MV WERFTEN startet Bau des ersten 204.000 BRZ großen Global Class-Kreuzfahrtschiffes

Wismar – Es wird das größte Passagierschiff, das jemals in Deutschland gebaut wurde – und dank des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz (KI) an Bord gleichzeitig das technologisch fortschrittlichste. Genting Hong Kongs Vorstandsvorsitzender und CEO Tan Sri Lim Kok Thay persönlich läutete mit dem ersten Stahlschnitt die Fertigungsarbeiten am Flaggschiff der Global Class-Serie ein.

Begleitet von lautem Schiffshupen starteten heute in Wismar die Fertigungsarbeiten am ersten Schiff der Global Class. Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, der Vorstandvorsitzende und CEO von Genting Hong Kong, Tan Sri Lim Kok Thay, und der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Harry Glawe, setzten per Knopfdruck die Brennmaschine zum ersten Stahlschnitt in Gang. Nur wenige Minuten später wurde auch in Rostock der erste Stahl geschnitten. Für den Bau des 204.000 Bruttoraumzahl (BRZ) großen Schiffes werden die Fertigungskapazitäten beider Standorte genutzt: Es wird das größte Passagierschiff, das jemals in Deutschland gebaut wurde.

Die Fertigung findet parallel auf den Werften in Wismar und Rostock statt, die Endmontage in Wismar. Die Ablieferung des Flaggschiffes ist für Ende 2020 geplant. Insgesamt sind rund 600 Firmen am Bau beteiligt.

„Nach drei Jahren Design- und Konstruktionsarbeit an den Schiffen der Global Class und einem über 210 Millionen Euro schweren Investitionsprogramm für MV WERFTEN, um die Anlagen auf den modernsten Stand der Technik zu bringen, freuen wir uns sehr, heute mit dem Bau des ersten Global-Kreuzfahrtschiffes zu beginnen“, sagte Tan Sri Lim Kok Thay. „Diese Passagierschiffe sind nicht nur die größten, die in Deutschland gebaut werden, sie sind auch die technologisch fortschrittlichsten. Sie greifen die Begeisterung der Asiaten für künstliche Intelligenz im Alltag auf, etwa durch Gesichts- und Spracherkennung für die meisten Dienste an Bord. Oder durch Roboter, die Routineaufgaben erledigen, sodass sich die Crew stärker auf andere Dienstleistungen konzentrieren kann“, fügte er hinzu.

„Der Baustart ist ein wichtiger Schritt für die maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern“, betonte Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit. „Mit dem Arbeitsauftakt des Global Class-Kreuzfahrtschiffes setzt MV WERFTEN seine Zukunftsstrategie für unser Land weiter um. Das stärkt den Schiffbau mit den heimischen Zulieferern und Dienstleistern. Mit den noch ausstehenden Aufträgen werden wichtige Industriearbeitsplätze bei uns im Land gesichert und geschaffen.“

Die Schiffe der Global Class sind speziell für den rasant wachsenden asiatischen Kreuzfahrtmarkt konzipiert. Sie verfügen über beliebte Einrichtungen wie ein Multiplex-Kino, einen Themenpark, ein Spa, verschiedene authentische asiatische Restaurants sowie Fast-Food-Alternativen, diverse Einkaufsmöglichkeiten und eine Luxus-Shopping-Meile.

Die Kreuzfahrtschiffe werden 342 Meter lang und 46,40 Meter breit sein und einen Tiefgang von 9,50 Meter haben. Bei einer Größe von 204.000 BRZ bieten die Megaliner – bei Doppelbelegung – über 5.000 Passagieren in 2.500 Kabinen Platz. Die Kabinen sind speziell für asiatische Familien ausgelegt. Sie bieten Schlafplätze für zwei, drei oder vier Personen mit geteilten (zwei) Badezimmern und gestatten so einen größeren preislichen Spielraum für den asiatischen Markt. Mit Rettungsmitteln für bis zu 9.500 Passagiere können die Schiffe der Global Class auch den extrem hohen Andrang während der Ferienzeiten in Asien bewältigen. Zusätzlich zu 28 großen Fahrstühlen wird die Global Class mit acht Rolltreppenanlagen ausgestattet, die die öffentlichen Bereiche miteinander verbinden – und werden somit die ersten Kreuzfahrtschiffe mit Rolltreppen sein. Dank der Gesichtserkennung wird es nur minimale Warteschlangen beim Ein- und Aussteigen und beim Bezahlen geben, kontextuelles Marketing für eine gleichmäßige Auslastung der Schiffseinrichtungen sowie weitere KI-Systeme.

