Weltfrauentag 2018: Kommission bekräftigt Engagement für Gleichstellung von Frauen

Brüssel – Vor dem Weltfrauentag am 8. März hat die EU-Kommission heute (Dienstag) in einer gemeinsamen Erklärung zur Gleichstellung von Frauen in Europa und der ganzen Welt aufgerufen: „Die Gleichstellung der Geschlechter ist nicht nur eine Frage der Fairness und Gerechtigkeit in Europa – sie ist auch eine Notwendigkeit, damit auf der ganzen Welt dauerhaft Frieden und Sicherheit, eine nachhaltige Entwicklung, wirtschaftlicher Wohlstand und Wachstum erreicht werden können. Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist einer der Grundwerte der Europäischen Union. Heute können wir stolz auf die erzielten Fortschritte sein: Weltweit genießen Frauen in Europa mit das höchste Maß an Sicherheit und Gleichberechtigung. Aber damit ist es noch nicht getan – bis zur vollständigen Gleichstellung von Frauen und Männern in der Praxis liegt noch ein langer Weg vor uns. Wir wollen, dass die Chancengleichheit von Frauen und Mädchen in allen Lebensbereichen verwirklicht wird: Zugang zu Bildung, gleiches Entgelt für gleiche Arbeit, Zugang zu Spitzenpositionen in Wirtschaft und Politik sowie Schutz vor Gewalt.“

In der gemeinsamen Erklärung, unterzeichnet von 14 EU-Kommissaren, heißt es weiter: „Die Förderung von Frauen in Führungspositionen und die Stärkung ihrer wirtschaftlichen Teilhabe haben absolute Priorität für uns. Die Europäische Union hat neue Rechtsvorschriften zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben von erwerbstätigen Eltern und pflegenden Angehörigen sowie einen Aktionsplan zum Abbau des geschlechtsspezifischen Lohngefälles vorgelegt. Und wir sorgen dafür, dass wir mit gutem Beispiel vorangehen: Im Februar 2018 betrug die Zahl der Frauen in Führungspositionen in der Europäischen Kommission 36 % gegenüber 11 % bei Amtsantritt der derzeitigen Kommission im November 2014. Laut Zusage von Präsident Juncker soll dieser Prozentsatz bis zum Ende der Amtszeit der Kommission, also bis zum 31. Oktober 2019, 40 % erreichen.

Außerdem sind wir in allen Bereichen unserer Politik – sowohl innerhalb der EU als auch im Rahmen unseres auswärtigen Handelns – bestrebt, die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern und die Rolle der Frau zu stärken. Unsere Politik trägt zur erfolgreichen globalen Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung und der Agenda für Frauen, Frieden und Sicherheit bei. Im Mittelpunkt der diesjährigen Europäischen Entwicklungstage (link is external) stehen die wichtige Aufgabe von Frauen und Mädchen bei der nachhaltigen Entwicklung, ihre gleichberechtigte Teilhabe und ihre führende Rolle in allen Lebensbereichen. Darüber hinaus hat die EU in diesem Jahr die Federführung beim „Aufruf zum Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt“ inne, der über 60 Länder und Organisationen mit dem Ziel zusammenführt sicherzustellen, dass in humanitären Krisen gegen geschlechtsspezifische Gewalt vorgegangen wird.

Die Europäische Union unterstützt weltweit geflüchtete oder vertriebene Frauen und Mädchen, die Opfer von Gewalt sind (zum Beispiel im Rahmen der Spotlight-Initiative) oder die vom Zugang zu Bildung sowie vom gleichberechtigten Zugang zu Gesundheits- und Familienplanungsleistungen, zum Arbeitsmarkt sowie generell zum politischen Leben ausgeschlossen sind. Weltweit besuchen über 15 Millionen Mädchen im Grundschulalter keine Schule. Die EU hilft daher, in Afrika, in Lateinamerika, im Nahen und Mittleren Osten und in Südostasien den Zugang zu Bildung zu fördern.

