Hilfsangebote für Schwangere in Notsituationen: Vertrauliche Geburt und Beratungstelefon

Schwerin – Nach dem Fund eines Neugeborenen vor einer Haustür in Schwerin weist das Sozialministerium eindringlich auf Hilfsangebote und Möglichkeiten für Schwangere hin, Kinder vertraulich und sicher in einer Klinik oder bei einer Hebamme auf die Welt bringen zu können.

So besteht für Frauen in Notsituationen die Möglichkeit der vertraulichen Geburt. Dabei spielen in Mecklenburg-Vorpommern die insgesamt 42 Schwangerschaftsberatungsstellen (http://www.sg-mv.de/beratungsstellen) im gesamten Land eine zentrale Rolle. Sie steuern und organisieren das gesamte Verfahren und übernehmen alle Verfahrensschritte.

Die Expertinnen in den Beratungsstellen sind dafür besonders geeignet, denn sie beraten schon zu allen eine Schwangerschaft betreffenden Fragen – auf Wunsch auch anonym – und bieten u. a. Lösungsmöglichkeiten für psychosoziale Konflikte im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft an. Im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit steht das vertrauensvolle Gespräch mit der Klientin.

Das am 01.05.2014 in Kraft getretene Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt schützt Frauen, die ihre Schwangerschaft verdrängen oder verheimlichen und vom regulären Hilfesystem für Schwangere nicht erreicht werden.

Vertrauliche Geburt bedeutet: Schwangere können Ihr Kind medizinisch sicher und vertraulich zur Welt bringen. Sie werden von einer Beraterin, die an die gesetzliche Schweigepflicht gebunden ist, beraten und begleitet. Die Beraterin nimmt auch die persönlichen Daten vertraulich auf und sorgt dafür, dass diese sicher hinterlegt werden.

Nach dem Gesetz ist die vertrauliche Geburt eine Entbindung, bei der die Schwangere ihre Identität nicht offenlegt und stattdessen Angaben zur Erstellung eines Herkunftsnachweises (Vor- und Zuname, Geburtsdatum und Anschrift der Schwangeren) macht. Nach der Geburt des Kindes wird zur Sicherstellung seines Grundrechts auf Kenntnis seiner Abstammung dieser Herkunftsnachweis zur Verwahrung an das Bundesamt für zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFZA) gesandt. Mit 16 Jahren kann das Kind seine Identität und damit seine Herkunft erfahren.

Zusätzlich gibt es das bundesweite Beratungstelefon „Schwangere in Not – anonym und sicher“. Für eine kostenlose und qualifizierte Erstberatung können Schwangere sich rund um die Uhr an das Hilfetelefon unter der Nummer 0800/40 40 020 wenden. Als 24-Stunden-Lotse vermittelt das Hilfetelefon auch an eine Beratungsstelle vor Ort weiter. Die Beratung ist anonym, barrierefrei und wird mehrsprachig angeboten.

Schwesig: Mecklenburg-Vorpommern wiederholt Außenhandelsrekord

Schwerin – Im Jahr 2017 wurden Waren im Wert von 13,4 Milliarden Euro aus Mecklenburg-Vorpommern exportiert oder ins Land importiert. Damit wurde der Außenhandelsrekord aus dem Jahr 2015 wiederholt.

„Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis. Das zeigt, dass Mecklenburg-Vorpommern wirtschaftlich auf einem guten Weg ist. Export und Import schaffen wirtschaftliches Wachstum und sichern Arbeitsplätze bei uns im Land. Das stabile Exportergebnis zeigt, dass viele Unternehmen aus unserem Land inzwischen auf internationalen Märkten erfolgreich sind. Vom Import profitieren beispielsweise Häfen und Logistikwirtschaft“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute in Schwerin.

2017 wurden aus Mecklenburg-Vorpommern Waren im Wert von 7,1 Milliarden Euro exportiert. Das bedeutet ein etwa gleichbleibendes Niveau zum Vorjahr. Die wichtigsten Exportgüter waren Weizen (7%), Eisen-, Blech- und Metallwaren (5%) sowie Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung (5%; u.a. Motoren, Schalter oder Schalttafeln).

Im Gegenzug wurden Waren im Wert von 6,3 Milliarden Euro nach Mecklenburg-Vorpommern importiert. Das ist der bisher höchste Wert. Die wichtigsten Importgüter waren Mineralölerzeugnisse (14%), Papier und Pappe (7%) sowie Ölfrüchte (5%; u.a. Oliven zur Ölgewinnung, Lein-, Sesam- und Mohnsamen sowie Sonnenblumenkerne).

