Auszeichnung für eine nachhaltige Entwicklung im Schullalltag

Logo des Wettbewerbs

Stralsund – Umweltminister Dr. Till Backhaus hat heute (14. Juni) im Ozeaneum Stralsund 43 Schulen Mecklenburg-Vorpommerns den Titel „Umweltschulen in Europa/ Internationale Agenda 21- Schule“ verliehen. Ausgezeichnet werden die Schulen für die Umsetzung von Konzepten, die das umweltbewusste Verhalten der Schüler fördern und die nachhaltige Entwicklung in den Schulalltag integrieren. Zwei Jahre dürfen die Schulen sich als „Umweltschule in Europa“ ausweisen. Dazu wurden ihnen Flaggen und das Logo übergeben.

„Es ist mir sehr wichtig, Projekte zu unterstützen, bei denen junge Menschen sich aktiv für eine nachhaltige Entwicklung ihres eigenen Umfeldes einsetzen“, sagte Minister. „Deshalb habe ich im Jahr 2007 die Schirmherrschaft über diesen Wettbewerb übernommen.“

In den vergangenen zwei Schuljahren hatten die Schulen zwei Themen aus den vorgegebenen Bereichen “Ressource Wasser“, „Zukunft 2030“, „Schulgarten“ und „Eine Schule zum Wohlfühlen“ bearbeitet. Die Ergebnisse ihrer Projekte präsentierten die Schulen auch am Ort der Auszeichnung.

Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich seit dem Schuljahr 2001/2002 an der jährlichen Ausschreibung des Umweltschulen-Projektes der internationalen Umweltbildungsorganisation Foundation for Environmental Education (FEE), die in Deutschland durch die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU) vertreten wird. Seit 2014 beträgt in M-V die Projektdauer zwei Schuljahre.

Die Auszeichnung erfolgt seit 2016 an außerschulischen Lernorten der Umweltbildung des Landes. 2014/2016 hatten sich 35 Schulen beteiligt, am letzten Wettbewerb 43, die nach Auffassung der Jury alle die Kriterien des Titels erfüllten. 4 Schulen davon beteiligen sich seit Anfang an am Wettbewerb, 16 Schulen hatten sich erstmals beteiligt. Das Bildungsministerium unterstützt die Schulen mit BNE (Bildung für eine nachhaltige Entwicklung)-Regionalberatern in den vier Schulamtsbereichen des Landes.

Neue Arbeitshilfe zu den rechtlichen Grundlagen des Naturschutzes in MV

Schwerin – Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt hat heute (14. Juni) einen Leitfaden „Naturschutzrecht für Mecklenburg-Vorpommern“ veröffentlicht. In zwei Broschüren sind die wichtigsten bundes-, landes- und europarechtlichen Vorschriften des Naturschutzrechts zusammengetragen worden.

„Naturschutzrecht ist in allen Planungs-, Planfeststellungs-und Genehmigungsverfahren zu berücksichtigen. Ich freue mich deshalb, den beruflichen und ehrenamtlichen Naturschützern aber auch interessierten Bürgern eine Hilfe in die Hand geben zu können, sich besser im breiten Spektrum des Naturschutzrechts zurechtzufinden“, erläutert Umweltminister Dr. Till Backhaus das Ziel der Publikation.

Die erste Broschüre stellt erstmals in übersichtlicher Form das Bundesnaturschutzgesetz den jeweils ergänzenden und den mitunter auch abweichenden Festlegungen des Naturschutzausführungsgesetzes Mecklenburg-Vorpommern gegenüber. Die zweite Broschüre enthält die wichtigsten europäischen Vorschriften des Naturschutzes sowie einige landesrechtliche Verordnungen. Abgerundet wird das Werk durch einen Adressteil.

Der Leitfaden ist in gedruckter Form nicht bestellbar, jedoch über die Internetpräsenz des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt unter der Rubrik Service/Publikationen downloadbar.

