Tag der Erneuerbaren Energien in M-V

Knapp 70 Unternehmen angemeldet

Schwerin – Etwa 70 Unternehmen und Institutionen haben sich bereits für das Wochenende zum Tag der Erneuerbaren Energien 2018 angemeldet, ebenso viele wie im vergangenen Jahr (66). „Die Erneuerbaren sind bei uns im Land zu einer festen und stabilen Größe geworden“, sagt Energieminister Christian Pegel. Er hoffe, dass auch in diesem Jahr wieder viele Besucherinnen und Besucher dieses Wochenende mit seinen vielfältigen Angeboten in ganz Mecklenburg-Vorpommern nutzen.

„Das ist eine hervorragende Gelegenheit, sich ein eigenes Bild von unserer grünen Zukunft zu machen. Die Veranstalter organisieren sehr unterschiedliche Aktionen. So können ihre Gäste zum Beispiel Windenergieanlagen von innen besichtigen, Elektroautos unter die Motorhaube schauen, sich am konkreten Beispiel erklären lassen, wie eine Biogasanlage arbeitet oder ein Haus besichtigen, das komplett mit Erdwärme beheizt wird.“ An vielen Standorten wird zudem ein Extra-Kinderprogramm auf die Beine gestellt. „Das ist auch in diesem Jahr ein Wochenende für die ganze Familie“, so Christian Pegel, der wie in jedem Jahr verschiedene Veranstaltungen besuchen wird. Insgesamt sind von Freitag bis Sonntag (27. bis 29. April) bis jetzt gut 50 Aktionen geplant – für einige Aktionen haben sich mehrere Veranstalter zusammengeschlossen -, bei denen die Bürgerinnen und Bürger Einsatz und Nutzen der erneuerbaren Energien hautnah erleben können.

So lädt der Netzbetreiber 50Hertz Transmission GmbH am 28. April 2018 wieder zu einer Schiffsfahrt zu den Offshore-Windparks Arkona und Wikinger ein. Während der Rundtour mit der „Cap Arkona“ von 9.30 bis 16.00 Uhr ab dem Stadthafen Sassnitz (Rügen) gibt es an Bord Informationen über die Windenergie-Projekte in der Ostsee, speziell zu Ostwind 1, dem aktuellen Kabelprojekt von 50Hertz sowie zu den Windparks Arkona-Becken Südost und Wikinger. Experten beantworten während der Fahrt gern die Fragen der Gäste. Es wird ein kleiner Imbiss gereicht. Da die Zahl der Teilnehmer begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich.

Wie breit das Spektrum an erneuerbaren Energien ist, zeigt auch das Solarzentrum Wietow (Landkreis Nordwestmecklenburg). Neben Vorträgen, Führungen, Beratungen sowie Experimenten zu Photovoltaik und Windenergie werden das Besteigen einer Windenergieanlage, eine Fahrt auf dem Energiefahrrad sowie Boots- und Wandertouren angeboten. Stärken können sich die Besucher im Solarcafé.

„Dies sind nur zwei Beispiele aus mehr als 50 spannenden Angeboten zum Tag der Erneuerbaren in Mecklenburg-Vorpommern“, betont Christian Pegel. Dass sich am vierten Energietag in M-V erneut so viele Unternehmen und Institutionen beteiligen, sei ein Beweis dafür, welch‘ große Rolle, die Erneuerbaren Energien im Land spielen. „Schon seit 2013 kann unser Land rein rechnerisch seinen gesamten Strombedarf durch erneuerbare Energien decken. Dank der günstigen Voraussetzungen bei uns haben sich hier bereits viele Unternehmen dieser Branche angesiedelt und laut einer Studie aus dem Jahr 2015 ca. 14.000 bis 15.000 Jobs geschaffen. Die Erneuerbaren stärken auch die Wirtschaftskraft von Mecklenburg-Vorpommern und bieten den Menschen hier Arbeitsplätze und sichere Einkommen.“

Land will mehr Lehrkräfte unbefristet einstellen

Ministerin Hesse: Sicherheit macht Lehrerstellen durchweg attraktiver

Schwerin – Um die Stellenangebote für Lehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern noch attraktiver zu machen, prüft die Landesregierung derzeit die Möglichkeiten, Lehrerinnen und Lehrer künftig generell unbefristet in den Schuldienst zu übernehmen. Im Schuljahr 2017/2018 haben von den rund 11.500 Lehrkräften an den staatlichen Schulen 867 Lehrerinnen und Lehrer einen befristeten Arbeitsvertrag.

