LED-Beleuchtung für Güstrower Stadtmuseum und Wollhalle

Güstrow – Für die Umrüstung der Beleuchtung im Stadtmuseum und in der städtischen Wollhalle in Güstrow (Landkreis Rostock) erhält die Barlachstadt vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 39.650 Euro (Fördersatz 50 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Im Stadtmuseum und in der städtischen Galerie Wollhalle werden insgesamt 213 LED-Leuchten auf das vorhandene Schienensystem installiert. 150 vorhandene Leuchten werden im Stadtmuseum und 63 Leuchten in der Wollhalle ausgetauscht.

Ziel des Vorhabens ist es, den Stromverbrauch und damit auch die Kosten zu senken. Es können jährlich rund 40.000 Kilowattstunden Strom und 23,640 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Drese: Landesregierung wird ihrer Verantwortung für die Produktionsschulen gerecht

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese hat in der Landtagsdebatte am gestrigen Abend die Bedeutung der Produktionsschulen im Land hervorgehoben. „Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Integration von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit eingeschränkter oder fehlender Vermittlungsperspektiven in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt“, betonte die Ministerin.

Die Produktionsschulen haben sich nach Ansicht von Drese bewährt, weil sie flexibel und spezifisch auf Entwicklungen im Bereich der Berufsausbildung reagiert haben. Diese Flexibilität sei angesichts der veränderten Bedingungen auf dem Ausbildungsmarkt und beim Übergang von der Schule in den Beruf auch zukünftig wichtig und notwendig.

„Der aktuelle Ausbildungsmarkt hat sich mittlerweile zu einem Bewerbermarkt entwickelt“, sagte Drese. „Trotzdem reicht es nicht, mathematisch die unversorgten Bewerberinnen und Bewerber mit den offenen Ausbildungsstellen zu verrechnen. Vielmehr bedarf es nach wie vor zusätzlicher gezielter Unterstützungsmaßnahmen für junge Menschen mit Vermittlungshemmnissen damit der Übergang in die Ausbildung und damit in eine selbstbestimmte berufliche Zukunft gelingt“, so Drese.

Zu diesen Maßnahmen gehören nach Angaben von Ministerin Drese die Einstiegsqualifikation, das Berufsvorbereitungsjahr, die berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen und als wichtiges Auffangnetz auch die Produktionsschulen.

„Wir werden als Landesregierung unserer Verantwortung gerecht und übernehmen bereits jetzt einen Großteil der Kosten für die Produktionsschulen. Mit der Planung der Produktionsschulförderung bis 2022 in einem Gesamtvolumen von 16 Millionen Euro geht das Land deutlich über die ursprünglich im Operationellen Programm des ESF geplante Förderung bis 2019 in Höhe von zehn Millionen Euro hinaus“, verdeutlichte Drese.

Die Ministerin betonte weiter: „Wir verschaffen uns selbstverständlich auch weiterhin in regelmäßig stattfindenden Beratungen mit den Geschäftsführungen der Produktionsschulen, der Bundesagentur für Arbeit, dem Netzwerk der Bündnisse für Jugend und Beruf, der Vereinigung der Unternehmensverbände und dem Bildungsministerium einen Überblick über die Bedarfslage, die aktuelle Zielgruppe und die Wirkung der Produktionsschulmaßnahmen in Bezug auf eine Integration in Ausbildung bzw. Arbeit.“

Waldbrandgefahr steigt weiter – erstmals höchste Stufe erreicht

Schwerin – Erstmals in diesem Jahr wurde in Mecklenburg-Vorpommern die höchste Waldbrandgefahrenstufe festgesetzt. Das Leitforstamt Mirow hat für die Wälder im Südwesten des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte die Stufe 5 ermittelt und entsprechende Bereitschaftsdienste für Forstbehörden und Feuerwehren eingeleitet.

Die hohen Temperaturen verbunden mit teils starken Winden und den nur lokalen Niederschlägen führen weiterhin dazu, dass die Waldbrandgefahr auch in den anderen Landesteilen Mecklenburg-Vorpommerns stetig steigt. Fast überall gilt inzwischen die Waldbrandgefahrenstufe 4. Lediglich in den Küstenwäldern von Rostock, über den Altkreis Bad Doberan bis zum Landkreis Nordwestmecklenburg besteht die Stufe 3. Vor allem in den großflächigen Kiefernwaldgebieten ist die Zündbereitschaft extrem hoch.

