Schwesig: MV fördert innovative Projekte in der Gesundheitsforschung

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern will die Gesundheitsforschung intensivieren. In der heutigen Sitzung des Kuratoriums Gesundheitswirtschaft wurden fünf von einer Fachjury ausgewählte Forschungsverbünde vorgestellt, die in den kommenden Jahren über das Exzellenzforschungsprogramm des Landes gefördert werden sollen.

„Wir haben am 5. Juli letzten Jahres, am Tag nach meiner Wahl zur Ministerpräsidentin, im Kuratorium Gesundheitswirtschaft einen Wettbewerb gestartet. Die Gewinner stehen jetzt fest. Ich freue mich sehr, dass dabei fünf spannende Projekte herausgekommen sind, die neue Impulse für die Gesundheitsforschung geben und zugleich der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses dienen“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Anschluss an die Kuratoriumssitzung.

„Mecklenburg-Vorpommern versteht sich als Gesundheitsland. Diesen Anspruch lösen wir auch ein. Die Gesundheitswirtschaft ist eine der wichtigsten Branchen in unserem Land. Und wir fördern den medizinischen Fortschritt. Ich hoffe sehr, dass alle Projekte erfolgreich sein werden“, sagte die Ministerpräsidentin weiter.

Die Förderung von Projekten zur Gesundheitsforschung geht auf eine Initiative des Kuratoriums für Gesundheitswirtschaft zurück. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und der Präsident des Kuratoriums, Prof. Wolfgang Schareck hatten im Juli 2017 zur Teilnahme am Wettbewerb aufgerufen. Insgesamt stehen Fördermittel in Höhe von 10 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Gewinner des Wettbewerbs sind die folgenden Projekte:

  1. „Enterale Ernährung bei Malnutrition durch Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts: vom Grundlagenverständnis zum innovativen Behandlungskonzept (EnErGie)“
  2. „Entwicklungsplattform für innovative onkologische Therapien am Beispiel des häufigsten menschlichen Krebses – Hautkrebs (ONKOTHER-H)“
  3. Erforschung neuartige Ansätze zur Bereitstellung verbesserter Gewebeersatzmaterialien auf Basis der hydrostatischen Hochdruckbehandlung (HOGEMA)“
  4. „Programmierte Herzschrittmacherzellen zur in vitro Medikamententestung (iRhythmics)“
  5. „Präventionsnetzwerk Vorpommern: Psychosoziale und neurobiologische Gesundheit von Schwangeren und jungen Müttern (PriVileG-M)“

Jugend- und Familienministerkonferenz mit wichtigen Beschlüssen

Kiel – „Wir kommen mit den Zusagen des Bundes unserem Ziel einer für Eltern beitragsfreien Kindertagesförderung in Mecklenburg-Vorpommern einen bedeutenden Schritt näher“, hebt Sozialministerin Stefanie Drese das wichtigste Ergebnis der zweitägigen Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) der Länder in Kiel hervor.

Nach Aussage von Familienministerin Dr. Franziska Giffey während der JFMK stellt der Bund den Ländern von 2019 bis 2021 mit dem „Gute-KiTa-Gesetz“ insgesamt 3,5 Milliarden Euro für mehr Qualität und weniger Elterngebühren zur Verfügung. Weitere 2 Milliarden Euro sind für das Jahr 2022 angekündigt.

Die Verteilung der Mittel soll sich nach dem jeweiligen Anteil der Unter-Sechs-Jährigen in den einzelnen Bundesländern richten. „Durch unseren überdurchschnittlichen Anstieg der Geburtenraten in den letzten Jahren profitieren wir dann überdurchschnittlich von den Bundesmitteln“, so Drese.

Geplant ist, dass der Bund im kommenden Jahr Zielvereinbarungen mit allen 16 Ländern über die Verwendung der Mittel schließt. Drese: „Wir werden den Großteil in die vollständige Beitragsfreiheit für Eltern stecken.“ Darüber hinaus erhöht das Land nach Angaben von Drese auch seine eigenen Mittel für die Kindertagesförderung. „Allein für die Beitragsfreiheit für Geschwisterkinder ab 2019 investieren wir 30 Millionen Euro zusätzlich“, so Drese.