„In den kommenden Schuljahren haben wir einen Bedarf an gut ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern. Mit unbefristeten Stellen können wir um Lehrkräfte im bundesweiten Wettbewerb punkten. Unser Ziel ist es, möglichst viele Lehrerinnen und Lehrer an uns zu binden und ihre Einstellungen nicht zu erschweren“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. Zum einen gehe es darum, mit einer ausreichenden Anzahl von Lehrkräften den Unterricht an den Schulen sicherzustellen, so wie es im laufenden und in den zurückliegenden Jahren gelungen ist. „Darüber hinaus reagieren wir mit vorzeitigen Stellenbesetzungen auf den schon jetzt absehbaren Bedarf, der dadurch entsteht, dass viele Kolleginnen und Kollegen in den Ruhestand gehen. „Auch hier ist eine Entfristung sinnvoll“, erläuterte Hesse.

Unbefristete Angebote könnten gerade die Stellen attraktiver machen, die für Vertretungslehrer ausgeschrieben sind: „Das gibt den Bewerberinnen und Bewerbern eine gesicherte Perspektive und Planungssicherheit“, sagte die Ministerin. Auch für die Schülerinnen und Schüler ergäben sich Vorteile: Lehrerinnen und Lehrer würden die Schule seltener wechseln. „Dennoch wird eine größtmögliche Ausweitung unbefristeter Einstellungen nicht dazu führen, dass alle ausgeschriebenen Stellen ohne Befristung besetzt werden.“

Die Regelung, nach der sich Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger auf unbefristet besetzbare Stellen bewerben und zunächst befristet beschäftigt werden, soll weiterhin gelten. Auch Stellen für Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen mit dem Ersten Staatsexamen, die ihre Wartezeit auf ein Referendariat verkürzen wollen, sollen weiter nur befristetet besetzt werden. Unter bestimmten Umständen bleibt eine Befristung auch dann sinnvoll, wenn die Stelle lediglich dazu dient, eine für einen bestimmten Zeitraum ausfallende Lehrkraft zu ersetzen, z. B. als Elternzeitvertretung.

Durchstarten in MV – Bilanz Early Bird-Aktion

Schwerin – Die Early Bird-Aktion im Rahmen der Ausbildungsinitiative „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de) bei der Ausbildungsplatzsuche ist zu Ende gegangen. „Wir haben eine große Resonanz von heimischen Unternehmen erfahren. 422 Ausbildungsangebote wurden zusätzlich eingestellt, 185 Unternehmen haben mitgemacht. Das belegt auch: der Bedarf an Auszubildenden wächst stetig weiter. Die Unternehmen suchen noch früher und auch intensiver ihre Bewerber. Eins ist doch klar: Ein guter Auszubildender ist die qualifizierte Fachkraft von morgen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Montag. Im vergangenen Jahr haben 118 Unternehmen mit 266 Angeboten an der Aktion teilgenommen.

