Sieg mit Zukunftszeitung

GINGSTER WELLE holt Platz 1 im Schülerzeitungswettbewerb M-V

Insel Rügen – Voller Erfolg! Mit ihrer Zukunftszeitung holen die Redakteure der GINGSTER WELLE in diesem Jahr den ersten Platz im Schülerzeitungswettbewerb des Landes. Die von Lehrerin Christiane Müller angeleitete Redaktion landete in der 13-jährigen Geschichte des Wettstreits erstmals ganz oben. „Wir sind so glücklich mit diesem super Ergebnis“, sagte sie gleich nach der Preisverleihung am Donnerstag in Schwerin. „Alle freuen sich mit uns, dass eine so gute Gemeinschaftsarbeit von Schülern und Lehrern in Gingst ausgezeichnet wird.“

Daumen hoch auf den Sieg. Lore Bellmann vom Jugendmedienverband M-V gratuliert den Gingster Redakteuren Maris Hoppe, Nele Westphal, Lotta Hoffmann, Anna Christine Beuch und Victoria Nagel. Foto @ André Farin

Lore Bellmann vom Jugendmedienverband M-V bewunderte in ihrer Laudatio die vorgelegte Arbeit von 10 Redakteuren und 5 freien Mitarbeitern des Blattes: „Hier werden hohe Ansprüche in einer fantastischen Vielfalt an Themen bedient.“ Sie bescheinigt mit solchen Attributen wie wunderbar, sorgfältig recherchiert oder großartig gestaltet das entstandene Produkt. Die mehrköpfige Expertenjury war sich einig, dass sich „Zeit und Arbeit … mehr als gelohnt haben.“

Bewusst hatten sich die Zeitungsmacher im vergangenen Herbst das Zeitungsthema Zukunft ausgesucht. Sie wollten zusammen mit ihren Mitschülern darüber nachdenken, wie ihre Schule wohl im Jahr 2050 aussehen könnte. Damit verbanden sie den Wunsch einer baldigen Sanierung von Hauptgebäude, Turnhalle und Außenanlage, um wirklich zukunftsfähig zu sein. Moderne Technik und freies WLAN im Schulgebäude, Roboter für als Hausaufgabenhilfe oder ein Mensaessen aus dem 3-D-Drucker waren einige der Zukunftsideen für die Schule. Andere überlegten, welche Zukunft Zeitung und Bücher bei Jugendlichen haben und schrieben zweisprachige Artikel darüber. Der „blaue Strahl der Zukunft“ mit einem Blick in alle Zukunftsbereiche durchzog die 36-seitige Ausgabe und erhielt ein besonderes Lob.

M-V Bildungsministerin Birgit Hesse ließ es sich nehmen, den Gewinnern zu gratulieren. Sie lobte die Arbeit der Schülerzeitungsmacher, denn in unserer Zeit gehöre Information zu den wichtigsten Gütern. Dabei sollten vor allem Schüler lernen, kritisch mit allen möglichen Informationen in der Vielzahl der Medien umgehen und nie Neugierde für Neues und Veränderungen verlieren. „Ich bin wirklich stolz auf euch“, meinte sie in ihren Grußworten vor über 100 jungen Redakteuren aus Grund-, Förder- und Regionalschulen sowie von Gymnasien des Landes. Sie ermutigt alle Teilnehmer, die von ihren Lehrerinnen und Lehrern begleitet wurden, weiter zu machen und neben einer Zeitung auch über digitale Informationsmöglichkeiten nachzudenken. (Von André Farin)

2006 kam die erste GINGSTER WELLE heraus. Mit Nr. 35 holt die Redaktion den 1. Platz im SZ-Wettbewerb M-V. 15 Schüler arbeiten an den vier Ausgaben im Schuljahr. 450 Euro Preisgeld werden für neue Laptops, USB-Sticks und Kamerataschen verwendet. Die GINGSTER WELLE findet man online in der Infothek auf www.schulegingst.de

Bodendenkmalpfleger tagen in Stralsund

Staatssekretär Schröder: Ehrenamtliche leisten Beitrag zu kulturellem Reichtum des Landes

Stralsund – Die 60. Regionaltagung der ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegerinnen und -denkmalpfleger für Ostmecklenburg und Vorpommern hat Kulturstaatssekretär Sebastian Schröder heute zum Anlass genommen, diesen für ihre unermüdliche Arbeit zu danken. „Mit ihrer Ortskenntnis und ihrem Engagement tragen sie erheblich dazu bei, Bodenschätze aufzuspüren und zu erforschen. Mecklenburg-Vorpommern kann auch dank ihrer Hilfe ein reiches kulturelles Erbe vorweisen“, betonte Schröder. Gemäß Landesdenkmalschutzgesetz seien es „quasi hoheitliche Aufgaben“, die die Ehrenamtlichen wahrnähmen.