Jarmo Laakso, CEO von MV WERFTEN, sagte: „Der Bau dieser Schiffe ist eine große Herausforderung, die es nun zu meistern gilt. Wir werden all unser Können einsetzen, um ‚Schiffbau made in MV‘ weltweit als Qualitätsgaranten bekannt zu machen. Schon jetzt danken wir unseren Mitarbeitern und Partnern für ihre hervorragende Arbeit während der Design-, Konstruktions- und Planungsphase. Diese Leistung gilt es nun fortzuführen.“

„Die Werften haben in Mecklenburg-Vorpommern eine lange Tradition. Sie sind wichtige Arbeitgeber bei uns im Land. Der Kreuzfahrtschiffbau ist eine neue Herausforderung und die große Chance, allen zu zeigen, dass Schiffbau in Mecklenburg-Vorpommern Zukunft hat“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

„Heute ist ein wahrhaft historischer Tag“, erklärte Wismars Bürgermeister Thomas Beyer. „Der Bau des größten Schiffes, das je in Wismar gebaut wurde, beginnt. Wir freuen uns mit der Werft und wünschen gutes Gelingen und einen erfolgreichen und unfallfreien Bauverlauf.“

Bis 2021 wird MV WERFTEN sechs weitere Schiffe abliefern: Die „Crystal Ravel“ wird im April abgeliefert. Seit Januar fertigt das Unternehmen in Stralsund die erste von drei Expeditions-Megayachten, die Ende 2019 abgegeben wird. Das zweite Schiff der Global Class wird ab 2019 gebaut und Ende 2021 abgegeben.

Die drei Werften in Wismar, Rostock und Stralsund gehören zu den größten und modernsten Schiffbaubetrieben Europas. Die Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Wismar verfügt an allen Standorten über direkten Ostseezugang, wetterunabhängige Fertigungsanlagen sowie eine effiziente Logistikinfrastruktur – und vereint so innovative High-Tech-Produktion mit umfassender Schiffbau-Expertise.

In ihrer jeweils 70-jährigen Geschichte haben die Werften insgesamt rund 2.500 Schiffsneubauten konstruiert, gefertigt und ausgerüstet, darunter Kreuzfahrtschiffe für AIDA, RoPax-Fähren für Stena Line und Flusskreuzfahrtschiffe für Premicon. Heute hat sich das Unternehmen auf die Entwicklung und den Bau von luxuriösen Kreuzfahrt-, Flusskreuzfahrtschiffen und Megayachten spezialisiert. MV WERFTEN investiert kontinuierlich in neue Technologien, Anlagen und Mitarbeiterqualifizierung, um eine ausgezeichnete Qualität „made in MV“ zu gewährleisten.

Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik

Minister Backhaus im Dialog mit der Landwirtschaft

Parchim – Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus stellte sich heute auf der Mitgliederversammlung des Bauernverbandes Parchim e.V. den Fragen zur Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 und warb dabei erneut für sein MV-Modell zur Neuausrichtung der GAP.

Nach anfangs deutlicher Kritik an den Vorstößen des Ministers gibt es mittlerweile auch in den Reihen der Landwirte durchaus positive Reaktionen. „Ich denke, den meisten ist klar geworden, dass es ein „Weiter so“ nicht geben wird. Unsere Vorschläge sind nicht in Stein gemeißelt, sondern sollen Denkanstöße für die Weiterentwicklung der GAP geben“, bekräftigte der Minister und betonte, das übergreifende Ziel des Modells Mecklenburg-Vorpommern sei der Grundsatz „Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen“. Das sichere langfristig das Einkommen der Landwirte und helfe, die Umwelt- und Klimaschutzziele schneller zu erreichen.

„Wir hatten zwischenzeitlich nochmals die Gelegenheit, unser Modell mit hochrangigen Vertretern der EU-Kommission zu diskutieren und haben für viele Ansätze deutlichen Zuspruch erfahren“, gab sich der Minister kämpferisch und musste jedoch gleichzeitig feststellen, dass eine vollständige Umsetzung des MV-Modells auf EU-Ebene derzeit unrealistisch ist.