Die Early Bird-Aktion lief von Anfang Februar bis Ende März. Dabei hatten Unternehmen die Möglichkeit ihre noch freien Ausbildungsplätze deutlich sichtbar im Azubi-Atlas der Kampagneninternetseite durchstarten-in-mv.de anzeigen zu lassen. Zusätzlich wurden Unternehmen mit Early Bird-Angeboten im Facebook-Kanal und auf Instagram vorgestellt. Wirtschaftsminister Glawe hat dafür geworben bei der Suche nach Ausbildungsplätzen nicht nachzulassen. „Jetzt beginnt die heiße Phase für alle Unternehmen, die einen Auszubildenden suchen. Umso wichtiger ist es, dass Unternehmer und Jugendliche ins Gespräch kommen“, so Glawe weiter. Gleichzeitig appellierte der Wirtschaftsminister an die Jugendlichen, die Unternehmen direkt anzusprechen. „Der direkte Kontakt ist immer noch der Beste. Ein persönlicher Anruf, um sich zu informieren oder das Ausprobieren durch einen Praktikumsplatz oder Schnuppertage in den Firmen sind gute Gelegenheiten, um sich selbst ein Bild vom Unternehmen zu machen“, so Glawe.

Intensiv genutzt wurde ebenso das Angebot des „Durchstarten in MV – Live-Chats“ (www.durchstarten-in-mv.de). Dieser kam erstmals im Rahmen der Aktion zum Einsatz. Im Kampagnenzeitraum wurden 44 Chats mit ausbildungsinteressierten Jugendlichen durchgeführt. „Auch im Nachgang von Berufsmessen hat sich gezeigt, dass hier ein erhöhter Beratungsbedarf besteht“, sagte Glawe. Ausbildungsinteressierte können ihre Fragen in Echtzeit beim Chatten rund um das Thema Ausbildung loswerden und erhalten unmittelbar Antworten.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im März 4.600 Bewerber unversorgt, 6.700 Ausbildungsplätze waren unbesetzt. „Die Sicherung des Fachkräftebedarfs ist ein zentrales Thema für die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern. Es gilt, Schulabgänger für eine Ausbildung im Land zu begeistern, bereits etablierte Fachkräfte zu halten und möglichst viele Erwerbstätige in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, forderte Glawe. „Die Chancen auf eine Berufsausbildung in Mecklenburg-Vorpommern sind gut. Wichtig ist es, diese auch zu nutzen. Eine duale Ausbildung ist der beste Start für eine Karriere bei uns im Land. Es ist inzwischen eine Herausforderung, ausreichend Nachwuchs für offene Ausbildungsplätze in unserem Land zu finden. Das gilt insbesondere für den Kochnachwuchs und Hotel- und Restaurantfachleute“, erläuterte Glawe. Aktuell gibt es 335 unbesetzte Ausbildungsplätze bei Köchen, Restaurantfachmann/-frau 284 unbesetzte Plätze, Hotelfachmann/-frau 269 unbesetzte Plätze, Fachkraft – Gastgewerbe 138 unbesetzte Plätze.

Der Azubi-Atlas ist das Herzstück der Kampagne. Hier sind derzeit 1.414 Unternehmen mit über 3.000 Ausbildungsangeboten in 270 Berufen vertreten. „Wir wollen junge Menschen und Unternehmen frühzeitig zueinander bringen und sie auf diesem Weg aktiv mit Angeboten unterstützen. Mit unserer Fachkräfteinitiative ´Durchstarten in MV´ haben wir genau die richtige Plattform hierfür“, betonte Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend. Schulabgänger erhalten mit dem Azubi-Atlas die Möglichkeit, gezielt in ihren Wunschregionen nach Ausbildungsberufen, Praktika und Unternehmen zu suchen. Eine Umkreissuche bietet ihnen die Chance, nicht weitab vom Wohnort einen Ausbildungsplatz zu finden. Zudem kann man auf der Website nach Branchen suchen, erfährt Details zu den einzelnen Ausbildungen und bekommt die direkten Kontaktdaten der zuständigen Ansprechpartner der Unternehmen sowie der Ausbildungsberater der Industrie- und Handelskammern. Auf der Internetseite durchstarten-in-mv.de gibt es noch viel mehr zu erleben. In kurzen Videos erzählen Azubis in persönlichen Geschichten aus ihrem Arbeitsalltag und heimische Ausbildungsbetriebe stellen sich vor. Darüber sind viele interessante Berufsbilder oder duale Studiengänge eingestellt.