Der Staatssekretär gratulierte auch dem jugendlichen Bodendenkmalpfleger Luca Malaschnitschenko, der mit seinem Mentor René Schön nahe Schaprode den Silberschatz aus der Zeit des Dänenkönigs Harald Blauzahn entdeckt hatte. „Die überregionale Aufmerksamkeit hat ihn sicherlich zusätzlich bestätigt, was für ein herausragender Fund das ist. Ich bin sehr gespannt, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse sich aus den Münzen und Schmuckstücken ableiten lassen“, so Schröder.

Kulturstaatssekretär Schröder nutzte die Tagung zudem, um Fehler bei der Beschaffung der 50 GPS-Geräte durch das Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege einzuräumen, die den ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegern zur Verfügung gestellt werden: „Man hätte im Vorfeld die zukünftigen Nutzer mit einbeziehen sollen, und der ganze Prozess hätte schneller vonstattengehen können.“ Vor allem die Entscheidung für einen bestimmten Gerätetyp hatte in den zurückliegenden Wochen für deutliche Kritik aus den Reihen der ehrenamtlichen Bodendenkmalpfleger gesorgt.

148 ehrenamtliche Bodendenkmalpflegerinnen und Bodendenkmalpfleger engagieren sich in MV. Sie werden vom Land ernannt und tragen durch ihren Einsatz vor Ort gemeinsam mit den hauptamtlich Tätigen zum Schutz des Kulturgutes Mecklenburg-Vorpommerns bei.

Land investiert weiter kräftig in die Kindertagesförderung

Güstrow – Sozialministerin Stefanie Drese hat weitere Investitionen des Landes für die Kindertagesförderung angekündigt. „Wir werden in den nächsten Jahren Eltern weiter von Beiträgen entlasten, die Qualität unserer frühkindlichen Bildungsangebote verbessern und auch zukünftig dafür sorgen, den Fachkräftebedarf zu decken“, sagte Drese am Sonnabend auf dem 19. Kindergartentag in Güstrow.

Mit der für Januar 2019 geplanten Einführung der Geschwisterkind-Regelung zahlen Eltern nur noch für ein Kind von der Krippe bis zum Hort. „Damit stellt das Land dann bereits etwa 54 Millionen Euro zusätzlich für die Entlastung von Eltern bei den Beiträgen für die Kindertagesförderung zur Verfügung“, verdeutlichte Ministerin Drese mit Blick auf die bereits seit diesem Jahr umgesetzte 50-Euro-Entlastung. „Dabei wollen wir es in dieser Legislaturperiode aber nicht bewenden lassen und bereiten die Einführung der für Eltern beitragsfreien Kindertagesförderung vor“, so Drese.

Die Ministerin dankte in ihrer Rede den Erzieher/innen sowie den weiteren Fachkräften für ihr tägliches Engagement für eine gute Entwicklung der Kinder. „Die Qualität in unseren Kitas ist hoch. Wir haben bundesweit die höchste Fachkraftquote, stellen jährlich fünf Millionen Euro zusätzliche Mittel zur gezielten Entwicklungsförderung von Kindern zur Verfügung, haben als eines der ersten Bundesländer eine neue spezifische Kita-Erzieherausbildung gestartet, die sich an der dualen Berufsausbildung orientiert und wir sind mitten in einer Qualitätsoffensive im Bereich der Kindertagespflege“, verdeutlichte Drese.

Als Schirmherrin des Kindergartentages, der in diesem Jahr unter dem Motto „Gemeinsam Flügel geben“ steht, betonte Ministerin Drese: „Wir alle, ob Pädagoginnen und Pädagogen, Erzieherinnen und Erzieher, Tagespflegepersonen, Eltern oder die gesamte Landesregierung, wir alle ziehen am selben Strang: wir wollen, dass Kinder sich zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten entwickeln, ihnen alle Werkzeuge an die Hand geben, die sie benötigen, um sich in ihrem späteren Leben frei und mutig selbst zu verwirklichen.“

Veranstaltet wird der Kindergartentag in enger Kooperation seit dem Jahr 2000 von der Unfallkasse Mecklenburg-Vorpommern und der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung (LVG).

GAP-Modell aus MV schlägt Prämie auch für Schaf- und Ziegenhalter vor

Schwerin – „Die Schaf- und Ziegenhaltung im Land leistet einen unverzichtbaren Beitrag in der Landschafts- und Deichpflege und trägt zum Erhalt unserer Kulturlandschaft bei. Doch obgleich sich in Mecklenburg-Vorpommern die Schafbestände in den letzten drei Jahren stabilisiert haben, hält die schwierige wirtschaftliche Lage der Schafhalter an“ sagte Dr. Jürgen Buchwald, Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, am Sonnabend auf der Mitgliederversammlung des Landesschaf- und ziegenzuchtverbandes M-V e.V.