„Unser gemeinsames Ziel muss es sein, den Außenhandel in den kommenden Jahren noch weiter zu steigern. Deshalb wird die Landesregierung weiter Unternehmen unterstützen, die im Außenhandel tätig sind oder neu ins internationale Geschäft einsteigen wollen. Zum Beispiel mit Informationsveranstaltungen, Wirtschaftsdelegationsreisen und der Förderung von Messeauftritten. Wir haben beim Außenhandel noch Wachstumspotenzial“, sagte die Ministerpräsidentin.

Auf der Liste der fünf wichtigsten Außenhandelspartner stehen dieselben Länder wie in den beiden Vorjahren, allerdings in veränderter Reihenfolge. Polen hat mit einem Volumen von 1,21 Mrd. Euro wieder Platz 1 auf der Liste der wichtigsten Außenhandelspartner des Landes übernommen. Die Niederlande, Spitzenreiter des Jahres 2016, landen 2017 mit einem Volumen von rund 1,06 Mrd. Euro auf Platz 2. Die Plätze 3 bis 5 belegen Russland (1,02 Mrd. Euro), Dänemark (963 Mio. Euro) und Finnland (704 Mio. Euro).

„Diese Zahlen machen deutlich, dass der Ostseeraum für uns besondere wirtschaftliche Bedeutung hat. Wir wollen die Kontakte zu unseren Nachbarn weiter ausbauen. Es wird im Sommer Gespräche mit der Wojewodschaft Westpommern unter anderem über den Ausbau unserer Wirtschaftsbeziehungen geben. Wir planen für den 17. Oktober den dritten Russlandtag in Rostock. Außerdem wollen wir Start-Up-Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern dabei unterstützen, im skandinavischen Raum Fuß zu fassen“, kündigte die Ministerpräsidentin an.

A 20: Aufträge für Behelfsbrücke und Dammrückbau vergeben

Schwerin – Nach Ostern beginnt an der Autobahn 20 bei Tribsees der Rückbau des beschädigten Straßendamms. Zunächst wird die Baustelle eingerichtet. Voraussichtlich ab der zweiten Aprilwoche werden dann Asphalt- und darunterliegende Schichten abgetragen und auch die infolge des Grundbruchs gelösten Asphaltschollen geborgen. Der Auftrag wurde per Ausschreibung an eine Baufirma aus Grimmen vergeben. Das Auftragsvolumen beträgt 1,4 Millionen Euro.

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat auch den Auftrag für Lieferung, Aufbau, Miete und Abbau der Behelfsbrücke erteilt, die die Autobahn während der mehrjährigen Instandsetzung der A20 auf einer Spur pro Richtung befahrbar machen soll. Er wurde an das Tochterunternehmen einer niederländischen Firma vergeben, die ausschließlich Behelfsbrücken in Deutschland anbietet (Auftragsvolumen 12,2 Millionen Euro). Die Brückenelemente sollen voraussichtlich Mitte des Sommers geliefert und installiert werden.

„Damit sind wir unserem ehrgeizigen Ziel, bis Ende des Sommers die Behelfsbrücke in Betrieb nehmen zu können, ein ganzes Stück nähergekommen“, sagt Infrastrukturminister Christian Pegel, weist aber darauf hin: „Zuvor muss die Konstruktion für die Verankerung der Brücke im Boden mit Hilfe von Bohrpfählen installiert werden. Die EU-weite Ausschreibung für diesen Auftrag läuft noch bis 27. März 2018.“ Angestrebt ist, diesen Auftrag bis Ende April zu erteilen.

Außerdem wurde an eine Firma aus Schleswig-Holstein der Auftrag für Ausgleichsmaßnahmen vergeben. Sie wird als Kompensation für die Eingriffe in Folge des A20-Schadens Otterleiteinrichtungen an den Landesstraßen 19 und 23 installieren. Diese Maßnahme wurde mit den Naturschutzverbänden und der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Vorpommern Rügen abgestimmt.

Greifswald: Minister Pegel übergibt Bescheid für Kirche St. Jacobi

Greifswald – Infrastrukturminister Christian Pegel übergibt am Montag (26.03.2018) einen Zustimmungsbescheid zum Einsatz von 300.000 Euro Städtebaufördermitteln für die Modernisierung der St. Jacobi Kirche in Greifswald.

Die Kirche St. Jacobi ist Teil der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Innenstadt und Fleischervorstadt“ der Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Die Kirche, ein das Stadtbild prägendes Denkmal, soll teilsaniert werden. Die Außenwandflächen sollen vollständig gereinigt und instandgesetzt, die Fenster des Hauptschiffes überarbeitet und in Teilen ausgewechselt werden.

Nach Prüfung der von der Stadt eingereichten Unterlagen hat das Infrastrukturministerium der Maßnahme „Modernisierung Kirche St. Jacobi“ zugestimmt und sie gemäß der Städtebauförderrichtlinie grundsätzlich als zuwendungsfähig anerkannt.

Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben für die Maßnahme betragen rund 503.000 Euro. Der Fördersatz beträgt knapp 60 Prozent.

Ärztlicher Vorstand in Greifswald bestellt

Hesse: Heidecke hat Kompetenz bereits bewiesen

Greifswald – Mit Wirkung zum 1. April dieses Jahres hat der Aufsichtsrat der Universitätsmedizin Greifswald in seiner heutigen Sitzung Prof. Dr. Claus-Dieter Heidecke zum Ärztlichen Vorstand bestellt. Wissenschaftsministerin Hesse begrüßte die Entscheidung des Gremiums.

„Prof. Heidecke hatte die Position bereits gut ein Jahr lang kommissarisch inne, und er hat in dieser Zeit dazu beigetragen, die medizinische Krankenversorgung weiter voranzubringen und die Universitätsmedizin für die Zukunft zu wappnen“, erklärte Hesse. „Als erfahrener Chirurg, langjähriger Chefarzt und Hochschullehrer kann er als Ärztlicher Vorstand auf einen wertvollen Erfahrungsschatz zurückgreifen, um die Universitätsmedizin weiterhin Erfolge in Forschung, Lehre und Krankenversorgung feiern zu lassen.“

Die Ministerin würdigte besonders den Einsatz von Prof. Dr. Heidecke in der Region: „Ihm ist es in den vergangenen Monaten gelungen, die Zusammenarbeit der Universitätsmedizin mit vielen Partnern in Vorpommern zu verbessern. Eine gute Verbindung der Unimedizin zu den Medizinern der Region ist mir sehr wichtig“, so Hesse.

Parallel zum Amtsantritt von Prof. Dr. Heidecke läuft der Vertrag mit dem Ärztlichen Beauftragten Prof. Dr. Christian Schmidt aus. Ein Jahr lang hat der Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Vorstand der Universitätsmedizin Rostock das Greifswalder Vorstandsteam bei der Sanierung der Unimedizin unterstützt.

Der Vorstandsvorsitzende der Universitätsmedizin Greifswald, Prof. Dr. Max P. Baur, dankte ihm für seine Unterstützung als Berater beim Sanierungsprozess. „Seine Erfahrungen haben uns sehr geholfen. Insgesamt war die Zusammenarbeit für beide Seiten gewinnbringend und soll auch in Zukunft in bestimmten Bereichen fortgesetzt werden. Beide Uniklinika sind wichtig für das Land und können sich gegenseitig helfen.“

Ministerin Hesse betonte: „Prof. Schmidt gilt mein ausdrücklicher Dank. Mit seinen wertvollen Hinweisen und Empfehlungen hat er geholfen, die Universitätsmedizin wieder in ruhigeres Fahrwasser zu steuern. Er hat zudem als Schnittstelle fungiert, um Felder auszumachen, auf denen Greifswald und Rostock zusammenarbeiten können. Daraus erwachsen Vorteile für beide Standorte“.

Bundesrat fordert angemessene Personalschlüssel in der Pflege

Berlin – Um die Sicherstellung von angemessenen Personalschlüsseln in der Pflege geht es dem Bundesrat in einer Entschließung vom 23. März 2018. Die im kommenden Jahr einzuführenden Untergrenzen müssten in sämtlichen Bereichen gelten, in denen Pflegepersonal tätig ist. Keinesfalls dürften die Vorgaben nur in den pflegeintensiven Bereichen Anwendung finden. Ansonsten drohe die Gefahr, dass Personal von Stationen ohne Personalschlüssel abgezogen wird. Wichtig sei außerdem, dass die Vereinbarung 24 Stunden gilt und eine bedarfsgerechte Versorgung sowie Pflege der Patientinnen und Patienten sicherstellt.

Darüber hinaus machen die Länder deutlich, dass der Personalschlüssel nur durch Fachpersonal und nicht etwa Auszubildende erfüllt werden darf. Um Personalknappheit und mögliche Versorgungsengpässe insbesondere im ländlichen Raum zu vermeiden, seien Bund, Länder und die Partner der Selbstverwaltung gemeinsam in der Verantwortung, umfassende Maßnahmen zur Fachkräftesicherung zu ergreifen. Nur so könnten Personaluntergrenzen umgesetzt und eingehalten werden.

Damit die zusätzlichen Personalkosten die Krankenhäuser nicht über Gebühr belasten, soll nach Ansicht des Bundesrates die Gesetzliche Krankenversicherung für deren Finanzierung aufkommen. Außerdem plädiert er dafür, die Sachleistungen in der Pflege an die Personalentwicklung anzupassen. Ansonsten sei zu befürchten, dass die finanziellen Folgen der Personalverbesserung allein von den Pflegebedürftigen getragen werden.