In diesem Jahr mussten bereits zehn Brände auf insgesamt rund drei Hektar Wald bekämpft werden. Die Landesforst Mecklenburg-Vorpommern als oberste Forstbehörde mahnt, beim Betreten der Wälder sehr achtsam zu handeln. Das allgemeine Rauchverbot im Wald ist strengstens einzuhalten und es sind keine glimmenden Zigaretten aus dem Auto zu werfen. Das Befahren von nichtöffentlichen Waldwegen ist untersagt. Ab Waldbrandgefahrenstufe 4 können die unteren Forstbehörden im Einvernehmen mit den Landräten sogar die Wälder für Besucher ganz sperren.

Land muss Zugang zu Fahrtkostenzuschüssen für Azubis erleichtern

Schwerin – Im Rahmen der Debatte über die Höhe der Fahrtkostenzuschüsse für Auszubildende erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Andreas Butzki: „Weil die Zahl der jungen Menschen im Land sinkt, müssen große Anstrengungen unternommen werden, ihre Berufsausbildung sicherzustellen. Dabei tragen auch die Ausbildungsbetriebe eine große Verantwortung. Das Lehrgeld muss ausreichen, damit Fahrtkosten und Unterbringungskosten gestemmt werden können. Die Ausbildungsvergütungen Ost-West müssen endlich angeglichen werden. Doch auch das Land ist gefordert, den jungen Leuten leistungsstarke berufliche Schulen vorzuhalten, Landesfachklassen gleichmäßig im Land zu verteilen und die Azubis aufgrund ihrer langen Anfahrtswege zu unterstützen. Damit mehr Auszubildende von dem Geld profitieren, das das Land zur Verfügung stellt, muss die Förderpraxis vereinfacht und die Bemessungsgrenzen erhöht werden. Das ist unser Auftrag an die Landesregierung. Um diese Unterstützungsoption in das Bewusstsein möglichst vieler Auszubildender zu rücken, sollen Flyer an den beruflichen Schulen darauf aufmerksam machen“

Flächendeckende Gesundheitsversorgung braucht innovative Lösungen

Schwerin – Zur Landtagsdebatte über die Situation am Krankenhaus Wolgast erklärt der Abgeordnete der SPD-Landtagsfraktion und parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann: „Die Portalpraxisklinik am Krankenhaus Wolgast kann ein Beispiel sein, wie Gesundheitsversorgung in ländlichen Räumen funktionieren kann. Deshalb ist es richtig, dass das Modell aktuell erprobt und die Wirksamkeit wissenschaftlich begleitet wird. Die im Jahr 2015 beschlossenen Strukturänderungen am Krankenhaus Wolgast wurde von vielen Menschen vor Ort kritisiert. Deshalb hat das Land nach Lösungen gesucht und gemeinsam mit den Planungsbeteiligten das Modellprojekt „Portalpraxisklinik“ für Kinder und Jugendliche eingeführt. Das Projekt läuft – mit der Möglichkeit auf Verlängerung – für drei Jahre. In den nächsten Jahren wird sich zeigen, ob es erfolgreich ist und entscheidend zur Gesundheitsversorgung der Menschen beiträgt. Selbstverständlich gibt es vor Ort auch weiterhin Herausforderungen, die wir ernst nehmen müssen. Dazu ist die SPD-Landtagsfraktion mit der Bürgerinitiative und dem Betriebsrat im engen Dialog.“

Christian Pegel gratuliert „Müritzfischern“ zum Erfolg bei „We do digital“

Schwerin – Beim bundesweiten Wettbewerb „We Do Digital“ zählt auch in diesem Jahr ein Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern zu den Gewinnern: Die „Müritzfischer“ aus Mecklenburg-Vorpommern gewannen in der Kategorie „Digital Commerce“ als Unternehmen im Bereich Tourismus und Handel für ihren erfolgreichen Umgang mit der Digitalisierung.

„Meinen Glückwunsch an die Müritzfischer“, gratuliert Digitalisierungsminister Christian Pegel und lobt: „Toll, dass erneut ein Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern für seine digitale Erfolgsgeschichte ausgezeichnet wurde. Die ,Müritzfischer‘ sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie sich ein Unternehmen die Digitalisierung erfolgreich zu Nutze machen kann.“ Das ursprünglich traditionelle Fischfang- und –verarbeitungsunternehmen aus Waren an der Müritz bietet heute unter www. fischkaufhaus.de sein Hauptprodukt online an. Zudem hat es sein Portfolio um touristische Angebote erweitert, indem es online Angelkarten verkauft und Ferienwohnungen anbietet.

