Landesregierung und katholische Kirche sprechen über Digitalisierung

Schwerin – Auf Einladung von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig trafen sich am gestrigen Abend in Schwerin Vertreter der Landesregierung mit den für Mecklenburg und Vorpommern zuständigen katholischen Erzbischöfen von Hamburg und Berlin, Dr. Stefan Heße und Dr. Heiner Koch.

Für die Landesregierung nahmen ferner die für Kirchenfragen zuständige Justizministerin Katy Hoffmeister, Innenminister Lorenz Caffier, Finanzminister Mathias Brodkorb und Wirtschaftsminister Harry Glawe teil. Für die Erzbistümer nahmen außerdem die Generalvikare, die Caritasdirektoren, Schulexperten und die bischöflichen Beauftragten der Regionen teil.

„Mir ist eine enge Zusammenarbeit zwischen der Landesregierung und den Kirchen wichtig“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Anschluss an das Gespräch. „Die Kirchen geben vielen Menschen im Land Halt und Orientierung. Und sie leisten mit ihrer täglichen Arbeit einen großen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt bei uns in Mecklenburg-Vorpommern.“

Erzbischof Koch: „Auch wenn sich manche Themen in der Metropole Berlin besonders deutlich zeigen, ist uns die ländliche Entwicklung in Vorpommern ein großes Anliegen. Entlang der deutsch-polnischen Grenze legen wir einen Schwerpunkt auf die Integration der überwiegend katholischen Polen, die hier zuziehen.“

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Auswirkungen der Digitalisierung auf unsere Gesellschaft. „Wir wollen die wirtschaftlichen Chancen der Digitalisierung für unser Land nutzen. Deshalb verbessern wir mit Unterstützung des Bundes die Versorgung im Land mit schnellem Internet und wollen die digitale Ausstattung der Schulen verbessern. Aber die Digitalisierung ist auch mit Auswirkungen auf unsere Gesellschaft verbunden, die problematisch sind. Wir sind uns darüber einig, dass auch im digitalen Zeitalter immer der Mensch und nicht ein Algorithmus der entscheidende Maßstab sein muss“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Thema des Gesprächs war außerdem die Zukunft der katholischen Schulen. „Wir hatten dazu ein gutes Gespräch. Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung für alle betroffenen Schulstandorte finden“, erklärte die Ministerpräsidentin. Erzbischof Heße machte deutlich: „Die katholischen Schulen in Schwerin und Rostock sind ohne jede Frage zukunftsfähig. Für den Standort Ludwigslust gibt es derzeit Gespräche, deren Ergebnisse in wenigen Wochen erwartet werden.“

Ein weiteres Thema war die Bestattungskultur. Erzbischof Heße sprach sich für den Erhalt des geltenden Bestattungsgesetzes aus. „Friedhöfe sind das kulturelle Gedächtnis einer Gesellschaft. Wir Seelsorger wissen, dass viele Angehörige im Nachhinein ein großes Problem damit haben, wenn eine Person anonym bestattet oder die Asche irgendwo verstreut wurde. Trauer und Totengedenken brauchen einen konkreten Ort und konkrete Zeichen. Das Grundgesetz verpflichtet dazu, die Würde jedes Menschen zu achten und zu schützen. Das gilt auch über den Tod hinaus. Die Gesellschaft wird ärmer und kälter werden, wenn sie nicht mehr als Gemeinschaft und nicht mehr öffentlich ihre Toten ehrt und bestattet“, so Heße.

Spargelsaison 2018 eröffnet

Wöbbelin – Schneeweiß, zart und verlockend präsentierte sich der erste Spargel der Saison 2018, den Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus heute früh auf dem Hof Denisson in Wöbbelin im Landkreis Ludwigslust-Parchim gestochen hatte.

„Die Erntesaison beginnt in diesem Jahr 14 Tage später als 2017, denn die ungünstigen Witterungsbedingungen der vergangenen Wochen haben auch den Spargelbauern zu schaffen gemacht“, sagte der Minister zur Eröffnung der diesjährigen Spargelsaison. Nun hoffe er auf bessere Ernteerträge als im vergangenen Jahr.

2017 war in Mecklenburg-Vorpommern auf nur 153 Hektar Ackerland Spargel angebaut worden, hinzu kamen 26 Hektar Junganlagen. Damit hatte die Anbaufläche gegenüber 2016 um rund 65 Hektar abgenommen. Trotz des relativ guten Ertrages von durchschnittlich 43 Dezitonnen je Hektar waren insgesamt nur rund 650 Tonnen Spargel gestochen worden.

Derzeit entfallen auf Mecklenburg-Vorpommern lediglich 0,7 Prozent der deutschen Spargel-Anbaufläche; der Spargel nimmt im Land ca. 9 Prozent an der Freilandgemüsefläche ein. „Mit Blick auf den Bundesschnitt von rund 18 Prozent haben wir also noch Luft nach oben“, so der Minister.

Deutschlandweit wurde im Vorjahr auf etwa 23.200 ha Spargel geerntet. Bei einem mittleren Ertrag von 56,4 dt/ha kamen so fast 131.000 Tonnen des gesunden Gemüses aus heimischem Anbau auf den Tisch. Damit war Spargel auch 2017 flächenmäßig die ungeschlagene Nummer 1 im deutschen Gemüseanbau. Bundesweit kaufen die Verbraucher pro Kopf im Schnitt 93,8 kg Frischgemüse im Jahr. Davon sind 1,5 kg Spargel.

