Wissenschaftsministerin Birgit Hesse auf Forschungsreise

Ministerin Hesse: Projekte zeigen, wie wichtig Forschung im Land für uns alle sein kann

Greifswald – Am ersten Tag ihrer Forschungsreise hat Wissenschaftsministerin Birgit Hesse zwei Forschungsverbünde in Greifswald besucht, die über das Exzellenzforschungsprogramm des Landes gefördert werden. Beim Forschungsprojekt „KoInfekt“ an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität stehen Prognosen über den Schweregrad beim Krankheitsverlauf des Menschen im Vordergrund. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungsverbundes „PePPP“ beschäftigen sich mit individualisierten Therapien bei erblichen Leber- und Pankreaserkrankungen“.

„Die ersten beiden Besuche standen ganz im Zeichen der Gesundheitsforschung“, betonte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Bei ‚KoInfekt‛ arbeiten Human- und Tiermediziner erfolgreich zusammen und suchen nach neuen Strategien, wie sie gleichzeitige Infektionen mit Grippeviren und bakterielle Erreger von Lungenentzündungen frühzeitig erkennen oder vorbeugen können. Und bei ‚PePPP‛ geht es um neuartige klinische Therapieansätze für Patienten, die an erblichen Lebererkrankungen und Bauchspeicheldrüsenentzündungen leiden. Beide Projekte zeigten, wie wichtig Forschung in unserem Land für uns alle sein kann“, so Hesse.

Die Greifswalder Projekte sind zwei von insgesamt fünf Forschungsverbünden, die jeweils eine Landesförderung von bis zu 5 Mio. Euro erhalten. Über das Exzellenzforschungsprogramm stehen in der Förderperiode von 2014 bis 2020 insgesamt 25 Mio. Euro zur Verfügung. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Sozialfonds. Die Auswahl der Forschungsprojekte erfolgte in einem zweistufigen Bewerbungsverfahren durch Einzelbegutachtung und durch eine unabhängige Jury. In den Forschungsprojekten können sich 163 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler wie Doktoranden, Postdoktoranden und Masterstudenten qualifizieren. Am Freitag, 23. März 2018, setzt Wissenschaftsministerin Birgit Hesse ihre Forschungsreise mit drei Besuchen in Rostock fort.

„Wie durch besondere Beschichtungen von künstlichen Herzklappen bakterielle Infektionen vermieden werden können – darum geht es dann morgen in Rostock. Außerdem werde ich mir anschauen, wie beim wachsenden Anteil der regenerativen Energien eine stabile Stromversorgung erreicht werden kann und welche Ansätze es zur land- und forstwirtschaftlichen Nutzung nasser Moore, der Paludikultur, gibt. Ich bin mir sicher, dass dort genauso viel Forschergeist herrscht wie in Greifswald und die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler so engagiert bei der Sache sind“, so Hesse.

Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Zukunft in den Blick nehmen

Demmin – Mecklenburg-Vorpommern-Premiere in Demmin: In der Hansestadt wird heute der Dokumentarfilm „ÜBER LEBEN IN DEMMIN“ von Martin Farkas gezeigt, der sich mit dem Massenselbstmord in Demmin zum Ende des 2. Weltkriegs und seinen Auswirkungen bis in die Gegenwart befasst.

„Das ist ein wichtiger Film. Er arbeitet ein entsetzliches Kapitel der Demminer Stadtgeschichte und der vorpommerschen Geschichte auf. Und er zeigt, wie schwer es ist, auch mehr als 70 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges mit den schrecklichen Ereignissen im Mai 1945 umzugehen und wie diese das Leben in der Stadt bis heute prägen“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann.

„Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Zukunft in Blick nehmen. Deshalb bin ich den Filmemachern sehr dankbar, dass sie sich dieses schwierigen Themas angenommen haben und dass sie vor allem die Demminer selbst zu Wort kommen lassen mit ihren Erinnerungen und ihren Schilderungen des heutigen Lebens in der Stadt“, sagte Dahlemann.