Die Entschließung enthält auch einen Passus zur stationären Hebammenbetreuung: Hier erwartet der Bundesrat ebenfalls die Festsetzung eines angemessenen Personalschlüssels. Die Entschließung wird nun der Bundesregierung zugeleitet. Für die Befassung gibt es allerdings keine festen Fristen.

Das SGB V verpflichtet den Spitzenverband der Krankenkassen und die Deutsche Krankenhausgesellschaft, unter Beteiligung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung zum 1. Januar 2019 Personaluntergrenzen für alle pflegeintensiven Bereiche einzuführen. Die Definition des pflegeintensiven Bereichs obliegt den Vertragsparteien. Sollte die Vereinbarung nicht zustande kommen, muss das Bundesgesundheitsministerium die Personalschlüssel per Verordnung zeitnah regeln.

Facebook weiß seit 2015 vom Datenklau

Berlin – Der Digitakonzern Facebook hat schon 2015 erfahren, dass Daten seiner Nutzer illegal an das britische Datenanalyseunternehmen Cambridge Analytica weitergegeben worden sind. Anstatt betroffene Plattform-Nutzer darüber zu informieren, habe sich Facebook auf die Zusage von Cambridge Analytica verlassen, die Daten zu löschen. Das sagten Facebook-Vertreter in einer Sondersitzung des Ausschusses für Digitale Agenda am heutigen Freitag. Die Sitzung war kurzfristig einberufen worden, um die Hintergründe des Datenskandals zu klären, bei dem rund 50 Millionen Facebook-Profile illegal ausgewertet worden sein sollen.

Der Wissenschaftler Aleksandr Kogan hatte 2013 ein Persönlichkeitsquiz auf die Plattform gestellt, die laut der Unternehmensvertreter von rund 300.000 Anwendern heruntergeladen wurde. Diese hätten beim Download zwar einwilligt, dass die Anwendung auch auf die Daten der Facebook-Freunde zugreifen dürfe. Mit der Weitergabe dieser Daten habe Kogan aber gegen geltendes Datenschutzrecht verstoßen.

Dass auch die Daten von Plattform-Nutzern in Deutschland weitergeleitet worden sind, sei ihr bislang nicht bekannt, sagte eine in den Ausschuss geladene Facebook-Managerin nach mehrmaligen Nachhaken der Abgeordneten. Dem widersprach der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Johannes Caspar: Bei 50 Millionen betroffenen Profilen sei das vielmehr sehr wahrscheinlich. „Was passiert ist, war absehbar“, sagte Caspar.

Eine fraktionsübergreifende Unzufriedenheit über die Auskünfte des Digitalkonzerns zeigte sich im Ausschuss deutlich. „Wie sich Facebook hier verhält, finde ich unterirdisch“, sagte ein Vertreter der CDU-Fraktion. „Sie haben uns eine halbe Stunde genommen, indem sie uns Pressetexte vorlesen“, kritisierte er. Auch die Grünen betonten, dass der Digitalkonzern auf früherer Einladungen zu Ausschussanhörungen nicht reagiert habe.

Die überwiegendes Mehrheit der Fragen blieb in der einstündigen Sitzung unbeantwortet. Nach der Osterpause wollen die Ausschussmitglieder eine Folgesitzung zum Datenskandal einberufen.

Grüne wollen Asylverfahren beschleunigen

Berlin – Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat einen Gesetzentwurf „zur Änderung des Asylgesetzes zur Beschleunigung von Verfahren durch erweiterte Möglichkeit der Zulassung von Rechtsmitteln“ vorgelegt. Wie die Fraktion dazu in der Begründung ausführt, sind die Zahlen der Klagen und Eilanträge in Asylverfahren vor den Verwaltungsgerichten bundesweit überproportional gestiegen. Ein Rückgang sei derzeit nicht abzusehen.

Daher soll den Verwaltungsgerichten nach dem Willen der Fraktion die Möglichkeit eingeräumt werden, „bei grundsätzlicher Bedeutung des Falles oder Abweichung von obergerichtlicher Rechtsprechung Beschwerde und Berufung zuzulassen“. Außerdem soll der Vorlage zufolge eine zusätzliche Möglichkeit zur Zulassung der Revision „zur Klärung fallübergreifender allgemeiner Tatsachenfragen“ geschaffen werden.

Damit werde „das Ziel erreicht, den Prüfungsaufwand der Verwaltungsgerichte zu reduzieren und die Verfahrenserledigung effizient zu fördern und somit die angemessene Bearbeitung der gestiegenen Asylverfahren zu erleichtern“, heißt es in der Begründung weiter.

