Lesung im Büchermarkt Garz

Insel Rügen – Am 28. und 29. Juni um jeweils 19.30 Uhr werden im Büchermarkt Garz zwei Lesungen aus Harald Gehrkes bisher unveröffentlichter Sammlung „negür oder ein nordisches märchen“ angeboten. Einlass zur Veranstaltung ist ab 19 Uhr.

Dieses Mal ohne Life-Musik, aber mit Einspielung von Liedern von Bettina Wegner und Joanna Gemma Auguri. Um 19.00 Uhr ist wieder die Bar in Anja Gehrkes Werkstatt und das Buffett in der Küche geöffnet.

Der Eintritt ist frei, die Spende für den Hut wird diesmal für den Fußboden im KulturSchuppen verwendet.

Weil die Räumlichkeiten klein, aber fein, jedoch nur auf circa 40 vorhandene Plätze beschränkt sind, erhält man Karten nur nach telefonischer Voranmeldung (038304-829745).

Rostock wird schuldenfrei

Rostock – Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock wird Ende 2018 ihr Haushaltsdefizit von ehemals rund 178 Mio. Euro mit Unterstützung des Landes vollständig abgebaut haben. Bereits jetzt sind die zur Finanzierung des Defizits benötigten Kassenkredite Geschichte. Damit hat die größte und wirtschaftlich stärkste Stadt des Landes ihre finanzielle Handlungsfähigkeit vollständig wiedererlangt.

„Rostock hat in den letzten Jahren konsequent auf solide Finanzpolitik gesetzt. Das ist nicht immer einfach. Aber es zahlt sich langfristig für eine Stadt aus. Sie gewinnt Spielräume für Investitionen in die Zukunft“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Übergabe von Konsolidierungsbescheiden des Landes. „Die Landesregierung fährt selbst einen Kurs der soliden Finanzpolitik. Wir unterstützen deshalb Rostock und natürlich auch andere Kommunen aus voller Überzeugung bei der Haushaltskonsolidierung und beim Abbau von Altschulden. Rostock hat den Schwung der guten wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre genutzt. Das ist heute ein großer Erfolg für Rostock und ganz sicher auch für den Oberbürgermeister und den Finanzsenator der Stadt.“

„Es war ein anstrengendes Stück Arbeit für Verwaltung und Bürgerschaft, die richtigen Weichenstellungen zu treffen und den Konsolidierungskurs durchzuhalten. Auch in der Argumentation mit den Bürgerinnen und Bürgern, denn die Erfüllung vieler berechtigter Wünsche musste erst einmal aufgeschoben werden. Ich war immer davon überzeugt, dass wir den Konsolidierungskurs nur gemeinsam schaffen. Auch mit Hilfe des Landes ist die Hanse- und Universitätsstadt Rostock nun in der Lage, das Defizit vollständig abzubauen. Rostock ist Zugpferd für die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern. Ein Zugpferd muss man fordern und anspornen, deshalb unterstützt das Land die Stadt mit insgesamt rund 22,5 Mio. Euro aus dem Kommunalen Haushaltskonsolidierungsfonds und aus dem Kommunalen Entschuldungsfonds“, so Innenminister Lorenz Caffier. „Die Stadt wird nach der Konsolidierung wieder mehr Handlungsspielräume haben z.B. für Investitionen oder Kultur.“ Gleichzeitig appellierte Caffier, die wieder gewonnene finanzielle Leistungskraft nicht leichtfertig wieder aufs Spiel zu setzen: „Entscheidungen zu künftigen finanzwirksamen Maßnahmen sollten mit Augenmaß getroffen werden.“

Ein herausragender Meilenstein der deutschen Naturschutzpolitik

Roggentin – 2018 übernimmt die Deutsche Wildtier Stiftung in Mecklenburg-Vorpommern drei Flächen aus dem Nationalen Naturerbe in ihre Verantwortung. Aus diesem Anlass hatten der Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus, und die Deutsche Wildtier Stiftung zu einer Pressekonferenz in den Wald bei Roggentin eingeladen.

