Bürgerforum zur Ehrenamtskarte in Neubrandenburg

Voss: Anregungen der Bürgerinnen und Bürger aufnehmen und konzeptionelle Vorschläge diskutieren

Neubrandenburg – Heute, am 14. Mai 2018, startet in Neubrandenburg das zweite von vier Bürgerforen des Sozialministeriums und der Ehrenamtsstiftung zur Einführung einer landesweiten Ehrenamtskarte. Staatssekretär Nikolaus Voss betonte die besondere Bedeutung des Bürgeraustauschs: „Wir suchen das Gespräch mit den ehrenamtlich Aktiven, um die richtigen Angebote und die nötige Akzeptanz für die landesweiten Ehrenamtskarte zu schaffen.“

Ziel der Bürgerforen ist es, im direkten Dialog die Leitlinien einer landesweiten Ehrenamtskarte zu diskutieren. Diese Hinweise sollen in den weiteren Erarbeitungsprozess einfließen. Ein Konzept der Landesregierung soll im Oktober an den Landtag überwiesen werden.

„Mit der Einbeziehung von Expertinnen und Experten, den Erfahrungen aus anderen Bundesländern und der breiten Bürgerbeteiligung schaffen wir die Voraussetzungen für eine attraktive und akzeptierte landesweite Ehrenamtskarte. Gleichzeitig setzen wir auf eine gute Zusammenarbeit zwischen Land, Kreisen und Gemeinden und eine hohe Beteiligung privatwirtschaftlicher Kooperationspartner“, so Voss.

Weitere wichtige Erfolgsfaktoren sind nach Angaben von Staatssekretär Voss eine geringe Bürokratie, gerechte und nachvollziehbare Kriterien der Vergabe und eine einfache Form der Beantragung. Voss: „Die Karte darf kein Verwaltungsakt werden – weder für Ehrenamtler, Verein noch für die Ausgabestellen. Wir wollen ein praktisches und gut funktionierendes System. Am Ende muss das Ergebnis die Menschen überzeugen und als Zeichen der Anerkennung und des Dankes des Landes für das ehrenamtliche Engangement verstanden werden.“

Organisiert werden die Bürgerforen vom Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung gemeinsam mit der Ehrenamtsstiftung MV. Weitere Stationen der Ehrenamts-Tour sind im Juni Schwerin und Bad Doberan.

Diskussionsrunde im Plenarsaal zum Abschluss der Europawoche

Zerreißt der neue Ost-West Konflikt die EU?

Schwerin – Der Minister für Inneres und Europa Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier, wird am 15.05.2018 ab 18:30 Uhr an einer Diskussionsrunde teilnehmen. Mit den Gästen Dr. Franz Fischler, EU-Landwirtschaftskommissar a.D., Dirk Wiese, Osteuropabeauftragter der Bundesregierung, Joachim Bitterlich, Außenpolitischer Berater der Bundesregierung a.D., Nadia Hirsch, Fraktionsvorsitzende der FDP im Europaparlament und Dr. Franziska Brantner, europapolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen wird das Thema: „Zerreißt der neue Ost- West Konflikt die EU?“ diskutiert.

Das Ministerium für Inneres und Europa organisiert die Veranstaltung mit mehreren Kooperationspartnern im Plenarsaal des Landtages Mecklenburg-Vorpommern zum Abschluss der Europawoche.

Dazu wurde ein schwieriges, aktuelles Thema ausgewählt. Die EU befindet sich zurzeit in so vielen Krisen wie nie zuvor. Das reicht vom Brexit über die Wirtschafts- und Finanzkrise bis hin zur Flüchtlingsproblematik. Dazu kommt die, zumindest gefühlte, Spaltung zwischen Ost- und Westeuropäern. In solch einer Situation ist es durchaus nicht überspitzt, wenn von einer Zerreißprobe für die EU gesprochen wird.

Eine schwierige Frage ist, wie die EU vor dem Hintergrund Lösungen für die drängenden Probleme finden kann, zum Beispiel für das neue System nach Schengen. Ganz klar ist dabei, dass bestehende Regeln eingehalten werden müssen. Was überhaupt gemeinsam möglich ist und welche Konflikte gelöst werden müssen, das soll in der Diskussion mit den ausgewiesenen Experten ausgelotet werden.

Rund um den historischen Europatag am 9. Mai findet jedes Jahr die Europawoche statt – in diesem Jahr vom 2. bis zum 15. Mai. Überall in Deutschland gibt es Veranstaltungen rund um das Thema Europa. In Mecklenburg-Vorpommern hat sich die Landesregierung so auch dieses Jahr besonders aktiv am EU-Schulprojekttag am 04. Mai eingebracht. In vielen Schulen im Land waren Politiker und EU-Experten im Unterricht, um über Europa zu sprechen.