Als weitere wichtige Beschlüsse der JFMK bezeichnet Drese die von den Ländern geforderte Erhöhung der Mindest- und Höchstbeträge beim Elterngeld sowie die Verbesserung der rechtlichen Absicherung von Pflegekinderverhältnissen etwa durch eine mehrjährige Perspektivklärung. „Dabei geht es uns darum, Kindern, die nicht in ihrer Herkunftsfamilie aufwachsen können, mehr Stabilität und Kontinuität zu ermöglichen.“

Sehr positiv bewertet Ministerin Drese zudem eine in Aussicht gestellte Fachkräfteoffensive des Bundes für Erzieherinnen und Erzieher. Drese: „Auch wenn wir mit unserer neuen dual-orientierten Ausbildung auf der JFMK als gutes Beispiel hervorgehoben wurden, brauchen wir weitere Anstrengungen, um den Fachkräftebedarf mittelfristig zu decken. Dazu gehören z.B. die weitere Erhöhung der Ausbildungskapazitäten oder die Einführung und Weiterentwicklung der Möglichkeiten des Quereinstiegs im Rahmen berufsbegleitender Ausbildungswege. Es ist gut, dass Franziska Giffey hier mit uns gemeinsam einen Schwerpunkt setzt.“

EU-Bericht zu Gewässern: In Deutschland sind die Nitratwerte weiterhin hoch

Brüssel – Die Verschmutzung von Grundwasser und Oberflächenwasser durch Nitrat aus landwirtschaftlichen Quellen geht zurück. Für einen weiteren Rückgang sind jedoch zusätzliche Anstrengungen der Mitgliedstaaten notwendig. Dies geht aus dem heute (Freitag) von der Kommission vorgestellten jährlichen Bericht zur Umsetzung der Nitratrichtlinie hervor. Dem Bericht zufolge wurde in 28 Prozent der Grundwassermessstationen in Deutschland der Durchschnittswert von 50 mg Nitrat pro Liter überschritten.

EU-Umweltkommissar Karmenu Vella sagte: „Ich freue mich, dass die EU-Regeln zur Reduzierung von Nitraten in Gewässern Erfolge erzielen. Die langjährigen Bemühungen der Mitgliedstaaten sie umzusetzen, zahlen sich jetzt aus. Für eine nachhaltigere Landwirtschaft in der EU sind jedoch noch weitere Anstrengungen notwendig.“

2016 hat die Kommission Deutschland wegen der anhaltenden Verunreinigung der deutschen Gewässer durch Nitrat vor dem Gerichtshof der EU verklagt.

Stickstoff ist für das Wachstum von Pflanzen von entscheidender Bedeutung und wird häufig als Düngemittel eingesetzt. Von den Pflanzen nicht aufgenommener Stickstoff wird in Nitrat umgewandelt und kann zu starken Wasserverunreinigungen führen – mit entsprechenden Folgen für die menschliche Gesundheit, die Wirtschaft und die Umwelt. Eine zu hohe Nitratbelastung fördert in Süßwassergewässern und in der Meeresumwelt das Wachstum von Algen, die anderes Leben ersticken (Eutrophierung). Das verschlechtert die Wasserqualität enorm. Eine Nitratkonzentration von über 50 mg/l kann zudem erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung haben, insbesondere auf schwangere Frauen und Kleinkinder. Zudem verursacht die Entfernung von Nitraten aus dem Trinkwasser hohe Kosten.

Die Nitratrichtlinie, die die EU-Staaten im Jahr 1991 beschlossen haben, hat zum Ziel, die Wasserqualität in Europa zu verbessern, indem die Verunreinigung von Grund- und Oberflächenwasser durch Nitrat aus landwirtschaftlichen Quellen verhindert und der Einsatz beispielhafter landwirtschaftlicher Verfahren gefördert wird. Alle EU-Länder müssen ihre Gewässer überwachen und jene bestimmen, die durch Verschmutzung bedroht sind. Des Weiteren müssen sie Aktionsprogramme aufstellen, um Nitrat-Verunreinigungen zu verhindern und zu verringern. In Deutschland ist die Düngeverordnung der wesentliche Bestandteil des nationalen Aktionsprogramms zur Umsetzung der Richtlinie.

Drese zum 5. Mai: Potenziale von Menschen mit Behinderung viel mehr wahrnehmen und nutzen

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese sieht in der Teilhabe am Arbeitsleben einen entscheidenden Schritt zur besseren gesellschaftlichen Integration von Menschen mit Behinderung. „Hier besteht ein erheblicher Nachholbedarf. Menschen mit Handicap bringen Ressourcen und Talente mit, die wir viel besser wahrnehmen und nutzen müssen“, betonte Drese anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai.

In Mecklenburg-Vorpommern leben 350.000 Menschen mit Behinderungen. Etwa 215.000 von ihnen sind schwerbehindert. „Viele dieser Menschen sind leistungsfähig und hoch motiviert. Ich werbe bei Arbeitgebern eindringlich dafür, dass Potenzial dieser Gruppe stärker zu nutzen. Noch immer ist die Arbeitslosigkeit bei Menschen mit Handicap überproportional hoch, obwohl 80 Prozent eine abgeschlossene Berufsausbildung haben“, so Drese.