„Das Projekt Nationales Naturerbe ist zweifelsohne einer der herausragenden Meilensteine der Naturschutzpolitik der vergangenen Dekade“, sagte der Minister. „Ich freue mich außerordentlich über das, was wir in den inzwischen mehr als drei Legislaturperioden gemeinsam erreicht haben. Über Parteigrenzen hinweg und in Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Naturschutzorganisationen ist es uns gelungen, die Idee des Nationalen Naturerbes mit Leben zu erfüllen. Mein Dank gilt an dieser Stelle allen Beteiligten.“

Die Flächensicherung im Rahmen des Nationalen Naturerbes erfolgt mit dem Ziel, auf diesen Flächen dem Biotop- und Artenschutz sowie der Biodiversität Vorrang zu geben. In Mecklenburg-Vorpommern wurden bisher rund 47.000 Hektar aus dem Bundeseigentum für das Nationale Naturerbe gesichert. Hinzu kommen rund 11.200 Hektar BVVG-Flächen in Nationalparks und Naturschutzgebieten, die bereits vor diesem Projekt (also vor 2005) an das Land bzw. vom Land benannte Naturschutzorganisationen übertragen worden waren. Mecklenburg-Vorpommern stellt damit im Ländervergleich innerhalb Deutschlands den deutlich größten Anteil an solchen Flächen.

Neben dem Aspekt der Flächensicherung lebt das Projekt insbesondere auch von den Aktivitäten der nichtstaatlichen Naturschutzakteure wie der Deutschen Wildtier Stiftung. Die Naturschutzverbände und -stiftungen haben nicht nur das Projekt maßgeblich mitinitiiert, sondern übernehmen auch direkt Verantwortung als Flächenempfänger. In Mecklenburg-Vorpommern wurden aus dem Nationalen Naturerbe etwa 20.200 Hektar an die DBU Naturerbe GmbH, etwa 10.300 Hektar an weitere Naturschutzorganisationen und etwa 2.000 Hektar an das Land übertragen. Etwa 14.500 Hektar verbleiben im Bundeseigentum.

2005 wurde erstmals die Sicherung naturschutzfachlich wertvoller Bundesflächen unter dem Begriff „Nationales Naturerbe“ in die Koalitionsvereinbarung der regierenden Parteien aufgenommen und in den nachfolgenden drei Legislaturperioden fortgesetzt.

Bei den Flächen des Nationalen Naturerbes handelt es sich um Bundesflächen in einem Umfang von etwa 186.000 Hektar, bei denen der Bund zugunsten des Erreichens von Zielstellungen des Naturschutzes auf eine Privatisierung verzichtet. Stattdessen werden diese Flächen an die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die Länder sowie Naturschutzorganisationen übertragen oder verbleiben beim Bund.

Dies erfolgt mit der Auflage, die Flächen auf eigene Kosten gemäß den Zielbestimmungen zu erhalten sowie zu Orten der biologischen Vielfalt zu entwickeln. Eine forstwirtschaftliche Nutzung darf nur noch zum Zwecke eines Umbaus zu naturnahen Wäldern stattfinden. Mit Erreichen naturnaher Verhältnisse wird die forstliche Nutzung eingestellt.

In drei Tranchen wurden bisher deutschlandweit etwa 156.000 Hektar in das Nationale Naturerbe überführt. Vorrangig handelt es sich um ehemals militärisch genutzte Flächen (etwa 119.300 Hektar), das sogenannte „Grüne Band“ der ehemaligen innerdeutschen Grenze (etwa 6.800 Hektar) sowie ehemalige Flächen der BVVG (etwa 27.900 ha). In einer vierten Tranche sollen weitere 30.000 Hektar als Nationales Naturerbe benannt werden.