Kulturpreis des Landes 2018 ausgelobt

Ministerin Hesse ruft auf, Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger zu machen

Schwerin – Das Land Mecklenburg-Vorpommern lobt in diesem Jahr wieder einen Kulturpreis als Haupt- und Förderpreis aus. Die Auszeichnungen werden durch die Ministerpräsidentin verliehen. Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger müssen bis zum 1. Juli 2018 (Poststempel) im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eingehen.

„Mecklenburg-Vorpommern hat eine lebendige Kulturszene. Viele Menschen engagieren sich im Kulturbereich – ob beruflich oder in ihrer Freizeit“, betonte Kulturministerin Birgit Hesse. „Mit dem Landeskulturpreis sollen jene Bürgerinnen und Bürger, Vereine oder Gruppen geehrt werden, die das Kulturleben in unserem Land in außerordentlicher Art und Weise bereichern. Um zu zeigen, dass wir dieses Engagement nicht als selbstverständlich ansehen, vergibt das Land alljährlich einen Kultur- und Förderpreis“, erläuterte Hesse.

Der Förderpreis soll wie der Hauptpreis Leistungen von höchster Qualität anerkennen und besonders innovative Projekte berücksichtigen. Vorausgesetzt wird ein enger Bezug zu Land und Leuten. Der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro, der Förderpreis mit 5.000 Euro dotiert.

„Damit die Preise die Kulturschaffenden auch erreichen, braucht es Menschen, die sie vorschlagen. Ich bin mir sicher, dass viele von uns engagierte Persönlichkeiten kennen, die eine dieser Auszeichnungen verdient hätten. Ich freue mich auf zahlreiche Vorschläge“, sagte Ministerin Hesse.

Die Vorschläge können beim Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern, Werderstr. 124, 19055 Schwerin, eingereicht werden. Eigenbewerbungen sind nicht möglich.

Im Jahr 2017 wurde der Landeskulturpreis dem Fotografen und Kulturjournalisten Hans Pölkow verliehen. Den Förderpreis erhielt der polenmARKT e. V. Weitere Informationen und Bewerbungsbedingungen im Internet unter www.bm.regierung-mv.de in der Rubrik „Kultur“, Stichwort „Kulturpreise“.

Grimmen: Fensterbauer erhält Klimaschutzförderung

Grimmen – Für die Umrüstung der Beleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik und die Prozessoptimierung der Kunststofffertigungsanlage erhalten die „BEKRU-Werke“ in Grimmen im Landkreis Vorpommern-Rügen vom Energieministerium einen Zuschuss in Höhe von 268.329,60 Euro (Fördersatz 40,32 Prozent). Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Umsetzung von Klimaschutz-Projekten in wirtschaftlich tätigen Organisationen gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie.

Der Fenster- und Türenhersteller plant, an seinem Unternehmensstandort in Grimmen die Beleuchtung im Fertigungsbereich und in den Büros gegen effiziente LED-Beleuchtung auszutauschen sowie den Herstellungsprozess im Bereich Kunststoff energetisch zu optimieren. Die bisherigen fünf Produktionsmaschinen mit einer Anschlussleistung von 24,9 Kilowatt werden künftig durch ein modernes CNC-Bearbeitungszentrum mit einer Anschlussleistung von 9,5 Kilowatt ersetzt. Zudem soll zukünftig zum Verschweißen der Fensterrahmen ein Mehrkopf-Schweißautomat die Aufgabe der derzeitig eingesetzten zwei Schweißautomaten übernehmen. Die jährliche Energieeinsparung beträgt 15.200 Kilowattstunden.

Durch den Austausch der Beleuchtungssysteme und durch die Prozessoptimierung der Maschinen können jährlich 14.630 Kilowattstunden Strom sowie rund 43 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Unternehmer des Jahres 2018 – Verleihung findet am 13. Juni in Wismar statt

Schwerin – In vier Wochen, am Dienstag, den 13. Juni 2018, werden die Gewinner des Preises „Unternehmer des Jahres 2018“ geehrt. „Die Spannung steigt. Insgesamt wurden 127 Nominierungen in allen drei Kategorien für den diesjährigen Wettbewerb eingereicht. Die Bewerbungen kommen aus allen Regionen des Landes. Das ist eine anhaltend hohe Resonanz. Dies spricht ebenso für das hohe Interesse der heimischen Wirtschaft und bei den Kommunen. Unternehmergeist, Mut und gesellschaftliche Verantwortung werden bei uns in Mecklenburg-Vorpommern mit dem Unternehmerpreis des Landes geehrt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Montag. Die Bewerbungsphase lief von Januar bis Ende März.