Die Ministerin hat dabei vor allem die Arbeitgeber (20 und mehr Beschäftigte) mit sogenannten Pflichtarbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung im Blick. „Sie gilt es davon zu überzeugen, dass nicht die Zahlung der Ausgleichsabgabe, sondern die Einstellung eines motivierten Arbeitslosen mit Behinderung eine Investition in die Zukunft und ein Beitrag zur Teilhabe ist“, verdeutlichte Drese.

Für die Arbeitsintegration stehen nach Angaben von Ministerin Drese vielfältige Beratungs- und Förderangebote auf Landesebene und seitens der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung. „So gibt es z.B. finanzielle Förderungen zur Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze für schwerbehinderte Menschen sowie Zuschüsse zur behinderungsgerechten Einrichtung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, für technische Arbeitshilfen im Betrieb oder zur Abgeltung außergewöhnlicher Belastungen die mit der Beschäftigung eines schwerbehinderten Menschen verbunden sind“, verdeutlichte Drese.

Mit dem „Budget für Arbeit“ gibt es zudem eine neue Leistung. Drese: „Durch einen Lohnkostenzuschuss bis 75 Prozent für Arbeitgeber und die Finanzierung von Assistenzleistungen wollen wir für Menschen, die heute in betreuten Werkstätten tätig sind, Chancen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt schaffen.“

Fachkundige Ansprechpartner für Beschäftigte und Unternehmen zu allen Fragen, die im Zusammenhang mit der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben stehen, sind in Mecklenburg-Vorpommern die Integrationsämter des Landesamtes für Gesundheit und Soziales.

70 Jahre Landespolizeiorchester

Schwerin – Das Landespolizeiorchester Mecklenburg-Vorpommern begeht am 5. Mai 2018 sein 70-jähriges Jubiläum mit einem Konzert im Großen Haus des Staatstheaters Schwerin.

Innenminister Lorenz Caffier gratuliert allen Mitgliedern recht herzlich, die in den letzten 70 Jahren das Orchester mit so viel Hingabe und Freude an der Musik bereichert haben.

„Das Polizeiorchester gehört zur Visitenkarte der Polizei und unseres Landes. Als klingender Botschafter unterstützt es die Öffentlichkeitsarbeit der Polizei und begeistert mit seiner Virtuosität, Klangfülle und dem professionellen Auftreten das Publikum“, sagte der Minister. „Die Musiker sorgen so auch mit für das positive Image unserer Landespolizei.“

Unter der Leitung von Christof Koert umfasst das Hauptorchester 30 Musikerinnen und Musiker sowie eine Gesangssolistin. Das Repertoire ist breit gefächert, so finden sich Titel der traditionellen Blasmusik ebenso wie Filmmusiken, Melodien aus Musical und Operette, Originalkompositionen für Blasorchester und auch Transkriptionen für Blasorchester von Ouvertüren oder sinfonisch-konzertanten Werken. Darüber hinaus bietet das Orchester Titel aus den Bereichen Rock und Pop, Funk oder Latin in flottem Big-Band-Sound an. Auch Instrumentalsolisten stellen bei den Konzerten ihr Können unter Beweis.

Und davon gibt es viele, denn die Musikerinnen und Musiker sind im Laufe des Jahres bei mehr als 130 Auftritten im Land unterwegs, gerade auch in den Sommermonaten, ob auf der Hengstparade in Redefin, in der Konzertkirche Neubrandenburg, bei der Eröffnung des Bäderdienstes der Polizei oder wie gerade erst am 1. Mai im Kurhausgarten in Warnemünde.

Aber das Landespolizeiorchester ist noch viel mehr. Es bringt sich ein in die Gesellschaft, unterstützt die Präventionsarbeit von Polizei und zivilen Trägern, arbeitet mit Schülerinnen und Schülern und engagiert sich in der Seniorenarbeit und für Menschen mit Behinderungen wie jüngst bei einem Konzert in der Landesschule für Blinde und Sehbehinderte in Neukloster.

Das Landespolizeiorchester wurde als „Kapelle der Landesbehörde der Volkspolizei“ gegründet. Heute ist es Teil der Bereitschaftspolizei Mecklenburg-Vorpommern.

Richtfest POLARIUM: Im August ziehen die Eisbären und Pinguine ein

Rostock – Der Rohbau des POLARIUM steht und gemeinsam mit allen Beteiligten, den Mitarbeitern sowie vielen Förderern und Partnern des Zoos wurde heute das Richtfest zünftig gefeiert. Wirtschaftsminister Harry Glawe, Oberbürgermeister Roland Methling und Zoodirektor Udo Nagel dankten allen Mitwirkenden, die zum bisherigen Erfolg bei dem ambitionierten Neubauprojekt beigetragen haben. Geht es in dem Tempo weiter, ist im September bereits die Eröffnung geplant.

