Windflüchter-Charity-Gala in Stralsund

Stralsund – In Stralsund hat am Sonnabend die Windflüchter-Charity-Gala stattgefunden. Mit den Erlösen der Spendengala werden Projekte unterstützt, die sich mit der Krankheits- und Alltagsbewältigung von Krebspatientinnen und Krebspatienten befassen. „Mit der Spenden-Gala wird auf das Thema Krebs und die damit verbundenen Probleme in besonderer Weise aufmerksam gemacht. Darüber hinaus werden die Mittel für die Stiftung „Betroffen“ eingeworben. Mit den Erlösen werden Stiftungsvorhaben sowie regionale Projekte unterstützt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Mit den Erlösen unterstützt die Stiftung „Betroffen“ Projekte, die sich mit der Krankheits- und Alltagsbewältigung von Krebspatientinnen und Krebspatienten befassen. Hierzu zählen auch die psychosozialen Hilfs- und Beratungsangebote für Menschen mit Krebs und deren Angehörigen in Vorpommern-Rügen. Für Menschen, die durch die Krebserkrankung in eine finanzielle Notlage geraten sind, ist ein Härtefonds eingerichtet worden. „Leider gibt es viele Betroffene, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen und Hilfe benötigen. Oft sind es Kleinigkeiten, die neuen Lebensmut und Kraft geben. Viele positive Impulse unterstützten die gute medizinische Behandlung zusätzlich“, so Glawe weiter.

Nach Angaben des Gemeinsamen Krebsregisters der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen gibt es in Mecklenburg-Vorpommern rund 53.500 Menschen, die in den vergangenen zehn Jahren die Diagnose Krebs erhielten (Stand 31.12.2015). Krebserkrankungen treten zumeist im höheren Lebensalter auf: die Hälfte der neuerkrankten Männer im Diagnosejahr 2015 waren 69 Jahre oder älter. Bei den Frauen betrug das mittlere Erkrankungsalter 70 Jahre. In der Altersgruppe der über 70-Jährigen leben in Mecklenburg-Vorpommern rund jeder siebente Mann und jede vierzehnte Frau mit einer in den letzten 10 Jahren diagnostizierten Krebserkrankung.

Gesundheitsminister Glawe hat dafür geworben, die vorhandenen Beratungsangebote im Land zu nutzen. „Es gibt eine Reihe von Ansprechpartnern. Hierzu zählt neben den Ärzten auch das Selbsthilfenetz. Hier können sich Erkrankte und ihre Angehörigen austauschen und gegenseitig helfen“, so Glawe weiter. In Mecklenburg-Vorpommern informiert die Internetseite www.selbsthilfe-mv.de umfassend über Selbsthilfegruppen für Erkrankte und ihre Angehörigen in Mecklenburg-Vorpommern.

Tipps und Anleitungen für einen bewegungsreichen Alltag gibt es auch im Präventionsratgeber der Deutschen Krebshilfe „Schritt für Schritt. Mehr Bewegung – weniger Krebsrisiko“. Kostenfreie Bestellung unter www.krebs-hilfe.de/infomaterial.

Die Stiftung „Betroffen“ wurde von Prof. Dr. Matthias Birth gemeinsam mit seiner Ehefrau Antje zu seinem 50. Geburtstag im Jahr 2014 gegründet. Prof. Dr. Matthias Birth ist Ärztlicher Direktor des Stralsunder Helios Hanseklinikums und Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie. Die Windflüchter-Charity-Gala, die von dem Ehepaar ebenfalls initiiert wurde, fand 2017 erstmals statt. Schirmherrin der Gala ist Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Als Ehrengäste sind u.a. auch der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt eingeladen worden.

Die gesammelten Spenden werden auch für fortlaufende Stiftungsprojekte, wie u.a. das Schminkseminar für an Krebs betroffene Patientinnen, die psychoonkologische Mediathek und den Härtefonds zur individuellen Hilfe von Krebspatienten eingesetzt. Des Weiteren fördert das Kuratorium der Stiftung beispielweise den „Wünschewagen M-V“ des ASB Landesverbandes MV e.V. Eine Unterstützung erhielten 2017 die Stralsunder Wohlfahrtseinrichtungen zur Einrichtung und räumlicher Ausstattung einer „hospizlichen Tagespflege“ im Hospiz „Gezeiten“ in Stralsund, der Verein zur Unterstützung krebskranker Kinder und der Krebsforschung im Kindesalter Greifswald/Vorpommern e.V. zum Bau eines Spielplatzes am Eltern-Kind-Haus sowie die Universitätskinderklinik Greifswald zur Unterstützung des „Mutperlenprojektes“ für an Krebs erkrankte Kinder auf der Kinderkrebsstation.