„Der Film macht auch deutlich, dass wir noch große Anstrengungen unternehmen müssen, um Demmin und andere Städte und Gemeinde im ländlichen Vorpommern voranzubringen. Demmin gehört zu den Städten, die am härtesten von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten nach 1990 betroffen waren. Sie stehen im Fokus, wenn die Landesregierung in dieser Wahlperiode ein besonderes Augenmerk auf den Landesteil richtet“, erklärte der Staatssekretär.

Der Film wurde mit insgesamt 25.000 Euro aus der Kulturellen Filmförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern gefördert.

Unterstützung für Eltern und Kinder durch Ausbau der Netzwerke „Frühe Hilfen“

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese sieht deutliche qualitative und strukturelle Verbesserungen beim Kinderschutz in Mecklenburg-Vorpommern.

„Dazu trägt der zum Jahresanfang gestartete ‚Fonds Frühe Hilfen‘ bei, der ein festes Fundament schafft, um Eltern und Kinder frühzeitig zu unterstützen. In jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt sind mittlerweile Netzwerke mit abgestimmten Hilfsangeboten entstanden, wie gerade ein Treffen der Netzwerkkoordinatoren im Sozialministerium gezeigt hat“, sagte Drese heute in Schwerin.

Die „Frühen Hilfen“ sind konzipiert für (werdende) Eltern und Kinder mit einem Schwerpunkt auf der Altersgruppe der 0- bis 3-Jährigen. Sie zielen darauf ab, Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Eltern zu verbessern. Neben alltagspraktischer Unterstützung sollen „Frühe Hilfen“ insbesondere einen Beitrag zur Förderung der Beziehungs- und Erziehungskompetenz von (werdenden) Müttern und Vätern leisten. Risikosignale und Störungen in der Eltern-Kind-Beziehung sollen frühzeitig erkannt und darauf reagiert werden.

Drese: „Frühe Hilfen – das ist vor allem Prävention! Unterstützung von Anfang an und Beratung für Kinder und Familien tragen maßgeblich zum gesunden Aufwachsen von Kindern bei und gewährleisten ihnen einen guten Start ins Leben. So werden spätere Vermittlungen der Kinder- und Jugendhilfe vermieden,“ sagte Drese. „Auch die Sensibilisierung der Fachkräfte, die sich mit Kindern und Familien beschäftigen, ist ein wesentliches Element des in Mecklenburg-Vorpommern sehr gut umgesetzten Programms.“

Hintergrund „Frühe Hilfen“

Aus der Bundesinitiative „Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen“ (2012 – 2017) erhielt MV rund 6,4 Mio. Euro. In MV werden die Familienhebammen durch ein Landesprogramm gefördert. Daher wurden die Mittel zur Umsetzung der Bundesinitiative hauptsächlich für die Netzwerkkoordinatoren/- innen, die in den Jugendämtern der Landkreise und kreisfreien Städte für die Umsetzung des Bundeskinderschutzgesetzes zuständig sind, eingesetzt. Zudem wurden unterschiedliche Projekte im Bereich der Frühen Hilfen durchgeführt.

Mit dem zum 1.1.2018 gestarteten neuen „Fonds Frühe Hilfen“, der eine jährliche Fördersumme in Höhe von rund 1,16 Mio. Euro für MV beinhaltet, sollen die Netzwerke gestärkt werden, die dann den Kontakt zu den relevanten Stellen aufbauen. Die Akteure kommen dabei u.a. aus den Bereichen Kinder‐ und Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Frühförderung und Schwangerschaftsberatung.

In den Netzwerken „Frühe Hilfen“ bzw. in den geschaffenen Netzwerkkoordinierungsstellen der Landkreise/kreisfreien Städte wird die Zusammenarbeit abgestimmt. So erhalten Familien frühzeitig Zugang zum benötigten Hilfesystem (wie z.B. Kontakt zu Ärzten) oder entsprechend ihrem Unterstützungsbedarf zu den lokalen Einrichtungen und Diensten.