Gartenstraße in Demmin wird erneuert

Demmin – Die Hansestadt Demmin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) erhält für die Erneuerung der Gartenstraße im Sanierungsgebiet „Historischer Stadtkern/Anklamer Vorstadt“ aus der Städtebauförderung Finanzhilfen in Höhe von rund 220.000 Euro. Die Gesamtausgaben für diese Maßnahme betragen knapp 450.000 Euro.

Die Gartenstraße ist eine Wohn- und Geschäftsstraße. Sie befindet sich derzeit in einem desolaten Zustand. Daher soll die Straße grundhaft zweispurig mit beidseitigem Gehweg ausgebaut werden. Die Fahrbahn wird mit Betonsteinen befestigt. Die Gehwege werden mit grauen Betonplatten gepflastert. Straßenbegleitend entstehen 16 Parkplätze, davon zwei behindertengerecht. Zudem werden neun Bäume gepflanzt und sieben LED-Lampen erneuert. Auch Papierkörbe und Fahrradständer werden aufgestellt. Die Hansestadt Demmin setzt mit diesem Vorhaben die gestalterische Aufwertung der Straßenzüge in der Innenstadt fort.

Die Baumaßnahme soll voraussichtlich im Juli begonnen und im November 2018 fertig gestellt werden.

„Regionales Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau“ seit zehn Jahren aktiv

Rostock – 10 Jahre Kooperationsverbund maritimer Zulieferer – das „Regionale Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau“ (RIC MAZA MV) hat am Mittwoch (06.06.) in Rostock sein zehnjähriges Bestehen mit einem Festakt begangen. „Gemeinsam stark sein – dieses Motto haben sich die Mitgliedsunternehmen des RIC MAZA auf die Fahnen geschrieben. In vertrauensvoller Zusammenarbeit und partnerschaftlicher Kooperation sind die maritimen Zuliefererbetriebe des Landes im Verbund aktiv, um ihr Innovations- und Leistungspotential weiter zu stärken. Dazu ist es unter anderem notwendig, dass durch die Entwicklung innovativer Fertigungstechnologien und -verfahren die Produktivität der Fertigungsprozesse gesteigert wird. Da sehe ich noch viel Potential, das mit Unterstützung des Kooperationsverbundes gehoben werden sollte“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

„Das Wirtschaftsministerium hat von Anbeginn an den Aufbau eines Netzwerkes in der maritimen Zulieferindustrie des Landes gefördert“, hob Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph in Rostock hervor. „Es ist gelungen, in der maritimen Branche eine tragfähige Kooperationsstruktur zu etablieren, so dass die maritime Industrie im Land nachhaltig gestärkt werden konnte. Das enge Zusammenwirken von maritimer Realwirtschaft und Wirtschaftsministerium, auch in schwierigen Zeiten, zahlt sich jetzt aus. Der Schiffbau in MV steht in den kommenden Jahren vor großen und nie so komplex dagewesenen Herausforderungen“, so Rudolph weiter. „Mit der Weiterentwicklung der MAZA M-V zum Regionalen Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz hat der Kooperationsverbund erneut strategische Weitsicht bewiesen. MAZA wird so an weiteren Kapiteln des Erfolgs maritimer Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern aktiv mitarbeiten können. Wir werden diese für unsere Volkswirtschaft bedeutsame Weiterentwicklung des MAZA-Verbundes unterstützen“, so Rudolph abschießend.

Die Maritime Zuliefer Allianz hat es sich zum Ziel gesetzt, in Zusammenarbeit mit den Werften sowie den Einrichtungen aus der maritimen Wissenschaft und Forschung eine Verbesserung der Energieeffizienz, des Klima- und Umweltschutzes und der Sicherheit bei den Schiffbauprojekten zu erreichen. Zugleich soll die Entwicklung innovativer Fertigungstechnologien und -verfahren die Produktivität der Fertigungsprozesse steigern. „Die maritime Industrie unseres Landes ist im Aufwärtstrend. Es hat sich auf den Werften ein technisch anspruchsvoller, innovativer Spezialschiffbau entwickelt. Daraus folgen wachsende Ansprüche an die Zuliefererbetriebe. Die Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Mitarbeiter passgenau und zukunftsgerecht zu qualifizieren. Die weitere wichtige Aufgabe ist es, die Bereiche Forschung, Entwicklung und Innovationen jetzt zu verstärken. Hierbei unterstützen wir“, betonte Rudolph.

