiade beginnt

Ministerin Hesse: Mögen die fleißigen Rechner einen kühlen Kopf bewahren

Schwerin – Spaß an Algebra, Geometrie und Co.: Bildungsministerin Birgit Hesse wünscht den 260 Schülerinnen und Schülern, die sich heute und morgen an der Endrunde der Mathematik-Olympiade auf Landesebene beteiligen, viel Erfolg. In Mecklenburg-Vorpommern findet der Landesausscheid aus organisatorischen Gründen immer am letzten Februarwochenende in Greifswald, Rostock und Schwerin parallel statt.

„Ich drücke allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Daumen. Mögen die fleißigen Rechner einen kühlen Kopf bewahren“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Mathematik ist nichts für jeden und schon gar nicht auf einem solchen Niveau, wie es die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Olympiade beweisen. Die Siegerinnen und Sieger dürfen am Bundesausscheid teilnehmen und können im Juni in Würzburg unser Land würdig vertreten. Wer nicht gewinnt, darf nicht traurig sein. Denn auch bei der Mathematik-Olympiade gilt das olympische Motto: Dabeisein ist alles“.

Die Mathematik-Olympiade gehört in Mecklenburg-Vorpommern zu den Wettbewerben mit hohen Teilnehmerzahlen. Die erfolgreichsten Schülerinnen und Schüler der Regionalrunde der Klassenstufen 3 bis 12 werden zum Landesausscheid eingeladen. Die Klassen 7 bis 12 schreiben am Freitagnachmittag und am Samstagvormittag eine vierstündige Klausur. Die Klassenstufen 3 bis 6 nehmen nur mit einer Klausur am Sonnabend teil. Die Klausuren werden umgehend korrigiert. Die Siegerehrung erfolgt am Samstag um 16 Uhr an den jeweiligen Austragungsorten.

„Ich freue mich darüber, dass die Mathematik-Olympiade bei uns im Land so gut etabliert ist“, lobte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Sie bietet allen interessierten Schülerinnen und Schülern Gelegenheit, ihr mathematisches Talent unter Beweis zu stellen und auszubauen. Das alles wäre ohne den ehrenamtlichen Einsatz vieler Lehrerinnen und Lehrer nicht möglich. Auch viele Eltern tragen mit ihrer Unterstützung dazu bei, dass so ein Wettbewerb stattfinden kann. Dafür möchte ich herzlich danken“, sagte die Ministerin.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 57. Landesausscheid

Rostock: 100 Schülerinnen und Schüler
Schwerin: 100 Schülerinnen und Schüler
Greifswald: 60 Schülerinnen und Schüler

Neue grenzüberschreitende Projekte befürwortet

Einrichtung eines Kinderkrebszentrums, verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der Augenheilkunde sowie Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität

Schwerin – Der Begleitausschuss für das europäische Interreg-Programm V A der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und der Republik Polen hat in Löcknitz weitere grenzüberschreitende Projekte befürwortet.

„Das grenzüberschreitende Programm leistet einen Beitrag zur europäischen wirtschaftlichen Stabilität im Grenzraum zwischen Polen und Deutschland. Es bringt erfolgreich Menschen zusammen. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit wird weiter ausgebaut. Mit den neuen Projekten wird beispielsweise die Einrichtung eines Kinderkrebszentrums, die Zusammenarbeit im Bereich der Augenheilkunde sowie die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität unterstützt“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag.

Insgesamt sind acht Projekte mit einer Gesamtsumme von etwa 10,5 Millionen Euro ausgewählt worden, rund 8,06 Millionen Euro stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). „Die Gelder werden über einzelne Projekte dafür eingesetzt, die Wirtschaft beiderseits der Grenze zu stärken, die medizinische Versorgung zu verbessern und die Infrastruktur weiter auszubauen. Das ist auch ein Beitrag zur Verbesserung der Lebensperspektiven für die Bewohner in den grenznahen Regionen“, so Glawe weiter.

1.) Einrichtung eines telemedizinisch integrierten, deutsch-polnischen Kinderkrebszentrums in der Euroregion Pomerania

Krebserkrankungen sind die zweithäufigste Todesursache von Kindern. Mit herkömmlichen Behandlungsverfahren ist kaum noch eine Verbesserung der Heilungschancen möglich. Dazu ist die Nutzung hoch spezieller Verfahren, z.B. die Behandlung mit Radioisotopen (Anwendung in der Strahlentherapie) / Immunotherapien (die Immunotherapie hat das Ziel, diese natürlichen Abwehrmechanismen zu unterstützen und zu aktivieren, damit diese Krebszellen als fremd erkennen und sie zerstören) sowie eine verbesserte Diagnostik erforderlich. Diese Leistungen können nur durch hochspezialisierte Einrichtungen erbracht werden. So ist die Behandlung mit Radioisotopen in der Universitätsmedizin Greifswald möglich, nicht aber in Polen. Bereits heute werden polnische Kinder in Greifswald behandelt. Da es derzeit aber nicht möglich ist, Kinder bereits im Vorfeld ausreichend zu diagnostizieren, sind zahlreiche Voruntersuchungen in Greifswald erforderlich. Dies bedeutet für betroffene Eltern und Kinder einen hohen zeitlichen wie finanziellen Aufwand.