„Bei allem Genuss ist nicht zu vergessen, dass die Spargelernte nach wie vor reine Handarbeit und damit ein Kraftakt ist. Deshalb schätze ich das Engagement der Spargelbauern und ihrer Saisonkräfte hoch ein“, sagte Minister Backhaus. Stellvertretend für alle Spargelproduzenten dankte Backhaus dem Hof Denissen, dessen Beschäftigte sich seit 20 Jahren dem Anbau qualitativ hochwertigen Spargels verschreiben.

Agraranträge für 2018 ab sofort digital einreichen

Schwerin – Antragsteller auf EU-Direktzahlungen erhalten ihre Unterlagen für die Agrarförderung im Jahr 2018 wiederum ausschließlich in digitaler Form. Herunterladen können sie die Antragssoftware sowie betriebsbezogene Daten und Luftbilder. Ersatzweise können Aufnahmen von der Luftbild-DVD aus dem Jahr 2017 verwendet werden.

Erstmals sind ab 2018 auch die Zuwendungen für Flächen, die hiesige Landwirte in anderen Bundesländern bewirtschaften, digital zu beantragen. Die Antragsteller des Vorjahres sind darüber bereits mit einem Serienbrief informiert worden.

„2018 reichen wir insgesamt rund 354 Millionen Euro an die Landwirtschaftsbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern aus“, informiert Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus. Er rät, sich gründlich mit der Antragstellung vertraut zu machen und den Antrag pünktlich einzureichen; die Frist dafür endet am 15. Mai 2018. „Die Anträge bedeuten natürlich einen hohen bürokratischen Aufwand für jeden einzelnen Betrieb. Aber dieser Aufwand ist nötig, damit das Geld in der Landwirtschaft ankommt und das Einkommen der Landwirte sichert“, so Minister Backhaus.

Die nötige Antragssoftware steht den Antragstellern ab sofort unter www.agrarantrag-mv.de/ zum Herunterladen zur Verfügung. Gleichzeitig können wie im Vorjahr die betriebsbezogenen Antragsdaten vom zentralen Server hinzu geladen werden.

Der ausgefüllte Agrarantrag kann per Datenträger oder online eingereicht werden. Der letzte Termin für das fristgerechte Einreichen der Agraranträge ist der 15. Mai 2018. Als Einreichungsdatum gilt das Eingangsdatum des unterschriebenen Datenträgerbegleitscheins. Ab dem 16. Mai können Anträge noch bis zum 11. Juni 2018 mit Inkaufnahme von Kürzungen der Beihilfen nachgereicht werden. Anträge die ab dem 12. Juni 2018 eingehen, gelten als verfristet und werden abgelehnt.

Im Vorjahr hatten 39 Landwirte ihre Anträge auf EU-Direktzahlungen bzw. auf Fördermittel aus der 2. Säule verspätet eingereicht und mussten Kürzungen in Kauf nehmen.

Auch diesmal wird es das so genannte PreCheck-Verfahren geben, bei dem Antragsteller nach Abgabe und Vorlage aller Anträge ihre Unterlagen auf mögliche Flächenüberschneidungen mit benachbarten Antragstellern prüfen können. Das Einreichen der korrigierten digitalen Daten ist dann bis zum 19. Juni 2018 digital möglich.

Würdigung des bürgerschaftlichen Engagements zentrales Anliegen der Ehrenamtskarte

Drese: Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern wichtiges Element auf dem Weg zum richtigen Konzept

Stralsund – Heute, am 13. April 2018, startet in Stralsund das erste von vier Bürgerforen des Sozialministeriums und der Ehrenamtsstiftung. Ziel ist es, im direkten Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern die Leitlinien einer landesweiten Ehrenamtskarte zu diskutieren. Diese Hinweise sollen in die weiteren Überlegungen einfließen.

Zum Auftakt in der Hansestadt verdeutlichte Sozialministerin Stefanie Drese, welche Kriterien zum Erfolg einer landesweiten Ehrenamtskarte beitragen werden. Wichtig ist nach Ansicht der Ministerin vor allem eine geringe Bürokratie und eine gerechte, an nachvollziehbare Bedingungen geknüpfte Vergabe.

„Wir müssen ein attraktives Angebot schaffen, das von den ehrenamtlich Tätigen einfach zu beantragen ist. Dabei kommt es auch auf eine gute Zusammenarbeit zwischen Land, Kreisen und Gemeinden an. Daneben sollten wir auf eine hohe Beteiligung privatwirtschaftlicher Kooperationspartner hinwirken“, definierte Drese die anstehenden Aufgaben.