Der Veranstaltungsort steht fest. „Die Preisverleihung findet in der Markthalle in Wismar statt. Wirtschaft und Politik haben den Wettbewerb gemeinsam ausgelobt. Die nominierten Firmen haben sich durch besondere Leistung, Qualität sowie Engagement hervorgehoben. Das wollen wir in Wismar im würdigen Rahmen präsentieren“, so Glawe weiter. Der Wettbewerb wird gemeinsam vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, dem Ostdeutschen Sparkassenverband mit den Sparkassen in Mecklenburg-Vorpommern, von den drei Industrie- und Handelskammern, den beiden Handwerkskammern und der Vereinigung der Unternehmensverbände Mecklenburg-Vorpommern getragen.

In der Kategorie „Unternehmerpersönlichkeit“ werden Unternehmer geehrt, die herausragende, beispielgebende Leistungen erbracht haben und sich als herausragende Unternehmerpersönlichkeit besonders auszeichnen. In der Kategorie „Unternehmensentwicklung“ geht es um beispielgebende und positive Unternehmensentwicklungen. Die Kategorie „Fachkräftesicherung und Familienfreundlichkeit“ würdigt besondere Aktivitäten zur Fachkräftesicherung, beispielsweise individuelle Lösungen für eine familienfreundliche Arbeitsorganisation und ein entsprechendes Betriebsklima. Zusätzlich können Sonderpreise vergeben werden.

Für die Ausgezeichneten steht ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 15.000 Euro zur Verfügung. Sie halten eine Urkunde und eine Stele.

Justiz von Mecklenburg-Vorpommern startet neues Karriereportal im Internet

Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU): „Wir kommen auf den Punkt. Ein Portal für alle, denn wir suchen von der Staatsanwaltschaft bis zum Vollzug Nachwuchs“

Schwerin – Am Montag startet die Justiz von Mecklenburg-Vorpommern offiziell das neue Karriereportal im Internet. Justizministerin Katy Hoffmeister dankt den Mitwirkenden aus allen Bereichen der Justiz für die Zusammenarbeit: „Die Justiz unseres Landes wird auf den Punkt gebracht. Wir haben nun ein Portal für alle Ausbildungsberufe. Denn egal ob an den Gerichten, in der Staatsanwaltschaft oder im Justizvollzug, wir brauchen überall und in jeder Besoldungsstufe Nachwuchs. Wer sich nun über seine Perspektiven in der Justiz informieren möchte, findet hier alle wichtigen Fakten, die er überall auf der Welt zu jeder Zeit abrufen kann.“

„Der nun bevorstehende Generationenwechsel ist für die Justiz unseres Landes eine große Herausforderung. In allen Ebenen müssen wir uns verjüngen. Es reicht nicht aus, in Universitäten und auf Ausbildungsmessen zu sein. Wir müssen uns vor allem auch in der digitalen Welt der jungen Menschen präsentieren. Die Informationen zur Ausbildung und auch zu den Bewerbungsmodalitäten sind nun kompakt und unkompliziert zu finden“, sagt Ministerin Hoffmeister.

Das Karriereportal ist vom gemeinsamen IT-Betrieb der Justiz (GemIT) im Justizministerium in Zusammenarbeit mit dem Oberlandesgericht Rostock und der Bildungsstätte Justizvollzug in Güstrow umgesetzt worden. Es bietet alle Informationen für aktuelle Ausbildungs- und Einstellungsbereiche der Justiz in M-V wie Rechtsreferendariat, Justizfachangestellte, Justizvollzugsanwärter und auch Gerichtsvollzieher. Mit dem Internetportal werden ebenso Schulen angesprochen und dazu ermuntert, live ein Gerichtsverfahren zu erleben. „Denn unsere Nachwuchs-suche beginnt bereits in der Schule“, so die Justizministerin.

Dahlemann: Geschichte Vorpommerns wird auf moderne Art präsentiert

Prerow – „Ich freue mich, dass am Internationalen Museumstag die Erweiterung des bereits bestehenden Virtuellen Museums Mecklenburg für Vorpommern vorgenommen wird. Das passt ganz hervorragend zum Motto des Tages „Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher“ und wird auf viel Resonanz treffen. Außerdem sind wir damit ganz auf der Höhe der Zeit, was die Digitalisierung angeht“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann am Sonntag beim Online-Gang im Darß-Museum Prerow.

Die Geschichte Vorpommerns werde nun als Teil der Landesgeschichte auf neue Weise und international erlebbar, „natürlich auch auf plattdeutsch, was ich sehr gut finde“. Eine englische Übersetzung sei in Vorbereitung.

Insgesamt 16 Museen in Vorpommern seien den Online-Schritt gegangen. Dahlemann: „Besonders reizvoll finde ich, dass mit dem virtuellen Gang, Besucherinnen und Besucher angeregt werden, tatsächlich ins Museum zu gehen und sich die Schätze direkt vor Ort anzusehen. Im Land denken wir darüber nach, den Tourismus qualitativ weiterzuentwickeln. Mit dem Online-Angebot wird dazu ein wichtiger Beitrag geleistet.“