Lehrerfortbildung: Medienfachtag 2018 in Warnemünde

Ministerin Hesse: Vermittlung der Medienkompetenz ist wichtige Aufgabe

Rostock – Fake News, alternative Fakten und Filterblasen: Am Donnerstag, 15. März, treffen sich Journalisten und Medienfachleute mit Lehrerinnen und Lehrern zum Medienfachtag 2018 in Rostock. Beginn der Veranstaltung ist 9:00 Uhr. Im Technologiezentrum Warnemünde in Rostock wollen sie sich darüber austauschen, wie sich Schülerinnen und Schüler in der Flut an Medien zurechtfinden und zu sicheren Surfern im Internet werden können. Für die Lehrerfortbildung des Instituts für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) liegen 150 Anmeldungen vor. Damit ist der Medienfachtag ausgebucht.

„Das Internet eröffnet unseren Schülerinnen und Schülern scheinbar grenzenlose Möglichkeiten“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Jeder, der ein Smartphone besitzt, ist heute nicht nur Empfänger von Nachrichten, sondern auch Produzent. Schülerinnen und Schüler müssen lernen, welche Informationen richtig sind und welche falsch. Sie müssen einschätzen können, welche Medien und Internetseiten vertrauenswürdig sind und welche nicht. Die Vermittlung der Medienkompetenz in der Schule ist eine wichtige Aufgabe. Beim Medienfachtag erhalten Lehrerinnen und Lehrer wertvolle Tipps und Anregungen aus der Praxis“, so Hesse.

Zu den Gästen zählt u. a. Dr. Kai Gniffke, Erster Chefredakteur von ARD-aktuell in Hamburg. Er wird die „Faktenfinder“ der Tagesschau vorstellen. Elke Haferburg, Direktorin des NDR-Landesfunkhauses Mecklenburg-Vorpommern, präsentiert das Projekt „NDR-NewcomerNews“. Am Nachmittag erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Workshops das Werkzeug, wie sie Falschmeldungen im Internet erkennen können. Sie sollen auch erfahren, wie die Meinungsbildung im digitalen Raum funktioniert und welche gesellschaftlichen Folgen Fake News haben können. Zu vielen Themen stehen Unterrichtsmaterialien zur Verfügung.

Transparenzinitiative der Freien Wohlfahrtspflege in M-V

Schwerin – Am 09.03.2018 fand im Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung ein Arbeitstreffen von Vertreterinnen und Vertreter der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Mecklenburg-Vorpommern und des Sozialministeriums zur Transparenzinitiative statt.

Gast der Sitzung war die Geschäftsführerin von Transparency International Deutschland e.V., Dr. Anna-Maija Mertens, um die „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“ detailliert vorzustellen.

Die „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“ wurde im Jahr 2010 von Transparency International Deutschland e.V. ins Leben gerufen. Getragen wird die Initiative neben Transparency Deutschland u.a. vom Bundesverband deutscher Stiftungen, dem Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen DZI und dem Deutschen Fundraising Verband. Knapp 1.000 Organisationen der Zivilgesellschaft bundesweit haben sich der Initiative inzwischen angeschlossen.

Die Unterzeichner der „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“ verpflichten sich, im Rahmen eines für alle Organisationen gleichen Formats offenzulegen, welche Ziele ihre Organisation verfolgt, woher die Mittel stammen, wie sie verwendet werden, und wer darüber entscheidet. Sie stellen diese Informationen klar strukturiert und leicht auffindbar ins Internet und versenden diese auf Anfrage.

Kernstück der Initiative ist eine Selbstverpflichtungserklärung mit zehn definierten Informationen, z.B. dem Datum des jüngsten Bescheids des Finanzamts über die Anerkennung als steuerbegünstigte (gemeinnützige) Körperschaft, Name und Funktion wesentlicher Entscheidungsträger, Bericht über die Tätigkeit der Organisation, Personalstruktur, Mittelherkunft und -verwendung sowie gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mit Dritten (z. B. Mutter- oder Tochtergesellschaften).