Mit der Einführung einer Ehrenamtskarte setzt Mecklenburg-Vorpommern ein weiteres, wichtiges Zeichen zur Anerkennung und Würdigung von ehrenamtlichem Engagement. Drese: „In Mecklenburg-Vorpommern hat sich eine Kultur der Beteiligung entwickelt, die enorm wichtig für den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft ist. Auch deshalb wollen wir mit dieser Karte etwas zurückgeben. Und wir möchten mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern sprechen, um Ideen zu sammeln und Vorschläge zu diskutieren.“

Die kommenden Bürgerforen finden statt:

Montag, 14. Mai 2018, 18:00 Uhr, Neubrandenburg
Samstag, 02. Juni 2018, 10:00 Uhr, Schwerin
Samstag, 09. Juni 2018, 10:00 Uhr, Hansestadt/ Landkreis Rostock

Zuschuss für Erneuerung der Straßenbeleuchtung

Parchim – Für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung erhält die Stadt Parchim (Landkreis Ludwigslust-Parchim) vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 32.700,00 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die Stadt Parchim beabsichtigt, die Straßenbeleuchtung im Friedhofsweg auf LED-Technik umzurüsten. Die vorhandenen 17 Leuchten werden durch 18 energieeffiziente Leuchten mit LED-Technik inklusive Kabel und Maste ersetzt.

Durch dieses Vorhaben können jährlich rund 4.866 Kilowattstunden Strom sowie knapp drei Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Für eine soziale, ökologische und ökonomische Erneuerung der Landwirtschaft

Hannover – Auf ihrer Konferenz in Hannover haben die agrarpolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktionen in einer gemeinsamen Erklärung eine Neuausrichtung der Landwirtschaft gefordert.

Dazu erklärt die Vorsitzende des Agrarausschusses des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern Elisabeth Aßmann: „Die Landwirtschaft steht vor großen Veränderungen, zu diesen gehören der Strukturwandel, die gesellschaftlichen Erwartungen und die Digitalisierung. Hinzu kommen eine derzeit unkontrollierbare Preisentwicklung und unfaire Handelspraktiken durch zunehmende Konzentrationsprozesse. Insbesondere kleinere, familiengeführte Betriebe werden oftmals von der Entwicklung abgehängt. Dies schwächt die Vielfalt im ländlichen Raum und nimmt so Entwicklungsmöglichkeiten. Für uns Sozialdemokraten gehören Ernährungswirtschaft, Landwirtschaft und die ländlichen Räume zusammen und müssen in einem Kontext gedacht werden. Die Arbeit in der Ernährungs- und Landwirtschaft muss so bezahlt werden, dass Menschen davon leben können.

Die Neuausrichtung der Landwirtschaft muss sozial gerecht, ökologisch verträglich und ökonomisch rentabel aufgestellt werden. Dies ist nur möglich, wenn wir gemeinsam mit der Landwirtschaft die Zukunft gestalten. Dazu gehören auch unsere Lebensgrundlagen Wasser, Boden, Luft und Artenvielfalt heute und für die nächste Generation nachhaltig zu erhalten.“

Die hannoversche Erklärung umfasst eine Reihe von Forderungen

1. Die europäische Agrarpolitik neu auszurichten. Wir wollen Direktzahlungen so einsetzen, dass auch familiengeführte Betriebe eine Chance haben, weiterhin wirtschaftlich zu arbeiten. Wir wollen eine flächendeckende Landwirtschaft in Deutschland erhalten. An eine finanzielle Unterstützung der Betriebe müssen klare Bedingungen geknüpft werden. Eine davon ist, dass arbeitsintensive Betriebe besser gefördert werden. Die Marktposition der ErzeugerInnen muss gestärkt werden.

Öffentliches Geld für öffentliche Güter: Öffentliche Leistungen auf allen Ebenen sollen insbesondere für den Schutz des Wassers, der Biodiversität, der Bodenfruchtbarkeit, der Bestäuber (Insekten) und der Humusschicht sowie dem Tierwohl an die Betriebe gezahlt werden.

2. Die Arbeitsbedingungen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu verbessern. Harte Arbeit muss wertgeschätzt und entsprechend bezahlt werden sowie über Mindeststandards geregelt werden. In einigen Bereichen kommt es immer wieder zu einer Ausnutzung von LeiharbeiterInnen und ausländischen Arbeitskräften, diesem Prozess muss entgegengewirkt werden.

3. Die Chancen der Digitalisierung im Agrarsektor zu nutzen. Noch gibt es nicht überall eine ausreichende digitale Infrastruktur. Dies muss schnell geändert werden. Denn die digitalen Anwendungen ermöglichen eine einheitliche Datenerhebung und -verarbeitung von Agraranträgen, u.a. bei der Düngebilanzierung und bei Pflanzenschutzmaßnahmen und stellen so eine Arbeitserleichterung und eine Optimierung bei der Ausbringung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln für die Betriebe und Behörden dar. Intelligente Datenverarbeitung und Sensorik sorgen dafür, dass unerwünschte Einträge reduziert werden. Datenschutz und Datensicherheit müssen gewährleistet werden. Zusätzlich brauchen wir staatliche Schnittstellen für die Landwirtschaft, die im Rahmen der Daseinsvorsorge deutschlandweit einheitlich gestaltet sind und kostenfrei zur Verfügung stehen.

4. Eine Nutztierstrategie des Bundes vorzulegen. Diese muss einem konkreten Zeitplan und Maßnahmen enthalten. Wir wollen den Tierschutz in Deutschland verbessern und bekennen uns zu einer flächengebundenen Tierhaltung. Auch muss der Verbraucher schon beim Kauf der Produkte über eine klare Kennzeichnung erkennen können unter welchen Bedingungen das Tier gehalten wurde, um so eine freie Entscheidung treffen zu können.