Wie erfolgreich die „Müritzfischer“ dank der Digitalisierung sind, kann Geschäftsführer Jens-Peter Schaffran exakt beziffern: „Dank der Digitalisierungsmöglichkeiten, die wir rege nutzen, haben wir die Zahl unserer Mitarbeiter um mehr als 30 auf 130 erhöht. Und vor allem können wir diese Arbeitsplätze langfristig sichern.“

Seit zwei Jahren ruft der Deutsche Industrie- und Handelskammertag alljährlich Unternehmen auf, ihre digitale Erfolgsgeschichte zu erzählen und damit anderen Unternehmen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie der digitale Wandel gelingen kann. In diesem Jahr haben an dem Wettbewerb 324 Unternehmen aus ganz Deutschland teilgenommen. Die Gewinner werden am 12. Juni bei der Computermesse Cebit in Hannover ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr hatte das Greifswalder Start-Up „Advocado“ mit seiner digitalen Rechtsberatung gewonnen.

Minister: Schutz der Moore in unserem Land ist eine Erfolgsgeschichte

Schwerin – Der Minister für Landwirtschaft und Umwelt. Dr. Till Backhaus, hat heute im Schweriner Landtag die Renaturierung der Moore Mecklenburg-Vorpommerns als Erfolgsgeschichte bezeichnet. „Moorschutz ist nicht Naturschutz-Romantik, sondern unsere Pflicht, um unsere Lebensgrundlagen zu erhalten“, sagte er. Dabei müsse man jedoch differenziert vorgehen. Vor allem sei es nicht akzeptabel, die derzeitige landwirtschaftliche Nutzung auf trockengelegten Mooren komplett einzustellen. Die Politik sei gefordert, die Landwirte durch Anreize zur freiwilligen alternativen Bewirtschaftung einzuladen.

„Die Trockenlegung nahezu aller Moore in der Vergangenheit hat teils dramatische Folgen“, begründete Backhaus die Notwendigkeit des Moorschutzes durch Renaturierung. Trockengelegte Moore setzen sich stetig. In vielen Fällen sei der Boden schon um einen Meter und mehr abgesackt. Damit werden die Bodenfunktionen zerstört. Wasser, Kohlendioxid und Nährstoffe können nicht mehr gespeichert werden, was auch die Gewässer belastet. Allein in Mecklenburg-Vorpommern werden jährlich rund 6,2 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente freigesetzt. Damit sei die Moordegradierung die größte Quelle für Treibhausgase in unserem Land.

In Mecklenburg-Vorpommern werden derzeit fast 60% der Moore landwirtschaftlich genutzt, etwa 21.000 Hektar als Acker und 144.000 Hektar als Dauergrünland. Das Landwirtschaftsministerium belohnt eine schonende Grünlandnutzung nach der Extensivierungs-Richtlinie mit bis zu 220 EUR/Hektar.

Aber auch die wieder vernässten Moor-Flächen können landwirtschaftlich genutzt werden. Mit der im Dezember 2017 vorgestellten Fachstrategie Paludi-Kultur will Mecklenburg-Vorpommern die Entwicklung von Bewirtschaftungsformen nasser Flächen vorantreiben. Allerdings sind solche Flächen derzeit nicht beihilfefähig, also von den EU-Direktzahlungen für landwirtschaftlich genutzte Flächen ausgeschlossen. „Ich habe mich in den Koalitionsverhandlungen in Berlin dafür eingesetzt, dass derartige Flächen beihilfefähig werden oder anderweitig finanziell unterstützt werden“, sagte der Minister. Die Bundesregierung werde dies prüfen.

Dr. Backhaus würdigte Mecklenburg-Vorpommern als Vorreiter im Moorschutz. Im Jahr 2000 hat Mecklenburg-Vorpommern das erste Moorschutz-Konzept vorgelegt, das 2009 weiterentwickelt wurde. Seit 1992 wurden in Mecklenburg Vorpommern insgesamt 30.382 Hektar Moore wieder vernässt oder in ihrem Zustand verbessert. Das sind rund zehn Prozent der Moore und damit rund ein Prozent der Landesfläche. Dadurch konnten jedes Jahr mehr als 300.000 Tonnen Kohlenstoff-Äquivalente reduziert werden. Backhaus begrüßte, dass nun auch im Koalitionsvertrag der Bundesregierung die Erarbeitung einer Moorschutzstrategie steht und noch in dieser Legislaturperiode erste Maßnahmen umgesetzt werden sollen.