„Jetzt ist das Ergebnis dank der enormen Unterstützung aller Bauarbeiter, Planer und Mitarbeiter des Zoos auch für Besucher immer besser sichtbar. Die Vorfreude wächst gewaltig“, betonte Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe. „Das POLARIUM wird den Zoo für die Rostocker sowie für die Gäste aus dem In- und Ausland weiter aufwerten. Hier werden Natur, Erlebnis und Bildung in wunderbarer Weise miteinander verbunden. Wir brauchen mehr attraktive und qualitativ hochwertige Angebote, um neue Gäste für unser Land zu begeistern. Denn: Wer im intensiven touristischen Wettbewerb bestehen will, muss gezielt in die touristische Infrastruktur investieren. Diesen Kurs unterstützen wir auch beim Rostocker Zoo aktiv.“

Für Oberbürgermeister Roland Methling ist die geplante Eröffnung des POLARIUM im September eines der herausragenden Highlights im großen Jubiläumsjahr von Rostock. „Das POLARIUM ist eines der größten Geschenke zum 800. Stadtgeburtstag für die Rostocker und Gäste der Stadt. Es wird wie einst die historische Bärenburg viele Generationen prägen und zugleich neue Akzente im Natur- und Artenschutz setzen.“

Zoodirektor Udo Nagel lag heute besonders am Herzen, neben den Baufirmen auch allen Zoobesuchern für ihre Geduld und ihr Verständnis für die durch den Bauprozess bedingten teilweise erheblichen Einschränkungen im Umfeld des POLARIUM ein großes Dankeschön auszusprechen. „Die Unterstützung, die wir von allen Seiten erfahren, ist einfach überwältigend. Das Ende ist jetzt absehbar und schon im August sollen die ersten kleinen und großen Bewohner in unser POLARIUM einziehen.“

Der Neubau des POLARIUM ist weit vorangeschritten. Während der Rohbau für das Pinguinbecken und für das Gebäude mit den Bruthöhlen sowie der Grabenverlauf bereits fertiggestellt sind, finden am Besucherzentrum und an den Räumen für die Tierpfleger die letzten ausstehenden Rohbauarbeiten statt. Für die Eisbären-Stallungen mit den Wurfboxen wurde bereits die Grundsohle gelegt und gleichzeitig mit dem Aufbau der Winkelstützwände zur Gehegebegrenzung begonnen.

Vor den Firmen liegt noch die komplette Gestaltung des POLARIUM mit dem Kunstfelsen und einer großflächigen Illusionsmalerei, die seit dieser Woche auf dem Programm steht. Darüber hinaus müssen die Außengehege angelegt und die Besucherwege erschlossen werden. Schon bald werden die Maler den Pinsel schwingen und den Anstrich außen und im Innenbereich anbringen.

Gegenwärtig sind auf der POLARIUM-Baustelle 15 Gewerke aktiv. Diese Zahl wird sich später sogar auf etwa 30 Betriebe erhöhen, wenn es immer mehr auf den Feinausbau zusteuert. „Eine Großbaustelle inmitten eines Zoos ist immer eine besondere Herausforderung“, machte Zoodirektor Udo Nagel deutlich. „Es muss Rücksicht auf die bestehenden Tiere genommen werden und wenn ab August die ersten Bewohner kommen, gibt es vieles zu beachten, um die Gesundheit und Sicherheit der Tiere und Mitarbeiter nicht zu gefährden.“

Die Rohbau- und Erschließungszeit haben die Ausstellungsplaner für ihre Vorbereitungen genutzt. Für das Besucherzentrum sind Gewerke wie beispielsweise „Trockenbau/Akustik“, „Ausstellungsbau“ und „Grafikkommunikation und Beschilderung“ zuständig. Hinzu kommt die aufwändige Medientechnik. Der umfangreiche Planungsprozess ist im ständigen Austausch mit dem Zoo erfolgt und mittlerweile abgeschlossen, so dass nun nach fortschreitendem Bauablauf immer stärker die Ausstellungsbereiche in den Fokus rücken. Diese wurden schrittweise an das vom Generalplaner entworfene Gebäude angepasst. Der Generalplaner, die Hamburger ZOOQUARIUMDESIGN GmbH, hat mit Ausnahme der Ausstellung und Aquaristik das Gesamtprojekt konzipiert. Unterstützt wurden sie dabei von ihren Partnern Pinck Ingenieure (Planung Technische Gebäudeausrüstung) und Wetzel & von Seht (Statikplanung). Das Ausstellungskonzept wird von der dan pearlman Markenarchitektur GmbH aus Berlin umgesetzt.