5. Den Insektenschutz ernst zu nehmen und den Umgang mit landwirtschaftlichen Flächen daraufhin auszurichten. Eine artenreiche Kulturlandschaft bildet die Grundlage für viele Tierarten, wie z.B. Insekten und Vögel. Bestäuber sind existentiell für die Landwirtschaft.

Über eine nachhaltige Landbewirtschaftung können sich Landwirte an deren Erhalt beteiligen. Die Förderung der Biodiversität muss über Maßnahmen auf allen Ebenen unterstützt werden. Unser Ziel ist es, die Pflanzenvielfalt und die Biodiversität auf genutzten Flächen zu erhöhen. Dazu gehört u.a. eine Erweiterung der Fruchtfolge, eine Strategie zur konsequenten Minimierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln oder die Extensivierung der Bewirtschaftung. Besondere Bedeutung für den Erhalt der Artenvielfalt hat die Biotopvernetzung.

6. Dass die Sicherheit des Menschen auch in Zeiten der Rückkehr des Wolfes oberste Priorität hat. Betroffene, die durch den Wolf Schäden erleiden, müssen unterstützt werden, durch ein geeignetes Wolfsmanagement aber auch Herdenschutzmaßnahmen sowie durch eine gute, schnelle und effiziente Entschädigungen bei Rissen. Da der Wolf ganzjährig geschützt ist, sprechen wir uns gegen eine Aufnahme in das Jagdrecht aus.

7. die ländlichen Räume durch soziale Teilhabe, wirtschaftliche Entwicklung und die Landwirtschaft zu stärken. Die Daseinsvorsorge muss gesichert sein.

13. Landestagung der Informatiklehrerinnen und -lehrer

Ministerin Hesse: Einführung des Faches „Informatik und Medienbildung“ geplant

Rostock – 150 Informatiklehrerinnen und -lehrer in Mecklenburg-Vorpommern treffen sich am Sonnabend, 14. April 2018, in Rostock zu ihrer 13. Landestagung. Sie findet im Institut für Informatik der Universität Rostock statt. Organisiert wird die Veranstaltung von der Fachgruppe „Informatische Bildung in Mecklenburg-Vorpommern“ der Gesellschaft für Informatik.

„Schülerinnen und Schüler gehen heute ganz selbstverständlich mit Computern um“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „In der Schule sollen sie aber nicht nur mit den Geräten arbeiten, sondern auch verstehen, wie sie funktionieren. Geplant ist deshalb die Einführung des Faches ‚Informatik und Medienbildung‛ ab Klasse 7. An 21 Modellschulen steht es bereits in diesem Schuljahr auf den Stundenplan. Von den Erfahrungen, die die Schüler und Lehrer dort sammeln, sollen alle profitieren. Ich bin mir sicher, dass die Informatiklehrerinnen und -lehrer morgen die Gelegenheit zum Austausch über dieses Modellprojekt nutzen. Ihrer Tagung wünsche ich einen guten Verlauf“, so Hesse.

Der Informatiker und Pädagoge, Prof. Dr. Beat Döbeli Honegger (Pädagogische Hochschule Schwyz, Goldau in der Schweiz), wird in seinem Hauptvortrag „Mehr als 0 und 1“ illustrieren, wie Informatik und Medienbildung miteinander verzahnt werden können. Er analysiert zudem den Leitmedienwechsel und beschreibt Möglichkeiten und Herausforderungen für Schulen bei der Digitalisierung. In 15 Workshops können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Medienbildung fortbilden. Die Themen reichen von der Programmierung bis hin zum Urheberrecht.

Tino Hempel, Sprecher der Fachgruppe „Informatische Bildung M-V“ und Organisator der Veranstaltung, freut sich über das große Interesse seiner Fachkolleginnen und -kollegen. Er sieht Mecklenburg-Vorpommern auf einem guten Weg, den Herausforderungen der zunehmenden Digitalisierung unserer Gesellschaft durch eine Stärkung der Schulinformatik zu begegnen.

Für kurzentschlossene Lehrkräfte besteht noch die Möglichkeit, sich im Internet oder im Tagungsbüro anzumelden.

Landesfinale des 13. Plattdeutsch-Wettbewerbs

Ministerin Hesse: Sprachen lernen macht klug

Schwerin – Am Sonnabend, 14. April 2018, kommen Kinder und Jugendliche in der Aula des Gymnasiums Fridericianum in Schwerin zusammen und stellen beim Landesfinale des 13. Plattdeutsch-Wettbewerbs ihr Können unter Beweis. Beginn der öffentlichen Veranstaltung ist 10:00 Uhr. Der 13. Plattdeutsch-Wettbewerb steht unter dem Motto „Kiek achtern Horizont – Liehr Plattdüütsch!“ Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Landesausscheid haben sich zuvor in den Regionalveranstaltungen in Greifswald, Güstrow, Demmin und Crivitz qualifiziert.