Zur Unterstützung der Finanzierung von Moorschutzprojekten hat Mecklenburg-Vorpommern die MoorFutures entwickelt. Ein MoorFutures-Anteil kostet 35 Euro und steht für die Emissionsminderung von einer Tonne Kohlendioxid. Mit dem Verkauf der MoorFutures-Anteile werden die Renaturierung der Moore und das Monitoring der Klimawirkung finanziert.

25 Jahre Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (MBMV)

Schwerin – Die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (MBMV) hat in Schwerin ihr 25-jähriges Jubiläum begangen. „In Mecklenburg-Vorpommern sind es die kleinen und mittleren Unternehmen, die das Wachstum vorantreiben. Viele Vorhaben stattet die MBMV mit Eigenkapital aus – Finanzierungslücken können geschlossen werden, die Eigenkapitalbasis kleiner und mittlerer Unternehmen erhält eine breitere Grundlage. So entstehen neue Projekte, die langfristig weitere Arbeitsplätze schaffen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Die MBMV hat im Jahr 2017 insgesamt zwölf (2016: zehn) neue Engagements im klassischen Beteiligungsbereich bewilligt. Das hieraus resultierende Beteiligungsvolumen lag mit 5,9 Millionen Euro über dem Niveau des Vorjahres (vier Millionen Euro). Insgesamt war die Gesellschaft 2017 bei 68 Unternehmen mit 78 Beteiligungen und einem Beteiligungsvolumen von 23,2 Millionen Euro (Vorjahr: 22,1 Millionen Euro) engagiert. Die Unterstützung fand in Form von „stillen Beteiligungen“ statt. „Gemeinsam mit den Hausbanken unterstützt die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft die Unternehmen im Land, eine solide Finanzierungsstruktur zu schaffen für den Aufbau oder die Festigung der Geschäftstätigkeit“, sagte Rudolph.

Das Wirtschaftsministerium hat unter anderem gemeinsam mit der MBMV einen „Beteiligungs-Fonds-Innovation“ Mecklenburg-Vorpommern (BFIMV) initiiert, der aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und Mitteln der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern finanziert wird. Innovative und technologieorientierte Unternehmen erhalten Unterstützung für Innovationsaktivitäten von der Forschungs- und Entwicklungsphase bis hin zur Markteinführung. Insgesamt stehen 12,4 Millionen Euro bereit, die sich zu 85 Prozent aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und zu 15 Prozent aus Eigenmitteln der MBMV zusammensetzen. Im Jahr 2017 sind neun Beteiligungen mit einem Volumen von 2,8 Millionen Euro ausgereicht worden. Zukünftig ist geplant, den Fonds auch im Bereich digitale Geschäftsmodelle zu erweitern. „Innovative und technologieorientierte Unternehmen benötigen für die Umsetzung einen passenden Finanzierungsmix. Gemeinsam haben wir mit dem Innovationsfonds Neuland betreten. Und das war der richtige Weg – der Fonds wird sehr gut angenommen“, sagte Rudolph.

Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph verwies zudem auf einen weiteren, derzeit in Planung befindlichen Beteiligungsfonds. Dieser soll auch für Vorhaben im Bereich digitaler Geschäftsmodelle zur Verfügung stehen. Vorgesehen ist ein Fondsvolumen in Höhe von 15 Millionen Euro; 12,375 Millionen Euro stellt das Wirtschaftsministerium aus dem EFRE bereit. „In Zeiten stetig steigender technischer und organisatorischer Arbeitsanforderungen müssen die Unternehmen in Sachen Digitalisierung handeln. Dabei stehen wir der Wirtschaft zur Seite und begleiten sie bei der Bewältigung der Herausforderungen, die im Zuge der Digitalisierung auf sie zukommen werden. Mit dem geplanten Beteiligungsfonds soll den Unternehmen die Möglichkeit geboten werden, zusätzliche finanzielle Hilfen zu erhalten“, sagte Rudolph.

Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph dankte den Mitarbeitern der MBMV und der beteiligten Partner für ihre Unterstützung. „Das hohe Engagement jedes einzelnen trägt dazu bei, dass Mecklenburg-Vorpommern ein attraktiver Investitionsstandort ist, an dem die Unternehmen individuell betreut und unterstützt werden. Unverzichtbar für den langfristigen Erfolg ist aber auch die partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Akteure im Bereich der Wirtschaftsförderung. Ich danke den regionalen Wirtschaftsförderern, den Kammern und den Banken für den gemeinsamen Einsatz“, so Rudolph.