Weitestgehend abgeschlossen sind die Abstimmungen zum Tierbestand für die Eisbären und Pinguine mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP), informierte Zoo-Kuratorin Antje Zimmermann. „In Kürze werden wir bekanntgeben können, welches junge Eisbärenpärchen zu uns ins POLARIUM ziehen wird“, kündigte Antje Zimmermann an. „Die Anreisen der Tiere werden für den August geplant.“

Einige Rostocker Pinguine werden aus dem Zoo Berlin zurückkehren. „Weitere Pinguine erhalten wir aus Wien. Die genaue Planung zum Pinguinbestand läuft aber noch, da sie vom Brutgeschehen in den verschiedenen Pinguin-Populationen in den Zoos abhängig ist.“ Zur Eröffnung werden rund 20 Humboldt-Pinguine auf der neuen Anlage zu sehen sein. Die Kolonie kann dann auf rund 36 Tiere wachsen.“

Die Aquarien und Quallenkreisel kommen vorgefertigt nach Rostock und werden vor Ort installiert.

Die Einrichtung und Inbetriebnahme laufen in enger Abstimmung zwischen der Spezialfirma Schuran aus Jülich und dem Zoo, wobei die Firma Schuran als Generalunternehmer für die Planung und Ausführung verantwortlich ist. Die Dekoration der einzelnen Becken übernimmt das Aquaristik-Team des DARWINEUM. Die Arbeiten hierfür beginnen planmäßig im Juni 2018. Die endgültige Planung des Tierbesatzes richtet sich nach dem Angebot von bestimmten Tierarten zum Zeitpunkt vor der Eröffnung des POLARIUM und nach dem Zuchterfolg bei den verschiedenen Quallenarten im Zoo Rostock. Von 15 Quallenarten aus eigener Zucht sollen sieben im POLARIUM präsentiert werden. Verschiedene Quallenpolypen hat der Rostocker Zoo aus Japan bezogen. In den Aquarien im Schaubereich „Meereswelten“ werden unter anderem Strahlen-Feuerfische, Falterfische, Kaiserfische und Drückerfische sowie Muränen, Kraken, Seeanemonen, Hummer oder Langusten und Clownfische aus der Unterwasserwelt der Ozeane zu bewundern sein.

Unterricht mit dem Minister: Backhaus begeistert Schüler für die EU

Lübtheen – 751 Abgeordnete zählt das Europäische Parlament, 96 von ihnen kommen aus Deutschland. Im Parlament vertreten sind acht politische Fraktionen. 20 Fachausschüsse im EU-Parlament stimmen über die Gesetzesentwürfe der Europäischen Kommission ab. Die 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben insgesamt rund 33.000 Mitarbeiter in die EU-Kommission entsandt, und in der Kommission werden 24 Amtssprachen gesprochen…

27 Schüler einer neunten Klasse folgten aufmerksam den zahlreichen Daten und Fakten zur EU, vorgetragen von Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus, der am heutigen Europa-Projekttag in der Lindenschule in Lübtheen eine Unterrichtsstunde zur Zukunft Europas und zur derzeitigen EU-Politik gab.

Der Minister stellte seinen jungen Zuhörern nicht nur die EU-Institutionen und den politischen Gesetzgebungsprozess auf europäischer Ebene vor. Er erläuterte das Funktionieren der EU ganz praktisch an Beispielen aus dem Alltagsleben der Schüler, etwa an Schüler- und Studenten-Austauschprogrammen oder an den Vorzügen der einheitlichen Währung und der entfallenden Roaming-Gebühren beim Telefonieren im europäischen Ausland. „Ihr seht, die EU macht einiges einfacher“, sagte er, bevor er mit den Schülern über die gemeinsamen europäischen Werte – Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Wahrung der Menschenrechte – sprach. „Diese Werte sind in anderen Teilen der Welt leider noch immer nicht alltäglich gelebte Praxis“, unterstrich er.

Der Minister erläuterte die Bedeutung der EU als Friedensprojekt und als Wirtschafts- und Wachstumsmotor für die Regionen Europas. Und natürlich sprach er über die gemeinsame EU-Landwirtschafts- und Umweltpolitik, schnitt etwa die Themen Tierwohllabel und Pflanzenschutz an. „Gerade für Mecklenburg-Vorpommern ist die EU-Förderung von besonderer Bedeutung. Unser Land erhält in der laufenden Förderperiode von 2014 bis 2020 insgesamt 2,289 Milliarden Euro aus den Fonds für Regionale Entwicklung, dem Fonds für die Entwicklung ländlicher Räume und dem Europäischen Sozialfonds. Wir setzen das Geld unter anderem ein für Projekte im ländlichen Raum, um die Infrastrukturen in den Dörfern und Gemeinde weiter auszubauen“, berichtete er.