Seit 2005 waren mit der Umwandlung der produktbezogenen EU-Direktzahlungen in Betriebsprämienzahlungen die Schafbestände in MV und deutschlandweit zunächst zurückgegangen. In den zurückliegenden drei Jahren seien sie im Land wieder leicht angestiegen und seither stabil. „Derzeit werden im Land in 300 Betrieben etwa 70.500 Schafe gehalten, davon 46.900 Mutterschafe. Unser Ziel ist, diesen Bestand mindestens zu erhalten“, so Dr. Buchwald.

Der Staatsekretär stellte den Schafzüchtern das Modell aus Mecklenburg-Vorpommern „Veränderungen anschieben – Vorschläge für die gemeinsame europäische Agrarpolitik (GAP) nach 2020“ vor, dessen Kernthese die Kopplung der künftigen EU-Agrarförderung an das Erbringen ökologischer Leistungen durch die Landwirte ist.

Das GAP-Modell aus MV schlägt unter anderem für jedes EU-Mitgliedsland ein Budget für eine Tierprämie auf der Grundlage des jeweiligen Tierbestandes vor. Aus diesem Budget könnten die Mitgliedsstaaten den Haltern von Rindern, Schafen und Ziegen eine nach Tierbestand je Hektar zu berechnende Tierprämie auszahlen. Als Bezugsgröße dient die „raufutterverzehrende Großvieheinheit“ (RGV), die die Haltung von Rindern, Schafen und Ziegen vergleichbar macht. Die vorgeschlagene Tierprämie für jeden Betrieb liegt bei 70 Euro für maximal zwei RGV je Hektar.

Zu Wochenbeginn hatten bundesweit Vertreter des Berufsverbandes der Schäfer die Wiedereinführung einer Weidetier- oder Mutterschafprämie gefordert, wie sie bis 2004 gezahlt worden war. „Wir haben großes Verständnis für diese Forderung“, so Dr. Buchwald. „Allerdings wäre zur Änderung der EU-Direktzahlungen unter anderem ein Gesetzgebungsverfahren auf Bundesebene notwendig. Das lässt sich kurzfristig in dieser Förderperiode nicht umsetzen.“

Umsetzbar in der Förderperiode nach 2020 seien dagegen die Vorschläge aus dem MV-Modell zur GAP, die die Honorierung der Raufutterfresserhaltung vorsehen.

„Bereits jetzt stehen die Fördermöglichkeiten der Agrarumweltmaßnahmen und des Agrarinvestitionsförderprogramms (AFP) auch allen Schaf- und Ziegenhaltern offen“, sagte der Staatssekretär.

Christian Pegel erleichtert nach Vorstellung des Konzepts für Bundesautobahngesellschaft

Schwerin – Personal und Kompetenz für die Instandhaltung der Autobahnen in Mecklenburg-Vorpommern bleiben auch nach Umstrukturierung der Autobahnverwaltung durch den Bund im Land. Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel äußerte nach der Vorstellung der Pläne durch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer erleichtert.

„Zusätzlich zur Infrastrukturgesellschaft in Berlin sind zehn regionale Niederlassungen mit Außenstellen geplant. Die bisherigen Standorte in M-V werden als Außenstellen der Regionalniederlassung Nord-Ost für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit Sitz in Brandenburg langfristig bestehen bleiben. Dass schafft Sicherheit für unsere Mitarbeiter im Autobahnamt in Güstrow, die bislang nicht wussten, ob sie mit dem Wechsel zum Bund auch ihren Arbeitsort verändern müssen. Auf der anderen Seite bleibt die Kompetenz für unsere eigenen Autobahnen bei uns im Land“, sagt Christian Pegel erleichtert. Wie genau die künftige Außenstelle personell ausgestattet wird, sei noch nicht geklärt. „Aber da bin ich nach dem heutigen Tag optimistisch.“

Bis zur heutigen Vorstellung des Konzepts durch Andreas Scheuer war unklar, wie sich die neue Infrastrukturgesellschaft des Bundes örtlich aufstellen will. „Nun bin ich sehr zuversichtlich, dass unsere Autobahnen langfristig weiter von Mecklenburg-Vorpommern aus verwaltet werden“, erläuterte der Vertreter des Nordostens bei der Konferenz der Verkehrsminister der 16 Bundesländer, die heute (20.4.) nach zwei Tagen in Nürnberg zu Ende geht.

Die Einrichtung des Fernstraßenbundesamts mit Hauptsitz in Leipzig betrifft Mecklenburg-Vorpommern laut Christian Pegel nicht: „Das ist die Planfeststellungsbehörde für den Autobahnbau. Die Neubauvorhaben bei uns im Land sind abgeschlossen.“ Die Autobahnmeistereien im Land wechseln ebenfalls in die Verwaltung des Bundes, bleiben aber an den bisherigen Standorten bestehen, um weiterhin schnell und wirkungsvoll die Autobahnen unterhalten und vor allem bei Eis und Schnee einen zügigen Winterdienst gewährleisten zu können.

