Von Jugendarbeit bis Altersheim – „Ein Tag mit…“ einem Seelsorger in Vorpommern

Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) begleitet in ihrem Aktionsjahr Beschäftigte des Geschäftsbereichs: „Ein engagierter Pastor ist wertvoll für die Gemeinde“

Justizministerin Katy Hoffmeister im Pfarrgarten Ranzin

Justizministerin Katy Hoffmeister im Pfarrgarten Ranzin

Züssow – „Einen Tag lang einen Pastor zu begleiten, bringt die breite Palette des Alltags der Gesellschaft ans Licht. Eine Pastorin oder ein Pastor ist Prediger, Seelsorger, Organisator und Veranstalter in einer Person. Das hat mich im vorpommerschen Züssow sehr beeindruckt, als ich Pastor Dr. Ulf Harder einen Tag lang begleiten durfte“, sagte Justizministerin Hoffmeister nach ihrer fünften Station im Rahmen ihres Aktionsjahres „Ein Tag mit…“

„Als zuständige Ministerin für Kirchenangelegenheiten wollte ich mir einen Einblick in ein Gemeindeleben verschaffen. Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den Bundesländern, in denen der christliche Glaube nicht so stark gelebt wird. Eine Pastorenstelle ist dennoch ein unverzichtbarer Anlaufpunkt für alle in den Gemeinden. Das wurde heute schon zu Beginn des Tages beim Gottesdienst und anschließenden Einzelgesprächen im Senioren- und Pflegeheim Gottfried-Janczykowsky-Haus Züssow deutlich. Großartig ist auch der Einsatz der Kirchgemeinde für den Verein, der den alten Pfarrgarten Ranzin in eine Streuobstwiese verwandelt.“ Als Doberanerin übernahm die Ministerin dort die Patenschaft für einen Apfelbaum namens „Doberaner Renette“.

Die evangelische Kirchengemeinde Züssow-Zarnekow-Ranzin hat ca. 1.200 Mitglieder. Pastor Ulf Harder und sein Kollege halten in sechs Orten Gottesdiene, in vier Orten stehen Kirchen. Nach eigenen Angaben ist er nahezu täglich unterwegs. Eine weitere halbe Pfarrstelle in der Kirchengemeinde bekleidet noch Gemeindepastor Christof Rau, der zugleich auch für die regionale Jugendarbeit zuständig ist. Justizministerin Hoffmeister: „Gestartet sind wir in den Tag im Altenheim, beendet haben wir ihn mit der Jugendarbeit. Das zeigt, für den Zusammenhalt in einer Gemeinde ist ein engagierter Pastor überaus wertvoll.“

Kundenbefragung zum Einzelhandelsangebot in M-V startet nach Pfingsten

Schwerin – Die Digitalisierung stellt den stationären Einzelhandel und damit die Händler vor Ort vor große Herausforderungen. Bereits heute tätigen die Deutschen gut zehn Prozent ihrer Einkäufe online, Tendenz steigend (Quelle HDE Monitor, 2018). Wie dies in einzelnen Regionen aussieht, dazu gibt es bislang keine verlässlichen statistischen Daten. Zudem ist nicht gesichert, dass sich bundesweite Durchschnittswerte überhaupt auf Mecklenburg-Vorpommern mit seiner deutlich unter Bundesschnitt liegenden Einwohnerdichte, der wesentlich stärker durch ländliche Räume geprägten Struktur und den damit verbunden längeren Wegen übertragen lassen. Deshalb hat das Energieministerium unter dem Dach des Dialogforums Einzelhandel Mecklenburg-Vorpommern eine Studie mit dem Titel „Bedeutung der Digitalisierung für die Entwicklung der Einzelhandels- und Versorgungsstruktur in Mecklenburg-Vorpommern“ in Auftrag gegeben. Die Untersuchung wird von der IFH Köln GmbH in Kooperation mit der Betriebswirtschaftlichen Beratungsstelle des Einzelhandels Köln (BBE) durchgeführt.

Kern der Studie ist eine etwa 15-minütige telefonische Befragung der Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns, die am Dienstag (22.05.2018) beginnt und sich über etwa acht Wochen ziehen wird. Analysiert werden soll dabei das Online-Nutzerverhalten von mindestens 4.000 Befragten, aussagekräftig differenziert nach Bevölkerungs-, Alters- und Branchengruppen sowie nach Wohnorten in Städten und ländlichen Regionen.