Abschiebestopp für Afghanen gefordert

Berlin – Die Fraktion Die Linke macht sich für einen „sofortigen Abschiebestopp und Schutz für Geflüchtete aus Afghanistan“ stark. In einem Antrag fordert sie die Bundesregierung auf, sich gegenüber den Bundesländern für eine Aussetzung der Abschiebungen von Flüchtlingen aus Afghanistan einzusetzen. Auch soll Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) dem Antrag zufolge gegenüber den Bundesländern sein Einverständnis für eine Aufenthaltsgewährung aus humanitären Gründen für Flüchtlinge aus Afghanistan erklären und sich für entsprechende Regelungen einsetzen.

Daneben fordert die Fraktion von der Bundesregierung eine aktualisierte Gefährdungsbeurteilung durch das Auswärtige Amt „unter maßgeblicher Berücksichtigung der Einschätzungen internationaler und unabhängiger Nichtregierungs-Organisationen“. Zudem soll die Regierung nach dem Willen der Linken-Abgeordneten dafür sorgen, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) “ keinen Widerruf des Schutzstatus unter Hinweis auf eine angeblich positiv veränderte Lage in Afghanistan vornimmt und nicht auf ,sichere‘ Gebiete in Afghanistan als angebliche interne Fluchtalternativen verweist“.

Darüber hinaus dringt die Fraktion darauf, afghanischen Asylsuchenden „den Zugang zu Integrationskursen und weiteren Integrationsmaßnahmen“ zu ermöglichen. Weiter fordert sie in dem Antrag schließlich von der Bundesregierung, „schnellstmöglich für eine Wiedereröffnung der Visastelle der deutschen Botschaft in Kabul zu sorgen und bis dahin auf andere Weise für die unkomplizierte und unverzügliche Umsetzung des Anspruchs auf Familiennachzug zu anerkannten afghanischen Flüchtlingen zu sorgen“.

Kriminalpolizei bittet um Hinweise zu abgetretenen Spiegeln an Fahrzeugen

Insel Rügen – Die Kriminalpolizei Bergen ermittelt derzeit in drei Sachverhalten der Sachbeschädigung an Fahrzeugen, zu denen sie sich die Mithilfe aus der Bevölkerung erhofft.

So wurde im Zeitraum vom 16.03.2018, 14:30 Uhr bis 17.03.2018, 08:30 Uhr ein Pkw Renault Laguna beschädigt. Der oder die bislang unbekannten Täter traten offenbar gegen den rechten Außenspiegel des Pkw, der rückwärts und quer zur Fahrbahn Höhe der Störtebekerstraße 14 in Bergen geparkt war.

In einem zweiten Fall wurde offenbar ebenfalls der rechte Außenspiegel eines Pkw VW Passat im beinahe gleichen Zeitraum (zwischen 16.03.2018, 21:00 Uhr bis 17.03.2018, 10:45 Uhr) abgetreten, welcher längs zur Fahrbahn Höhe Trebelehof 8 abgestellt war.

Zuletzt wurde ein Pkw Skoda Fabia im Zeitraum vom 20.03.2018, 16:00 Uhr bis zum 21.03.2018, gegen 07:00 Uhr am linken Außenspiegel beschädigt, welcher in einer Parkfläche Höhe der Kurt-Barthel-Straße 55 abgestellt war. Auch hier gibt es Hinweise darauf, dass der Spiegel mutwillig durch den oder die unbekannten Tatverdächtigen abgetreten wurde. Andere Ursachen für den Schadenseintritt können derzeit ausgeschlossen werden. Der so entstandene Sachschaden an allen drei Fahrzeugen wird insgesamt auf zirka 650 Euro geschätzt.

Die drei Örtlichkeiten liegen nur wenige 100 Meter auseinander. Ein möglicher Zusammenhang zwischen den o.g. Sachverhalten wurde geprüft, konnte jedoch bislang nicht weiter erhärtet werden.

Die bisherigen Ermittlungsansätze führten nicht zum Erfolg. Es wird um Hinweise aus der Bevölkerung gebeten. Wer im o.g. Zeitraum Beobachtungen gemacht hat, die mit den drei geschilderten Sachverhalten im Zusammenhang stehen könnten, wird gebeten, sich an die Polizei in Bergen (Tel. 03838 / 8100) bzw. jede andere Polizeidienststelle oder die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de zu wenden.