Werben für die heimische Gesundheitswirtschaft in Portugal

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat zum Ende der viertägigen Reise nach Portugal eine positive Bilanz gezogen. „Wir haben konkrete Ergebnisse im Gepäck. Portugal ist ein spannender Markt, den wir insgesamt noch intensiver für die Gesundheitswirtschaft nutzen können. Es ist deutlich geworden, dass wir noch stärker mit unseren Produkten im Bereich der Gesundheitswirtschaft werben müssen. Auch Portugal hat für uns spannende und innovative Produkte auf dem Markt. Den Austausch von Wirtschaft und Wissenschaft kann man am besten über konkrete Kooperationen erreichen. Daran wollen wir weiter arbeiten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in Coimbra. Organisiert wurde die Reise federführend von der BioCon Valley® GmbH in Rostock. Der Minister war am Dienstag mit einer 14-köpfigen Delegation nach Portugal in die Region Coimbra gestartet. An der viertägigen Reise haben verschiedene Vertreter aus dem Bereich der Gesundheitswirtschaft teilgenommen, unter anderem vom Verband privater Rehaklinken, der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses des Landtages M-V, BioCon Valley® GmbH, Krankenkassen, Kliniken, Bäderverband sowie Tourismusverband.

In Coimbra ist durch einen portugiesischen Hersteller ein spezielles Pflegebett für Krankenhäuser vorgestellt worden. „In den innovativen Betten können Patienten effektiver gewaschen werden, so dass durch eine verbesserte Hygiene die Verbreitung von Infektionen deutlich verringert werden kann. Gleichzeitig nimmt der zeitliche Aufwand ab, so dass dadurch das Personal entlastet werden kann. Das ist ein Gewinn für Patienten und Pflege. Im Hinblick auf die großen Bedarfe in unseren Krankenhäusern soll der Einsatz dieser Betten vorangetrieben werden. Angesichts der großen Potenziale dieser Innovation ist beabsichtigt, das Produkt über ein Joint Venture zur Endreife zu bringen und in Mecklenburg-Vorpommern zur etablieren“, erläuterte Glawe.

Wirtschaftsminister Glawe hat sich vor Ort mit dem portugiesischen Gesundheitsminister Adalberto Campos Fernandes getroffen. Glawe warb beim portugiesischen Gesundheitsminister für die Potenziale der Gesundheitswirtschaft aus Mecklenburg-Vorpommern. Dazu gehörten insbesondere die Themen Prävention, Rehabilitation, Diabetes, Gesundheitstourismus, Telemedizin, Krankenkassensysteme, Produkte aus dem Medizintechnikbereich, zum Beispiel Stents, sowie Niedertemperaturplasma. „Wir wollen im Ergebnis die Kontakte verstetigen und Synergien ausloten, um das über die Jahre aufgebaute Know-how gegenseitig zu nutzen“, betonte Glawe weiter.

Der portugiesische Gesundheitsminister Adalberto Campos Fernandes hob bei einem Treffen in Coimbra mit Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe die stabilen deutsch-portugiesischen Beziehungen hervor. Diese sollen auf der Grundlage der bestehenden Kooperation mit Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch die BioCon Valley GmbH und der Regionalen Koordinierungs- und Entwicklungsbehörde Centro Coimbra, ausgebaut werden. „Wir haben für künftige Kooperationen die volle Unterstützung der portugiesischen Zentralregierung zugesichert bekommen. Das hat der portugiesische Gesundheitsminister Fernandes deutlich gemacht“, betonte Glawe. Dies soll auch am Rande einer Zusammenkunft der EU-Gesundheitsminister in Sofia mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in der kommenden Woche erörtert werden.

Darüber hinaus stieß das Projekt eines Kur- und Heilwaldes auf großes Interesse beim portugiesischen Gesundheitsminister. „Vor dem Hintergrund der verheerenden Waldbrände in der Zentralregion Portugals im Sommer 2017 werden neue Konzepte für die Entwicklung von Wäldern benötigt“, betonte Glawe. Auf der Insel Usedom wurde in Heringsdorf im vergangenen Jahr der erste Kur- und Heilwald Europas ausgewiesen. In dem etwa 50 Hektar großen Waldstück entstanden Ruheplätze und Wege sowie Bewegungsstationen, um beispielsweise Atemwegs- sowie Herz- und Kreislauferkrankungen zu lindern.

In Workshops zu den Themen Prävention, Rehabilitation, Diabetes, Gesundheitstourismus, Telemedizin und Krankenkassensysteme ist vereinbart worden, die Zusammenarbeit zu vertiefen. Im Bereich der Digitalisierung ist Portugal Vorreiter. „Hier können wir von den jungen innovativen Startup-Unternehmen profitieren, wenn es darum geht, sich zu internationalisieren. Umgekehrt ist für die portugiesischen Unternehmen der deutsche Markt verbunden mit dem Label ‚Made in Germany‘ hochinteressant“, so Minister Glawe am Rande des Besuchs eines Technologieparks. An den Workshops haben 50 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung und Politik teilgenommen.