„Plattdeutsch im Norden, unsere schöne Sprache, lebt dann, wenn alle, die sie gut beherrschen, sie auch sprechen. Für Kinder und Jugendliche bietet der Plattdeutschwettbewerb eine gute Gelegenheit dazu“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Sprachen lernen macht klug, das ist schon lange bewiesen. Kinder, die Sprachen lernen, können Zusammenhänge besser herstellen und sich besser konzentrieren. Sie können eben besser ‚achter denn Horizont kieken‛“, sagte Hesse.

Das Land finanziert den Plattdeutsch-Wettbewerb in diesem Jahr mit 31.500 Euro. Seit dem Jahr 2013 wird er durch das Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur organisiert und durchgeführt. Der Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt. Beim Landesfinale in Schwerin wird Bildungsministerin Birgit Hesse die Urkunden und Preise an die Gewinnerinnen und Gewinner übergeben.

„Die Kinder und Jugendlichen sind sicher schon aufgeregt. Die Jury ist schon gespannt, mit welchen Präsentationen sie überrascht wird“, sagte die Ministerin. „Danken möchte ich den Lehrerinnen und Lehrern, Eltern und Großeltern, die die Kinder und Jugendlichen tatkräftig unterstützen und fördern. Außerdem danke ich den fleißigen Helferinnen und Helfern, die dafür sorgen, dass in diesem Jahr der Landesausscheid wieder stattfinden kann“, so Hesse.

Große Nachfrage nach Stadtradeln

Landesregierung stockt Fördertopf auf

Schwerin – So viele Kommunen aus Mecklenburg-Vorpommern wie nie zuvor wollen in diesem Jahr beim deutschlandweiten Stadtradeln mitmachen. Um auch weiteren Interessenten die Möglichkeit dazu zu geben, stockt das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung den Fördertopf auf, aus dem die Anmeldegebühr für die Teilnehmerkommunen bezahlt wird.

„Seit drei Jahren stellen wir dafür jährlich 10.000 Euro bereit. In diesem Jahr ist dieses Geld erstmals ausgeschöpft – und das nur einen Monat nach Beginn der Anmeldefrist. In meinen Augen ist das ein Signal dafür, dass sich immer mehr Kommunen bewusst machen, dass das Fahrrad eine wichtige Rolle in Verkehr und Klimaschutz als Alternative zum Auto spielt. Und dass es diese Rolle zu fördern gilt, etwa mit Aktionen wie dem Stadtradeln“, sagt Energieminister Christian Pegel und fügt hinzu: „Sehr gern stocken wir deshalb den Topf für die Anmeldegebühr um weitere 4000 Euro auf, damit auch andere Interessenten noch das Stadtradeln zu sich holen können.“

Bislang haben sich Greifswald, Rostock, Schwerin, Anklam, Neubrandenburg, Parchim und Ludwigslust für das diesjährige Stadtradeln angemeldet. Dank der zusätzlichen Finanzmittel konnten sich zudem bereits der Landkreis Vorpommern-Rügen, die Hansestadt Stralsund und Bergen anmelden. Damit ist der Fördertopf noch nicht ausgeschöpft. Für weitere Städte und Gemeinden besteht die Chance auf Förderung. Die Teilnahmegebühren variieren je nach Einwohnerzahl.

Aktuell gibt es in mindestens einer weiteren Kommune Interesse an einer Teilnahme.

Beim Stadtradeln kann jede Stadt, jede Gemeinde, jeder Landkreis und jede Region mitmachen. Ein Gemeindebeschluss oder ähnliches ist für eine Teilnahme nicht zwingend erforderlich. Das Einverständnis der Kommune, zum Beispiel durch den Bürgermeister/die Bürgermeisterin oder die Verwaltung, muss jedoch gegeben sein. Bei der Anmeldung über die Webseite www.stadtradeln.de muss zudem mindestens eine Ansprechperson vor Ort für das Stadtradeln in der Kommune genannt werden. Der Aktionszeitraum, in dem dann alle Teilnehmer aus der Kommune mit dem Fahrrad zurückgelegte Kilometer sammeln, muss drei zusammenhängende Wochen nach Wahl zwischen dem 1. Mai und dem 30. September betragen. Das heißt, frühestmöglicher Starttermin ist der 1. Mai, letzter der 10. September. Anmeldungen werden bis kurz vor dem letztmöglichen Starttermin angenommen.

2017 haben die Städte Greifswald, Ludwigslust, Rostock, Schwerin und erstmals Parchim den Nordosten vertreten. Mit insgesamt gut 5.000 aktiven Radlern haben sie in ihrem jeweils dreiwöchigen Aktionszeitraum mehr als 720.000 Kilometer zurückgelegt und damit fast 102.300 Kilogramm Kohlendioxid vermieden, die beim Zurücklegen derselben Strecke mit dem Auto ungefähr angefallen wären. Deutschlandweit waren im vergangenen Jahr knapp 620 Kommunen dabei, von Ahrensburg in Schleswig-Holstein bis zum bayrischen Zirndorf im Landkreis Fürth.

25 Jahre Messe „AutoTrend“ in Rostock

Rostock – Jubiläum in Rostock: Zum 25. Mal findet in der HanseMesse die Messe „AutoTrend“ statt. Auf der Automobilausstellung präsentieren sich in diesem Jahr 66 Aussteller mit insgesamt 31 Automarken.