Internationale Fachkonferenz Gesundheitswirtschaft in Greifswald

Greifswald – Rund 50 nationale und internationale Teilnehmer aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen sowie den westpolnischen Wojewodschaften Westpommern, Lebuser Land, Großpolen und Niederschlesien nahmen am Donnerstag (22.03.) in Greifswald an der Fachkonferenz Gesundheitswirtschaft und Gesundheitswesen im Rahmen der Oder-Partnerschaft teil. „Grenzen trennen – die Oder verbindet – so lautet das Motto, unter dem die Partner projektorientiert erfolgreich zusammen arbeiten. Ziel ist der Aufbau eines leistungsfähigen Verbundes, der die Regionen diesseits und jenseits der Oder infrastrukturell enger vernetzt. Das ist bereits gut gelungen, wie das Beispiel der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Rettungsdienst beweist“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Das im Januar gestartete EU-Projekt „Integrierter grenzüberschreitender Rettungsdienst Pomerania/Brandenburg (InGRiP)“ verfolgt das Ziel, dass deutsche und polnische Rettungskräfte bei Bedarf zukünftig auch auf der jeweils anderen Seite der Grenze tätig werden können. Es wurde von der Universitätsmedizin Greifswald und dem Landkreis Vorpommern-Greifswald initiiert. Auf polnischer Seite ist die Wojewodschaftsstation des Rettungsdienstes Stettin seit langem Ansprechpartner und von Beginn an in die Projektvorbereitung involviert. Hinzugekommen sind die DRF Luftrettung und die polnische Luftrettungsstation Goleniow. Weitere Partner sind der gemeinnützige Rettungsdienst Märkisch-Oderland sowie die Universität Greifswald mit ihren Lehrstühlen für Slawische Sprachwissenschaft und Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsmanagement. „Ziel ist es, möglichst schnell und effektiv die Patienten im Notfall zu behandeln. Dafür wollen wir die Strukturen besser vernetzen und insbesondere Sprachschulungen für die Rettungskräfte fördern“, sagte Glawe.

Das Wirtschaftsministerium fördert das Projekt im Programm Interreg V A aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in den kommenden drei Jahren mit rund zwei Millionen Euro.

Weitere Fachthemen waren ökonomische und rechtliche Aspekte im Gesundheitswesen sowie die Intensivierung der bereits bestehenden Hochschulkooperationen. Im besonderen Fokus stand auch die verstärkte grenzübergreifende Kooperation und Prävention. Polnische und deutsche Ärzte, Unternehmen der Vorleistungs- und Zulieferindustrie (wie beispielsweise Medizintechnik, Biotechnologie, Gesundheitshandwerk und medizinischer Handel) arbeiten derzeit gemeinsam an einer besseren Gesundheitsversorgung, um gemeinsam Patienten in der Grenzregion behandeln zu können. So wurde beispielsweise in der Euroregion Pomerania ein grenzüberschreitendes Datennetzwerk zwischen deutschen und polnischen Krankenhäusern aufgebaut. Ziel des Projektes ist, die Diagnostik und Therapie von Patienten, insbesondere Tumor-, Herz-, Schlaganfall- und Unfallpatienten, in dem strukturschwachen Gebiet der Grenzregion auf ein höheres Niveau anzuheben und flächendeckend qualitativ hochwertig aufrechtzuerhalten.

Unter dem Motto „Daten statt Menschen transportieren“ arbeiten im POMERANIA-Netzwerk Krankenhäuser und Kliniken aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und der Wojewodschaft Westpommern eng zusammen, um die bestehende Situation in der Grenzregion zu verbessern. Mit Hilfe telemedizinischer Konferenzen werden große Distanzen überbrückt und Experten aus verschiedenen Standorten zum fachlichen Austausch zusammengebracht.