MV-Bevollmächtigte Bettina Martin bei Deutscher Woche in St. Petersburg

Schwerin – Anlässlich der diesjährigen „Deutschen Woche“ besucht die Staatssekretärin für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigte des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Bettina Martin, die russische Stadt St. Petersburg. Eingeladen hat zu der jährlichen Veranstaltungsreihe in St. Petersburg das deutsche Generalkonsulat. Partnerland ist in diesem Jahr das Bundesland Bayern. Mecklenburg-Vorpommern hat bereits zugesagt, im Jahr 2020 als Partnerland die Deutsche Woche in St. Petersburg mitzugestalten.

In diesem Rahmen hat Staatssekretärin Martin heute an einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Partnerschaft für St. Petersburg“ teilgenommen und über die langjährigen Beziehungen des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Partnerregion Leningrader Gebiet gesprochen: „Mecklenburg-Vorpommern verbindet seit 2002 eine lebendige Partnerschaft mit der Region des Leningrader Gebiets. Es gibt gute und über lange Jahre gewachsene Kontakte sowohl auf politischer aber auch vor allem auf wirtschaftlicher und kultureller Ebene zwischen uns. Mit unserem regelmäßigen Austausch auf kommunaler Ebene, mit Schulpartnerschaften und gemeinsamen Hochschulprojekten stehen wir im engen Dialog mit der russischen Partnerregion. Nicht zuletzt steht für uns der Ausbau der guten Wirtschaftsbeziehungen zum Leningrader Gebiet im Mittelpunkt der Regionalpartnerschaft.“

Staatssekretärin Martin wird in den zwei Tagen ihres Aufenthalts in St. Petersburg diverse Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtregierung St. Petersburg sowie der Verwaltung des Leningrader Gebiets führen. Außerdem wird sie an Veranstaltungen und Workshops im Rahmen der „Deutschen Woche“ teilnehmen. Die Themen reichen von den Wirtschaftsbeziehungen mittelständischer Unternehmen der beiden Länder über deutsche und russische Start-Ups bis hin zum Ideenwettbewerb der Forschungsideen „Falling Walls Lab“.

Zukunftspapier für den ÖPNV in Westmecklenburg unterzeichnet

v.l. Rico Badenschier, Kerstin Weiss, Christian Pegel, Rolf Christiansen

Schwerin – Das Land Mecklenburg-Vorpommern, die Landeshauptstadt Schwerin und die Landkreise Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim wollen ihre Zusammenarbeit im Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) sowie im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) intensivieren und optimieren. Zu diesem Zweck haben Landesverkehrsminister Christian Pegel, Nordwestmecklenburgs Landrätin Kerstin Weiss, ihr Amtskollege in Ludwigslust-Parchim Rolf Christiansen und Schwerins Oberbürgermeister Rico Badenschier eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

„Unser aller Ziel ist ein noch besseres, ein noch stärker an der Nachfrage der Kunden orientiertes Angebot bei Bussen und Bahnen für Westmecklenburg. Diese Region umfasst mit den beiden Landkreisen und der Landeshauptstadt drei Aufgabenträger für den ÖPNV. Mit dem Land, das für den SPNV zuständig ist, sind es vier. Um das Angebot über Stadt- und Landkreisgrenzen hinaus zu optimieren, müssen alle vier Hand in Hand gehen. Diese engere Zusammenarbeit haben wir heute mit unserer Unterschrift unter dieser Kooperationsvereinbarung schriftlich besiegelt“, sagte Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung des Landes.

„Unsere Fahrgäste, vor allem die Pendler, machen ja nicht an Landkreis- oder Stadtgrenzen Halt. In ihrem Sinne streben wir eine stärkere Harmonisierung an, zum Beispiel bei der Fortschreibung des Regionalen Nahverkehrsplans Westmecklenburg“, fügte Landrat Rolf Christiansen hinzu. Und seine Kollegin Kerstin Weiss ergänzte: „Uns alle eint das Ziel, Hürden für die Fahrgäste zu reduzieren und die Qualität des Angebots von Bus und Bahn weiter zu steigern. Zudem soll die Gründung eines Verkehrsverbunds für die Region diskutiert werden.“ Voraussetzung dafür ist ein positives Ergebnis einer noch einzuholenden gutachterlichen Einschätzung zu einem solchen Verbund. „Unsere Verkehrsunternehmen werden selbstverständlich an den Entscheidungen beteiligt“, kündigte Kerstin Weiss an.

Zu den wichtigsten geplanten gemeinsamen Maßnahmen der Kooperationsvereinbarung gehören insbesondere die Abstimmung der Verkehrsleistungen und des Verkehrsangebots und tarifliche Kooperationen. „Unser Ziel ist ganz klar ein gemeinsamer Tarif für Westmecklenburg, weil wir mehr Fahrgäste für die öffentlichen Verkehrsmittel gewinnen wollen. Dazu werden wir die Verkehrsplanung enger aufeinander abstimmen. Im Mittelpunkt steht dabei ein attraktives Angebot für die Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt und der Landkreise mit optimalen Anschlüssen und Umsteigepunkten sowie einer einheitlichen Fahrplan- und Preisauskunft und Fahrgastinformation in Echtzeit“, so Schwerins Oberbürgermeister Rico Badenschier.