Torgelow erhält Zuschuss für LED-Straßenbeleuchtung

Torgelow – Am 15.06.2018 übergeben Energieminister Christian Pegel und der parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern, Patrick Dahlemann, an die Stadt Torgelow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 857.340,00 Euro (Fördersatz 60 Prozent) für die energieeffiziente Sanierung der Straßenbeleuchtung.

Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen.

Die 2064 vorhandenen Natriumdampfleuchten werden durch hocheffiziente LED-Leuchten inklusive 1.730 Meter Kabel ersetzt. Ziel ist es, den Stromverbrauch und damit auch die Kosten zu senken. Neben einer jährlichen Einsparung von 563.727 Kilowattstunden Strom können zudem ca. 330 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Klare Forderungen der Ostminister an die Europäische Agrarpolitik

Leipzig – Die Agrarministerinnen und -minister sowie die Bauernpräsidenten der ostdeutschen Länder waren sich bei ihrem Treffen am 13. Juni 2018 in Schkeuditz bei Leipzig einig: Die Vorschläge der Europäischen Kommission zur Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) nach 2020 entsprechen nicht ihren Erwartungen. Sie sind voll von Bürokratie, unkalkulierbar in den Details und teilweise unangemessen in ihren Festlegungen. Kritik üben die Teilnehmer des Treffens an den geplanten Kürzungen des EU-Agrarhaushalts sowie an der unzureichenden Neuorientierung. Gemeinsam soll in den Ländern eine moderne und weiterentwickelte Agrarpolitik vorangebracht werden, die sich an gesamtgesellschaftlichen Zielen orientiert und auch die Landwirte im Osten Deutschlands mitnimmt.

Die Verbraucher wünschen gesunde, regionale Produkte sowie eine nachhaltige und umweltschonende Landwirtschaft. Die Landwirte in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind bereit und in der Lage, diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Allerdings dürfen die Betriebe dabei nicht in ihrem unternehmerischen Handeln und in ihrer Wettbewerbsfähigkeit eingeschränkt werden. Die positiven Effekte, welche mit Agrarumwelt-, Klima- oder Tierschutzmaßnahmen sowie mit Projekten zur ländlichen Entwicklung erreicht werden können, gehen sonst wieder verloren. Die Länder bekräftigen die im November 2017 gemeinsam formulierten Thesen, welche sie zuletzt im Januar am Rande der Internationalen Grünen Woche in Berlin mit den Präsidenten der ostdeutschen Bauernverbände diskutiert haben. Diese Grundgedanken erweitern sie nun, in Kenntnis der Verordnungsentwürfe der EU-Kommission zur künftigen Agrarpolitik, um folgende Forderungen:

  • Anspruchsvolle Förderziele können nur mit wirklicher regionaler Flexibilität erreicht werden. Der neu vorgesehene GAP-Strategieplan auf Bundesebene anstelle einzelner Pläne der jeweiligen Bundesländer widerspricht der föderalen Verfassung Deutschlands.
  • Die im Vorfeld angekündigte deutliche Vereinfachung und bürokratische Entlastung wird mit dem vorliegenden Entwurf nicht ausreichend umgesetzt. Insbesondere ist der Ergebnis- und Leistungsbezug der Förderung unzureichend. Die Verordnungsvorschläge gehen hier noch nicht weit genug, auch wenn Ergebnisorientierung und das Single-Audit-Prinzip aufgegriffen wurden. Die Teilnehmer des Treffens sprechen sich erneut für die Übernahme aller Vorschläge aus Sachsen zu einem ELER-RESET aus.
  • Für eine nachhaltige Landbewirtschaftung benötigen die Landwirte Planungssicherheit. Erwartungen, Anforderungen und Vorgaben von Seiten der Europäischen Kommission sind daher am Beginn der Förderperiode in den Verordnungstexten festzuschreiben. Ermächtigungen für nachträgliche Änderungen oder gar für rückwirkende Festlegungen wirken hier kontraproduktiv. Sie sind daher aus den Verordnungsvorschlägen zur Umsetzung der GAP zu streichen.
  • Sollte es nicht zu einer Aufstockung der Beiträge der Mitgliedstaaten an die EU kommen, so sollen die dann in Deutschland eingesparten Bundesmittel zweckgebunden eingesetzt werden, zum Beispiel in der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK).