Die Investition in das Potenzial von Frauen und Mädchen ist eine Investition in unsere gesamte Gesellschaft, die genauso in der Verantwortung von Männern und Jungen wie in der Verantwortung von Frauen und Mädchen liegt.“

Schwangerschaftsabbrüche in MV gesunken

Drese: Gute Arbeit der Schwangerschaftsberatungsstellen sind ein wesentlicher Grund für gesunkene Zahl von Schwangerschaftsabbrüchen in MV

Schwerin – Positiv bewertet Sozialministerin Stefanie Drese die im vergangenen Jahr gegen den Bundestrend um gut elf Prozent gesunkene Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Mecklenburg-Vorpommern. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist mit 2.463 abgebrochenen Schwangerschaften in Mecklenburg-Vorpommern der niedrigste Stand seit mehr als 20 Jahren erreicht.

Drese sieht in dem wohnortnahen und flächendeckenden Netz von Schwangerschaftsberatungsstellen einen wesentlichen Grund für die Entwicklung der Zahlen. So halten im Land 42 Beratungsstellen ihre Angebote nach dem Schwangerschaftskonfliktgesetz vor. Die Schwangerschaftsberatungsstellen ergänzen mit ihrer psychosozialen Beratung und entsprechend Ihres Auftrages die ärztliche Beratung im Falle eines Schwangerschaftskonfliktes.

Drese: „Die qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten eine sehr gute Arbeit. Sie bieten Beratung und Hilfe vor, während und nach der Schwangerschaft an. Ich werbe bei Frauen, aber auch Männern sehr stark dafür, diese qualifizierten Angebote gerade auch in Krisensituationen zu nutzen“, sagte Ministerin Drese.

Bei der allgemeinen Schwangerschaftsberatung hat jede Frau und jeder Mann das Recht, sich zu Fragen der Sexualaufklärung, Verhütung und Familienplanung sowie zu allen eine Schwangerschaft berührenden Fragen informieren zu lassen. Ebenso können Informationen über die Vorsorgeuntersuchungen bei einer Schwangerschaft und damit im Zusammenhang stehende Fragen bezüglich der Pränataldiagnostik (vorgeburtliche Untersuchung) eingeholt werden. Weiterhin können Lösungsmöglichkeiten für psychosoziale Konflikte im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft durch Beratungen aufgezeigt bzw. gemeinsam erarbeitet werden.

„Die Schwangerschaftskonfliktberatung dient der Bewältigung eines eingetretenen Schwangerschaftskonflikts“, verdeutlicht Drese. „Durch die Beratung soll die Frau in der Lage sein, in voller Kenntnis des Für und Wider, eine Entscheidung zu treffen. Die Schwangerschaftsberatung wird ergebnisoffen geführt, obgleich sie sich von dem Bemühen leiten lässt, die Frau zur Fortsetzung der Schwangerschaft zu ermutigen und ihr Perspektiven für ein Leben mit dem Kind zu eröffnen. Die Beratung geht von der Verantwortung der Frau aus. Sie soll ermutigen und Verständnis wecken, nicht belehren oder bevormunden.“

Für Frauen in Notsituationen weist Ministerin Drese zudem auf die Möglichkeit der vertraulichen Geburt sowie auf das bundesweite Beratungstelefon „Schwangere in Not – anonym und sicher“ hin. Für eine kostenlose und qualifizierte Erstberatung können Schwangere sich rund um die Uhr an das Hilfetelefon unter der Nummer 0800/40 40 020 wenden. Als 24-Stunden-Lotse vermittelt das Hilfetelefon auch an eine Beratungsstelle vor Ort weiter. Die Beratung ist anonym, barrierefrei und wird mehrsprachig angeboten.

Fahrgastbeteiligung zum Bahn-Fahrplan 2019 gestartet

Schwerin – Nach der erfolgreichen Premiere 2017 können sich Nutzerinnen und Nutzer des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) im Land erneut zu den Fahrplanentwürfen fürs kommende Jahr äußern. Im Auftrag des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung beteiligt die Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (VMV) die Fahrgäste wieder an der Vorbereitung des Jahresfahrplans 2019.

Seit Ende Februar sind die Entwürfe dazu im Internet unter www.fahrplan2019mv.de einzusehen. Über ein Kontaktformular direkt auf der Webseite oder per Post an die VMV, Schloßstraße 37 in 19053 Schwerin können Fahrgäste bis zum 13. April 2018 Anmerkungen und Hinweise übermitteln.