In der Euroregion Pomerania sind die Universitätsmedizin Greifswald und das Universitätsklinikum Nr. 1 der Pommerschen Medizinischen Universität auf Kinderonkologie und -hämatologie spezialisiert. Beide Einrichtungen wollen ihre Zusammenarbeit im medizinischen Betrieb und der Lehre deutlich ausbauen. Dazu sollen die diagnostischen Möglichkeiten auf den Stand der Technik verbessert und die Einrichtung telemedizinisch verknüpft werden.

Es ist vorgesehen, an der Universitätsmedizin Greifswald ein telemedizinisch vernetztes, deutsch-polnisches Kinderkrebszentrum einzurichten, in welches das Universitätsklinikum Nr. 1 der Pommerschen Medizinischen Universität und Einrichtungen der Gesellschaft für Gesundheit und Leben mbH über eigene telemedizinische Stationen eingebunden werden.

Um neueste wissenschaftliche Erkenntnisse bei der Behandlung schwer krebskranker Kinder berücksichtigen zu können, wird das Collegium Medicum der Jagiellonischen Universität in Krakau von Anfang an in das Netzwerk einbezogen. Das Collegium Medicum ist eine der führenden polnischen Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Kinderonkologie, insbesondere bei der Behandlung schwerer Krebserkrankungen wie Neuroblastom, akute Leukämie oder das Hogdkin-Lymphom. Daher wird auch hier eine Telemedizin-Einheit aufgebaut.

Durch den Aufbau des deutsch-polnischen Kinderkrebszentrums werden unter anderem regelmäßige, deutsch-polnische Konsultationen im monatlichen Rhythmus; Telekonsultationen mit Patientenkontakt als Novum sowie die gemeinsame Aus- und Weiterbildung von Medizinern und medizinischem Personal durch den in dieser Form einmaligen Aufbau eines gemeinsamen, deutsch-polnischen Aus- und Weiterbildungsangebots mittels e-Learning, ermöglicht. Darüber hinaus sollen die politisch-rechtlichen Rahmenbedingungen verbessert werden, um langfristig zu gewährleisten, dass Patienten dort behandelt werden können, wo das beste diagnostische und therapeutische Know-how verfügbar ist.

„Von der medizinischen Zusammenarbeit der deutschen und polnischen Wissenschaftler profitieren alle Einrichtungen, vor allem aber die betroffenen Kinder und ihre Eltern. Forschung, Lehre und Diagnostik werden grenzüberschreitend ausgebaut und Greifswald als wissenschaftlicher Standort im Bereich der Krebsforschung gestärkt“, sagte Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe.

Projektpartner:

Universitätsmedizin Greifswald Körperschaft des öffentlichen Rechts (Mecklenburg-Vorpommern/M-V)
Klinisches Krankenhaus Nr. 1 der Pommerschen Medizinischen Universität in Stettin (Polen)
Pommersche Medizinische Universität in Szczecin (Polen)
Gesellschaft für Leben und Gesundheit mbH (Brandenburg)
Jagiellonen-Universität-Collegium Medicum in Krakau (Polen)

Gesamtkosten des Projektes in Euro: 2,7 Millionen Euro / EFRE-Zuschuss in Euro: 2,1 Millionen Euro

2.) Wissens- und Erfahrungsaustausch im Bereich der modernen Methoden der bildgebenden Diagnostik in der Ophthalmologie (Augenheilkunde)

Ziel des Projektes ist der Ausbau der Kooperation zwischen der 1. Abteilung für Ophthalmologie der Pommerschen Medizinischen Universität in Szczecin und der Augenklinik der Universität Greifswald.

In dem Projekt sind gemeinsame Schulungen mit praktischen Workshops zu modernen diagnostischen Methoden in der Augenheilkunde geplant und der Kauf von ophthalmologischen Diagnosegeräten, um einen gemeinsamen medizinischen Behandlungsstandard zu erreichen. Das Projekt umfasst Ausbildungs- und Schulungsaspekte auch in Form einer Hospitation in klinischen Zentren beider Projektpartner. Es werden ophthalmologische Diagnostikgeräte erworben, um eine innovative Erforschung bei Erkrankungen der Netzhaut des Auges durchzuführen.

Der Höhepunkt der gemeinsamen Anstrengungen wird eine gemeinsame internationale Wissenschafts- und Bildungskonferenz zur modernen Diagnostik und deren Anwendungen sein. Das Hauptthema der geplanten Konferenz ist die Netzhautdegeneration und deren ursächliche, pathologischen Prozesse, die während der Alterung des Auges auftreten.

Dabei geht es vor allem um die altersbedingte Makuladegeneration (AMD). Aufgrund der fortschreitenden Alterung der Gesellschaften in hochindustrialisierten Ländern wird diese Erkrankung einen erheblichen Sehverlust verursachen. AMD betrifft weltweit rund 25 Millionen Menschen, aber es wird geschätzt, dass sich diese Zahl im Laufe des nächsten Jahrzehnts verdreifacht. Um AMD zu diagnostizieren und seine Stadien sicher zu bestimmen, muss der Augenarzt eine Reihe von modernen diagnostischen Tests durchführen. Um die AMD also besser zu verstehen, müssen sich Ärzte und Wissenschaftler verschiedener Fachgebiete (Internisten, Augenärzte, Geriater, Psychiater) treffen und intensiv zusammenarbeiten.