Die Länder bekräftigen darüber hinaus ihre Forderung, Kappung, Degression oder Umverteilung von Direktzahlungsmitteln nicht EU-weit verpflichtend vorzuschreiben und die Gelder in der jeweiligen Region zu belassen. Europa und insbesondere auch Deutschland zeichnen sich aus durch eine Vielfalt an Agrarstrukturen, die individuell betrachtet werden müssen. Eine Kappung der Direktzahlungen in Abhängigkeit von der Flächenausstattung der Landwirtschaftsunternehmen wird von den ostdeutschen Ländern abgelehnt. Der Mittelplafonds und die Entscheidung zu Degression oder erste Hektare müssen in den Bundesländern verbleiben. Im Interesse eines nachhaltigen Wirtschaftens im ländlichen Raum müssen die Regionen ausreichend Spielraum erhalten.

Die Vorschläge zur künftigen Gemeinsamen EU-Agrarpolitik werden jetzt im Agrarrat und im Europäischen Parlament beraten, die Beschlussfassung wird bis Mai 2019 angestrebt. Die Agrarministerinnen und -minister sowie Bauernpräsidenten der ostdeutschen Länder werden gemeinsam bei den entsprechenden Gremien für ihre Positionen eintreten. Für spätestens Anfang 2019 wurde ein weiteres Treffen vereinbart.

Halbzeitbilanz beim „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“

EU-Kommission informiert sich über den Einsatz von Fördermitteln in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Zwischenbilanz für den Einsatz der Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Mecklenburg-Vorpommern: Wirtschaftsminister Harry Glawe informierte sich in Begleitung von Leo Maier (Leiter des Referates Deutschland, Österreich und Niederlande bei der Europäischen Kommission, Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung) beispielhaft in drei Unternehmen (Schwerin, Bentwisch und Rehna) über den Einsatz der Gelder und die Effekte der Förderung.

„Der EFRE ist das wichtigste Instrument der Regionalförderung der Europäischen Union. Mecklenburg-Vorpommern soll beim wirtschaftlichen Aufholprozess unterstützt werden. Und das gelingt mit Hilfe der EU-Gelder, denn zahlreiche Maßnahmen und Projekte im Land werden mit Hilfe von EFRE-Mitteln erst möglich. Jetzt, zur Halbzeit der Förderperiode, ist der richtige Zeitpunkt, eine Zwischenbilanz zu ziehen und beispielhaft auf erfolgreiche Vorhaben hinzuweisen. Zugleich werden wir Umschichtungen im Programm vornehmen, um noch stärker auf die aktuellen Bedarfe der Wirtschaft zu reagieren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort und ergänzte: „Es besteht weiterhin Aufholbedarf zu anderen Regionen. Es muss auch künftig möglich sein, regionale Strukturschwächen über europäische Fördermittel wirkungsvoll zu bekämpfen. Wir brauchen die Unterstützung als Impuls für weiteres Wirtschaftswachstum sowie den Erhalt und die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen bei uns in Mecklenburg-Vorpommern.“

Die Betriebstour führte zu den Unternehmen Human Med AG in Schwerin, Kraken Power GmbH in Bentwisch und dynortec electronics GmbH in Rehna.