Die MBMV ist eine 1993 gegründete private Selbsthilfeeinrichtung der Wirtschaft zur Förderung mittelständischer gewerblicher Unternehmen. Die Geschäftstätigkeit erstreckt sich auf die Aufgabe, zur Erhaltung und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der mittelständischen Wirtschaft durch ein Verbreitern der Haftkapitalgrundlagen beizutragen. Beteiligungen können in einer Größenordnung bis maximal einer Million Euro und einer Laufzeit bis zu 12,5 Jahren übernommen werden.

Groß Nemerow erhält Zuschuss für LED-Straßenbeleuchtung

Groß Nemerow – Die Gemeinde Groß Nemerow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte erhält vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 82.621,50 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die vorhandenen 178 Quecksilber- und Natriumdampflampen in Groß Nemerow werden durch energieeffiziente, umweltschonende LED-Leuchten ersetzt. Ebenfalls werden 79 alte Masten ausgetauscht und das 1.850 Meter lange Kabel erneuert. Dadurch kommt es zu einer jährlichen Einsparung von fast 60.000 Kilowattstunden Strom und 35,350 Tonnen Kohlendioxid.

Rostocker Schüler rechnet für Deutschland

Team für Internationale Mathematik-Olympiade in Rumänien steht​

Rostock – Der Rostocker Schüler Jonas Walter gehört zum deutschen Team für die Internationale Mathematik-Olympiade (IMO) in Rumänien. In Cluj-Napoca wird sich die deutsche Auswahl im Juli 2018 mit Nachwuchsmathematikerinnen und Nachwuchsmathematikern aus über 100 Ländern messen. Jonas Walter besucht das Musikgymnasium Käthe Kollwitz in Rostock. Er hat bereits bei der IMO 2017 in Rio de Janeiro internationale Erfahrungen gesammelt und eine Bronzemedaille geholt.

„Die Mathematik-Olympiaden gehören zu den anspruchsvollen Wettbewerben“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Ich gratuliere Jonas Walter zu seinem Olympia-Ticket und dazu dass er sich durchsetzen konnte. Das ist eine tolle Leistung. Bei den internationalen Ausscheiden wünsche ich ihm viel Glück und Erfolg. Ich bin mir sicher, dass alle anderen Schülerinnen und Schüler des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums mitfiebern werden und ihm die Daumen drücken“, sagte Hesse.

Jonas Walter hatte sich beim Abschlusstrainingslager in Oberwolfach (Schwarzwald) durchsetzen können. In insgesamt sieben Klausuren mussten die Schüler ihre Olympiareife unter Beweis stellen. Neben dem 17‑jährigen Rostocker zählen fünf weitere Mathe-Asse zum deutschen Team. Sie kommen aus Bayern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Nach Südafrika, Thailand, Hongkong und Brasilien gastiert die Internationale Mathematik-Olympiade vom 3. bis 14. Juli 2018 in Cluj-Napoca in Rumänien.

Nichtraucherschutzgesetz – Thema im Landtag

Schwerin – Im Landtag ist am Mittwoch das Thema „Änderung des Nichtraucherschutzgesetzes in Mecklenburg-Vorpommern“ diskutiert worden. „Das aktuelle Nichtraucherschutzgesetz hat sich gut bewährt. Nichtraucher werden durch diese gesetzliche verhältnispräventive Regelung sowohl an öffentlichen Plätzen als auch in Restaurants wirksam und deutlich besser als früher vor gesundheitlichen Gefahren geschützt. Die durch die Nichtraucherschutzgesetze der Länder getroffenen Regelungen erfahren eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe am Mittwoch in Schwerin.

Der Minister machte deutlich, dass Zigarettenreste auf Kinderspielplätzen nichts zu suchen haben. „In der Praxis ist es eine Herausforderung, den Nichtraucherschutz auf Kinderspielplätzen flächendeckend zu gewährleisten. Hier gehen einige Kommunen mit gutem Beispiel voran. Sie setzen auf lokaler Ebene über entsprechende Satzungen sowie entsprechende Beschilderungen Rauchverbote auf den Kinderspielanlagen durch“, betonte Glawe.