„Wir wollen herausfinden, wie ‚online-affin‘ die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern sind: Wie viel Kaufkraft wird bereits heute durch den digitalen Handel gebunden, welche Produkte werden vornehmlich online oder im Geschäft vor Ort erworben und wie wirken sich regionale und Altersunterschiede auf das Kaufverhalten aus? Diese Fragen müssen wir klären, um den stationären Einzelhandel als Mittelpunkt des öffentlichen Lebens in den Innenstädten und Ortszentren fit zu machen für die Digitalisierung“, gibt Minister Christian Pegel das Ziel der Studie vor.

Untersucht wird auch, wie zufrieden die Einwohner mit den digitalen Angeboten im Handel sind, welche Erwartungen sie an diesen haben und ob eine gemeinsame Präsentation der lokalen Händler im Netz Lösungen für die Probleme in den Innenstädten bieten kann. Die Gutachter sollen zudem die Online-Umsätze in den einzelnen Branchen ermitteln, differenziert nach Größe und Funktion der Städte. Auch auf die Frage, wie der Einzelhandel im Hinblick auf die veränderte digitale Einzelhandelswelt aufgestellt ist, soll die Studie Antwort geben.

Aufbauend auf den Ergebnissen der Kundenbefragung erfolgt die eigentliche Arbeit. Zusammen mit dem beauftragten Gutachterteam wird das Ministerium Strategien und Konzepte für einen modernen, zukunftsfähigen Einzelhandel im Land entwickeln. „Benötigen wir künftig weniger Fläche für den stationären Handel oder eröffnen Kleinflächenkonzepte vielleicht neue Chancen für historische Innenstädte – auf diese und andere Fragen erhoffen wir uns Antworten“, so Minister Pegel. Den weiteren Zeithorizont schätzt er wie folgt ein: „Wir wollen noch in diesem Jahr erste aufschlussreiche Ergebnisse vorstellen. Dafür bitte ich die Menschen in unserem Land: Machen Sie mit und beteiligen Sie sich an der Telefonumfrage!“

Das „Dialogforum Einzelhandel Mecklenburg-Vorpommern“ wurde im Februar 2016 auf Initiative des Handelsverbandes Nord gegründet, als Plattform für einen breit angelegten Informations- und Diskussionsaustausch zwischen Politik, Verwaltung, Handel, Land, Kommunen, Wissenschaft und Verbrauchern. Gründungsmitglieder waren neben dem federführenden Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung der Handelsverband Nord, die Industrie- und Handelskammern des Landes, der Ostdeutsche Sparkassenverband und die kommunalen Spitzenverbände. Weitere Mitstreiter aus Politik, Verwaltung, Einzelhandel, Wirtschaft und Wissenschaft, aber auch Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich aktiv in den Dialog einzubringen.

Erdholländer Windmühle kann wieder mahlen

Steinhagen – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann übergibt am 21. Mai, dem traditionellen Mühlentag, an den Mühlenverein Steinhagen einen Förderzusage für die Sanierung der Rollbahn und der Mühlenhaube der Erdholländer Windmühle in Steinhagen im Landkreis Vorpommern-Rügen.

„Ich freue mich, dass wir die weitere Sanierung der achteckigen Erdholländer Windmühle mit 29 000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds unterstützen können. Sie ist mit über 250 Jahren eine der ältesten Holländerwindmühlen des Landes und damit neben der Kirche auch eines der ältesten Gebäude der Gemeinde. Das technische Denkmal gehört zum kulturellen Erbe Vorpommerns, das wir für die Einheimischen und Gäste erhalten wollen“, betonte Dahlemann bei der Übergabe des Bescheides.

Er würdigte die Arbeit des Mühlenvereins: „Der Verein, der sich extra gegründet hat, um die Mühle zu retten, leistet eine ganz hervorragende Arbeit. Das können wir auch wieder auf dem heutigen Mühlenfest feststellen, das die Vereinsmitglieder mit viel Engagement vorbereitet haben. Vielen Dank dafür.“

Traditionell wird der Pfingstmontag als Mühlentag begangen. Auch in diesem Jahr öffnen wieder 16 Wind-, Wasser- und Motorenmühlen im Land für die Besucherinnen und Besucher ihre Türen.

