Minister eröffnet in Sternberg das 16. Landes-Rapsblütenfest

Sternberg – Raps ist Deutschlands Ölpflanze Nummer 1. „Im Jahr 2017 wurden in Mecklenburg-.Vorpommern 681.400 Tonnen Raps geerntet. Das entspricht fast 16 Prozent der Gesamterntemenge Deutschlands“, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus am Sonnabend zur Eröffnung des 16. Landes-Rapsblütenfestes in Sternberg. In der Bundesrepublik waren im vergangenen Jahr 4,31 Millionen Tonnen Raps geerntet worden. „Der Ertrag im Jahr 2017 lag mit 30,2 Dezitonnen je Hektar zwar um etwa 10 Prozent über dem sehr schlechten Vorjahresertrag, aber immer noch um etwa 19 Prozent unter dem langjährigen Mittel“, sagte der Minister weiter. Auch die Erzeugerpreise blieben mit 340 Euro je Tonne unter den Erwartungen.

Zwar sei Mecklenburg-Vorpommern mit einer Aussaatfläche von 204.500 Hektar weiterhin das bedeutendste Bundesland für den deutschen Rapsanbau. „Allerdings ist die Rapsanbaufläche gegenüber dem Vorjahr aufgrund der ungünstigen Witterung zum Aussaattermin um 20.000 Hektar gesunken, das sind fast 10 Prozent weniger“, so Backhaus.

Er verwies auf die vielfältigen „Talente“ der Rapspflanze, die nicht nur eine wichtige Nahrungsquelle für Honigbiene und Wildinsekten darstellt. In der Fruchtfolge mit Getreide fördert die Pflanze Durchlüftung, Humusbildung und biologische Aktivität des Bodens. Verwendung findet sie in Speiseöl, Margarine, Lecithin für Schokolade oder Snacks, in Kosmetik, Biodiesel, Farben und Schmierfetten. Als Rapsschrot wird sie zu eiweißreichem Tierfutter – und schließlich prägen die gelbblühenden Felder nachhaltig das Landschaftsbild des Tourismuslandes Mecklenburg-Vorpommern.

„Traditionen wie das Rapsblütenfest sind unverzichtbar, um das Land für in- und ausländische Gäste attraktiv zu machen. Das Rapsblütenfest ist inzwischen über die Landesgrenzen hinaus bekannt und begeistert von Jahr zu Jahr mehr Besucher“, erklärte der Minister und unterstrich die Reize der Sternberger Seenlandschaft mit ihren tiefen Gewässern, jahrhundertealten Buchenwäldern und anheimelnden Dörfern. Das Gebiet des Amtes Sternberger Seenlandschaft liegt vollständig im 2006 gegründeten und inzwischen für seine Qualität ausgezeichneten, 54.000 Hektar umfassenden Naturpark Sternberger Seenland.

Der Minister dankte der Stadt Sternberg, dem Verein „Sternberg und Mehr“, den Sponsoren und der amtierenden Rapsblütenkönigin Angelique Agarius für ihr Engagement rund um den Raps und das Landes-Rapsblütenfest.

Saisonauftakt beim Flughafen Heringsdorf

Rudolph: Flughafen ist inzwischen ein Aushängeschild für den Tourismus in Vorpommern

Insel Usedom – Die Linienflugsaison wurde zwar bereits am 14. April mit einer ausgebuchten Canadair CRJ900 der Lufthansa aus Frankfurt/Main eröffnet, aber erst heute wurde der Auftakt mit Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph und vielen Gästen aus der Tourismusbranche, Wirtschaft und Politik offiziell gefeiert.

„Der Flughafen Heringsdorf ist inzwischen ein Aushängeschild für den Tourismus in Vorpommern. Erreichbarkeit ist heute ein Standortfaktor von zunehmender Bedeutung. Das gilt für die Ansiedlung von Investoren genau wie für Gäste, die in Mecklenburg-Vorpommern Urlaub machen wollen. Wir können gemeinsam stolz sein, was wir hier geschafft haben“, betonte der Staatssekretär. Insgesamt werden in diesem Jahr fünf Linien bedient. Nach dem Start des Linienverkehrs am 14. April mit einem Lufthansa-Flug von Frankfurt am Main folgten am 28. April die Eurowings-Linien aus Düsseldorf und Stuttgart. Ab morgen (6. Mai) gibt es dann wieder regelmäßige Flüge aus der Alpenrepublik von Basel über Bern mit der SkyWork Airlines. Ab dem 25. Mai wird Linz in Österreich wöchentlich mit der Austrian Airlines angeflogen. Im vergangenen Jahr nutzten 32.128 Fluggäste den Heringsdorfer Flughafen, davon 19.616 Linienflugpassagiere. Die Lotsen registrierten 2017 insgesamt 4.369 Flugbewegungen.

„Die Zukunft und die weitere Entwicklung des Flughafens in der Region und für das Land sind spannende Themen“, betonten der Aufsichtsratsvorsitzende Norbert Raulin und Flughafengeschäftsführer Dirk Zabel. „Insofern sind wir sehr froh über die bisherige Unterstützung des Landes und des Wirtschaftsministeriums. Auch in Zukunft sind wir auf diese Hilfe angewiesen, so etwa bei der geplanten Erneuerung der 20 Jahre alten Anflugbefeuerung. Darunter sind die ortsfesten Licht- oder Funksignale zur Navigation bei Start- und Landemanöver zu verstehen“, so Dirk Zabel. Das Wirtschaftsministerium hatte in den vergangenen Jahren die notwendige Kapazitätserweiterung und die Herstellung der notwendigen Sicherheitsstandards mit insgesamt 1,34 Millionen Euro gefördert.

Investitionen in die Zukunft, die sich auszahlen. Eine zunehmende Zahl an Gästen aus dem südlichen und westlichen Ballungszentren Deutschlands sowie aus Österreich und der Schweiz entscheidet sich für die unkomplizierte Anreise per Flugzeug. Die Insel Usedom konnte 2017 1.068.258 Ankünfte und 5.296.492 Übernachtungen verzeichnen. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr zwar einem Rückgang von 1,5 Prozent bei den Ankünften und 1,2 Prozent bei den Übernachtungen, stellt jedoch trotzdem das zweitbeste Ergebnis für die Insel nach der Wende dar. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt mit 5,0 Nächten deutlich über dem Landesschnitt von 4,0 Nächten. Mecklenburg-Vorpommern erreichte im Jahr 2017 ebenfalls sein zweitbestes Ergebnis mit 29,7 Mio. Übernachtungen (-1,8 % gegenüber dem Vorjahr) und 7,5 Mio. Gästeankünften (-0,5 % gegenüber dem Vorjahr).