Rote Liste zeigt für 20 Fischarten und Neunaugen Zustandsverbesserung

Schwerin – Die Rote Liste der Neunaugen, Süßwasser- und diadromen – zwischen Süß- und Salzwasser wechselnden – Wanderfische Mecklenburg-Vorpommerns liegt nach Fassungen aus den Jahren 1991 und 2002 jetzt in 3. aktualisierter Ausgabe vor. Bewertet werden in der vorliegenden Fassung 51 heimische Arten. Außerdem sind in der Liste 6 Neozoen, also neu eingewanderte oder eingeschleppte bzw. für Mecklenburg-Vorpommern gebietsfremde etablierte Arten enthalten, für die jedoch keine Bewertung vorgenommen wurde. Dazu gehören z. B. Fische der Gattung Coregonus, das sind verschiedene Formen von Großmaränen.

Insgesamt werden Neunaugen- und Fischarten betrachtet, die mindestens einen Teil ihres Lebens im Süßwasser verbringen. Reelle Veränderungen im Artenbestand sind gegenüber der letzten Roten Liste durch die Etablierung der zwei Neozoen Blaubandbärbling und Schwarzmundgrundel zu verzeichnen.

Von den bewerteten 51 Arten konnten 28 Arten (54,9 %) als ungefährdet eingestuft werden. 19 Arten (37,3 %) wurden verschiedenen Kategorien der Roten Liste sowie weitere 3 Arten (5,9 %) der Vorwarnliste zugeordnet. Für die Art Wels war eine Bewertungseinstufung aufgrund unzureichenden Datenbestands nicht möglich.

Im Vergleich zur 2. Fassung der Roten Liste aus dem Jahre 2002 erhielten 20 Arten eine positivere Einschätzung, etwa Bitterling, Forelle oder Zährte. 5 Arten erhielten eine negativere Einschätzung als 2002, darunter Aal und Schmerle. Die Kategorieänderungen können auch auf einen heute wesentlich verbesserten Kenntnisstand zurückzuführen sein und lassen Vergleiche nur mit Einschränkungen zu.

„Die Ergebnisse der aktuellen Bewertungen zeigen auf, dass wir bei unseren Bemühungen zum Erhalt und zur Verbesserung der Lebensraumqualitäten für Fische und Neunaugen Verbesserungen erreichen konnten. Sie zeigen aber auch, dass weiteres Optimierungspotenzial gegeben ist und wir in unseren Anstrengungen zur Berücksichtigung der Ansprüche der Arten und zur Verbesserung des Kenntnisstandes nicht nachlassen dürfen“, so Umweltminister Dr. Backhaus.

Der Minister dankte den zahlreichen Ehrenamtlern insbesondere des Landesfachausschusses für Feldherpetologie und Ichthyofaunistik Mecklenburg-Vorpommern, die an der Datenerhebungen beteiligt waren. Auch der Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern sowie weitere nichtstaatliche und staatliche Einrichtungen haben unter anderem mit der Bereitstellung von Befischungsdaten wertvolle Beiträge geleistet.

Rote Listen sind Fachgutachten, die nach bundesweit einheitlicher Methodik den Gefährdungsgrad von Arten in abgestuften Gefährdungskategorien darstellen. Die Roten Liste stellen keine direkten Rechtsinstrumente dar, finden jedoch Berücksichtigung in verschiedenen Bewertungsverfahren und gestatten auch Aussagen über den Erfolg bestimmter Schutzmaßnahmen.

Games-Charts: Neue Spitzenreiter auf PS4, Xbox One, PC & Switch

Wer den Start der „Formel 1“-Saison nicht mehr abwarten will, kann seinen Adrenalinspiegel mit „Burnout Paradise Remastered“ schon einmal in die Höhe treiben. Die getunte Neufassung des zehn Jahre alten Rennspiel-Hits hat immer noch mächtig PS unter der Haube und braust in den offiziellen deutschen PS4- und Xbox One-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, direkt an die Pole-Position. Vorwochensieger „Monster Hunter: World“ nimmt vor den Boliden Reißaus und rutscht an die zweite (PS4) bzw. dritte Stelle (Xbox One).

Weniger schnell und wendig, dafür umso arbeitstüchtiger sind die Maschinen aus „Pure Farming 2018 – Landwirtschaft weltweit – D1 Edition“. Die polnische Konkurrenz zum „Landwirtschafts-Simulator“ lädt seine Ernte auf dem Silberplatz (Xbox One) sowie dem Bronzerang (PC Games) ab. Am Genre-Primus „Landwirtschafts-Simulator 17“ führt dank dem offiziellen Add-on 2 auf PC aber kein Weg vorbei. „Die Sims 4“ rutscht an die zweite Stelle.

Nintendos knuffiger Jump’n’Run-Held Kirby saugt seine Gegner lieber ein, als sie hinterrücks abzuknallen. Dies sichert ihm die Sympathien der Switch-Fans, die sein erstes HD-Abenteuer „Kirby Star Allies“ aus dem Stand auf den Thron hieven. „Mario Kart 8 Deluxe“ ist nun zweitbeliebtestes Switch-Spiel.