Bereits seit dem Jahr 2011 werden Neugeborene aus Mecklenburg-Vorpommern und der polnischen Wojewodschaft Westpommern im Rahmen eines grenzübergreifenden Neugeborenen-Screenings in der Modellregion Pomerania nach der Geburt umfangreichen Untersuchungen unterzogen und die Daten wissenschaftlich ausgewertet.

„Unser Ziel ist es, die Zusammenarbeit im deutsch-polnischen Grenzraum weiter auszubauen und zu stärken. Die Europäische territoriale Zusammenarbeit leistet dabei einen Beitrag zur europäischen Stabilität durch die Schaffung grenzüberschreitender Lösungen für die gemeinsamen Herausforderungen beim sozialen, wirtschaftlichen und räumliche Zusammenwachsen Europas“, sagte Glawe.

Die Oder-Partnerschaft ist ein informelles, interregionales Netzwerk mit Beteiligung folgender Regionen und Städte aus Deutschland und Polen. Von deutscher Seite handelt es sich um die Bundesländer Sachsen, Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern; von polnischer Seite sind es die Wojewodschaften Niederschlesien, Lebuser Land, Großpolen und Westpommern sowie die Städte Breslau, Grünberg, Landsberg, Posen und Stettin. Ziel ist der Aufbau eines leistungsfähigen Regionalverbundes, der auf möglichst vielen Gebieten kooperiert. Im Rahmen regelmäßiger Netzwerktreffen und Workshops werden die aktuellen Sachstände der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ausgetauscht und neue Projekt- und Kooperationsvorhaben diskutiert und initiiert.

Neue Ausstellung zu Stasi-Unrecht in der Landesvertretung MV

Berlin – Seit dem 21. März 2018, ist die Ausstellung „ZERSETZUNG – Repressionsmethode des Staatssicherheitsdienstes“ in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in Berlin zu sehen. Das jüngste Projekt des Vereins Denkstätte Teehaus Trebbow e.V. wurde am Abend im Rahmen einer Ausstellungseröffnung erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Anhand von Zeitzeugenaussagen, Dokumenten und Recherchen der Politikwissenschaftlerin Dr. Sandra Pingel-Schliemann wird auf zehn Schautafeln und an drei Lesestationen der skrupellose Umgang des Staatsapparates der ehemaligen DDR mit den persönlichen Lebensschicksalen der ins Visier geratenen tatsächlichen und vermeintlichen Oppositionellen thematisiert.

Die Bevollmächtigte des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund, Staatssekretärin Bettina Martin, betonte zur Ausstellungseröffnung, dass es notwendig sei, auch zukünftig Beratungs- und Hilfsangebote für Betroffene von DDR-Unrecht vorzuhalten: „Die weitgehend konstanten Fallzahlen für Erstberatungen machen deutlich, dass gerade Opfer von psychischer Gewalt oft erst mit großen zeitlichem Abstand den Schritt zu einer Aufarbeitung der erlittenen Verletzungen in der eigenen Biografie gehen können und wollen. Deshalb ist es wichtig, die Antragsfrist für Entschädigungsleistungen nach den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen nicht wie ursprünglich vorgesehen zum Jahresende 2019 enden zu lassen. Der Bundesrat hat hierzu unter anderem auf Antrag von Mecklenburg-Vorpommern erst Anfang Februar eine entsprechende Entschließung gefasst. Es ist nun an der neu gebildeten Bundesregierung die notwendigen Schritte einzuleiten.“

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung sprach NDR-Journalistin Siv Stippekohl mit Ulrike Poppe (Operativer Vorgang „Zirkel“), Markus Meckel (Operativer Vorgang „Wanderer“) und Stephan Krawczyk (Operativer Vorgang „Sinus“). Die geschilderten Erfahrungen machten deutlich wie tief die Staatssicherheit in den Alltag und höchstpersönlichen Lebensbereich der von Zersetzungsmaßnahmen Betroffenen eindrang.