Am Donnerstag ist Weltnichtrauchertag, der seit 1987 am 31. Mai eines jeden Jahres begangen wird. In Mecklenburg-Vorpommern rauchten im Jahr 2013 rund 25 Prozent der Einwohner regelmäßig. Im Zeitvergleich ist in M-V ein leichter Rückgang der Raucherquote der Bevölkerung zu verzeichnen, da im Jahr 2009 insgesamt 26,4 Prozent und im Jahr 2005 insgesamt 28,7 Prozent der Einwohner regelmäßige Raucher waren (Angaben: Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern, Mikrozensus; 1-Prozent-Stichprobe).

„Rauchen ist ein hoher Risikofaktor für Lungenkrebs“, so Glawe weiter. Nach Angaben des Gemeinsamen Krebsregisters erkranken in Mecklenburg-Vorpommern jedes Jahr 850 Männer und 370 Frauen an Lungenkrebs (Durchschnitt der Jahre 2014 und 2015). Das sind 14 Prozent bzw. 8 Prozent aller Krebsneuerkrankungen. Noch vor 30 Jahren betrugen die Anteile 25 Prozent und 4 Prozent. „Bei Männern ist bei den Erkrankungen ein Rückgang und bei Frauen ein Anstieg zu verzeichnen. Für Lungenkrebs gibt es kein Früherkennungsprogramm. Der beste Weg vorzusorgen, ist deshalb mit dem Rauchen gar nicht erst anzufangen“, forderte Glawe.

Arbeitsmarkt Mai in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Die saisonale Belebung auf dem Arbeitsmarkt hat sich auch im Mai deutlich fortgesetzt. Insgesamt waren im vergangenen Monat nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 63.200 Menschen arbeitslos gemeldet, 4.400 weniger als im Mai des Vorjahres (-6,5 Prozent). Das entspricht nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit aktuell einer Arbeitslosenquote von 7,7 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt erlebt in Mecklenburg-Vorpommern einen Boom. Vor allem im verarbeitenden Gewerbe, in der Gesundheitswirtschaft, im Handel und im Dienstleistungsbereich werden neue Arbeitsplätze geschaffen. Motor der positiven Entwicklung sind die heimischen Unternehmen. Sie sorgen maßgeblich für den Abbau der Arbeitslosigkeit. Produktionskapazitäten werden ausgebaut, neue Arbeitsplätze entstehen, bestehende Jobs werden durch Investitionen gesichert. Wir arbeiten an der Verbesserung der Rahmenbedingungen“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe.

Als Beispiele nannte Minister Glawe das Erweiterungsvorhaben der Yamaton Paper GmbH in Rostock. Das Unternehmen stellt unter anderem Sechseckwabenplatten her. 50 Jobs wurden gesichert und fünf neue Arbeitsplätze entstehen. Das europäische Logistikzentrum der DeLaval im Gewerbegebiet Valluhn-Gallin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) wurde im Mai offiziell eröffnet. „Rund 230 Arbeitsplätze sind mit der Ansiedlung verbunden“, so Glawe. Mit dem Medizintechnikunternehmen Ypsomed siedelt sich aktuell ein weiterer Medizintechnikhersteller an. Im Industriepark Schwerin sollen künftig Bauteile für Pens, Autoinjektoren und Pumpensysteme entstehen. In der ersten Jahreshälfte 2019 wird die Produktion aufgenommen und damit werden insgesamt 119 weitere Arbeitsplätze entstehen.

Glawe machte deutlich, dass es wichtig sei, gemeinsam noch stärker für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern zu werben. Neben harten Standortfaktoren wie einer gut ausgebauten Infrastruktur muss noch stärker in Investorengesprächen für die weichen Standortfaktoren Mecklenburg-Vorpommerns bei der Investorensuche geworben werden. „Von Bedeutung für die Fachkräftegewinnung sind auch Kindertagesstätten oder Schulen. Ebenso sind ein attraktives Wohnumfeld und abwechslungsreiche Freizeitmöglichkeiten wichtig. Wer bei uns investiert, braucht auch motivierte Fachkräfte, die gern bei uns leben“, so Glawe weiter.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs liegt -aktuellste Angaben aus dem März 2018 – bei 563.800. „Das sind 9.200 Jobs mehr als im Vorjahresmonat. Der Trend hält weiter an. Nur Arbeitsplätze auf dem ersten, regulären Arbeitsmarkt bieten Perspektiven, hier bei uns im Land zu bleiben. Fachkräftegewinnung und Fachkräftesicherung sind die Herausforderungen“, betonte Glawe weiter. Die neuen Jobs sind vor allem im verarbeitenden Gewerbe (+1.500), im Gesundheits- und Sozialwesen (+3.000), im Handel (+1.200) und im Dienstleistungsbereich (+1.000) entstanden.