In der 3DS-Tabelle übernimmt „Super Mario 3D Land Selects“ die Führung von „Pokémon Ultrasonne“ (zwei). Auch die Wii-Spitzenreiter „Mario Kart Wii Selects“ (jetzt auf eins) und „Just Dance 2018“ (jetzt auch zwei) tauschen das Kommando. Meistverkaufte PS3- und Xbox 360-Titel sind weiterhin „FIFA 17“ und „FIFA 18 – Legacy Edition“ bzw. „Minecraft“ und „Call of Duty: Black Ops 2“.

Neues Seminarhotel am Plauer See

Fünfseen – Im Ortsteil Lenz-Süd in der Gemeinde Fünfseen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) entsteht derzeit ein neues Tagungshotel. Bauherr und Betreiber ist die Lentzik Domizil GmbH mit Sitz in der Gemeinde Fünfseen. „Mit dem Hotel Lentzik soll sich am Plauer See ein neuer Treffpunkt für spezialisierte Seminare etablieren. Mit einem breit gefächerten Kursprogramm wollen die Betreiber vor allem die Themenbereiche Gesundheit und Kultur in den Mittelpunkt rücken. Mit der Eröffnung des Hotels entstehen mindestens vier neue Arbeitsplätze vor Ort“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Das Unternehmen baut derzeit die ehemalige Ferienanlage des VEB SKET Magdeburg am Ostufer des Plauer Sees um. Die Anlage gliederte sich ursprünglich mit großem Speisesaal, einem Hauptgebäude über zwei Etagen und steht seit 1994 leer. Das Vorhaben beinhaltet die Sanierung und den Umbau des vorhandenen Gebäudes unter Beachtung einer bestmöglichen Bestandserhaltung. Geplant ist die Inbetriebnahme des Objektes als Seminarhotel (garni) mit insgesamt 17 Zimmern und einem Multifunktionssaal. Die angebotenen Schulungen betreffen den Gesundheitsbereich (Anti-Stress- und Fastenkurse), Motivationstraining und Themen im Kulturbereich (Kunstausstellungen, Vorlesungen, Theaterworkshops). Die Eröffnung ist nach Angaben des Unternehmens für Mai vorgesehen. „Mit dem Hotel wird das Angebot in der Mecklenburgischen Seenplatte um eine attraktive Komponente erweitert. Die Kursteilnehmer lernen während der Schulungen die Region kennen und kommen später vielleicht als Urlauber zurück. Das stärkt den Tourismus in ländlichen Regionen“, sagte Glawe.

Im Reisegebiet Mecklenburgische Schweiz/Seenplatte gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Zeitraum Januar bis November 2017 knapp 1,2 Millionen Ankünfte und mehr als 4,1 Millionen Übernachtungen. In Mecklenburg-Vorpommern insgesamt wurden im gleichen Zeitraum knapp 7,2 Millionen Ankünfte und knapp 28,6 Millionen Übernachtungen verzeichnet.

Die Gesamtinvestition des Errichtungsvorhabens beträgt knapp 1,3 Millionen Euro. Das Land unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 383.000 Euro.

Nachhaltigkeit umsetzen: Minister ermuntert Kommunen zu neuen Ideen

Schwerin – Auf die Potentiale der Kommunen bei der nachhaltigen Abwasserbeseitigung verwies Umweltminister Dr. Till Backhaus  zu Beginn der „Roadshow nachhaltige Entwicklung“ in Schwerin. „Abwasser und Klärschlamm müssen im Sinne der Nachhaltigkeit verstärkt als Ressource begriffen werden“, sagte der Minister. Dabei denke er zum Beispiel an die Rückgewinnung von Nährstoffen oder die Nutzung der mit dem Abwasser zur Verfügung stehenden Wärmeenergie.

In MV versorgen derzeit ca. 390 Wasserwerke 99,7 Prozent der Bevölkerung mit einwandfreiem Trinkwasser. 110 Betreiber etwa 600 öffentlicher Kläranlagen sorgen für die Abwasserbeseitigung. Obgleich die Versorgung mit Trinkwasser und die Abwasser-Entsorgungssituation im Land und deutschlandweit ausgesprochen gut seien, sehe sich die Wasserwirtschaft durch den Klima- und den demographischen Wandel und vor allem durch anthropogene Belastungen – also menschliche Einflüsse, etwa Arzneimittelrückstände oder Mikroplastik – vor neue Herausforderungen gestellt. Technische Anlagen müssten an die Veränderungen angepasst werden; der Rückgewinnung von Nährstoffen, besonders der Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm, komme wachsende Bedeutung zu.