Im Zeitraum 2014 bis 2020 erhält Mecklenburg-Vorpommern insgesamt aus den europäischen Fonds EFRE, Europäischer Sozialfonds (ESF) und dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die ländliche Entwicklung (ELER) rund 2,3 Milliarden Euro – davon entfallen auf den EFRE rund 968 Millionen Euro. „Die EU-Mittel geben uns die Möglichkeit, Unternehmen, Investoren und Kommunen zu unterstützen. So entstehen mehr Arbeitsplätze, die Bildungs- und Innovationschancen erhöhen sich, unsere Städte werden gestärkt, die Infrastruktur wird verbessert. Dafür stehen die Beispiele der Unternehmenstour. Zur Halbzeit im EFRE können wir eine positive Bilanz ziehen, die Programme kommen gut an“, sagte Glawe.

Es gibt vier Prioritätsachsen im EFRE für die Umsetzung der Programme 

Die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation

Insgesamt stehen uns für diesen Teil EFRE-Mittel in Höhe von 245,8 Millionen Euro zur Verfügung. Hier sind bislang 388 Projekte mit rund 235,2 Millionen Euro unterstützt worden (förderfähige Gesamtinvestitionen). Ein Beispiel der Zuschussförderung ist die Human Med AG in Schwerin, eines der Unternehmen auf der Unternehmenstour. Im Verbund mit der Universitätsmedizin Rostock – Arbeitsbereich Zellbiologie – und der Universität Rostock – Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik, Lehrstuhl Fluidtechnik/Mikrofluidtechnik – wird derzeit an einem automatisierten Separationssystem zur schnellen und sicheren Gewinnung von Stammzellen aus dem Fettgewebe geforscht. Das Vorhaben mit einer Gesamtinvestitionshöhe von mehr als 1,5 Millionen Euro wird aus dem EFRE in Höhe von knapp 940.000 Euro unterstützt.

Darüber hinaus gewähren zwei Risikokapitalfonds offene und stille Beteiligungen an innovative Unternehmen. Ein Beispiel aus dem Beteiligungsfonds ist die Kraken Power GmbH aus Bentwisch. Das Unternehmen hat ein innovatives Antriebs- und Batteriesystem für Tauchroboter entwickelt und dafür im vergangenen Jahr den Ludwig-Bölkow-Technologiepreis erhalten. Für Forschung und Entwicklung sowie die Markteinführung erhält das Unternehmen bei einer Gesamtinvestitionshöhe von 560.000 Euro insgesamt 340.000 Euro aus dem EFRE-Beteiligungsfonds.

Die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen

Hierfür stehen EFRE-Mittel in Höhe von 311,1 Millionen Euro zur Verfügung. Bisher sind 1.045 Projekte unterstützt worden. Das förderfähige Gesamtinvestitionsvolumen für alle Projekte beläuft sich auf insgesamt 385 Millionen Euro. Einige Beispiele:

  • Bei der Förderung zur Steigerung der Investitionstätigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) haben 117 Projekte eine Unterstützung erhalten. Dadurch werden 779 Arbeitsplätze neu geschaffen und 2.633 Jobs gesichert. Ein Beispiel dafür ist die dynortec eletronics GmbH in Rehna. Dort ist die Errichtung einer Betriebsstätte zur Herstellung elektronischer Baugruppen unterstützt worden (Gesamtinvestition 1,665 Millionen Euro; Förderung rund 376.000 Euro).
  • Darüber hinaus steht ein KMU-Darlehensfonds im Rahmen des EFRE zur Verfügung, aus dem bisher 46 Darlehen vergeben wurden.
  • Weiterhin gehört die Verbesserung der wirtschaftsnahen und touristischen Infrastruktur zu dieser Förderachse (45 Infrastrukturvorhaben mit knapp 79 Millionen Euro Investitionsvolumen) sowie die Unterstützung für das Wachstum und die Beschäftigung in der Gesundheitswirtschaft (30 Projekte mit rund 13,5 Millionen Euro).

Förderung der Verringerung der CO2-Emissionen

Hier gab es bislang 268 Projekte mit bewilligten Projektkosten in Höhe von 68,8 Millionen Euro.