„Ich habe mich sehr über die Resonanz im vergangenen Jahr gefreut. Mehr als 560 Hinweise sind zum jetzt gültigen Fahrplan eingegangen. Daraufhin haben wir kurzfristig das Angebot auf den Linien, Rostock-Stralsund, Berlin-Neubrandenburg, Wolgast-Heringsdorf und der Rostocker S-Bahn erweitert“, sagt Infrastrukturminister Christian Pegel und fügt hinzu: „Zwischen Schwerin und Hamburg kommt ab Juni 2018 noch eine zusätzliche Spätverbindung hinzu. Insgesamt werden wir zusätzliche 1,3 Millionen Euro jährlich für diese Mehrleistungen ausgeben.“

Hinzu kommen Fahrgastwünsche, die ohne finanziellen Mehraufwand erfüllt werden konnten bzw. noch werden. So fährt nun ein Frühzug auf der Linie der RE4 Lübeck – Ueckermünde/Stettin knapp zehn Minuten früher, damit Schüler ihre Schule in Malchin pünktlich erreichen können. Der Zug kommt jetzt um 7.35 Uhr an statt wie zuvor um 7.43 Uhr.

In Schwerin fährt ein Zug der Linie RB13 Rehna – Parchim nun um 18.41 Uhr in Richtung Parchim ab statt wie bisher um 18.29 Uhr, so dass Reisende aus dem IC aus Hamburg diesen Anschluss nutzen können. Und in Rostock haben Passagiere, die abends mit dem Zug der Linie RB12 aus Graal-Müritz kommen, jetzt dank einer veränderten Umlaufgestaltung eine neue Fahrmöglichkeit mit einem Zug der Linie RB 11 in Richtung Bad Doberan um 22.06 Uhr.

Geprüft wird zudem ein Vorschlag des Verkehrsclubs Deutschland e.V. (VCD), nach dem das Angebot auf den Außenästen Bergen – Sassnitz und Bergen – Binz außerhalb der Saison verbessert werden könnte. Die Umsetzung könnte – sofern der Vorschlag umgesetzt werden soll – im Jahresfahrplan 2019 erfolgen.

„Die Erfahrungen aus der ersten Fahrgastbeteiligung haben gezeigt, dass diese zu einer Verbesserung des Angebots beiträgt. Deshalb ist es mir wichtig, die Fahrgäste erneut an der Gestaltung des Fahrplans zu beteiligen“, so Christian Pegel.

Auf die Beteiligungsmöglichkeit werden die Fahrgäste über Handzettel in den Zügen auf der Strecke Schwerin – Hamburg, sowie auf Plakaten in allen Zügen hingewiesen. Die Plakate werden ab Anfang März sukzessive in den Zügen des SPNV sowie auf Bahnhöfen in Mecklenburg-Vorpommern ausgehängt.

„Für den Fahrplan 2019 sind bei uns bereits 64 Hinweise eingegangen“, sagt VMV-Geschäftsführer Detlef Lindemann. Deutliche Schwerpunkte seien noch nicht aufgefallen, aber „wir rechnen, so wie im Vorjahr, allein aufgrund der hohen Nachfrage auf dieser Linie mit vielen Wortmeldungen zur RE1 Rostock – Hamburg.“ Daneben könnte aufgrund der umfangreichen baubedingten Veränderungen des Fahrplans die RE5 Rostock/ Stralsund – Neustrelitz – Berlin ein Schwerpunkt der Wortmeldungen werden.

„Wir sind bestrebt, dass möglichst viele unserer Fahrgäste von dieser Beteiligungsmöglichkeit erfahren, damit sie sie überhaupt nutzen können. Diese Fahrgastbeteiligung ist ein wichtiger Schritt, um noch kundenfreundlicher zu werden. Ich rufe deshalb alle Bahnreisenden auf: bitte machen Sie mit“, so der VMV-Chef.

Nach Abschluss der Fahrgastbeteiligung wird es voraussichtlich Anfang des vierten Quartals eine gesammelte Stellungnahme zu den Hinweisen geben. Die Anregungen, die über diese Seite eingehen, werden gründlich geprüft und in der Fahrplangestaltung für 2019 berücksichtigt, soweit es nach Abwägung der Vor- und Nachteile zweckmäßig erscheint.

Unabhängig von dieser Fahrgastbeteiligung werden auch in diesem Jahr Kreise und Verbände an der Fahrplangestaltung beteiligt. Dazu findet heute wieder die alljährliche Fahrplankonferenz statt.