In der europäischen Förderperiode 2014 bis 2020 stellt das Wirtschaftsministerium für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovationen (FuEI) in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 168 Millionen Euro aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) zur Verfügung. Im Zeitraum 2014 bis 2017 sind landesweit Zuschüsse in Höhe von 122,5 Millionen Euro für 354 Vorhaben vom Wirtschaftsministerium bewilligt worden. Davon unter anderem 80,5 Millionen Euro für 184 Verbundforschungsvorhaben, 32,6 Millionen Euro für 59 einzelbetriebliche FuEI-Vorhaben und 2,3 Millionen Euro für 15 Prozessinnovationen. Die Unterstützung ging vorrangig an kleine und mittlere Unternehmen – insgesamt 36,6 Millionen Euro für 182 Projekte, 45,4 Millionen Euro erhielten große Unternehmen für 54 Projekte, 24,2 Millionen Euro an Universitäten/Hochschulen (einschließlich Universitätsmedizin) für 74 Projekte und 16,3 Millionen Euro an außeruniversitäre Forschungseinrichtungen für 44 Projekte. „Die Intensivierung von Forschung und Entwicklung trägt dazu bei, die industrielle Wertschöpfung im Land zu erhöhen und dadurch zukunftssichere Arbeitsplätze zu schaffen. Diesen Weg wollen wir gemeinsam mit den Unternehmen des Landes weiter gehen“, sagte Rudolph.

Das „Regionale Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau“ wird vom Wirtschaftsministerium aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) für die Jahre 2018 bis 2020 in Höhe von 240.000 Euro unterstützt. Die Gesamtinvestitionen betragen 480.000 Euro. Das „Regionale Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau“ (RIC) hat nach eigenen Angaben derzeit 41 Mitglieder, die insgesamt 2.800 Mitarbeiter beschäftigen und einen Umsatz in Höhe von rund 250 Millionen Euro für schiffbauliche Leistungen erzielen.

In Mecklenburg-Vorpommern ist die maritime Industrie (Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro eine starke Wirtschaftsbranche. Zum hiesigen Schiff- und Bootsbau zählen etwa 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, den MV WERFTEN in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, der NEPTUN WERFT in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der TAMSEN MARITIM in Rostock waren Ende März 2018 rund 2.670 Mitarbeiter und etwa 230 Auszubildende beschäftigt.

Den Schiffbau ergänzen maritime Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion innovativer Systemlösungen konzentrieren, mit etwa 140 Unternehmen und rund 5.000 hochwertigen Arbeitsplätzen. Die Produkte umfassen nicht nur Komponenten für das Finalprodukt Schiff, sondern auch maritime Anlagen und Systeme für die Hafenwirtschaft und -logistik, die maritime Umwelt- und Sicherheitstechnik sowie die Offshore-Technik und weitere Bereiche der Meerestechnik.

Schwesig: Altenparlament ist wichtiger Partner für die Landesregierung

Schwerin – Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat heute in Schwerin das 10. Altenparlament eröffnet: „Zum 10. Mal kommen engagierte Bürgerinnen und Bürger zusammen, um gemeinsam darüber zu reden, was sie bewegen wollen, wenn es um die Belange der Älteren und insgesamt um ein gutes Zusammenleben in Mecklenburg-Vorpommern geht.“