Der Minister verwies auch auf die Möglichkeiten der Unterstützung der Unternehmen. Veränderungen ergeben sich durch die verstärkte Digitalisierung von Wertschöpfungsketten und Marktprozessen. Durch den demografischen Wandel wird es zunehmend schwieriger, den Fachkräftebedarf zu decken. Um die Unternehmen in diesem Spannungsfeld zu unterstützen, hat das Wirtschaftsministerium die entsprechenden Rahmenbedingungen angepasst. So können die Unternehmen durch gut ausgebildetes Personal ihre Innovations- und damit Wettbewerbsfähigkeit erhalten. Wichtig ist die Umsetzung von neuen technologischen Innovationen und die Förderung der Qualifikation der Mitarbeiter“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Eine Reihe von Förderprogrammen werden im Wirtschaftsministerium insgesamt geöffnet. Hierzu zählen unter anderem die Qualifizierungsrichtlinie, die Einstellungsrichtlinie und die Förderung von Prozessinnovationen.

Verkehrseinschränkungen auf der Rügenbrücke wegen Bauwerksprüfung

Stralsund – Von Montag, 4. Juni, bis Donnerstag, 7. Juni 2018, und in der Folgewoche von Montag, 11. Juni, bis Donnerstag, 14. Juni 2018, erfolgt täglich in der Zeit von 7 bis 19.30 Uhr die Bauwerksprüfung der Schrägseilbrücke über den Ziegelgraben und den Strelasund im Zuge der Bundesstraße B 96n. Sollte starker Wind die Arbeiten verzögern, kann es in beiden Wochen notwendig werden, die Prüfung auf die Freitagvormittage (8. Juni und 15. Juni 2018 von 7 bis 12 Uhr) auszudehnen.

Damit die Prüfung durchgeführt werden kann, wird abwechselnd in Richtung Rügen oder in Richtung Stralsund eine Fahrtrichtung der Bundesstraße B 96n im Bereich der Rügenbrücke zeitweise gesperrt. Der Verkehr der jeweils gesperrten Fahrtrichtung wird über die Landesstraße L 296, den alten Rügendamm, umgeleitet.

Im Rahmen der Hauptprüfung untersuchen spezialisierte Bauwerksprüfer eingehend das Brückendeck und die Pfeiler. Diese umfängliche Bauwerksprüfung nach DIN 1076 ist alle sechs Jahre erforderlich für die Gewährleistung der Gebrauchstauglichkeit, der Standsicherheit und der Verkehrssicherheit.

Zwischen den Hauptprüfungen findet nach drei Jahren eine einfache Prüfung statt, eine erweiterte Sichtprüfung. Darüber hinaus überwacht die Straßenmeisterei das Bauwerk laufend.

Der Arbeitsmarkt im Mai 2018 – Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung gehen weiter zurück

Nürnberg – „Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung haben erneut abgenommen, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nimmt weiter zu und die Nachfrage nach Arbeitskräften ist ungebrochen hoch. Der Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt setzt sich somit fort, wenn auch schwächer als in den Wintermonaten.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im Mai: -68.000 auf 2.315.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -182.000
Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,2 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent

Mit der anhaltenden Frühjahrsbelebung hat sich die Arbeitslosigkeit von April auf Mai um 68.000 auf 2.315.000 verringert. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse wird für den Mai ein Rückgang um 11.000 im Vergleich zum Vormonat errechnet. Gegenüber dem Vorjahr waren 182.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 17.000 gesunken. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im Mai 2018 auf 3.286.000 Personen. Das waren 233.000 weniger als vor einem Jahr. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich im April auf 1,51 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 3,5 Prozent.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter angestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im April saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 35.000 erhöht. Mit 44,62 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 592.000 höher aus. Der Anstieg beruht allein auf dem Zuwachs bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese ist im Vergleich zum Vorjahr um 725.000 gestiegen. Insgesamt waren im März nach hochgerechneten Angaben der BA 32,66 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Nach dieser Hochrechnung hat die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Februar auf März saisonbereinigt um 7.000 zugenommen, ein schwächeres Wachstum als zuletzt in den starken Wintermonaten.