Förderung der integrierten nachhaltigen Stadtentwicklung

Für die integrierte nachhaltige Stadtentwicklung sind 91 Vorhaben für eine Förderung ausgewählt, davon wurden 24 Vorhaben mit förderfähigen Gesamtkosten von 53,8 Millionen Euro bewilligt.

„Trotz aller Erfolge in der Wirtschaft – wir werden auch weiterhin europäische Fördermittel benötigen, um in strukturschwachen Regionen die regionale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und unsere Lebensverhältnisse im Bundesvergleich anzugleichen“, sagte Glawe.

Leo Maier (Leiter des Referates Deutschland, Österreich und Niederlande bei der Europäischen Kommission, Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung) sagte: „Die Vorschläge der Kommission für die neue Förderperiode 2021-27 sehen vor, dass die Menschen in ganz Deutschland weiterhin von der Kohäsionspolitik profitieren. Dabei bleibt Mecklenburg-Vorpommern eine Übergangsregion mit vielen Möglichkeiten. Investitionen in Forschung und Entwicklung, bei denen Mecklenburg-Vorpommern noch etwas hinterherhinkt, bleiben vorrangig. Außerdem möchte die Europäische Kommission weiter die Wettbewerbsfähigkeit von kleineren und mittleren Unternehmen unterstützen und die Umstellung auf eine CO2-arme Wirtschaft sicherstellen, um das Klima und dadurch uns alle zu schützen.“

„Zur Halbzeit der Förderperiode werden wir eine Änderung des Operationellen Programms vornehmen. Dabei geht es um eine Anpassung der Mittelzuordnung. Das heißt – die Fördermittel in Höhe von insgesamt 968 Millionen Euro bleiben“, betonte Glawe.

Die Neujustierung betrifft die folgenden Punkte:

  • Der Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation steht hierbei im besonderen Fokus. Die Mittel des Beteiligungsfonds InnoStart sind sehr stark nachgefragt (bislang standen 8 Millionen Euro zur Verfügung). Aus diesem Grund wird ein neuer Beteiligungsfonds für Innovationen aufgelegt. Die Mittel für die Fördermaßnahme sollen um 15 Millionen Euro erhöht werden.
  • Erhöhte Förderbedarfe haben sich ebenfalls bei der Zuschussförderung von Forschung, Entwicklung und Innovation in Unternehmen und der Verbundforschungsförderung ergeben. Die Aufstockung beträgt 35 Millionen Euro; somit beträgt die Gesamtsumme jetzt knapp 170 Millionen Euro.
  • Die Förderung von Investitionsvorhaben der gewerblichen Wirtschaft und die Förderung der wirtschaftsnahen Infrastruktur im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) benötigen weniger ergänzende Förderung aus Mitteln des EFRE. Stattdessen kann die Förderung mit unverminderter Intensität über die GRW selbst und damit in stärkerem Maße aus rein nationalen Mitteln bewerkstelligt werden. Die Ausstattung mit EFRE-Mitteln soll damit um 92 Millionen Euro sinken.
  • Im Zuge der Förderung der nachhaltigen Stadtentwicklung hat sich ebenfalls ein deutlich höherer Investitions- und Förderbedarf gezeigt als ursprünglich erwartet. Der Grund hierfür ist die demografische Binnenentwicklung. Die Mittel in diesem Bereich sollen um ca. 42 Millionen Euro auf 203,5 Millionen Euro aufgestockt werden.

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zielt schwerpunktmäßig auf wachstumsfördernde Verbesserungen der Standortbedingungen. Die einzusetzenden Mittel stehen gezielt für die Verbesserung der regionalen Entwicklung und das Aufholen des Entwicklungsrückstandes gegenüber dem Durchschnitt der EU-Mitgliedsstaaten zur Verfügung. Hierzu fördert der EFRE vor allem zukunftsgerichtete Investitionen in den Bereichen Forschung, technologische Entwicklung und Innovation, gewerbliche Wirtschaft sowie öffentliche Infrastruktur.