Auf Grundlage des Kooperationspapiers werden sich die Fachvertreter der Aufgabenträger nun über die konkreten nächsten Schritte beraten und einen Zeitplan erarbeiten.

Landesunterstützung für Kindertagespflege bundesweit vorbildlich

Berlin – Auf Einladung der Bundesvorsitzenden Inge Losch-Engler nahm Sozialministerin Stefanie Drese an der Jubiläumsfeier „40 Jahre Bundesverband für Kindertagespflege“ in Berlin teil. Auch Familienministerin Dr. Franziska Giffey hat ihr Kommen angekündigt.

„Die Kindertagespflege ist eine wertvolle Betreuungs- und Förderform und wichtiger Teil des qualifizierten, vielfältigen und integrierten Systems der Kindertagesförderung in Mecklenburg-Vorpommern. Sie steht für die Landesregierung gleichberechtigt neben der Betreuung und frühkindlichen Bildung in unseren Kitas“, betonte Drese anlässlich der Jubiläumsveranstaltung.

Gerade im ländlichen Bereich und für Kleinkinder ist nach Ansicht der Ministerin die Arbeit der Tagesmütter und Tagesväter unersetzbar. So sei der Anteil von Kindern unter drei Jahren, die in Kindertagespflege betreut werden, in Mecklenburg-Vorpommern mit etwa 10 Prozent bundesweit am höchsten.

Drese: „Deshalb ist die kontinuierliche Verbesserung der Qualität in der Kindertagespflege ein wichtiges Anliegen für mich. Dazu gehören Hilfen meines Ministeriums für den Aufbau von Vertretungsregelungen bei Ausfall der Tagespflegeperson in den Landkreisen und der Landeshauptstadt Schwerin.“ Darüber hinaus findet eine Fort- und Weiterbildungsoffensive des Landes in der Kindertagespflege statt.

Viel Lob für dieses Maßnahmenpaket gibt es dafür vom Bundesverband für Kindertagespflege. Nach Aussage des Bundesgeschäftsführers Heiko Krause ist das Land Mecklenburg-Vorpommern bundesweit vorbildlich bei der Unterstützung der Kindertagespflege. So unterstütze das Land als erstes Bundesland überhaupt die zuständigen Jugendämter bei der Einführung von flächendeckenden Vertretungsmodellen und der 300-Stunden-Qualifizierung nach dem Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege (QHB).

Das Land beteiligt sich an den allgemeinen Kosten der Förderung von Kindern in Kindertagespflege in der gleichen Höhe wie bei Kindertageseinrichtungen. Die seit dem 1.1.2018 greifende Elternentlastung des Landes in Höhe von bis zu 50 Euro monatlich für die Kita gilt analog für Eltern, deren Kind bei einer Tagesmutter oder einem Tagesvater betreut wird. Auch die zum 1.1.2019 geplante Geschwisterkind-Regelung gilt für Kita und Kindertagespflege.

Leuchtturmweg im Darßwald wurde für 400.000 Euro umgestaltet

Prerow – Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus übergab heute Nachmittag in Prerow einen modernisierten Abschnitt des Leuchtturmweges im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft offiziell seiner Bestimmung. Der erneuerte Weg im Darßwald – er führt zu Leuchtturm und Natureum Darßer Ort – steht nun Radlern, Wanderern und Versorgungsfahrzeugen offen; der parallel verlaufende vormalige Rad- und Wanderweg wurde für Reiter und Kutschen hergerichtet.

Für den Ausbau des 1400 Meter langen und nun drei Meter breiten Wegabschnittes waren die alten Betonplatten aufgenommen, recycelt und anschließend als Tragschicht wieder eingebracht worden. Die Deckschicht ist wasserdurchlässig und entspricht damit den Anforderungen eines Nationalparks und hier zugleich denen eines NATURA 2000-Gebietes. In die Umgestaltung wurden rund 400.000 Euro aus Mitteln des Fonds für Großschutzgebiete (GSG) im Europäischen Fonds zur Entwicklung ländlicher Räume (ELER) investiert.

„Dieses Projekt ist eines der ersten, das über den neuen Erlass „GSG-Infrastruktur“ finanziert wurde. Darauf können wir stolz sein“, sagte Minister Backhaus.

Der neue Erlass ermöglicht es den Nationalparks, Biosphärenreservaten und Naturparks, Vorhaben unter Einsatz von 75 Prozent EU-Fördermitteln aus dem ELER-Fonds sowie von 25 Prozent Landesmitteln zu finanzieren. Bezogen auf die gesamte Förderperiode stehen dafür rund 6 Mio. Euro zur Verfügung. Bisher wurden 22 Projekte bewilligt, darunter auch die Modernisierung des Leuchtturmweges.

Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft sei die Umsetzung weiterer Projekte aus dem Fonds angedacht, darunter die Sanierung des Wegeabschnitts zwischen Leuchtturmweg und Zeltplatzstraße für rund 235.000 Euro, berichtete der Minister. „Von diesen Maßnahmen versprechen wir uns positive Effekte für die heimischen Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe und damit für die gesamte Region“, sagte er.

Im vergangenen Jahr kamen ca. 176.000 Gäste in den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, um zu Führungen, Vorträge, Workshops und die Infozentren zu besuchen. Die tatsächliche Besucherzahl des Nationalparks liegt weit darüber.

Das Landwirtschaftsministerium unterstützt die Region seit vielen Jahren über die Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung. Im Amtsbereich Fischland Darß/Zingst wurden seit dem Jahr 2000 durch das Ministerium 199 Vorhaben mit mehr als 7,1 Millionen Euro Fördermitteln unterstützt, darunter zahlreiche Wegebau- und Dorferneuerungsmaßnahmen, der Bau einer Kindertagesstätte oder die Sanierung der Fischerkirche.

Insgesamt wurden 6.700 Projekte mit als 190 Millionen Euro seit 2007 im Landkreis Vorpommern-Rügen gefördert.

Schwesig eröffnet Ausstellung „Blumengrüße aus Russland“

Rostock – „Kunst verbindet die Menschen. Über Grenzen hinweg. Ich bin sicher: Kunst und Kultur können unsere Völker enger miteinander verbinden. Sie können für gegenseitiges Verständnis sorgen und einen friedlichen Austausch befördern“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Blumengrüße aus Russland“, die sie gemeinsam mit dem Botschafter der Russischen Föderation Sergej J. Netschajew in der Rostocker Kunsthalle vorgenommen hat.

Es sei ihr ein persönliches Anliegen, auch auf anderen Gebieten noch mehr Kontakt zwischen den Regionen zu bekommen, betonte Schwesig. „Beim Austausch zwischen Schulen und Hochschulen, Städten und Gemeinden und auf dem Gebiet der Kultur.“

Die Regierungschefin ging auf die langjährigen Beziehungen zwischen Mecklenburg-Vorpommern und dem Leningrader Gebiet ein: „Unser Land und Russland verbindet seit vielen Jahren ein intensiver Austausch. Seit 2002 verbindet uns eine besondere regionale Partnerschaft mit dem Leningrader Gebiet. Und die hat sich hervorragend entwickelt. Gerade auf wirtschaftlichem Gebiet gibt es immer wieder neue gemeinsame Projekte und Unternehmungen. Russland war im vergangenen Jahr unser drittwichtigster Handelspartner.“

Die aktuelle internationale Lage erfülle viele Menschen mit Sorge. Schwesig: „Ich bin überzeugt: Es ist gerade in schwierigen Zeiten wichtig, in Kontakt zu bleiben und gemeinsam Chancen zum Wohle der Menschen zu nutzen. Deshalb steht für mich an erster Stelle, dass wir im Dialog mit Russland bleiben. Es ist besser, Konflikte im Dialog zu lösen.“

Lehrer werden in MV: Zusätzlicher Einstellungstermin für das Referendariat

Ministerin Hesse: Wir müssen unsere Lehramtsstudierenden im Land halten

Schwerin – Absolventinnen und Absolventen der Lehrämter an Grundschulen und an Regionalen Schulen können ihr Referendariat in diesem Jahr am 1. Oktober beginnen. Das Land schafft neben dem 1. Februar und 1. August einen dritten Einstellungstermin. Insgesamt sind 200 Plätze für das Referendariat in den beiden Lehrämtern vorgesehen: 100 Plätze für das Lehramt an Grundschulen und 100 Plätze für das Lehramt an Regionalen Schulen. Für die Absolventinnen und Absolventen der Lehrämter für Sonderpädagogik und für das Lehramt an beruflichen Schulen soll es Nachausschreibungen geben.

„Im laufenden Semester wollen viele Studierende an der Universität Rostock ihr Lehramtsstudium abschließen und möglichst nahtlos ein Referendariat beginnen“, erläuterte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Viele Studierenden haben bemängelt, dass einige Prüfungen zum Ersten Staatsexamen erst im September stattfinden. Damit wäre ein nahtloser Übergang nicht möglich. Wir nehmen diese Kritik sehr ernst und haben mit dem weiteren Einstellungstermin eine gute Lösung geschaffen. Wir müssen unsere Lehramtsstudierenden im Land halten, weil Mecklenburg-Vorpommern einen Bedarf an gut ausgebildeten Lehrkräften hat“, betonte Hesse.