Erfreut zeigte er sich darüber, dass nach den neusten Verlautbarungen offensichtlich auch die EU-Kommission bereit sei, völlig neue Wege in der Gemeinsamen Agrarpolitik zu gehen. Demnach wird eine weitgehende Flexibilisierung und Eigenständigkeit der Mitgliedstaaten angestrebt. Zukünftig soll es keine gesonderte ELER-Programmierung mehr für jeden Mitgliedstaat geben, sondern nur einen GAP-Strategieplan für die 1. und 2. Säule. Auch soll es den Mitgliedstaaten freigestellt werden, ob und in welchen Umfang ökologische Leistungen (Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen – AUKM) in der 1. Säule umgesetzt werden. Davon sollen auch von der 2. in die 1. Säule umgeschichtete Mittel erfasst sein.

„Wenn sich dieses Ansinnen der Kommission tatsächlich durchsetzt, könnten in der 1. Säule ökologische Zusatzleistungen (AUKM) mit einer angemessenen Prämienhöhe installiert werden. Damit wäre das Kernanliegen unseres MV-Modells erfüllt“, betonte der Minister und kündigte an, auf europäischer und auf nationaler Ebene weiter für sein MV-Modell der ökologischen Direktzahlungen einzutreten. Ziel seiner weiteren Bemühungen sei es, dass die Leistungen der Landwirte auch zukünftig angemessen honoriert werden. Außerdem gelte es, betriebsgrößenabhängige Zahlungen in Form von Kappung und Degression zu verhindern.

Drese: Berufs- und Studienwahl frei von Geschlechterklischees

ist wichtiger Schritt zur tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern

Bützow – „Der Weltfrauentag soll uns daran erinnern, wie beschwerlich der Weg zu gleichen Rechten wie das Frauenwahlrecht gewesen sind. Einiges ist in den letzten 100 Jahren erreicht worden, vieles bleibt zu tun. So gibt es in unserem Alltag immer noch stark verbreitete Rollenklischees, die jungen Frauen und Männern eine ihren Neigungen und Fähigkeiten entsprechende Berufswahl versperren“, sagte Gleichstellungsministerin Stefanie Drese heute auf dem politischen Frauenforum in Bützow.

„Eine klischeefreie Berufsorientierung für junge Menschen ist deshalb ein entscheidender Schlüssel, um Potentiale geschlechterunabhängig zu fördern und die nach wie vor oftmals tradierten Berufsmuster aufzuweichen,“ so Drese. „Ich wünsche mir auch in unserem Land mehr Ingenieurinnen und Handwerksmeisterinnen und gleichzeitig mehr Erzieher und Altenpfleger.“

Der in diesem Jahr erstmals gemeinsam an einem Tag stattfindende Girls´Day und Boys´Day am 26. April ist nach Ansicht der Ministerin als Anregung und Erweiterung des eigenen Horizonts ein enorm wichtiges Veranstaltungsformat.

Die Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen bezeichnete Drese als weiteres wichtiges gleichstellungspolitisches Anliegen. Im Land sei dabei einiges auf den Weg gebracht worden. „So ist im Januar die mittlerweile vierte Fortbildungsreihe für Frauen in Führungspositionen in der Landesverwaltung mit einem begleitenden Mentoringprogramm gestartet“, verdeutlichte Ministerin Drese. „Und auch die Mentoringprogramme in der Kunst und in der Wirtschaft haben für die nächsten drei Jahre Planungssicherheit.“

Schwesig: Großer Tag für die MV Werften und ihre Beschäftigten

Wismar – „Heute ist ein großer Tag für die MV Werften und die Industrie in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt. Ich freue mich, beim 1. Brennschnitt für das erste Schiff der „Global Class“ dabei sein zu können. Mit 340 m Länge und 20 Decks ist es das größte Kreuzfahrtschiff, das je in Deutschland gebaut wurde“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Donnerstag beim 1. Brennschnitt auf den MV Werften in Wismar.