Von 2014 bis 2020 erhält Mecklenburg-Vorpommern 967,8 Millionen Euro aus dem EFRE. Die Fördermittel werden unter anderem für Investitionen zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, die Erschließung von Gewerbegebieten, den Ausbau wirtschaftsnaher und touristischer Infrastruktur, die Vermarktung Mecklenburg-Vorpommerns als Wirtschaftsstandort und Tourismusregion sowie für die Unterstützung von Projekten der Gesundheitswirtschaft eingesetzt.

Staatssekretärin Ulbrich: Wohnungswesen ist Daseinsvorsorge

Schwerin – „Die Bereitstellung von Wohnraum ist existenziell für die Menschen und damit Kernelement der kommunalen Daseinsvorsorge“, sagte Staatsekretärin Ina-Maria Ulbrich bei einer Tagung des Verbandes Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) zu aktuellen Themen der Wohnungswirtschaft. Den Wohnungsunternehmen im Land komme eine wichtige Rolle zu bei der Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum und auch als kompetenter Partner der Kommunen und des Landes.

„Bei dieser wichtigen Aufgabe stehen wir an Ihrer Seite“, betonte die Staatssekretärin weiter. Als unterstützende Maßnahme des Landes stellte sie das Förderprogramm für „Lifte und barrierearmes Wohnen“ vor, das Anfang Juni von selbst genutzten Eigentums- auf Mietwohnungen ausgedehnt wurde. In den Jahren 2018 und 2019 stehen jeweils fünf Millionen Euro zusätzlich zum bisherigen Programm mit seinen jährlich vier Millionen Euro bereit. Ziel der Förderung ist es, den wachsenden Bedarf an barrierearmen und barrierefreien und zugleich bezahlbaren Wohnungen zu decken. „Das Land unterstützt mit der Förderung eine nachhaltige Verbesserung der Wohnbedingungen – sowohl mit Blick auf den demografischen Wandel generell als auch auf individuelle Anforderungen“, begründet Ina-Maria Ulbrich die Neuerungen.

„Wir brauchen aber nicht nur qualitativ bessere Wohnungen, sondern vor allem zusätzlichen bezahlbaren Wohnraum. Besonders in den großen Universitätsstädten im Land sind Mietsteigerungen aufgrund des engen Mietwohnungsmarktes ein großes Problem für die Menschen“, führte die Staatssekretärin weiter aus. In diesem Zusammenhang warb sie bei den Wohnungsunternehmen, weiterhin das Landesprogramm „Wohnungsbau Sozial“ zu nutzen. 2017 ist es mit einem Budget von 15 Millionen Euro erfolgreich angelaufen. In den Jahren 2018 und 2019 stehen jeweils gut 20 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung, um den Bau neuer, kostengünstiger Wohnungen zu fördern.

Außerdem äußerte sich die Staatssekretärin im Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung erfreut darüber, dass das Kabinett Ende Mai die Verordnung zur Einführung der Mietpreisbremse in Rostock und Greifswald für die Verbandsanhörung freigegeben hat: „Die Mietpreisbremse ist ein sinnvolles Element, um die Symptome eines engen Mietwohnungsmarktes kurzfristig zu lindern. Außerdem schafft sie eine ‚Verschnaufpause‘, in der den Städten Zeit bleibt, an der Ursache des angespannten Wohnungsmarktes zu arbeiten. Dies ist nicht ausreichend vorhandener bezahlbarer Wohnraum.“

Die Anhörung der Verbände erfolgt nun über den Sommer. Nach der Einarbeitung eventueller Änderungen entscheidet das Kabinett voraussichtlich im Herbst erneut über die Verordnung, die anschließend in Kraft treten könnte.