Die Ausschreibungen für das Referendariat für das Lehramt an Grundschulen und für das Lehramt an Regionalen Schulen sollen voraussichtlich in der kommenden Woche erfolgen. Der Vorbereitungsdienst dauert 18 Monate. Die freien Plätze sind im Karriereportal für den Schuldienst in Mecklenburg-Vorpommern unter www.Lehrer-in-MV.de einsehbar.

Das Zentrum für Lehrerbildung der Universität Rostock (ZLB) bietet angehenden Lehrerinnen und Lehrern eine Informationsveranstaltung an, bei der sie alle Einzelheiten zum Referendariat an den Schulen erfragen können. Das Thema: „Wege in den Vorbereitungsdienst & Informationen zur derzeitigen Bedarfslage für die Einstellung von Lehrkräften in Mecklenburg-Vorpommern“. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 17. Mai 2018, im Arno Esch Hörsaal II auf dem Ulmencampus statt (17:15 – 18:45 Uhr).

Weiterer Flächenzuwachs im Ökolandbau

Schwerin – Die ökologisch bewirtschaftete landwirtschaftliche Anbaufläche in Mecklenburg-Vorpommern wuchs im Jahr 2017 um 7.266 Hektar auf insgesamt 139.469 Hektar. In den vergangenen drei Jahren war bei der ökologischen Anbaufläche ein Zuwachs von insgesamt mehr als 20.000 Hektar zu verzeichnen. Das gab der Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus, in dieser Woche auf einer Zusammenkunft mit Vertretern der ökologischen Anbauverbände bekannt. „Damit liegt der Öko-Anteil an der landwirtschaftlich genutzten Fläche im Land bei 10,4 Prozent. Das ist ein Spitzenwert im Vergleich zum Bundesschnitt von 8,2 Prozent“, sagte der Minister.

Zum 31.12.2017 waren Mecklenburg-Vorpommern 1.143 Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft – sie umfassen Unternehmen der Landwirtschaft, der Verarbeitung, der Futtermittelwirtschaft und des Handels – entsprechend der EU-Öko-Verordnung zertifiziert. Mit nunmehr 882 biozertifizierten Landwirtschaftsbetrieben wirtschaftet fast jeder fünfte Betrieb im Land, das sind ca. 18 Prozent, ökologisch.

„In der aktuellen Förderperiode bis 2020 wurden die Fördermittel zur Honorierung der ökologischen Wirtschaftsweise von 135 Millionen Euro auf 168 Millionen Euro angehoben. Damit werden wir weitere Flächenzugänge fördern können“, sagte der Minister. Für bereits bestehende Verpflichtungen sind für diese Förderperiode bisher 148 Millionen Euro gebunden.

Weitere Themen, die mit den ökologischen Anbauverbände beraten worden sind, waren u.a.:

Ausrichtung der Förderpolitik ab 2020 – Vorschläge aus MV
Förderung der Tierhaltung auf dem Grünland
Berufsausbildung
Beratung
Agrarinvestitionsförderungsprogramm
Förderung des Absatzes von Öko-Produkten u.a. in der Außerhausverpflegung
Wettbewerb „Bestes Bio aus MV“, Resümee für 2017 und Ausblick für 2019

„Nur durch ein Bündel an Maßnahmen gelingt es, den Ökologischen Landbau nachhaltig zu unterstützen und zu fördern. Beratung, Forschung und Vernetzung sind dabei wesentliche Instrumente“, so Bakhaus. Dem Landwirtschaftsministerium sei es mit dem Landesprogramm „Öko-Kompetenz Mecklenburg-Vorpommern 2020“ gelungen, die den ökologischen Landbau in Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich auszubauen.

Der ökologische Landbau genießt in der Agrarpolitik der Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern einen hohen Stellenwert. Dieser Stellenwert ergibt sich insbesondere aus den hohen Tierschutz- und Umweltanforderungen der ökologischen Wirtschaftsweise. Aufgrund dieser Bedeutung soll der ökologische Landbau im Land Mecklenburg-Vorpommern weiter entwickelt werden.

Quantitatives Ziel der Landesregierung ist es, den Anteil der ökologisch bewirtschafteten landwirtschaftlichen Fläche mittelfristig auf 150.000 ha auszuweiten. Bis 2020 ist ein jährlicher Zuwachs von ca.. 5.000 ha geplant. Die agrarpolitischen Rahmenbedingungen sollen maßgeblich dazu beitragen, den ökologischen Landbau in Mecklenburg-Vorpommern zu konsolidieren, zu stabilisieren und als Markenzeichen des Landes weiter zu entwickeln.

Das Landesprogramm für den ökologischen Landbau verfolgt strategisch das Ziel, die Eigenschaft „Regionalität“ aus dem Gesundheits- und Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern deutlich mit der Eigenschaft „aus ökologischem Landbau und ökologischer Tierhaltung“ zu verbinden. Nicht zuletzt ist eine stärkere Verbraucherinformation zu den Leistungen der Landwirtschaft beim Produktkauf über entsprechende Marketingkonzepte erforderlich.