Grabow erhält Fördermittel zum Ausbau der Friedrich-Rohr-Straße

Grabow – Für den grundhaften Ausbau der Friedrich-Rohr-Straße und Nebenstraße in Grabow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) übergibt Bauminister Christian Pegel am Donnerstag (08.03.2018) dem Bürgermeister der Stadt Grabow, Stefan Sternberg, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 245.000 Euro. Diese Mittel kommen aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER). Die Gesamtkosten für die Maßnahme betragen rund 330.000 Euro.

Die Stadt Grabow plant den grundhaften Ausbau der Fahrbahn und der Gehwege der Friedrich-Rohr-Straße und der Nebenstraße. Die bestehenden Engstellen der Gehwege werden so verbreitert, dass Rollstuhlfahrer, Kinderwagen und Personen mit Gehhilfen den Weg uneingeschränkt nutzen können. Durch diese Maßnahme verbessern sich die Verkehrssicherheit und die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Grabow.

Das Vorhaben wird voraussichtlich im Frühjahr 2018 beginnen und bis zum Jahresende 2018 abgeschlossen sein.

Schuljahr 2018/2019: Freie Plätze für Referendare ausgeschrieben

Ministerin Hesse: Ein Referendariat an unseren Schulen lohnt sich

Schwerin – „Beim Referendariat als Erste/r am Ball“ oder „Jetzt zuschlagen!“ – mit diesen Sprüchen wirbt Mecklenburg-Vorpommern bei Facebook um Referendarinnen und Referendare für den Schuldienst. Die Anzeigenmotive zeigen junge Leute, die Beachvolleyball spielen oder einen besonders schönen Ostseestrand. Das Land bietet zum 1. August 2018 insgesamt 360 freie Plätze für Lehrämter an allgemein bildenden Schulen an. Beim Lehramt an beruflichen Schulen sind es 91 Plätze. Bewerbungsschluss ist Freitag, 13. April 2018. Zeugnisse können bei nahezu allen Lehrämtern nachgereicht werden. Das Referendariat dauert 18 bzw. 24 Monate.

„Ein Referendariat an unseren Schulen lohnt sich“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Angehende Lehrerinnen und Lehrer können während des Referendariats viele Erfahrungen sammeln. Die Einstellungschancen sind gut, weil viele erfahrene Lehrkräfte in den Ruhestand gehen. Ich freue mich, wenn die angehenden Lehrerinnen und Lehrer nach ihrem Referendariat im Land bleiben und an unseren Schulen arbeiten wollen. Die Fotos in den Anzeigen machen deutlich, was sie neben dem Lehrerberuf in Mecklenburg-Vorpommern erwarten können: eine hohe Lebensqualität“, betonte Hesse.

Besonders gute Chancen auf einen Platz für ein Referendariat haben Bewerberinnen und Bewerber für das Lehramt für Sonderpädagogik, für das Lehramt an Grundschulen und für das Lehramt an Regionalen Schulen, weil es hier jeweils 100 Plätze gibt. Für die Doppelqualifikation für das Lehramt an Gymnasien sowie Regionalen Schulen mit der zusätzlichen Unterrichtserlaubnis stehen 60 Stellen bereit. Bei der Doppelqualifikation dauert das Referendariat 24 Monate.

„Im Referendariat können angehende Lehrerinnen und Lehrer wichtige Praxiserfahrungen sammeln und sich ausprobieren. Bei uns erteilen Referendarinnen und Referendare nach einer halbjährigen Einführungszeit 10 Wochenstunden eigenverantwortlichen Unterricht. In einigen anderen Ländern müssen sie im Referendariat zum Teil mehr unterrichten“, erläuterte Bildungsministerin Hesse. Eine genaue Übersicht über den Umfang und den Zeitraum des eigenverantwortlichen Unterrichts in den Ländern liefert das Dossier der Kultusministerkonferenz „Sachstand in der Lehrerbildung“.