Anne Drescher, Beauftragte des Landes MV für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, und Dr. Sandra Pingel-Schliemann, Politikwissenschaftlerin und Kuratorin der Ausstellung erklärten, dass Opfer von Zersetzungsmaßnahmen es häufig in der Praxis schwer hätten, erlittene Nachteile gerichtsfest vorzutragen und sahen weiteren gesetzgeberischen Handlungsbedarf. Deshalb sei es besonders wichtig, mit Ausstellungen, Gesprächsrunden und zeitgeschichtlicher Bildungsarbeit den Opfern von damals die Gewissheit zu geben, dass der systematische Einsatz von Zersetzungsmaßnahmen durch die Staatssicherheit breit bekannt und als Unrecht gesellschaftlich anerkannt ist.

Zu den Portraitierten der Ausstellung gehören auch die Biografien der Neubrandenburgerin Karin Schernau und des Schweriner Sozialdiakons Claus Wergin. Karin Schernau hatte sich auf einer Auslandsreise in einen westdeutschen Mann verliebt. Mit dem Ausreisantrag im Jahr 1973 begannen die Zersetzungsmaßnahmen der Staatssicherheit gegen die junge Frau bis hin zum Entzug ihres Kindes. Der Schweriner Sozialdiakon Claus Wergin geriet aufgrund seiner kirchlichen Jugendarbeit in das Visier der Staatsorgane. Die teilnehmenden Jugendlichen werden in der Folge offen observiert, Wergin selbst sah sich Gerüchten zu Alkoholmissbrauch ausgesetzt, die nicht ohne Folgen blieben.

Gefördert wurde die Erstellung der Ausstellung durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, die Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern und die Ehrenamtsstiftung MV.

Die Ausstellung ist noch bis zum 6. April jeweils Montag bis Freitag vom 8:00 bis 17:00 Uhr in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in den Berliner Ministergärten zu sehen. An Feiertagen bleibt die Ausstellung geschlossen. Der Eintritt ist frei.

Europäische Vollzugsverantwortliche beraten über gemeinsame Standards

Justizstaatssekretärin Birgit Gärtner begrüßte EuroPris-Vorstand im Justizministerium: „Unser europäisches Haus ist nur durch Gemeinsamkeiten standfest“

Schwerin – Der Vorstand der EuroPris, der Europäischen Organisation der Strafvollzugsbehörden, trifft sich heute in Schwerin. Justizstaatssekretärin Birgit Gärtner begrüßt die Mitglieder aus Schweden, Großbritannien, Österreich, Italien, den Niederlanden, Tschechien, Portugal, Rumänien und Lettland. Der deutsche Vertreter im EuroPris-Vorstand ist der Abteilungsleiter Strafvollzug im Justizministerium M-V, Ministerialdirigent Jörg Jesse.

Justizstaatssekretärin Gärtner: „Für das gemeinsame Haus Europa ist es wichtig, dass auf allen Ebenen miteinander gesprochen wird. Hier geht es um das wichtige Thema Strafvollzug. Gemeinsame Standards zu entwickeln, um die EU-Staaten näher zusammenzubringen, festigt die Gemeinschaft. Mecklenburg-Vorpommern gehört im Bereich Strafvollzug seit langem zu den Vorreitern in Europa. Schon vor Jahren haben wir gemeinsam mit anderen europäischen Staaten der EU und auch EuroPris weitreichende und maßgebende Vorschläge für den Umgang mit Hochrisikostraftätern entwickelt, die seitdem in fachlichen Diskussionen in der EU aufgegriffen wurden.“

Ministerialdirigent Jörg Jesse ergänzt: „Deutschland ist seit 2014 Mitglied in EuroPris. Unser Ziel ist es, auf europäischer Ebene, Informationen und Praktiken zum Strafvollzug besser austauschen zu können. Unser Vorstand von EuroPris, bestehend aus den Vollzugsverantwortlichen aus zehn EU-Ländern, trifft sich zweimal im Jahr. Die konstruktive Zusammenarbeit und der damit verbundene Erkenntnisgewinn für die einzelnen Länder ist für das Zusammenwirken in der EU unverzichtbar.“