Gesundheitsminister fordert mehr Medizinstudienplätze in M-V

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe hat mehr Studienplätze für Medizin in Mecklenburg-Vorpommern gefordert. „Wenn wir weiterhin eine gute ärztliche Versorgung im Land wollen, dann müssen auch die Rahmenbedingungen stimmen. Das fängt mit einer guten Ausbildung an. Damit wir uns im bundesweiten Wettbewerb um Mediziner weiter behaupten können, sind mehr Studienplätze nötig. Das ist gerade angesichts einer sich demografisch verändernden Gesellschaft von immenser Bedeutung. Wir brauchen mehr Hausärzte und Fachärzte, vor allem auf dem Land. Mit unserem Medizinstipendium setzen wir Anreize für mehr Ärzte auf dem Land“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Insgesamt gibt es aktuell in Mecklenburg-Vorpommern rund 4.000 Medizinstudenten. Es gibt auf einen Studienplatz etwa vier Bewerber.

Glawe hat sich auch dafür ausgesprochen, die Zulassungsbeschränkungen für einen Studienplatz aufzubrechen. „Gute Noten sind das Eine. Wichtig sind vor allem auch die persönliche Qualifikation und kommunikative Fähigkeiten des angehenden Arztes. Was nützt ein `Einser-Abi´, wenn in Patientengesprächen am Ende nicht der richtige Ton getroffen wird“, so Glawe weiter. Der Minister plädierte darüber hinaus dafür, dass bei der Vergabe der Studienplätze auch berufliche Vorerfahrungen der Bewerber noch stärker berücksichtigt werden sollten.

Gesundheitsminister Glawe hat auch auf die Unterstützungsmöglichkeiten aufmerksam gemacht. Das Wirtschaftsministerium gibt an Medizinstudierende, die an einer Hochschule in Mecklenburg-Vorpommern immatrikuliert sind, ein Stipendium in Höhe von 300 Euro monatlich längstens für einen Zeitraum von vier Jahren und drei Monaten aus. Insgesamt stehen mindestens eine Million Euro für das Programm zur Verfügung. Die Medizinstudierenden verpflichten sich im Gegenzug, nach dem Studium und der entsprechenden Facharztausbildung für eine Dauer von mindestens fünf Jahren in ländlichen Regionen, sei es ambulant, im Krankenhaus oder im öffentlichen Gesundheitsdienst Mecklenburg-Vorpommerns, ärztlich tätig zu sein. Im März wurden die ersten 29 Stipendien von Glawe an der Universitätsmedizin in Greifswald (13 Stipendien) und an der Universitätsmedizin in Rostock (16 Stipendien) übergeben. „Daran wollen wir anknüpfen. Jetzt läuft die Antragsphase für das kommende Semester“, sagte Gesundheitsminister Glawe. Anträge für den nächsten Förderbeginn im Wintersemester 2018/2019 können bis zum 15. August 2018 eingereicht werden.

Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung sind in Mecklenburg-Vorpommern rund 1.200 Hausärzte (Stand Januar 2018) tätig, davon sind 120 hausärztliche Pädiater. Dabei sind 35 Prozent der Allgemeinmediziner und Kinderärzte 50 bis 59 Jahre alt, werden wahrscheinlich in sechs bis 15 Jahren in den Ruhestand gehen. „Da die anspruchsvolle Ausbildung eines Arztes Zeit braucht, wollen wir gegensteuern und aufzeigen, dass wir attraktive Arbeitsplätze für Mediziner im Land haben“, sagte Glawe.

Bäderdienst der Landespolizei eröffnet

Rostock – Im feierlichen Rahmen eröffnete der Minister für Inneres und Europa des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier, im Rostocker Stadthafen den Bäderdienst der Landespolizei 2018.

Vom 07. Mai bis zum 11. September 2018 werden insgesamt 202 Beamtinnen und Beamte der Landespolizei den Bäderdienst im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg und des Polizeipräsidiums Rostock wahrnehmen. Dies erfolgt durch die Umsetzung von 122 eigenen Beamten und mit der Unterstützung von 80 Bereitschaftspolizisten in den Urlaubsregionen.

„Unseren vielen Sommergästen möchten wir neben anderen Aspekten vor allem auch einen sicheren Urlaub in M-V ermöglichen. Dank der engagierten Beamtinnen und Beamten, die für den Bäderdienst nicht selten auf ihren eigenen Sommerurlaub verzichten, kann unsere Polizei in den Bäderregionen noch viel präsenter sein – zu Fuß, mit dem Fahrrad oder ganz klassisch mit dem Streifenwagen“, so Caffier.