„Die Messe hat sich zu einem anerkannten und beliebten Treffpunkt aller Motorbegeisterten entwickelt. Hier können die Besucher neue Trends, innovative Mobilitätsmöglichkeiten und attraktive Autozubehörteile entdecken. Das spannende Rahmenprogramm und die Beratung fachkundiger Profis rund um das Thema Auto, Motorrad und mehr versprechen ein interessantes Messeerlebnis“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Der Minister hatte die Schirmherrschaft der Messe übernommen. „Aktuell steht die deutsche Automobilindustrie vor großen Herausforderungen und Veränderungen. Die Hersteller werden nicht umhin kommen, sich den aktuellen Entwicklungen zu stellen, und bezahlbare Alternativen anzubieten. Dieser für Deutschland sehr wichtige Wirtschaftszweig muss auch weiterhin attraktiv und zukunftsfähig bleiben“, so Glawe.

Auf einer Ausstellungsfläche von knapp 29.000 Quadratmetern (Halle und Freigelände) werden Autos vom Kleinwagen bis zur Oberklasse, Nutzfahrzeuge, Transporter, Trucks und Motorräder gezeigt. Dazu kommen Sonderschauen zu den Themen alternative Antriebe, Autotuning und ein Oldtimer-Treff. Ein besonderer Fokus der Messe liegt auf dem Thema Ausbildung. „Die AutoTrend bietet dem Kfz-Gewerbe aus Mecklenburg-Vorpommern die Möglichkeit, die eigene Leistungsfähigkeit und Produktvielfalt zu präsentieren. Zugleich ist eine starke Präsenz der regionalen Anbieter ein ideales Forum, um für die Ausbildungsberufe zu werben. Jugendliche haben direkt vor Ort die Chance, mit den ausbildenden Unternehmen in Kontakt zu treten und sich über Karrierewege zu informieren“, sagte Glawe.

Zum 30.09.2017 wurden nach Angaben der Handwerkskammern des Landes insgesamt 375 Ausbildungsverträge für den Beruf Kfz-Mechatroniker/in neu abgeschlossen. Im Vorjahr waren es 351. Damit lernen derzeit 976 junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern diesen Ausbildungsberuf. Im Beruf Automobilkaufmann/frau wurden 57 neue Ausbildungsverhältnisse abgeschlossen; im Vorjahr waren es 48. Nach Angaben der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit stehen in Mecklenburg-Vorpommern derzeit 166 Ausbildungsplätze im Lehrberuf KFZ-Mechatroniker/-in zur Verfügung. „Es gibt interessante und herausfordernde Ausbildungsmöglichkeiten in ganz Mecklenburg-Vorpommern. Uns muss es gelingen, jungen Menschen die Chancen auf einen beruflichen Karriereweg im Land aufzuzeigen, um die dringend benötigten Fachkräfte im Land zu halten“, sagte Glawe.

Das Wirtschaftsministerium wirbt gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern des Landes in der Ausbildungsinitiative „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de) um die Besetzung freier Ausbildungsplätze. Im Azubi-Atlas sind derzeit 1.414 Unternehmen mit über 3.000 Ausbildungsangeboten in 270 Berufen vertreten.

Die Messe AutoTrend ist noch bis Sonntag (15.04.) täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 8 Euro, das 2-Tages-Ticket 12 Euro, der ermäßigte Eintritt 6 Euro, das Feierabend-Ticket (gültig am Freitag von 14.00 bis 18.00 Uhr) 4 Euro, Kinder bis 12 Jahre (in Begleitung eines Erwachsenen) haben freien Eintritt.

Prof. Schareck wieder als Rektor der Universität Rostock ernannt

Rostock – Prof. Dr. med. habil. Wolfgang Schareck steht weiterhin an der Spitze der Universität Rostock. Wissenschaftsministerin Birgit Hesse hat ihn heute in Schwerin für seine dritte Amtszeit zum Rektor der Universität Rostock bestellt.

„Ich freue mich darüber, dass ich Prof. Schareck die Ernennungsurkunde für seine dritte Amtszeit überreichen kann. Ich wünsche ihm weiterhin viel Glück und Erfolg bei seinen Aufgaben. Herr Schareck hat bewiesen, dass er die Universität Rostock erfolgreich führen kann. Dass er zum dritten Mal gewählt wurde, spricht für die Anerkennung auch innerhalb der Universität“, lobte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse.

Nach dem Studium der Medizin und der anschließenden Promotion an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, habilitierte Prof. Schareck 1992 an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Bereits 1994 kam er als Leitender Oberarzt der Abteilung für Allgemeine, Thorax-, Gefäß- und Transplantationschirurgie an die Universität Rostock. 1999 wurde er zum außerplanmäßigen Professor, 2002 zum Universitätsprofessor für Gefäßchirurgie und Transplantationschirurgie ernannt. 2009 wurde Prof. Schareck erstmals zum Rektor der Universität Rostock gewählt und übt dieses Amt seitdem erfolgreich aus.