„Ich bin der festen Überzeugung, dass wir für eine starke Landwirtschaft in MV auch eine starke EU brauchen. Nur in Zusammenarbeit mit unseren Partnern auf EU-Ebene wird Europa das großartige Friedens- und Wohlstandsprojekt bleiben, das es ist“, sagte Minister Backhaus.

Anschließend diskutierten die Schüler mit dem Minister und konnten ihre Fragen zur EU loswerden.

Seit 2007 gibt es den EU-Projekttag. Bundeskanzlerin Angela Merkel initiierte den EU-Projekttag, um junge Menschen für die Europäische Union zu interessieren. Seitdem besuchen Politikerinnen und Politiker bundesweit Schulen im Mai.

Wirtschaftsminister eröffnet Kultursaison in Starkow

Starkow – Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe hat am Freitag beim Baumblütenfest die 16. Kultursaison in Starkow (Landkreis Vorpommern-Rügen) eröffnet. „Die Kultursaison in Starkow hat eine Vielzahl attraktiver Veranstaltungen zu bieten. Sechs Monate lang können Besucher ein bunt gemischtes Programm mit Konzerten, Ausstellungen und Gartenführungen erleben. Das ist herausragende touristische Werbung für die gesamte Region“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Veranstalter der Kultursaison ist der Verein Backstein – Geist und Garten e.V.. Der 2002 gegründete Verein hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, das historische Gartenensemble aus dem 18. bis 20. Jahrhundert wieder herzurichten und die historischen Backsteingebäude im Ort zu pflegen sowie thematische Führungen anzubieten. Über ein großes Veranstaltungsprogramm sollen die historischen Spuren der Region für Besucher erlebbar gemacht werden. Zudem setzen sich die Vereinsmitglieder gemeinsam mit der Gemeinde Velgast sowie der Kirchengemeinde Starkow und Velgast dafür ein, ein touristisches Informationszentrum in der Basilika Sankt Jürgen mit Aussichtsplattform und Ausstellung einzurichten. „Die Basilika ist Bestandteil eines historisch bedeutenden Ensembles. Pfarrhaus, Schul- und Küsterhaus, die wiedererrichtete Pfarrscheune, das Predigerwitwenhaus und der Pfarrgarten mit Streuobstwiese bilden ein attraktives Ausflugsziel. Da ist ein Informationszentrum für Besucher richtig angesiedelt. Die Planungen für die Umsetzung werden konkreter. Wir unterstützten das Vorhaben“, sagte Glawe.

Die Gesamtinvestitionen betragen rund 1,4 Millionen Euro. Bei Vorlage aller Unterlagen plant das Wirtschaftsministerium, das Vorhaben mit knapp 1,3 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) zu unterstützen.

2017 konnte der Landkreis knapp 2,2 Millionen Ankünfte und 9,7 Millionen Übernachtungen erfassen, wobei die durchschnittliche Aufenthaltsdauer bei 4,5 Nächten lag. Insgesamt gab es in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2017 nach Angaben des Statistischen Amtes 7,52 Millionen Gäste, die 29,75 Millionen Übernachtungen buchten.

Zuschuss für Bildungsdatenbank

Wittenburg – Am Montag, 07.05.2018, wird Digitalisierungsminister Christian Pegel dem Landkreis Ludwigslust-Parchim einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 21.428,57 Euro für eine Bildungs- und Beratungsdatenbank für junge Neuzugewanderte übergeben. Die Förderung erfolgt gemäß der Richtlinie zur Förderung der elektronischen Verwaltung in Mecklenburg-Vorpommern (E-Government-Richtlinie) des Ministeriums für Inneres und Sport Mecklenburg-Vorpommern. Die Gesamtausgaben für die Maßnahmen betragen knapp 30.000 Euro.

Der Landkreis möchte eine gut verständliche Gesamtübersicht über alle vorhandenen Bildungs- und Beratungsangebote erarbeiten, die Neuzugewanderte und alle, die mit der Integration von Migranten befasst sind, als Informationsplattform nutzen können. Um die dargestellten Angebote aktuell zu halten, wird eine Online-Datenbank erstellt, die Letztere auch pflegen und in ihrem Aufbau flexibel gestalten sollen. Um für Akzeptanz des Vorhabens zu sorgen und die Zu- und Mitarbeit der Beteiligten zu sichern, sollen alle Akteure an einen Tisch geholt werden.