Neben der konsequenten Durchsetzung polizeilicher Maßnahmen zielt das Konzept der Landespolizei darauf ab, mögliche Straftaten wie Sachbeschädigungen und Diebstahl, Körperverletzungen oder Landfriedensbruch durch sichtbare Präsenz vielfach schon im Vorfeld zu verhindern.

Mehr Begegnungsmöglichkeiten und Austausch zwischen Bevölkerung und Polizei sind dabei ein sehr willkommener Nebeneffekt. „Unsere Landespolizei legt großen Wert auf den direkten Kontakt zu den Menschen. Weil wir so ein noch besseres Gespür für die Lage bekommen, aber auch, weil für uns der kleine Schnack zwischendurch einfach dazugehört“, erklärte der Minister in seiner Rede.

Durch die gute Zusammenarbeit zwischen den örtlichen Polizeiinspektionen, den Kommunalbehörden und Präventionsräten sowie den regionalen Saisonräten, Campingwirten und anderen Akteuren der Tourismusbranche, welche bereits lange vor Saisonbeginn anfange, habe sich das detaillierte Sicherheitskonzept bereits seit 27 Jahren bewährt, führte Caffier aus. Der guten Vorbereitung und vertrauensvollen Zusammenarbeit sei es zu verdanken, dass statt besonderer Vorkommnisse im Rahmen des Bäderdienstes vielmehr zahlreiche positive Reaktionen auf die Bäderpolizei zurückgemeldet würden.

Untermalt wurde die Rede von Minister Caffier von den Klängen der Dixieland-Jazz-Band des Landespolizeiorchesters, die somit auch den Gästen des MV-Tags 2018 im Rostocker Stadthafen eine kleine Darbietung ihres Könnens präsentierte.

Der Minister nutzte wie Gäste und zahlreiche Besucher auch die Gelegenheit, sich über die präsentierten Fahrzeuge und Einsatzmittel der Polizei zu informieren und mit den Polizeibeamtinnen und –beamten ins Gespräch zu kommen.

Schwesig: Wir haben allen Grund, unser schönes Bundesland zu feiern

Rostock – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute in Rostock den Mecklenburg-Vorpommern-Tag eröffnet: „Ich freue mich, dass wir unseren Mecklenburg-Vorpommern-Tag in diesem Jahr in Rostock feiern. Natürlich auch wegen des großen 800. Jubiläums der Hanse- und Universitätsstadt.“

Der MV-Tag werde seinem Motto „Vielfalt entdecken im Land zum Leben“ garantiert gerecht. Diese Vielfalt wollen wir mit den unterschiedlichsten Angeboten sichtbar machen.“ Es gäbe jede Menge Veranstaltungen, Konzerte und Ausstellungen. „Wie die Landesregierung mit ihrer Landesmeile präsentieren sich auch die Landkreise und kreisfreien Städte, Vereine und Verbände, Polizei, THW und Bundeswehr. Bühnenprogramme und verschiedene Aktionen bieten viel Information und gute Unterhaltung. Es ist selbstverständlich, dass auch alle Ministerinnen und Minister mit dabei sind.“

In Rostock könne man sehr gut sehen, wie sich das Land insgesamt entwickelt habe. „Wir sind heute ein hochattraktives Land mit wunderschön sanierten Städten und Dörfern, mit der traumhaften Natur ringsherum, mit sehr guten Standortbedingungen für die Wirtschaft, der niedrigsten Arbeitslosenquote seit der Deutschen Einheit, einer starken Wissenschaftslandschaft und einer großen kulturellen Vielfalt. Mecklenburg-Vorpommern ist schon lange kein Geheimtipp mehr, wenn es um Urlaub oder Investitionen geht. Wir sind ein Land zum Leben und Arbeiten“, betonte die Regierungschefin.

Schwesig: „Ich freue mich auf die nächsten beiden Tage. Wir haben allen Grund, uns und unser Land kräftig zu feiern. Es wäre schön, wenn möglichst viele Mecklenburger und Vorpommern, aber auch viele unserer Gäste mit dabei sind, sich umsehen, mitmachen und Spaß haben. Der Mecklenburg-Vorpommern-Tag ist eröffnet.“

Landwirtschaftsministerium beim MV-Tag 2018 in Rostock vor Ort

Rostock – An diesem Wochenende präsentiert sich die Landesregierung im Rahmen des MV-Tages 2018 in Rostock. Alle Ministerien stellen sich dabei in einem „Pavillondorf“ den interessierten Besuchern vor.

Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt präsentiert in diesem Jahr unter anderem das Thema „Küstenschutz“. Einen Schwerpunkt bildet wie gewohnt die Präsentation der Landesforstanstalt. Dort können sich die Gäste des Pavillons mit dem „Erlebnisort Wald“ vertraut machen. Außerdem kann man Wissenswertes über außergewöhnliche Obstarten für den Kleingarten sowie das Anlegen und die Pflege von Streuobstwiesen erfahren.

Neben der Landesforstanstalt wird das Ministerium dabei auch unterstützt von der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei, dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt, der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung in MV sowie der Verbraucher­zentrale.

Wer einmal auf Tuchfühlung mit dem Minister Dr. Till Backhaus gehen will, der hat dazu am 19.05.2018 Gelegenheit. In der Zeit von 13.00 – 15.00 Uhr wird der Minister persönlich vor Ort sein und den Pavillon seines Hauses besuchen.

MV-Tag: E-Mobilität, Digitalisierung und Verkehrssicherheit zum Anfassen

Rostock – Einem Elektroauto unter die Motorhaube schauen, mit einer Virtual-Reality-Brille die Arbeitswelt 4.0. erkunden oder die eigene Reaktionszeit an einem Verkehrssimulator testen können Besucherinnen und Besucher beim MV-Tag am Stand des Energieministeriums. Am kommenden Pfingstwochenende geben wir gemeinsam mit den anderen Ressorts der Landesregierung auf dem Rostocker Neuen Markt einen Einblick in unsere Arbeit.

„Wir haben in unseren drei Pavillons die Landesenergieagentur, das Datenverarbeitungszentrum M-V und die Landesverkehrswacht zu Gast und rücken so gemeinsam die Themen Elektromobilität, Digitalisierung und Verkehrssicherheit in den Mittelpunkt. Nicht nur die blanke Theorie, sondern zum Anschauen, Anfassen und Ausprobieren“, sagt Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern. Wichtig ist ihm als Familienvater wie in jedem Jahr, dass auch den jüngsten Besuchern etwas geboten wird. Vor allem für Kinder im Schulalter bringt das Datenverarbeitungszentrum den Lerncomputer Calliope zum Testen mit. „Selbstverständlich können Sie den Mitarbeitern des Energieministeriums und seiner Partner auch theoretische Fragen stellen oder sich beispielsweise zu Fördermöglichkeiten im Energie- und Klimaschutz beraten lassen“, wirbt Christian Pegel für einen Besuch.

Am Kanonsberg und auf dem Kröpeliner-Tor-Vorplatz sind zudem die Landesstraßenbauverwaltung und die Verkehrswacht mit großem Gerät präsent. So stellt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr u.a. Fahrzeuge vor, die für die Arbeit eines Straßenmeisters unabdingbar sind – und dem einen oder anderen vielleicht Lust machen, mehr über diesen Beruf zu erfahren.

Die Ausstellungsbereiche sind am Sonnabend von 10, am Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. „Kommen Sie vorbei, gucken Sie, probieren Sie, fragen Sie. Wir freuen uns auf Ihren Besuch“, lädt Christian Pegel ein. Er selbst wird am Sonntag von elf bis zwölf Uhr am Stand des Ministeriums auf dem Neuen Markt vorbeischauen und gern mit anderen Besuchern ins Gespräch kommen.

Gottesgabe erhält Zuschuss für Umrüstung der Straßenbeleuchtung

Gottesgabe – Die Gemeinde Gottesgabe (Landkreis Nordwestmecklenburg) erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 31.000 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die vorhandenen 140 Natriumdampflampen in Gottesgabe, Klein Welzin und Groß Welzin sollen durch 140 LED-Leuchten ersetzt werden. Dadurch können jährlich rund 37.000 Kilowattstunden Strom und ca. 30 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern profitiert stärker als andere Bundesländer vom Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau. Rund 1,3 Milliarden Euro sollen in schnelle Internetverbindungen investiert werden, überwiegend aus Bundes- und Landesmitteln finanziert. Der Kommunale Eigenanteil beträgt 10% und wird durch den Kommunalen Aufbaufonds M-V getragen.

Die Landkreise fungieren im Förderverfahren des Breitbandausbaus in Mecklenburg-Vorpommern als Antragsteller für die Ausbauprojekte in ihrem Kreisgebiet.