Landesseniorenbeirat, Altenparlament und viele andere Seniorenorganisationen seien unersetzliche Partner für Landtag und Landesregierung, „wenn es darum geht, auf die Belange der älteren Generation aufmerksam zu machen. Darauf können sie stolz sein. Stolz sein können sie auch darauf, dass viele Vorschläge und Beschlüsse aus der Sitzung des 9. Altenparlaments direkt in die Koalitionsverhandlungen eingeflossen sind“, so Schwesig. Als Beispiele dafür nannte sie den Beschluss „Wohnen im Alter“. „Wir haben vereinbart, bei der Städtebau- und Wohnungsbauförderung einen Schwerpunkt auf die Schaffung von mehr altersgerechten Wohnungen und eines barrierearmen Wohnumfelds zu setzen.“

Auch der heutige Leitantrag zur Medienkompetenz von Seniorinnen und Senioren zeige, wie aktuell die Themen, die das Altenparlament diskutiere „für uns alle sind. Die Digitalisierung und ihre Umsetzung ist auch das große Thema für die Landesregierung.“ Deshalb habe die Landesregierung eine Digitale Agenda entwickelt, mit der in den kommenden Jahren 1,5 Milliarden Euro für die Digitalisierung ausgegeben würden. Ein sicherer und verantwortungsbewusster Umgang mit den neuen Medien sei besonders wichtig. „Staatskanzlei, Sozialministerium und Landesmedienanstalt haben schon 2007 die erste Vereinbarung zur Förderung der Medienkompetenz unterschrieben. Mit dem klaren Ziel, den Zugang und den Umgang mit dem Internet zu erleichtern – für alle Generationen“, betonte Schwesig. Inzwischen seien viele Maßnahmen umgesetzt worden wie z.B der Medienkompass MV, der 2017 noch einmal speziell für die Bedürfnisse von Menschen mittleren und höheren Alters weiterentwickelt wurde.

Schwesig: „Die Seniorinnen und Senioren sind stark bei uns. Ihre Arbeit ist ein wichtiger Baustein bei der Zukunftsgestaltung unseres Landes. Deshalb möchte ich Sie alle ermutigen, Ihre wichtige Arbeit weiterzuführen.“

Minister: Big Data in Landwirtschaft ganz klar ein Zukunftsmodell

Dummerstorf – Am 6. Juni haben das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie Dummerstorf, die Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei, die Humboldt-Universität zu Berlin und die Universität Rostock zum 7. Wilhelm-Stahl-Symposium in Dummerstorf eingeladen. Über 100 Wissenschaftler und Landwirte berieten die Fragestellung „Big Data im Stall – Zukunftsmodell oder Sackgasse?“.

„Big Data, also rasant wachsende Datenmengen, sind natürlich auch im Stall längst Realität“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus, zu Beginn des Fachsymposiums. „Selbstverständlich sehe ich auch die damit verbundenen Risiken. Aus meiner Sicht überwiegen aber ganz klar die Chancen für die Landwirtschaft und deshalb ist es für mich auch das einzig gangbare Zukunftsmodell.“

53 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland würden bereits digitale Lösungen nutzen. Aus den Kontakten mit Betriebsleitern hätte er den Eindruck gewonnen, dass der Nutzungsumfang digitaler Lösungen in Mecklenburg-Vorpommern auf Grund der Größe beispielsweise der modernen Michviehbetriebe noch weit höher sei. Hier würden schon heute beim Melken in großem Umfang Daten erfasst, die in die Zuchtwertschätzung einfließen und beim Herdenmanagement helfen.

In erster Linie gehe es den Betrieben darum, die klaren Vorteile der Digitalisierung zu nutzen. Dazu zählen insbesondere eine höhere Produktivität durch optimierte Haltungssysteme, eine Zeit- und Kostenersparnis und eine Verbesserung der Produktqualität. Aber auch eine körperliche Entlastung sowie die Schonung der Ressourcen, tierartgerechtere Haltung und geringere Umweltbelastung seien Effekte der Digitalisierung. Der Minister verwies darauf, dass bereits 2017 im Landwirtschaftsministerium eine Arbeitsgruppe „Digitalisierung“ gebildet worden sei. Daran sind auch Vertreter der LMS Agrarberatung, der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei sowie des Landbauernverbandes beteiligt.

