Schwesig: Ganz Schwerin im Kinofieber

Schwerin – Im altehrwürdigen Kino „Capitol“ in Schwerin hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute das 28. FILMKUNSTFEST MV eröffnet. „Das Filmkunstfest hat uns auch dieses Jahr wieder angesteckt mit dem Kinofieber. Endlich geht es wieder los, das Filmfestival, das uns für eine Woche mit seinen Filmen, Lesungen und Ausstellungen begeistert und die ganze Stadt Schwerin erfasst“, sagte die Ministerpräsidentin bei der Eröffnungsveranstaltung.

„Ich bin stolz auf unser Filmkunstfest“, bekannte die Ministerpräsidentin. „Schauspielerinnen und Schauspieler, Regisseure, Kameraleute und viele andere Künstlerinnen und Künstler geben sich hier die Klinke in die Hand. Nirgendwo sind Filmemacher und Publikum so eng beieinander wie hier in meiner Heimatstadt Schwerin. Das ist das Besondere am Filmkunstfest.“

Der Landesregierung liege der Film sehr am Herzen. „Es ist schön, dass Mecklenburg-Vorpommern mit seinen Gutshäusern, mit den Häfen, Städten und wunderschönen Landschaften ein attraktiver Drehort ist. Die Anzahl der Drehtage hier im Land steigt. Mein Ziel ist, Mecklenburg-Vorpommern mit seinen Vorzügen noch populärer zu machen in der Filmbranche. Einheimische Filmemacher müssen unterstützt werden, den Film-Nachwuchs wollen wir bei uns im Land halten. Deshalb wird die Filmförderung gerade neu organisiert. Das Land wird sich in Zukunft mehr einbringen. Wir können uns vorstellen, in eine gemeinsame Gesellschaft mit den jetzigen Akteuren einzutreten. Ziel ist es, Synergien zu schaffen und die Schlagkraft der Filmförderung zu erhöhen“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Partnerland des Festivals ist in diesem Jahr Georgien. „Kulturelle Begegnungen schaffen Gemeinsamkeiten, Verbindung und Austausch zwischen den Völkern“, sagte Schwesig, die vor der Eröffnung des Festivals mit dem georgischen Botschafter in Deutschland, S.E. Dr. Elguja Khokrishvili zusammentraf. „Georgien hat eine reiche und spannende Filmtradition. Ich wünsche uns kreative internationale Begegnungen.“

Schwesig: Wir wollen gute Arbeit mit guten Löhnen

Rostock – Auf der DGB-Kundgebung zum 1. Mai in Rostock hat sich Ministerpräsidentin Manuela Schwesig für mehr Tarifbindung im Land ausgesprochen. „Wir wollen gute Arbeit mit guten Löhnen“, erklärte die Ministerpräsidentin. Deshalb sei es das gemeinsame Ziel von Regierung und Gewerkschaften, dass mehr Betriebe im Land Tariflohn zahlen und mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Tariflohn erhalten.

„Wir brauchen mehr Tarifbindung in Mecklenburg-Vorpommern. Denn da, wo Tarif gezahlt wird, sind die Löhne meist höher. Und da ist auch die Lohnangleichung weiter fortgeschritten. Es kann nicht so bleiben, dass der Osten 28 Jahre nach der Deutschen Einheit bei den Löhnen immer noch hinterherhinkt. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Mecklenburg-Vorpommern leisten genau so gute Arbeit wie die in Bayern und in Nordrhein-Westfalen.“

Die Landesregierung respektiere selbstverständlich die Tarifautonomie. „Wir wollen aber da, wo wir als Land Einfluss haben, Anreize für bessere Löhne setzen.“ Die Landesregierung habe deshalb eine Änderung der Vergabegesetzes in den Landtag eingebracht. „Wir wollen, dass für öffentliche Aufträge künftig mindestens 9,54 Euro pro Stunde gezahlt wird. Und dabei soll es nicht bleiben. Unser Gesetz sieht vor, dass dieser Vergabemindestlohn jährlich an die allgemeine Lohnentwicklung angepasst wird“, kündigte Schwesig an. Auch die Wirtschaftsförderung sei stärker auf Kriterien guter Arbeit ausgerichtet worden.

Die DGB-Kundgebung stand in diesem Jahr unter dem Motto „Solidarität. Vielfalt. Gerechtigkeit.“ Schwesig dankte den Gewerkschaften für ihr Eintreten gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung. „Wir dürfen nicht zulassen, dass das Klima im Land vergiftet wird“, sagte Schwesig. „Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Kinder mit demokratischen Werten, in Solidarität, in Vielfalt und sozialer Gerechtigkeit aufwachsen.“