Im 2. Call (Förderaufruf) des Bundesförderprogramms Breitband enthielten die vorläufigen Zuwendungsbescheide des Bundes für die Landkreise umfangreiche Auflagen. Um diese Auflagen zu erfüllen, mussten detailliertere Netzpläne erstellt und die dazugehörenden Wirtschaftlichkeitsberechnungen vorgenommen werden. Mit der Erarbeitung dieser Unterlagen wurde die TÜV Rheinland Consulting GmbH beauftragt. So konnten die geforderten Daten qualitäts- und termingerecht übermittelt und die Mittelbereitstellung seitens des Bundes gesichert werden. Die den Landkreisen dadurch entstandenen Zusatzkosten werden durch das Land zu 100 %gefördert.

So erhält der Landkreis Vorpommern-Greifswald bezogen auf 7 Projektgebiete Fördermittel in Höhe 86.590,35 EUR. Innenminister Lorenz Caffier übergab dazu heute in Anklam den Förderbescheid an die Landrätin Frau Dr. Barbara Syrbe.

„Die Antragstellung ist hoch komplex, weil eine Vielzahl von Daten zur tatsächlichen Versorgungssituation, zu den künftigen Übertragungsbedarfen, zu den veranschlagten Kosten usw. erhoben und abgeglichen werden müssen“, so der Minister. „Da ist es nur folgerichtig, dass wir die Landkreise auch finanziell dabei unterstützen, die Voraussetzungen zu erfüllen, um für ihre Ausbauprojekte in den Genuss des Bundesförderprogramms zu kommen.“

Gespräch zur künftigen Verpachtung der Binnengewässer

Schwerin – Eine europaweite Ausschreibung von Gewässern in Mecklenburg-Vorpommern zum Höchstgebot ist nicht das Ziel der Landesregierung. Das versicherte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus dem Landesverband der Binnenfischer und dem Landesanglerverband. Damit widersprach er anderslautenden Informationen in der Vergangenheit. Vielmehr sei eine transparente Vergabe der Flächen auf der Grundlage der Konzepte der wirtschaftlich erfolgreichen Binnenfischereiunternehmen sowie die Nutzung der Gewässer durch den Landesanglerverband weiterhin das Ziel der Landesregierung.

Sobald die Hinweise des Landesrechnungshofes zur zukünftigen Verpachtungspraxis vorliegen, werde eine zeitnahe Verpachtung angestrebt, um den Unternehmen und den Verbandsmitgliedern langfristige Planungssicherheit zu ermöglichen.

„Wir wollen, dass erfolgreiche Unternehmen, die in der Vergangenheit viel investiert haben, sich weiterentwickeln können. Und wir werden solchen Unternehmen, die bisher nur auf Verschleiß gefahren sind, deutlich machen, wie sie bestehende Wertschöpfungspotentiale nutzen können, wenn sie weiterhin Gewässer pachten wollen.“ Ziel müsse mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung der Binnenfischerei und auf den nachhaltigen Tourismus auch außerhalb der Tourismuszentren eine ökologisch und ökonomisch nachhaltige Gewässernutzung sein.

Stimmen für die Bienen

Berlin – Zum Weltbienentag am 20. Mai 2018 hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) heute schon nach Berlin eingeladen, um für Bienen und alle Insekten zu kämpfen. Im Rahmen einer Aktion übergeben BUND-Aktivisten rund 180.000 Unterschriften zum Schutz von Bienen und anderen Bestäubern an das Bundesumweltministerium. Mit blühenden Wiesen, Pflanzaktionen, Aktivisten in Bienenkostümen und Informationen rund um das Thema „A place to bee“ demonstriert der BUND, dass effektive Maßnahmen zum Schutz der Bienen und Insekten dringend nötig sind.

„Der anhaltende Insektenschwund hat dramatische Ausmaße angenommen. Es ist höchste Zeit zum Handeln“, sagt Olaf Bandt, Bundesgeschäftsführer für Politik und Kommunikation beim BUND anlässlich der Unterschriftenübergabe. So schrumpft die artenreichste Tiergruppe sowohl bei den Arten als auch bei den Tieren pro Art. Um 75 Prozent nahm die Biomasse der Insekten in den letzten 27 Jahren ab. „Wir fordern von der Bundesregierung weitreichende, effektive und sofortige Maßnahmen für die Bienen und alle Insekten. So ist über die Hälfte der heimischen Wildbienen in ihrem Bestand gefährdet. Gerade für den Menschen ist der Schutz der kleinen Bestäuber überlebenswichtig. Zwei Drittel unserer Nahrungsmittel sind auf Bestäubung durch zum Beispiel Bienen angewiesen“, so Bandt weiter. Die weltweite Bestäubungsleistung von Nutzpflanzen wird auf 200 bis 500 Milliarden Euro geschätzt. Ebenso wichtig ist die Bestäubung von Wildpflanzen, denn diese sind die Grundlage für sehr viele Insekten, Vögel und Säugetiere. Mit dem massenhaften Insektenschwund ist das Funktionieren des Ökosystems in Gefahr.