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist weiterhin hoch. Im Mai waren 793.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 78.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 5.000 erhöht. Der Stellenindex der BA (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – ist im Mai 2018 nach einer kurzen Stagnationsphase um 2 Punkte auf 253 Punkte gestiegen. Der Vorjahreswert wird um 20 Punkte übertroffen.

Insgesamt 668.000 Personen erhielten im Mai 2018 Arbeitslosengeld, 32.000 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Mai bei 4.225.000. Gegenüber Mai 2017 war dies ein Rückgang von 196.000 Personen. 7,8 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Von Oktober 2017 bis Mai 2018 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 456.000 Bewerber für eine Ausbildungsstelle, 11.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Von diesen waren 208.000 im Mai noch auf der Suche. Gleichzeitig waren seit Oktober 495.000 Ausbildungsstellen gemeldet. Das waren 16.000 mehr als vor einem Jahr. 259.000 Ausbildungsstellen waren davon im Mai noch unbesetzt. Am häufigsten wurden Ausbildungsstellen angeboten für angehende Kaufleute im Einzelhandel (32.000), Kaufleute für Büromanagement (21.000) und Verkäuferinnen und Verkäufer (20.000). Wie in den Vorjahren zeigen sich auch 2017/18 regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Disparitäten, die den Ausgleich von Angebot und Nachfrage erheblich erschweren.

Mietpreisbremse für Greifswald und Rostock geht in die Verbandsanhörung

Schwerin – Die Verordnung zur Einführung der Mietpreisbremse in Rostock und Greifswald wird jetzt Verbänden zur Anhörung vorgelegt. Das Kabinett hat in seiner heutigen Sitzung (29.05.2018) den Weg dafür freigemacht. Dies ist ein entscheidender Schritt zur Umsetzung des Landtagsauftrags vom Januar 2017, in diesen Städten nach bundesgesetzlichen Vorgaben die Mietpreisbegrenzung einzuführen.

Die beiden Universitäts- und Hansestädte hatten die Einführung der Mietpreisbremse angefragt, um den steigenden Preisen in ihren Mietwohnungen zu begegnen. Das für Bau zuständige Energieministerium hat sich intensiv mit ihren Eingaben beschäftigt und ist zu dem Schluss gekommen, dass in beiden Städten ein angespannter Wohnungsmarkt im Sinne des Paragraphen 556d des Baugesetzbuches vorliegt.

„Die Mietpreisbremse ist ein sinnvolles Instrument, um die Symptome eines engen Mietwohnungsmarktes kurzfristig zu lindern. Insbesondere in den Städten Greifswald und Rostock sind Mietsteigerungen ein großes Problem für die Menschen“, würdigte Energieminister Christian Pegel dieses Instrument. Gleichzeitig betonte er, dass die Städte an der Linderung der eigentlichen Ursache arbeiten müssen: „Sie müssen zusätzlichen und bezahlbaren Wohnraum in ausreichender Zahl zur Verfügung zu stellen.“ Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt v. a. Wohnungsunternehmen dabei mit seinem Programm „Wohnungsbau Sozial“. 2017 mit einem Budget von mehr als 15 Millionen Euro erfolgreich angelaufen, stellt das Land 2018 und 2019 jeweils mehr als 20 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung, um den Bau neuer, kostengünstiger Wohnungen zu fördern.

„Mit Blick auf unser Programm begrüße ich es sehr, dass der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung die Bundeshilfen für sozialen Wohnungsbau in den Ländern auch 2020 und 2021 fortsetzen wird. Dies ermöglicht uns eine Fortsetzung unseres Programmes auf hohem Niveau“, erklärte der Minister in diesem Zusammenhang weiter.

Die Anhörung der Verbände erfolgt nun über den Sommer. Nach der Einarbeitung eventueller Änderungen entscheidet das Kabinett voraussichtlich im Herbst erneut über die Verordnung, die anschließend in Kraft treten könnte.

Bislang nutzen zwölf Bundesländer die Ermächtigung des Bundes, Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt zu bestimmen. Die Mietpreisbremse gilt in diesen nur für neue Wohnungsmietverträge. Bestehende Mietverträge werden über die Bestimmungen im Bundesgesetzbuch geschützt. Die Mietpreisbremse gilt für fünf Jahre und ausschließlich für Kommunen mit einem angespannten Wohnungsmarkt, bei denen die Wohnungsnachfrage das Angebot übersteigt.