Startschuss für die ITB Berlin

Berlin – Mecklenburg-Vorpommern präsentiert sich bis Sonntag (11. März) als erstes Partnerland in Deutschland auf der weltweit größten Reisemesse, der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (ITB Berlin). „Der Reisetreffpunkt der Welt liegt für fünf Tage in Berlin. Eine bessere Möglichkeit für Mecklenburg-Vorpommern, die Aufmerksamkeit in so kurzer Zeit bei so vielen nationalen und internationalen Besuchern zu wecken, gibt es kaum. In Deutschland gibt es noch Potential viele Gäste für Mecklenburg-Vorpommern zu begeistern, gute Wachstumschancen bestehen vor allem bei ausländischen Gästen. Im skandinavischen Raum können wir beispielsweise die Marke ´Ostseeurlaub´ noch stärker vermarkten. Wir werben auch in unseren Zielmärkten, wie zum Beispiel im deutschsprachigen Ausland, wie Österreich und der Schweiz für Mecklenburg-Vorpommern. Wir müssen die internationale Wahrnehmbarkeit von Mecklenburg-Vorpommern insgesamt weiter ausbauen“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe anlässlich der Eröffnungspressekonferenz der ITB Berlin.

Bei der Anzahl der ausländischen Gäste liegt Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Statistischen Amtes mit rund 382.000 im leichten Plus (+0,6 Prozent). Die Übernachtungen sind rückläufig. Sie liegen bei rund 998.000 Gästen (-3,5 Prozent). „Die Zahlen zeigen, wir müssen weiter intensiv daran arbeiten, um international mehr Gäste für unser Land zu gewinnen. Die ITB Berlin ist hierfür ein wichtiger und konsequenter Schritt für uns. Wir wollen darüber hinaus das Interesse bei nationalen und internationalen Reiseveranstaltern wecken. Entscheidend ist es, potenzielle Gäste von den Vorzügen unseres Bundeslandes von der Seenplatte bis zur Ostseeküste zu überzeugen“, forderte Glawe weiter.

Wirtschaftsminister Glawe hat auch für eine stärkere Fokussierung auf den Kreuzfahrttourismus geworben. „Das ist ein noch relativ junger und wachsender Markt in Mecklenburg-Vorpommern. Hier können wir auch durch Veranstaltungen stärker auf uns aufmerksam machen. Oftmals sind diese Gäste Tagesausflügler. Natürlich wäre es toll, wenn sie im nächsten Urlaub für mehrere Tage in unser Bundesland kommen. Das muss perspektivisch das Ziel sein“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

In Rostock soll erstmals vom 14. bis 16. September 2018 das „Rostock Cruise Festival“ ausgerichtet werden. 2017 wurden mit 190 Schiffsanläufen und 892.000 Passagieren Bestmarken aufgestellt. Auch die Hansestadt Wismar entwickelt sich im Kreuzfahrttourismus weiter. Voraussichtlich 14 Kreuzfahrtschiffe werden von Mitte April bis Mitte Dezember in Wismar anlegen.

Gäste aus Schweden bilden die größte Gruppe ausländischer Gäste vor Dänemark, der Schweiz und den Niederlanden. „Insbesondere auch in der Schweiz und Österreich ist weiter ein verstärktes Marketing nötig, um diese Gästeklientel für das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern zu begeistern“, so Glawe. Mit rund 141.000 Übernachtungen (+6,2 Prozent) erzielten die schwedischen Gäste die meisten Übernachtungen in 2017, gefolgt von den Dänen mit rund 133.000 Übernachtungen (-5,5 Prozent) und den Schweizern mit rund 158.000 Übernachtungen (-3,9 Prozent). Die niederländischen Gäste erzielten nach Angaben des Statistischen Amtes rund 143.000 Übernachtungen (-15,6 Prozent) und die Österreicher rund 77.500 Übernachtungen (-2,9 Prozent).

Die ITB Berlin öffnet ab dem 7. März für Fachleute und dann am 10. und 11. März auch für Besucher. Insgesamt werden an den Messetagen 10.000 Aussteller aus 184 Staaten und 120.000 Fachbesucher an den ersten drei Messetagen sowie 60.000 potenzielle Reisende am Wochenende erwartet. Mecklenburg-Vorpommern präsentiert sich mit insgesamt 26 Ausstellern in der Norddeutschland-Halle. Höhepunkte der Gastrolle Mecklenburg-Vorpommerns in Berlin sind darüber hinaus die Platzierung von 100 Strandkörben auf der Messe mit der Social-Media-Aktion #mymvmoment sowie die Auftritte beim 1. Berlin Travel Festival für die junge Reisegeneration und bei Fachforen wie dem ITB-Kongress. Die Gesamtausstellungsfläche ist größer als je zuvor; sie beträgt knapp 1.000 Quadratmeter. Hinzu kommen rund 400 Quadratmeter im Außenbereich der Messe.