BAMF überprüft Entscheidungen der Bremer Außenstelle

Schwerin – Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge überprüft in Bezug auf die Vorkommnisse in der BAMF- Außenstelle in Bremen gegenwärtig erneut alle positiven Entscheidungen der Außenstelle Bremen rückwirkend bis ins Jahr 2000.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat nun dem Innenministerium MV mitgeteilt, dass es sich hierbei um rund 18.700 zu überprüfende Fälle bundesweit handelt. Weiterhin werden 4.568 Akten, in denen die Rechtsanwälte Cahit Tolan bzw. Irfan Cakar als rechtliche Vertreter in Erscheinung getreten sind, auf Widerruf geprüft.

Aus der Mitteilung des Bundeamtes geht hervor, dass in den 18.700 zu überprüfenden Fällen insgesamt zehn Fälle erfasst sind, bei denen der Asylantragsteller in Mecklenburg-Vorpommern wohnhaft war, als die Entscheidung über den Asylantrag durch die Außenstelle in Bremen getroffen wurde. Bei dem auf Mecklenburg-Vorpommern entfallenden Anteil der 4.568 durch Rechtsanwälte Tolan und Cakar vertretenen und in Bremen entschiedenen Fälle handelt es sich um insgesamt fünf Verfahren.

Das Bundesamt für Migration hat zugesichert dass das Landesinnenministerium direkt darüber informiert wird, sofern sich im Rahmen der Überprüfungen Hinweise zu einem Verdacht auf Manipulation positiv entschiedener Verfahren ergeben sollten.

Innenminister Lorenz Caffier: „Sollte sich bestätigen, dass die Bescheide tatsächlich rechtswidrig erlassen wurden, erwarte ich, dass die behördlichen Entscheidungen von damals von der Bundesbehörde umgehend aufgehoben werden. Das Landesamt für Innere Verwaltung wird danach unverzüglich die Aufenthalt beendenden Maßnahmen vollziehen“.

Mit Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger zur landesweiten Ehrenamtskarte

Bad Doberan – Am 14. Juni fand im Bad Doberaner Rathaus das letzte von insgesamt vier Bürgerforen zur Einführung einer landesweiten Ehrenamtskarte statt. „Dank der zahlreichen Impulse der Bürgerinnen und Bürger erhalten wir wichtige Hinweise bei der Erstellung eines guten und dadurch erfolgreichen Konzeptes. Das Papier werden wir bereits im Oktober dem Landtag übergeben können“, erklärte Ministerin Stefanie Drese in Ihrer Begrüßung.

Die Ministerin freute sich zudem über die rege Teilnahme der Menschen am Veranstaltungsformat. Die vielen konstruktiven Ideen und lebendigen Diskussionen der Besucherinnen und Besucher fließen in den weiteren Erarbeitungsprozess ein, so Drese.

„Für uns steht im Vordergrund, dass die künftige Ehrenamtskarte attraktiv für alle Engagierten sein muss, indem sie Leistungsangebote beinhaltet, die auf die Bedürfnisse der Ehrenamtlichen zugeschnitten sind“, sagte Drese. Dies sei auch ein wichtiges Signal der Wertschätzung und Würdigung des Ehrenamtes.

Weitere zentrale Erfolgsfaktoren sieht die Ministerin in einer geringen Bürokratie, in gerechten und nachvollziehbaren Kriterien bei der Vergabe und in einer einfachen Form der Beantragung.

Die Veranstaltungen wurden seit dem Frühjahr in ganz Mecklenburg-Vorpommern durch das Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung und die Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement in Mecklenburg-Vorpommern organisiert. Bisherige Stationen der Ehrenamts-Tour waren Stralsund, Neubrandenburg und Schwerin.

Neben der Ministerin begrüßten in Bad Doberan Bürgermeister Thorsten Semrau und der Geschäftsführer der Ehrenamtsstiftung MV, Jan Holze (Moderation), die Gäste.