„Besonders in intensiven Agrarlandschaften ist die Artenvielfalt durch Monokulturen, Pestizideinsatz und den Verlust von Lebensräumen in einem großen Maße zurückgegangen. Dabei ist gerade die Landwirtschaft auf Bestäuber angewiesen“, sagt der BUND-Geschäftsführer. Die wichtigsten Maßnahmen zum Schutz der kleinen Lebewesen sind: deutliche Reduktion der Pestizidmenge, Verbot von bienengefährlichen Wirkstoffen wie Neonikotinoide und von Ackergiften wie Glyphosat, Schutz und Schaffung wichtiger Lebensräume wie Blühwiesen, Feldraine, Hecken und Streuobstwiesen. Außerdem muss das Zulassungssystem für Pestizide grundlegend reformiert werden. Kombinationseffekte und Langzeitwirkung von Pestiziden werden momentan bei der Zulassung fast gar nicht berücksichtigt.

Der BUND hatte gemeinsam mit der Aurelia-Stiftung bereits im April 2017 einen nationalen Bienenaktionsplan vorgestellt, der Maßnahmen zum Schutz von Honigbienen, Wildbienen und anderen Bestäubern auflistet. Zeitgleich startete die Unterschriften-Aktion. Mehr als 180.000 Menschen haben bis zum heutigen Tag teilgenommen und verlangen von der Regierung endlich unsere Insekten zu schützen. Über 63.000 Menschen fordern in einem weiteren Protestschreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel einen schnellen nationalen Ausstieg aus dem Einsatz von Glyphosat. „Wir freuen uns über das große Interesse der Bevölkerung am Schutz unserer Insekten“, sagt Bandt. „Das ist ein klares Signal an die Politik, im Interesse der Bürgerinnen und Bürger zu handeln.“

Positiv stimmen uns die Signale aus der Bundesregierung und von Bundeskanzlerin Merkel zum Thema Artenvielfalt und über die Bedeutung der Biene. Wir begrüßen und unterstützen das im Koalitionsvertrag verankerte Aktionsprogramm Insektenschutz. „Den schönen Worten müssen nun zügig konkrete Taten in Form von Gesetzen und Verordnungen folgen. Das Aktionsprogramm Insektenschutz muss ambitionierte, messbare Ziele und Maßnahmen enthalten und zügig umgesetzt werden“, erklärt Bandt. „Wir können uns nicht noch mehr Zeit lassen, mit dem Schutz der Bienen und der Artenvielfalt zu starten, sonst ist nichts mehr zum Schützen da.“

Start in die Badesaison: Informationen zu Badestellen im Land stehen online bereit

Schwerin – Die Badesaison startet in Mecklenburg-Vorpommern offiziell am Sonntag (20. Mai). „Die Küste, die Seen und Flüsse im Land laden Gäste und Einheimische zum Baden, Sport und Spiel ein. Die Qualität der Badegewässer ist größtenteils ausgezeichnet, das zeigen die regelmäßigen Überprüfungen. Für das Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern ist sauberes Badewasser und eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur an den Badestellen eine wichtige Voraussetzung dafür, eine entspannte und unvergessliche Urlaubszeit hier zu erleben“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern werden derzeit 497 Badegewässer hygienisch überwacht. Mindestens alle vier Wochen bis zum Ende der Badesaison am 10. September besichtigen die Gesundheitsämter jedes Badegewässer, entnehmen eine Wasserprobe, messen die Sichttiefe und den pH-Wert. Zugleich wird geprüft, ob Algen, Cyanobakterien oder andere Verunreinigungen das Badegewässer belasten. Die Wasserproben werden im Landesamt für Gesundheitsamt und Soziales M-V (LAGuS) mikrobiologisch auf die Indikatorkeime Intestinale Enterokokken und E. coli untersucht.