Zukunft der Landwirtschaft: Minister will Fairness und Sachlichkeit

Loitz – Eine „sachorientierte, wissensbasierte und ideologiefreie Politik und den Dialog“ in Fragen der künftigen europäischen Agrarpolitik, des Düngerechts und des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln oder des Tierschutzes und des staatlichen Tierwohllabels forderte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus, in seinem Eingangsstatement zur heutigen Podiumsdiskussion „Wege zur Gestaltung des ländlichen Raumes“ in Loitz. Zu den Teilnehmern der von der Friedrich-Ebert-Stiftung organisierten Podiumsdiskussion über die Zukunft der Landwirtschaft in der Region Vorpommern-Greifswald gehörte neben dem Biologen, Agrarwissenschaftler und Preisträger des Alternativen Nobelpreises, Prof. Dr. Michael Succow, u. a. der Geschäftsführer des Bauernverbandes, Dr. Martin Piehl.

Der Minister erneuerte seine Bereitschaft, bei der Weiterentwicklung der gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) neue Wege zu gehen. „Ich stehe für den Dreiklang aus ökonomischer, ökologischer und sozial ausgerichteter Landwirtschaft“, sagte er. Sein übergreifendes Ziel bleibe der Grundsatz „Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen“. Er werde sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene weiter für das Modell der ökologischen Direktzahlungen eintreten, so der Minister. „Ich bin überzeugt, dass sich damit langfristig das Einkommen für die Landwirte sichern lässt und außerdem die europäischen Umwelt- und Klimaschutzziele schneller erreicht werden können. Unser Modell für die gemeinsame europäische Agrarpolitik ist ganz klar ein Modell für und nicht gegen die Landwirtschaft“, unterstrich Backhaus.

Der Minister erinnerte die Teilnehmer der Podiumsdiskussion daran, dass Kürzungen im EU-Agrarhaushalt unabwendbar seien. Aktuellen Verlautbarungen der EU-Kommission zufolge solle der Agrarhaushalt ab 2021 jährlich um knapp 10 Prozent, das entspricht rund 5 Milliarden Euro, gekürzt werden. Die knapper werdenden Mittel resultierten einerseits aus dem Brexit und anderseits aus steigenden Ausgaben der EU für Migration, Sicherheit, Verteidigung und auch für die Digitalisierung.

Minister Backhaus forderte eine Kultur des Zuhörens und des Verstehens der Argumente der jeweils anderen Seite.

„Es gibt in Bezug auf die Landwirtschaft nicht das klassische Schwarz und Weiß. Beides hat seine Berechtigung – konventionelle Landwirtschaft ebenso wie Ökolandbau“, so Dr. Backhaus. Vertreter beider Richtungen hätten das Recht auf wissenschaftlich begründete Fairness gegenüber ihrem Berufsstand. „Es muss uns gemeinsam gelingen, die gesellschaftliche Wahrnehmung der Landwirtschaft zu verbessern. Das, was jeder Landwirt für seinen Betrieb tut, nämlich in Generationen zu denken, das brauchen wir auch für die deutsche Landwirtschaft“, sagte der Minister.

Gesundheitsforschung: Land fördert fünf weitere Verbünde

Ministerin Hesse: Mecklenburg-Vorpommern ist ein attraktiver Wissenschaftsstandort

Schwerin – Die Entscheidung ist gefallen: Eine Fachjury hat weitere Forschungsverbünde ausgewählt, die eine Förderung aus dem Exzellenzforschungsprogramm des Landes erhalten. Nach dem 2. Wettbewerbsaufruf zum Thema „Gesundheitsforschung“ waren 21 Projektskizzen eingegangen, fünf haben sich durchgesetzt. Wissenschaftsministerin Birgit Hesse betonte die Signalwirkung des Förderprogramms: „Sich in diesem Wettbewerb durchzusetzen, ist für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Bestätigung und Ansporn zugleich. Mit dem Programm wollen wir zeigen, dass Spitzenforschung in Mecklenburg-Vorpommern ein Zuhause hat und unser Land ein attraktiver Standort ist, um wissenschaftlich zu arbeiten. Ich freue mich besonders darüber, dass sich die Hochschulen untereinander und die außeruniversitären Forschungsinstitute zusammengeschlossen haben und gemeinsam forschen wollen.“

Mit der Förderempfehlung übermittelte der Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Ernst Theodor Rietschel seine Einschätzung der aktuellen Wettbewerbsrunde: „Insgesamt war die Qualität der im Rahmen der Ausschreibung eingegangenen Projekte außerordentlich gut. Als wissenschaftliche Qualitätsmerkmale des Landes Mecklenburg-Vorpommern werden die Forschungsprojekte sicherlich auch grenzüberschreitend wahrgenommen. Durch die starke Konkurrenz und den minimalen Qualitätsunterschieden fiel es der Jury am Ende der Begutachtungsphase nicht leicht, fünf Verbünde für die Förderung auszuwählen.“

Die Förderung von Projekten zur Gesundheitsforschung geht auf eine Initiative des Kuratoriums für Gesundheitswirtschaft zurück. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Wissenschaftsministerin Birgit Hesse und der Präsident des Kuratoriums, Prof. Wolfgang Schareck, hatten den Wettbewerb im vergangenen Jahr gestartet. Insgesamt stehen Fördermittel in Höhe von 10 Millionen Euro zur Verfügung. Die Förderung erfolgt aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) in der laufenden Förderperiode 2014 bis 2020.