Das Sozialministerium betonte im Rahmen der heutigen Sitzung nochmals die unverzichtbare Rolle der freien Wohlfahrtspflege für die soziale Arbeit im Land. Im Ergebnis bekräftigten Ministerium und die Spitzenverbände der LIGA, die vor wenigen Wochen vereinbarte Transparenzoffensive in der Wohlfahrtspflege zügig umzusetzen. Als ersten Schritt prüfen die in der LIGA zusammengeschlossenen Spitzenverbände der Wohlfahrtspflege der „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“ beizutreten, soweit dies noch nicht geschehen ist.

Erster landesweiter Pflegeschülerkongress in Neubrandenburg

Neubrandenburg – „Was macht den Pflegeberuf der Zukunft aus?“ lautete das Thema auf dem ersten landesweiten Pflegeschülerkongress, der am Freitag in der Hochschule Neubrandenburg stattfand. „Das Berufsbild in der Pflege ist geprägt von hohem Verantwortungsbewusstsein der Mitarbeiter. Vom Neugeborenen bis zum am Lebensende Stehenden kümmern sich Pfleger um die psychische und physische Gesundheit der Menschen. Um den Beruf trotz der hohen Belastungen weiterhin attraktiv zu gestalten und ausreichend Nachwuchs-Fachkräfte zu gewinnen, wollen wir jetzt Änderungen in der Pflege-Ausbildung und dem Berufsbild angehen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Der Minister hatte die Schirmherrschaft des Kongresses übernommen.

Im Fokus der Veranstaltung stand das Pflegeberufereformgesetz (PflBRefG), dessen Umsetzung zum 01. Januar 2020 erfolgen soll. Derzeit gibt es die Pflegeausbildung in drei Fachrichtungen (Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie Altenpflege). Alle drei Berufsausbildungen werden innerhalb von drei Jahren absolviert, umfassen jeweils 2.100 Stunden theoretisch-praktischen Unterrichts und 2.500 Stunden praktische Ausbildung mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten. Künftig sollen die drei bislang getrennten Pflegeausbildungen zu einer sogenannten generalistischen Ausbildung mit dem Abschluss „Pflegefachfrau/Pflegefachmann“ zusammengefasst werden. Kernelement ist, dass in den ersten beiden Ausbildungsjahren eine Ausbildung in der allgemeinen Pflege über alle Altersgruppen erfolgt. Im dritten Ausbildungsjahr besteht für die Auszubildenden die Möglichkeit, die generalistische Ausbildung fortzuführen oder sich in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege bzw. Altenpflege zu spezialisieren. „Mit den Änderungen in der Ausbildung gibt es für die Lernenden eine höhere Flexibilität – es besteht die Möglichkeit, erst ab dem dritten Ausbildungsjahr die generalistische Ausbildung fortzusetzen oder zwischen Kinderkranken- oder Altenpflege zu wählen“, sagte Glawe.

Der Gesundheitsminister warb darüber hinaus für den Ausbau der hochschulischen Pflegeausbildung. „Mit dem sich derzeit wandelnden Aufgabenspektrum der Pflege werden Pflegefachpersonen künftig komplexere als auch neue Versorgungsaufgaben übernehmen. Diese erfordern eine hochschulische Ausbildung“, erläuterte Gesundheitsminister Glawe. „Ab Januar 2020 ist eine hochschulische Pflegeausbildung vorgesehen. Ziel ist es, gemeinsam mit der Universitätsmedizin Greifswald, der Universitätsmedizin Rostock und der Hochschule Neubrandenburg ein landesweites Konzept für die künftige hochschulische Pflegeausbildung zu entwickeln. Mit dem Studium sollen die Absolventen auf die künftig verstärkte Kooperation und das Arbeiten im multiprofessionellen Team vorbereitet werden“, betonte Glawe.

Alle Ausbildungswege in der Pflege sollen künftig für die Lernenden kostenlos werden (derzeit bezahlen Pflege-Auszubildende teilweise Schulgeld). Die Finanzierung erfolgt über einen sogenannten Ausgleichsfonds, der vom Land Mecklenburg-Vorpommern, den Krankenhäusern, ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen sowie sozialen und privaten Kranken-/Pflegekassen eingerichtet wird. Die Umsetzung wird vom Wirtschaftsministerium gemeinsam mit dem Bildungs-, Sozial- und Finanzministerium unter Einbeziehung der Fachverbände vorbereitet.