Nach wie vor bestehen Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten zu Ungunsten Neuzugewanderter, was Teilhabe, Bildung, Ausbildung und Beschäftigung angeht. Ziel des Projekts ist es, Informationshürden abzubauen und jedem Einzelnen den Zugang zur Bildung zu ebnen. Sich selbstständig und eigenverantwortlich über geeignete und am eigenen Bedarf orientierte Bildungsangebote informieren zu können, ist ein erster Schritt zur Herstellung von Chancengerechtigkeit für junge Neuzugewanderte im Bildungssystem.

Die Bildungs- und Beratungsdatenbank soll Ende Oktober 2018 fertiggestellt sein.

Erster „Talk the Job” in Schwerin

Schwerin – Am Montag, den 7. Mai 2018, lädt erstmalig die „Projektgruppe Berufliche Integration von Migrantinnen und Migranten“ des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit zu einem „Talk the Job“ in das Schweriner Café Eiskristall ein. Bei dem zwanglosen Treffen soll es darum gehen, Unterstützung für Flüchtlinge anzubieten, um Arbeitsaufnahmen zu ermöglichen.

Wann? Montag, 07. Mai 2018 – ab 16 Uhr
Wo? Café Eiskristall, Pankower Straße 1-3, 19063 Schwerin

Die Mitarbeiter der Projektgruppe geben allgemeine Informationen zu Fragen des Berufslebens in Deutschland. Sie zeigen die Vorteile einer Berufsausbildung auf und geben Hinweise dazu, was bei einer Arbeitsaufnahme zu beachten ist. Weiterhin stehen sie für Fragen rund um das Thema Arbeit und Ausbildung zur Verfügung.

Gemeinsam mit Beratern des vom Wirtschaftsministerium geförderten Integrationsfachdienst Migration für Westmecklenburg, der Verbund für soziale Projekte (VSP) gGmbH, stehen weiterhin Fragen der Anerkennung von Schul- und Berufsabschlüssen, der Bewerbung und der notwendigen Qualifizierung auf der Themenliste.

Am 18. und 26. April 2018 fanden bereits in Torgelow und Neubrandenburg Auftaktveranstaltungen der Gesprächsreihe „Talk the Job“ statt. Jeweils rund 40 Personen haben die Gelegenheit genutzt und sich informiert sowie Rat und Hilfe geholt. Fortsetzungen sind geplant.

Jugend- und Familienministerkonferenz für Erhöhung der Mindest- und Höchstbeträge beim Elterngeld

Die Mitglieder der Jugend- und Familienministerkonferenz mit Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey in Kiel.

Die Mitglieder der Jugend- und Familienministerkonferenz mit Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey in Kiel

Schwerin – Die Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder in Kiel hat sich am ersten Tag einstimmig für die zukunftsorientierte Stärkung des Elterngeldes ausgesprochen. Sozialministerin Stefanie Drese war für Mecklenburg-Vorpommern Mitantragstellerin eines entsprechenden Beschlussvorschlags.

Im angenommenen Antrag fordern die Fachministerinnen und Fachminister die Bundesregierung auf, die Mindest- und Höchstbeträge beim Elterngeld unter Berücksichtigung der Einkommensentwicklung zu aktualisieren. Daneben wird um Prüfung gebeten, inwieweit auch der Einkommensbetrag aus Erwerbstätigkeit vor der Geburt aktualisiert werden muss.

Der Mindestbetrag beim Elterngeld liegt bei 300 Euro, der Höchstbetrag bei 1.800 Euro pro Bezugsmonat.

„Diese Beträge sind seit Inkrafttreten im Jahr 2007 unverändert. Deshalb ist aus unserer Sicht eine Erhöhung dieser wichtigen und erfolgreichen familienpolitischen Leistung dringend geboten“, betonte Ministerin Drese. Dies gelte gerade vor dem Hintergrund, dass das Elterngeld weiterhin eine Existenzsicherung und angemessenen Lohnersatz (65 Prozent des Nettoeinkommens des Antragstellers) ermöglichen soll.

Drese: „Der Sozialhilfesatz liegt für Alleinstehende bzw. alleinerziehende Personen seit dem 1. Januar 2018 bei 416 Euro. Zudem werden immer mehr Elterngeldanträge gestellt, bei denen der Maximalbetrag ausgeschöpft wird, so dass ein Lohnersatz von 65 Prozent regelmäßig nicht mehr erfolgt. Deshalb müssen die Mindest- und Höchstbeträge dieser Entwicklung angepasst werden.“

Geige im Wert von 25.000,- Euro wieder da

Rostock/Güstrow – Überglücklich konnte  eine 24-jährige südkoreanische Musikstudentin ihre wertvolle Geige wieder in Empfang nehmen. Abhandengekommen war ihr diese am 22.04.2018 in der S-Bahn auf der Fahrt von Rostock nach Güstrow. Nach Besteigen der S-Bahn platzierte sie das wertvolle Instrument neben sich auf dem Sitzplatz. Als sie bemerkte, dass ein älterer Herr einen Platz suchte, verstaute sie diese in der Hutablage und bot ihm den Sitzplatz an. Beim Ausstieg am Hauptbahnhof Rostock vergaß sie leider ihr Instrument.