Die Mittelverteilung für die Gesundheitserforschung ergibt sich wie folgt: Die Universität und Universitätsmedizin Rostock sollen insgesamt ca. 4,6 Mio. Euro erhalten. An die Universität und Universitätsmedizin Greifswald sollen ca. 3,3 Mio. Euro fließen. Den Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern sollen ca. 2,1 Mio. Euro aus dem Programm zu Gute kommen. Die Verbünde müssen nun ihre vollständigen Förderanträge einreichen. Mit dem Exzellenzforschungsprogramm will das Land die Spitzenforschung stärken.

Meyer: „Neue Saison, neue Ideen: Mehr Mut zum Tourismus!“

Stralsund – Der Chef der Staatskanzlei Reinhard Meyer hat anlässlich des Saisonauftakts der Tourismuswirtschaft heute in Stralsund dazu aufgerufen, optimistisch in die neue Saison zu gehen: „Mecklenburg-Vorpommern ist in guter Form und blickt optimistisch auf eine erfolgreiche Sommersaison 2018.“

Auf der ITB habe sich das Land hervorragend präsentiert. „Mecklenburg-Vorpommern hat sich dem internationalen Publikum von seiner besten Seite gezeigt. Wir haben unser Ziel erreicht, Mecklenburg-Vorpommern als ein modernes, freundliches und weltoffenes Land zu zeigen, in dem es sich nicht nur gut Urlaub machen lässt, sondern in dem es eine attraktive Tourismusbranche mit guten Chancen gibt.“

Aber gute Messeauftritte allein genügten nicht. „Tourismus zukunftsfähig zu machen heißt nicht, immer nach neuen Rekorden zu schielen. Wichtig ist es, in Qualität zu investieren, den Service weiter zu verbessern, gutes Personal zu finden und mit neuen Ideen und Angeboten zu punkten“, so Meyer, der auch Präsident des Deutschen Tourismusverbandes ist.

Meyer: „Wir brauchen mehr Mut und dürfen uns nicht auf das verlassen, was in den vergangenen Jahren funktioniert hat. Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern muss mehr innovative Impulse senden. Dem dient auch die Landestourismuskonzeption, die die Fortschreibung der Tourismuskonzeption aus dem Jahr 2010 ersetzt und sich gegenwärtig in der Abstimmung befindet.“ Sie solle dazu beitragen, Potenziale der Branche gemeinsam besser nutzen zu können.

Der Staatssekretär plädierte dafür, offen über ein Tourismusgesetz für Mecklenburg-Vorpommern zu diskutieren. „Wir wären die ersten in Deutschland, die damit der herausragenden Bedeutung des Tourismus in unserem schönen Bundesland gerecht würden.“ Tourismusregionen wie Kärnten und Südtirol nutzen dieses Instrument bereits erfolgreich.

Drese: Betreuungsvereine nehmen wichtige Querschnittfunktionen im Land ein

Gewinnung, Fortbildung und Unterstützung ehrenamtlicher Betreuer/innen weiter stärken

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese hat heute die enorme Bedeutung von verlässlichen Betreuungsstrukturen nach dem Betreuungsgesetz für Betroffene und Angehörige hervorgehoben. Ein wichtiger Bestandteil für das Gelingen sei der jährliche Fachaustausch zwischen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Fachkräften, so Drese auf dem vom Landesarbeitskreis Betreuung in Mecklenburg-Vorpommern ausgerichteten diesjährigem Betreuungstag in Gägelow.

Die Ministerin verdeutlichte, dass das Sozialministerium einen eindeutigen Schwerpunkt setzt bei der Unterstützung von ehrenamtlicher Betreuung und der Förderung von Querschnittsaufgaben durch Betreuungsvereine. „Dabei geht es vor allem um die planmäßige Gewinnung ehrenamtlicher Betreuerinnen und Betreuer sowie um deren Einführung, Fort- und Weiterbildung“, so Drese in ihrem Grußwort. Zudem seien die Beratung und Information zu Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen wichtige Querschnittsaufgaben.

Neben der Stärkung des ehrenamtlichen Engagements benannte die Ministerin auch wesentliche Rahmenbedingungen wie das gut ausgebaute Netzwerk vorgelagerter Hilfen, die Pflegebedürftigen in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung stehen.

Drese: „Die mittlerweile 15 Pflegestützpunkte im gesamten Land, die unabhängig und trägerübergreifend Pflegebedürftige und ihre Angehörigen beraten, werden gut angenommen. Neben Eingliederungshilfen besteht zudem eine Palette an Beratungsangeboten, wie die Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung, die allgemeine soziale Beratung, Beratungsangebote für Menschen mit Behinderungen oder die sozialen Dienste, die z. B. Hilfen in kritischen Lebenssituationen anbieten.“

Der jährlich stattfindende Betreuungstag wird seit 1995 vom Landesarbeitskreis Betreuung (LAK) als zweitägige Fortbildungsveranstaltung organisiert. Der LAK ist ein Gremium, zu dem sich Akteure in Betreuungsangelegenheiten auf freiwilliger Basis zusammengeschlossen haben. Dem LAK gehören insgesamt 11 Mitglieder an: Berufsbetreuerinnen und -betreuer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Betreuungsvereinen, Vertreter/innen der Betreuungsbehörden der Landeshauptstadt Schwerin und der Hansestadt Rostock, eine Richterin und Vertreterinnen und Vertreter des Justiz- und des Sozialministeriums.