Aus 10.427 Analysen von mikrobiologischen Parametern über vier Jahre erfolgt dann eine statistische Einstufung der Badegewässer. Die Messungen haben ergeben, dass 91 Prozent aller Badegewässer (453) eine ausgezeichnete Qualität haben. Weitere sechs Prozent erhielten eine gute Einstufung. Weitere 13 Badegewässer haben eine ausreichende Qualität. „97 Prozent aller Badegewässer in Mecklenburg-Vorpommern sind als ausgezeichnet und gut bewertet worden. Das ist herausragende touristische Werbung, schließlich schätzen unsere Gäste neben der beeindruckenden Natur und dem gesunden Klima vor allem auch die vielfältigen Bademöglichkeiten“, sagte Glawe.

„Nur wenn das Baden in MV eine saubere Sache ist und bleibt, haben wir zufriedene Gäste und Gastgeber. Dafür analysieren unsere Fachleute mehr als 2.500 Proben“, sagt Dr. Heiko Will, Erster Direktor des LAGuS. Die Ergebnisse könne jeder vor Ort an der Badestelle einsehen.

Nach einer Auswertung des Qualitätsmonitors Deutschland-Tourismus (2016) entscheidet sich die Mehrzahl der Gäste für einen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern, weil sie Landschaft und Natur mögen (71,9 Prozent); die gute Luft und das gesunde Klima genießen wollen (59,6 Prozent); die Erholungsmöglichkeiten nutzen (53,1 Prozent) und weil die Gäste die Strand-(-bäder) und Bademöglichkeiten sowie die Seen sehr schätzen (50 Prozent).

Informationen zu jedem einzelnen Badegewässer sind auf der Badegewässerkarte im Regierungsportal, der Internetseite des Wirtschaftsministeriums unter https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/wm/gesundheit/badewasserkarte/ zu finden. Diese beinhalten unter anderem ein Kurzprofil, die Einstufung des Badegewässers, die aktuellen Untersuchungsergebnisse, Informationen zur Infrastruktur, wie Toiletten, Parkplätze, Kioske, Rettungsschwimmer. Alle Angaben können auch mobil auf dem Mobiltelefon oder Tablett über eine App erhalten werden. Unter https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/wm/gesundheit/gesundheitsland-mv/badewasser/ ist ein Link zur Badewasser App und ein Hinweis auf eine Liste für Badegewässer mit behindertengerechtem Zugang eingerichtet. Über den Link zum LAGuS gibt es diverse Empfehlungen rund ums Baden und zu den allgemeinen Baderegeln, die ebenso wie die Anweisungen der Rettungsschwimmer zu beachten sind.

Die Badewasserproben werden in der Zeit vom 01. Mai bis zum 10. September jeden Jahres alle vier Wochen durch die zuständigen Gesundheitsämter bei einer Mindestwassertiefe von 1,30 Meter unter der Wasseroberfläche entnommen. Das Wasser wird dann auf gesundheitliche Parameter wie Escherichia coli und Intestinale Enterokokken untersucht. Die Sichttiefe und der pH-Wert des Wassers spielen ebenso eine Rolle. Wird bei einer Probe der Höchstwert nach Badegewässerlandesverordnung überschritten, wird umgehend eine Nachprobe entnommen und geprüft, ob ein Badeverbot ausgesprochen werden muss.

Veranstaltungen im Naturerbe Zentrum Rügen

Freitag, 25. Mai 2018, 04.00 – 05.30 Uhr
Sonnenaufgang auf dem Baumwipfelpfad

Insel Rügen – Der Moment, in dem die Sonne hinter dem Horizont auftaucht, ist der vielleicht schönste am ganzen Tag. Bildet dabei die blaue Ostsee den Horizont und Rügens Boddenlandschaft die Kulisse, so ist dies ein ganz besonderes Erlebnis. Begleiten Sie uns an diesem Morgen über den Baumwipfelpfad zum Aussichtsturm „Adlerhorst“ und erleben Sie bei einem Glas Sekt einen exklusiven und spektakulären Sonnenaufgang über der Ostsee aus der Vogelperspektive.

Foto @ Erlebnis Akademie AG/NEZR

Preise: Erwachsene 15 €, Kinder (6-14 Jahre) 8 € / bei Familien zahlen die Eltern & das erste Kind, jedes weitere Kind ist frei

Treffpunkt: Naturerbe Zentrum Rügen, Kasse
Anmeldung unter: info@nezr.de oder telefonisch: 038393 / 66 22 00