Als sie dieses bemerkte, war der Schreck riesengroß. Handelte es sich doch hierbei um einen Nachbau einer „Sainton 1744“ eines bekannten Geigenbaumeisters aus Hannover. Der Wert der Geige soll sich auf ca. 25.000 Euro belaufen. Sofort verständigte die junge Dame die Deutsche Bahn, doch die Geige konnte nach Ankunft am Bahnhof Güstrow nicht mehr am Ablageort aufgefunden werden.

Nun wandte sich die Frau an die Polizei. Hier wurden die Ermittlungen aufgenommen. Durch die Bundespolizei erfolgte eine Auswertung der Videoaufzeichnung und tatsächlich konnte ein Tatverdächtiger ausgemacht werden.

Und wieder zeigte die gute Zusammenarbeit zwischen der Bundes- und Landespolizei Wirkung. Durch die Bundespolizisten wurde anhand der Bilder ein polizeiinternes Fahndungsblatt erstellt und den benachbarten Dienststellen der Landespolizei zur Mitfahndung übersandt.

Ein Beamter des Kriminalkommissariats in Güstrow erkannte den Mann wieder und wusste auch, wo er sich regelmäßig aufhält.

Zusammen mit seinem Kollegen begab er sich zu diesem Ort. Völlig verdutzt reagierte dieser, als er von den Zivilbeamten mit den Worten „Guten Morgen. Musikschule Güstrow. Können wir Ihnen Geigenunterricht anbieten“ angesprochen wurde. Danach gaben sich diese als Polizeibeamte zu erkennen und erklärten ihr Erscheinen.

Der Mann war sofort geständig, führte die Beamten zu seiner Wohnung und übergab ihnen die Geige. Vermutlich war ihm der Wert der Geige zu keiner Zeit bewusst.

Die Geige wurde sichergestellt und am 03.05.2018 der Eigentümerin zurückgegeben. Diese war überglücklich und bedankte sich bei den Ermittlern.

Gegen den Mann wird durch die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren geführt.

Gedenkstätte für Opfer des „Cap Arcona“-Untergangs saniert

Ministerin Hesse: Erinnerung an diese Schrecken müssen wir wachhalten

Insel Poel – Bildungsministerin Birgit Hesse hat die Gedenkstätte für die Opfer des „Cap Arcona“-Untergangs auf der Insel Poel nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wiedereröffnet. Die Landeszentrale für politische Bildung hat das Projekt mit 25.900 Euro unterstützt. Das Landesamt für innere Verwaltung steuerte über das Gräbergesetz 70.844 Euro bei. Die Gedenkstätte erinnert an eine der größten Katastrophen am Ende des Zweiten Weltkriegs. Beim Untergang der KZ-Häftlingsschiffe „Cap Arcona“ und „Thielbek“ kamen über 7.000 Häftlinge in der Lübecker Bucht ums Leben. Nur wenige Hundert konnten sich retten.

„Der Untergang der ‚Cap Arcona‛ und der ‚Thielbek‛ markiert einen der Schlusspunkte eines grausamen Krieges, der in seiner bis heute unfassbaren Dimension ungerechter nicht hätte sein können“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Die Erinnerung an diese Schrecken müssen wir wachhalten. Verfolgung, Ausgrenzung, Verrohung, Unmenschlichkeit – das sind die Schlaglichter, die in den Köpfen jeder Generation sofort aufblitzen müssen, wenn es darum geht, was aus Rassismus und Gruppenwahn werden kann. Gedenken hat ein aktivierendes Element“, sagte Hesse. Es fordere uns auf, aktiv einzutreten gegen Antisemitismus, Intoleranz und Ausgrenzung.

„Mit den Errungenschaften unserer Demokratie, unsere Grundrechte und Grundwerte zu verteidigen, tragen wir das Gedenken über einzelne Jahrestage hinaus“, so Bildungsministerin Hesse. „Der Antrieb dafür ist eine greifbare Erinnerung und diese Erinnerung braucht Orte. Die Sanierung der Gedenkstätte auf der Insel Poel ist deshalb nicht nur ein Bauprojekt, das erfolgreich umgesetzt wurde. So wie wir unsere Erinnerung erhalten und wiedererwecken müssen, müssen wir auch ihre Orte erhalten und wiedererwecken“, sagte sie.