Damit Big Data im Stall tatsächlich zu einem Erfolgsmodell werde, käme es entscheidend auf die Rahmenbedingungen an. So müsste die digitale Infrastruktur massiv ausgebaut werden. Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns habe das Thema zur Chefsache gemacht. Insgesamt 1,5 Milliarden Euro aus Mitteln der EU, des Bundes und des Landes werden für die Digitalisierung im Land bereitgestellt. 1.3 Milliarden davon würden in den Ausbau eines schnellen Internets fließen.

Auch müsste der gesetzliche Datenschutz über personenbezogene Daten hinaus auf Betriebs-, Maschinen- und Geschäftsdaten ausgedehnt werden. Die Landwirte müssten die Hoheit über ihre Daten behalten können. „Wir wollen nicht den gläsernen Landwirt“, sagte der Minister.

„Nicht zuletzt können wir Digitalisierung auch dazu nutzen, um Landwirtschaft und Verbraucher näher zusammenzubringen. Transparenz der Produktionsverfahren und Rückverfolgbarkeit werden durch Digitalisierung vereinfacht. Das schafft Vertrauen und erhöht die Wertschätzung für die Landwirtschaft“, schloss Dr. Backhaus seine Rede.

Parkhaus am Alten Hafen Wismar wird eröffnet

Wismar – Christian Pegel, Minister für Energie Infrastruktur und Digitalisierung und Thomas Beyer, Bürgermeister von Wismar, eröffnen morgen (07.06.2018) gemeinsam den Parkhausneubau am Alten Hafen in Wismar. Die Landesregierung unterstützt den Bau des öffentlichen Parkhauses der Hansestadt mit Städtebaufördermitteln in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro.

„Die Hafenhalbinsel wurde durch die Sanierung und Umnutzung der denkmalgeschützten Speicher und Silos sowie durch die damit einhergehende Schaffung neuer Ferienappartements, Gewerbeeinheiten und gastronomischer Einrichtungen enorm aufgewertet. Sie zieht viele Besucher an, von denen ein Großteil mit dem Auto kommt. Für sie entstehen in dem neuen Parkhaus 219 dringend benötigte Stellplätze“, begründet Christian Pegel die Unterstützung.

Die Kosten betragen knapp 5,5 Millionen Euro und werden bis zu 40 Prozent aus der Städtebauförderung finanziert. Aufgrund seiner Lage in der Innenstadt mit dem Status „UNESCO-Welterbestätte“ musste der Neubau erhöhte Anforderungen erfüllen. So sind besondere Lärmschutzmaßnahmen notwendig gewesen und die Fassade wurde aus rotbraun emaillierten Profilbauglaselementen errichtet, damit sie zum Ziegelmauerwerk der benachbarten Speicher passt.

„Das fünfgeschossige Parkhaus wird dazu beitragen, den Parkplatzbedarf in Wismars Altstadt zu decken“, so Christian Pegel, der als Infrastrukturminister für Verkehr und Bauen gleichermaßen zuständig ist.

Die Betreiber des Parkhauses sind die Entsorgungs-und Verkehrsbetriebe (EVB) der Hansestadt Wismar.

Christian Pegel gratuliert Rostocker Start-up zu erneuter Auszeichnung

Rostock – Nach verschiedenen Preisen und Auszeichnungen wurde das Rostocker Unternehmen Gensoric mit seinem neuartigen Energiespeicher „Willpower Energy“ nun auch zu den 100 innovativen Preisträgern des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2018 gewählt. Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank richten diesen Innovationswettbewerb seit 13 Jahren gemeinsam aus.