„Ich bin sehr dankbar dafür, dass sich einige Abwasserunternehmen seit Jahren mit langfristigen Alternativen zur landwirtschaftlichen Klärschlammentsorgung befassen“, so Minister Backhaus. Die Klärschlamm-Kooperation Mecklenburg-Vorpommern mit derzeit 6 und künftig 16 Gesellschaftern verfüge dann über eine jährliche Klärschlammmenge von rund 90.000 Tonnen. Die Kooperation plane den Bau und Betrieb einer entsprechend dimensionierten thermischen Monoverwertungsanlage für Klärschlamm mit Phosphorrecycling-Option. Auch die Mengenreduzierung des Klärschlamms sei ein wichtiges Zukunftsthema, sagte der Minister und ermunterte Kommunen wie Forscher, weitere Ideen und Projekte zu entwickeln.

Ein wichtiges Thema der Roadshow wird die nachhaltige Landnutzung sein. „Von 1992 bis 2015 sind der Landwirtschaft in Deutschland mehr als 1 Million Hektar Land entzogen worden“, berichtete Dr. Backhaus. Die in Deutschland zur Verfügung stehende Landwirtschaftsfläche nehme täglich um rund 66 Hektar ab. Grund dafür sei die stete Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsflächen. Auf die maßvolle und nachhaltige Nutzung von Landschaften seien u.a. seine Vorschläge zur Gemeinsamen EU-Agrarpolitik nach 2020 ausgerichtet, unterstrich Backhaus.

Die zweitägige Veranstaltung des Institutes für Stoffstrommanagement widmet sich in fünf Themenblöcken der praktischen Umsetzung von Forschungsergebnissen zur nachhaltigen Entwicklung in Regionen und Kommunen. Neben der Umsetzung integrierter Energiekonzepte für kleine Kommunen und Gemeinden stehen außerdem auch Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten auf der Tagesordnung. Teilnehmer sind u. a. Vertreter aus Wissenschaft, Forschung und Kommunen.

Stipendien an Medizinstudierende in Greifswald übergeben

Greifswald – In Greifswald hat Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe am Donnerstag (22.03.) Stipendienbescheide an 13 Studierende der Universitätsmedizin Greifswald ausgegeben.

„Wir brauchen für die Krankenhäuser und Praxen im ländlichen Raum sowie im öffentlichen Gesundheitsdienst gut ausgebildete Mediziner, die eine hochwertige Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung unseres Landes sicherstellen. Die Stipendien geben einen zusätzlichen Anreiz, sich für Mecklenburg-Vorpommern als Lebensmittelpunkt zu entscheiden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung sind in Mecklenburg-Vorpommern rund 1.200 Hausärzte (Stand Januar 2018) tätig, davon sind 120 hausärztliche Pädiater. Dabei sind 35 Prozent der Allgemeinmediziner und Kinderärzte 50 bis 59 Jahre alt, werden wahrscheinlich in sechs bis 15 Jahren in den Ruhestand gehen. „Mecklenburg-Vorpommern ist vielleicht etwas mehr als andere Bundesländern vom demografischen Wandel betroffen. Da die anspruchsvolle Ausbildung eines Arztes Zeit braucht, wollen wir rechtzeitig gegensteuern und aufzeigen, dass wir attraktive Arbeitsplätze für Mediziner im Land haben“, sagte Glawe.

Das Wirtschaftsministerium gibt an Medizinstudierende, die an einer Hochschule in Mecklenburg-Vorpommern immatrikuliert sind, ein Stipendium in Höhe von 300 Euro monatlich längstens für einen Zeitraum von vier Jahren und drei Monate aus. Insgesamt stehen mindestens eine Million Euro für das Programm zur Verfügung. Die Medizinstudierenden verpflichten sich im Gegenzug, nach dem Studium und der entsprechenden Facharztausbildung für eine Dauer von mindestens fünf Jahren in ländlichen Regionen sei es ambulant, im Krankenhaus oder im öffentlichen Gesundheitsdienst Mecklenburg-Vorpommerns, ärztlich tätig zu sein.

Zu den Aufgaben des öffentlichen Gesundheitsdienstes gehören unter anderem die Überwachung von Einrichtungen in Bezug auf die Einhaltung hygienischer und gesundheitsrechtlicher Vorschriften, die Durchführung der öffentlich empfohlenen Schutzimpfungen sowie die Erstellung von amtsärztlichen Gutachten, Zeugnissen und Bescheinigungen, soweit solche gesetzlich vorgeschrieben sind.

„Der öffentliche Gesundheitsdienst ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Gesundheitswesens. Die Mitarbeiter übernehmen in ihrer Tätigkeit Verantwortung für die Gesundheit der Bevölkerung“, sagte Glawe.