„Die Intensivierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Zusammenhang mit dem Austausch von Wissen und dem Erwerb neuer Kompetenzen wird dazu beitragen, die Forschung auf dem Gebiet der experimentellen und klinischen Ophthalmologie an den Universitäten auf beiden Seiten der Grenze zu erweitern“, so Wirtschafts- und Gesundheitsminister Glawe.

Projektpartner:

  • Pommersche Medizinische Universität in Szczecin (Polen)
  • Universitätsmedizin Greifswald (M-V)

Gesamtkosten des Projektes in Euro: rund 570.000 Euro / EFRE-Zuschuss in Euro: 426.500 Euro

3.) Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität im Bereich der DNA-Diagnostik und der erforderlichen IT-Infrastruktur

Die Projektpartner sind Behörden und Einrichtungen, die für die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit, die Bekämpfung des Terrorismus und die DNA-Diagnostik zuständig sind.

Es ist geplant, eine Infrastruktur zur DNA-Diagnostik zu erarbeiten. Diese neue Infrastruktur soll zur Vereinheitlichung der Untersuchungsergebnisse der polnischen und der deutschen Seite beitragen. Ziel ist es, die Kompatibilität der Technik und der Software in der Wojewodschaft Westpommern und dem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern zu verbessern, um eine einheitliche Plattform zur DNA-Analyse und Nutzung der Sequenzierungs-Kits und -Reagenzien (Entschlüsselung von Erbinformationen) zu erreichen.

Dadurch kann die Zusammenarbeit der Partner verbessert und standarisiert werden, die Qualität und Geschwindigkeit der durchgeführten Untersuchungen werden erhöht. Das Projekt soll es ermöglichen, eine höhere Anzahl von Untersuchungsaufträgen in einem kürzeren Zeitraum zu erledigen. Vorgesehen sind darüber hinaus gemeinsame Konferenzen, Seminare und Übungen im Rahmen eines Wissens- und Erfahrungsaustausches.

„Durch die Intensivierung der Zusammenarbeit der Polizeibehörden aus Mecklenburg-Vorpommern und der polnischen Wojewodschaft Westpommern leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit der Bewohner und Touristen im deutsch-polnischen Raum“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Projektpartner:

  • Landespolizeipräsidium in Szczecin (Polen)
  • Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern (MV)
  • Pommersche Medizinische Universität in Szczecin (Polen)

Gesamtkosten des Projektes in Euro: 1,2 Millionen Euro / EFRE-Zuschuss in Euro: rund 998.000 Euro

Informationen zum Programm Interreg V A

Das Kooperationsprogramm Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen ist Teil der Europäischen Kohäsionspolitik und wird im Rahmen des eigenständigen Ziels „Europäische Territoriale Zusammenarbeit“ durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt. Das Programm fördert grenzüberschreitende Kooperationsprojekte zwischen deutschen und polnischen Partnern. Für das Programm stehen in der EU-Förderperiode bis 2020 insgesamt 134 Millionen Euro EFRE-Mittel zur Verfügung.

Das Interreg-Programm wird umgesetzt in der Wojewodschaft Westpommern in Polen, den Landkreisen Barnim, Uckermark und Märkisch Oderland in Brandenburg sowie in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern leitet die Verwaltungsbehörde im Gesamtprogramm.

Projekttag „Israel – anders kennen lernen“

Ministerpräsidentin nimmt am Projekttag „Israel – anders kennen lernen“ in Neubrandenburg teil

Neubrandenburg – Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und dem Botschafter des Staates Israel Jeremy Issacharoff fand der diesjährige Projekttag „Israel – anders kennen lernen“ an der Hochschule Neubrandenburg statt. Ziel des Projekttages, der jedes Jahr in mehreren Städten in Deutschland durchgeführt wird, war es, den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern aus Mecklenburg-Vorpommern die Vielfalt der Kultur und der Gesellschaft Israels näher zu bringen.

„Deutschland hat aufgrund seiner Geschichte ein besonderes Verhältnis zu Israel. Und wir stehen in einer besonderen Verantwortung. Ich finde es deshalb wichtig, dass junge Menschen das Land und seine Gesellschaft kennenlernen. Ich habe deshalb sehr gern gemeinsam mit dem Israelischen Botschafter in Deutschland die Schirmherrschaft über diesen Projekttag übernommen und freue mich über die Resonanz auf die Veranstaltung“, sagte die Ministerpräsidentin bei ihrem Besuch in Neubrandenburg.

Den Abschluss des Projekttages bildete eine sogenannte Fishbowl-Diskussion. Die Ministerpräsidentin diskutierte gemeinsam mit dem Botschafter in einer offenen Runde mit verschiedenen Diskutanten über die spannenden Themen des Tages.