„Mein Glückwunsch an das Team von Gensoric, das aus 1500 Bewerbern mit ausgewählt wurde. Ich freue mich sehr über den erneuten Erfolg dieses jungen Unternehmens aus Mecklenburg-Vorpommern in einem prestigeträchtigen Wettbewerb“, sagte Energieminister Christian Pegel und schloss sich gern der unabhängigen Wettbewerbsjury an: „Willpower Energy zeigt, wie durch Experimentierfreude, Neugier und Mut zum Umdenken zukunftsweisende Innovationen im Bereich Energiespeicherung entstehen können.“

Die Anlage der Rostocker produziert Methanol mit Hilfe von Enzymen, direkt aus der Umgebungsluft gefiltertem Kohlenstoffdioxid, Wasser und grünem Strom. Das gewonnene Methanol agiert als saisonaler Energiespeicher für Wohnhäuser. Der Prozess ist Kohlenstoffdioxid neutral und kann fossile Rohstoffe wie Erdöl und Erdgas ersetzen. Den Markteintritt planen die Hansestädter für Ende 2019.

Das Unternehmen hat in diesem Jahr bereits den Climate CoLab Contest des renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston/USA gewonnen sowie den dritten Platz beim weltgrößten Innovationscontests IEIC belegt.

Greifswald erhält Zuschüsse für Radstation und Solarthermieanlage

Greifswald – Der Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Christian Pegel übergibt heute zwei Zuwendungsbescheide an den Oberbürgermeister der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, Dr. Stefan Fassbinder.

Die Hansestadt erhält einen Zuschuss in Höhe von 245.509 Euro (Fördersatz 75 Prozent) für die Errichtung einer Radstation am Bahnhof. Diese Mittel werden nach der Förderrichtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Investitionen und Maßnahmen im öffentlichen Personennahverkehr aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt.

Die Errichtung einer Radstation in der Nähe des Greifswalder Bahnhofs ist ein Leitprojekt des Radverkehrsplans 2010 der Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Durch die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes im Jahr 2014 sind zwar alle Abstellplätze dort geordnet und beleuchtet. Allerdings reichen die vorhandenen, teilweise überdachten Radabstellplätze nicht aus und bieten wenig Schutz gegen Vandalismus. Zum bisherigen Angebot im Bahnhofsumfeld werden daher weitere 136 witterungs- und diebstahlgeschützte Fahrrad-Stellplätze geschaffen. Das Bauwerk der Radstation soll eingeschossig in drei Modulen errichtet werden. In zwei Modulen sollen Doppelstock-Fahrradparker für jeweils 48 Fahrräder (insgesamt 96 Fahrräder) eingebaut werden. Ggf. können zusätzliche Stellflächen für Sonderräder (Liegeräder, Tandems, Lastenräder, Fahrradanhänger) innerhalb dieser Module vorgesehen werden. In einem dritten Modul sind 20 einzeln verschließbare Doppelstock-Fahrradboxen für insgesamt 40 Fahrräder vorgesehen.

Mit dem Vorhaben wird durch das sichere Abstellen der Fahrräder am Bahnhof die Verknüpfung zwischen den Verkehrsträgern Fahrrad, Bahn und Bus verbessert und somit der öffentliche Nahverkehr attraktiver gestaltet. Die Inbetriebnahme der Radstation ist für das dritte Quartal 2019 geplant.

Zudem erhält die Stadt einen Zuschuss in Höhe von 47.502,64 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die Errichtung einer Solarthermieanlage für die Caspar-David-Friedrich-Sporthalle. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen. Aufgrund des starken Sanierungsbedarfs der alten Sporthalle entsteht gegenwärtig ein Ersatzneubau. Die zu errichtende Solarthermieanlage soll neben Fernwärme als zweite Wärmequelle zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung dienen. Die vom 105 Quadratmeter großen Kollektorfeld gelieferte Energiemenge wird in einen Heizungspufferspeicher mit 8.000 Litern Fassungsvermögen eingespeist. Der Speicher soll die Differenzen zwischen der erzeugten und der verbrauchten Wärmeleistung ausgleichen. Jährlich können durch das Vorhaben 26.330 Kilowattstunden Strom und 6,330 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.