Die maritime Wirtschaft habe in Mecklenburg-Vorpommern eine lange Tradition „und ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für uns im Land. Dazu gehören Schiff- und Bootsbau in den hochmodernen Werften und Häfen, Zulieferer, Dienstleister, die maritime Verkehrswirtschaft und das hafennahe Gewerbe. Nach weltweiter Krise im Schiffbau, die auch unsere Werften deutlich gespürt haben, ist das ein starker Neustart unserer Industrie mit Schwerpunkt im Schiffbau. Die Werften sind wichtige Arbeitgeber bei uns im Land. Hunderte Industriearbeitsplätze wurden in Wismar, Rostock und Stralsund gesichert.“

Wie in jedem guten Unternehmen hänge der Erfolg immer von einem guten Team ab. „Ich bin überzeugt, das gibt es hier auf den MV Werften. Ein Team, das hochqualifiziert und erfahren ist, mit viel Know-how und Fähigkeiten, die es in den vergangenen Jahren schon oft unter Beweis gestellt hat“, so die Regierungschefin.

Kreuzfahrtschiffbau sei eine große Herausforderung für alle, aber auch eine große Chance, „für die MV Werften und für die Genting Gruppe, die sich als eine der effizientesten und modernsten Schiffbauer der Welt weiter profilieren kann und für die vielen Zulieferbetriebe im Land, um die Qualität ihrer Produkte unter Beweis zu stellen. Heute zeigt sich einmal mehr, dass die Entscheidung der Landesregierung, die Werften auch in stürmischen Zeiten gemeinsam mit dem Bund zu unterstützen, die richtige war und dass der Schiffbau im Land weiterhin Zukunft hat“, betonte die Ministerpräsidentin.

Umstellung der Straßenbeleuchtung in Neu Kaliß

Neu Kaliß – Für die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik erhält die Gemeinde Neu Kaliß (Landkreis Ludwigslust-Parchim) vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 34.194,00 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die Gemeinde beabsichtigt, in den Ortsteilen Neu Kaliß, Kaliß und Raddenfort die Straßenbeleuchtung auf moderne LED-Technik umzurüsten. Die vorhandenen 151 Quecksilber- und Natriumdampflampen werden durch energieeffiziente, umweltschonende LED-Technik (dimmbar) ersetzt. Im Ortsteil Neu Kaliß handelt es sich um 73, in Kaliß 57 und in Raddenfort 21 Leuchten.

Ziel des geplanten Vorhabens ist es, den Stromverbrauch und damit die Kosten zu senken. Neben der Energieeinsparung von fast 30.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr können auch rund 18 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Neuer Supercomputer für norddeutsche Wissenschaftler

Ministerin Hesse: Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich mit 2,31 Mio. Euro

Schwerin – Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Mecklenburg-Vorpommern soll künftig ein noch schnellerer Hochleistungsrechner für ihre Forschungen zur Verfügung stehen. Der Norddeutsche Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnen (HLRN-Verbund) will einen neuen Supercomputer beschaffen, der mit knapp einer Viertelmillion Rechenkerne etwa sechsmal so schnell ist wie das bisherige System. Die Investitionskosten belaufen sich auf insgesamt 30 Mio. Euro. Der Bund unterstützt die Anschaffung.

„Umfangreiche Forschungsprojekte sind nur mit moderner Technologie möglich“, sagte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Mit dem neuen Supercomputer erhalten die Forscherinnen und Forscher die Bedingungen, die für ihre Arbeit notwendig sind. Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich an der Anschaffung in Höhe von 2,31 Mio. Euro. Der Norddeutsche Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnen ist ein gutes Beispiel für eine langjährige länderübergreifende Zusammenarbeit in Norddeutschland“, betonte Hesse.

Mit dem neuen Supercomputer können die Forscherinnen und Forscher beispielsweise präzisere Modellrechnungen in der Umweltforschung, in den Lebens‑, Material- und Ingenieurwissenschaften und in der Grundlagenforschung in Physik, Chemie und Mathematik durchführen. Insgesamt umfasst der Rechner ca. 244.000 Prozessorkerne. Die Installation der ersten Phase beginnt im Herbst 2018 und wird im Jahr 2019 auf den vollen Ausbauumfang erweitert. Betreiberzentren sind das Zuse-Institut Berlin (ZIB) und die Universität Göttingen.

Der Norddeutsche Verbund zur Förderung des Hoch- und Höchstleistungsrechnens wurde 2001 von den Ländern Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein gegründet. Im Jahr 2012 ist das Land Brandenburg dem Verbund beigetreten. Seit seiner Gründung verfolgt der HLRN-Verbund das Ziel, im Interesse der Wissenschaft das Hochleistungsrechnen nachhaltig weiterzuentwickeln und durch spezialisierte Dienstleistungen für Projekte der Spitzenforschung nutzbar zu machen.