Im Jahr 2015 waren in den Krankenhäusern sowie ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen insgesamt 16.723 Pflegefachkräfte (Gesundheits- und Krankenpflege: 9.969, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege: 1.253, Altenpflege: 5.501) tätig. Davon arbeiteten 9.531 Pflegefachkräfte in den ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen sowie 7.192 Pflegefachkräfte in den Krankenhäusern M-Vs.

Zum Ausbildungsstart Oktober 2016 befanden sich insgesamt 2.436 Schülerinnen und Schüler in einer Pflegeausbildung (Gesundheits- und Krankenpflege: 1.569, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege: 84 und Altenpflege: 783). Davon haben 875 Schüler ihre Pflegeausbildung im Oktober 2016 begonnen, 727 Schüler befanden sich im zweiten und 834 Schüler im dritten Ausbildungsjahr.

Anzeige gegen Arzt der Erstaufnahmeeinrichtung Nostorf/Horst

Schwerin – Das Landesamt für innere Verwaltung (LAiV) hat am 8. März 2018 bei der Polizeiinspektion Ludwigslust Anzeige gegen einen Arzt des medizinischen Dienstes der Erstaufnahmeeinrichtung Nostorf/Horst (EAE) erstattet. Der Arzt wird verdächtigt, sich der fahrlässigen Körperverletzung schuldig gemacht zu haben. Hintergrund ist ein Vorfall, der sich am 7. März 2018 in der EAE ereignete. Der Arzt soll hierbei eine weibliche Person offensichtlich unsachgemäß behandelt haben, so dass die Patientin zur weiteren Behandlung in das Krankenhaus Boizenburg gebracht werden musste.

Aufgrund des dann festgestellten physischen Zustandes des Arztes musste auch er in das Krankenhaus Boizenburg verbracht werden.

Im Zusammenhang mit diesem Vorfall wurde bekannt, dass kurz zuvor Unstimmigkeiten bei der Lieferung und dem Bestand der Handapotheke des medizinischen Dienstes der EAE festgestellt worden sind. Für die Führung der Handapotheke ist der Arzt verantwortlich.

Die Ermittlungen der Polizei und Staatsanwaltschaft zum Gesamtsachverhalt dauern an. Das LAiV unterstützt diese Ermittlungen.

Die umfassende medizinische Betreuung der Asylbewerber und Flüchtlinge in der Erstaufnahmeeinrichtung ist trotz dieser Vorfälle weiterhin sichergestellt.

Games-Charts: Die Monster sind zurück

Dinos, Drachen und Riesenvögel sind nur einige der Bestien, die Capcoms „Monster Hunter: World“ bevölkern. In den offiziellen deutschen Xbox One-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, finden die Ungetüme nun zu alter Stärke zurück und verdrängen Vorwochensieger „Kingdom Come: Deliverance“ an die zweite Stelle. Auch auf PS4 rangiert das Jagdspiel vor dem Mittelalter-RPG.

Meistverkaufter PC-Titel ist aktuell „Die Sims 4“. Silber holt „Kingdom Come: Deliverance“. Als einziger Neuzugang erreicht das Wimmelbild-Abenteuer „Vermillion Watch: Die Rote Queen“ Rang 14.

In einer veröffentlichungsarmen Woche vermelden die übrigen Hitlisten keinen weiteren New Entry. Die beiden Spitzenpositionen besetzen auf den Nintendo-Konsolen jeweils „Mario Kart 8 Deluxe“ und „Super Mario Odyssey“ (Switch), „Pokémon Ultrasonne“ und „Super Mario 3D Land Selects“ (3DS) sowie „Mario Kart Wii Selects“ und „Mario Party 9 Selects“ (Wii). Auf PS3 haben die Legacy Edition von „FIFA 18“ und „FIFA 17“ die Nase vorn; auf Xbox 360 siegen „Minecraft“ und „Call of Duty: Black Ops 2“.