In Mecklenburg-Vorpommern greift das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) auf den bisherigen Hochleistungsrechner zurück und nutzt ihn für die Simulation von Ökosystemen und Strömungssystemen in der Ostsee. An der Universität Rostock simulieren Ingenieure und Physiker mit Hilfe des Hochleistungsrechners unter anderem Wärmetransportvorgänge oder physikalische Vorgänge in Nanosystemen.

Reiseanalyse 2018: M-V bleibt beliebtestes Reiseziel der Deutschen

Ostsee vor Alpen / Nordosten punktet auch bei Kurzreisen

Berlin – Gute Nachrichten am ersten Messetag der Internationalen Tourismusbörse in Berlin: Nachdem Mecklenburg-Vorpommern als offizielles Partnerland mit einer fulminanten Eröffnungsgala am Vorabend der ITB Berlin rund 3.000 Vertreter aus 110 Ländern beeindruckte, konnte Mecklenburg-Vorpommern erneut seinen Platz als beliebtestes Inlandsziel der Deutschen behaupten.

Nirgendwo anders in Deutschland verbrachten im Jahr 2017 mehr Deutsche ihren Urlaub als zwischen Ostsee und Seenplatte. Das geht aus der Reiseanalyse 2018 der Forschungsgruppe Urlaub und Reisen hervor, die am ersten Tag der Internationalen Tourismusbörse in Berlin veröffentlicht wurde. Dazu Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern: „Die Reiseanalyse ist Beleg für die positive Entwicklung der Branche insgesamt in Mecklenburg-Vorpommern. Gleichzeitig ist sie auch Ansporn. Denn: Wer Erster bleiben will, muss eine Menge dafür tun, um im Wettbewerb mit anderen weiter vorn mithalten zu können. Die Mischung aus wetterunabhängigen Freizeitangeboten, unberührter Natur und abwechslungsreichen Übernachtungsmöglichkeiten macht unser Land unverwechselbar. Daran werden wir gemeinsam mit der Branche weiterarbeiten. Die überregionale und internationale Vermarktung unseres Bundeslandes sowie die Unterstützung wetterunabhängiger Angebote sind Schwerpunkte unserer touristischen Weiterentwicklung.“

Nach Angaben der Reiseanalyse ist Deutschland mit 28 Prozent aller Urlaubsreisen weiterhin das wichtigste Reiseziel der Deutschen. Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet einen Marktanteil von 5,1 Prozent an allen 2017 angetretenen Urlaubsreisen der Deutschen (ab fünf Tagen Dauer) und liegt damit 0,2 Prozentpunkte vor Bayern an der Spitze der beliebtesten Reiseziele. Zudem hält Mecklenburg-Vorpommern den deutlichen Abstand zu den Küstenländern Schleswig-Holstein (4,5 Prozent) und Niedersachsen (3,4). „Die Erfolgsgeschichte, die das Urlaubsland seit 1990 geschrieben hat, setzt sich fort. Jetzt müssen wir am Ball bleiben und den Schwung von der ITB Berlin mitnehmen. Gleichzeitig wird es in Zukunft noch mehr darum gehen, qualitative und nachhaltige Entwicklungen zu befeuern, denn der Tourismus der Zukunft sollte verträglich, vernetzt und vielseitig sein“, sagte Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern.

Darüber hinaus konnte sich Mecklenburg-Vorpommern auch einen Platz unter den Top 10 der beliebtesten Kurzreiseziele sichern. In diesem Segment belegt das Urlaubsland den sechsten Platz. Weiterhin ist Mecklenburg-Vorpommern Marktführer bei Erholungsreisen und Entspannungsurlaub, Badeurlaub und Strandurlaub sowie bei Familienurlaub.

Auch im Vergleich mit den internationalen Reisezielen behauptet sich Mecklenburg-Vorpommern gut: Hinter dem Spitzenreiter Spanien (13,1 Prozent), Italien (8,3 Prozent) und Türkei (5,7 Prozent) liegt der Nordosten auf dem vierten Platz.

Die Reiseanalyse wird seit 48 Jahren durchgeführt und gilt als eine der detailliertesten und renommiertesten Untersuchungen des deutschen Reisemarktes.