„Unternehmer des Jahres 2018“ in Wismar geehrt

Unternehmer des Jahres geehrt: Wirtschaftsminister Harry Glawe mit den ausgezeichneten Unternehmern

Wirtschaftsminister Harry Glawe, Jörg Bänder – Geschäftsführer Bike Market GmbH aus Rostock (Sonderpreis: „Digital zum Kunden“) Frank Jochmann – Geschäftsführer Jochmann GmbH (Kategorie: Fachkräftesicherung und Familienfreundlichkeit), Jörg Hahn – Geschäftsführer optimal media (Kategorie: Unternehmerpersönlichkeit), Rainer Käning – Geschäftsführer Reparatur- und Anlagenbau GmbH, Dr. Volkmar Weckesser – Leiter Informationstechnik Centogene (Kategorie: Unternehmensentwicklung) (v.l.) Quelle: WiMi M-V

Wismar – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat in der Hansestadt Wismar gemeinsam mit den Trägern des Preises die „Unternehmer des Jahres 2018“ ausgezeichnet.

„Die Preisträger stehen für die unternehmerische Vielfalt und die Bandbreite der heimischen Wirtschaftskraft in Mecklenburg-Vorpommern. Es ist toll, was bei uns durch die heimische Unternehmerschaft in den vergangenen Jahren entstanden ist. Wir haben viele engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer, die jeden Tag Verantwortung übernehmen, sich mit eigenem Risiko engagieren und Arbeitsplätze bereitstellen. Jedes unternehmerische Engagement erfordert Mut, Leidenschaft und Durchhaltevermögen. Egal, ob es eine kleine Firma oder ein großes Unternehmen ist. Unternehmertum braucht mehr gesellschaftliche Anerkennung und Unterstützung, damit mehr Menschen diesen Schritt wagen und ein Unternehmen gründen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch vor Ort. Zur Preisverleihung haben sich über 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung angemeldet. In diesem Jahr gibt es neun Finalisten, drei Preisträger und zwei Sonderpreisträger, die prämiert werden.

Wirtschaftsminister Harry Glawe ging auch auf die wirtschaftliche Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern ein. „Die Wirtschaft im Land kommt voran. In vielen Branchen ist die Auftragslage gut bis sehr gut. Im verarbeitenden Gewerbe, in der Gesundheitswirtschaft, im Handwerk, in der Logistikbranche und im Dienstleistungsbereich gibt es eine wachsende Nachfrage. Das kurbelt vor allem die Binnenwirtschaft weiter an. Der Tourismus und der Einzelhandel sind wichtige Größen für das Voranbringen der heimischen Wirtschaft. Und in die maritime Wirtschaft ist wieder ordentlich Bewegung gekommen. Unternehmen schaffen Arbeitsplätze und stellen Personal ein. Der Arbeitsmarkt profitiert insgesamt von einem stabilen Wirtschaftswachstum“, so Wirtschaftsminister Glawe weiter. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs liegt – aktuellste Angaben aus dem März 2018 – bei 563.800. „Das sind 9.200 Jobs mehr als im Vorjahresmonat. Der Trend hält weiter an. Nur Arbeitsplätze auf dem ersten, regulären Arbeitsmarkt bieten Perspektiven, hier bei uns im Land zu bleiben. Fachkräftegewinnung und Fachkräftesicherung sind die Herausforderungen“, betonte Glawe weiter. 2017 wurde mit rund 42,8 Milliarden Euro das historisch höchste Bruttoinlandsprodukt des Landes erzielt, ein Plus von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ostdeutsche Wachstum lag bei 1,4 Prozent.

Der Preis wurde in diesem Jahr zum 11. Mal vergeben. Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe dankte im Namen der Träger allen am Wettbewerb teilnehmenden Unternehmen. „Er wird sehr gut von der Wirtschaft angenommen. Die Bewerber kommen aus allen Teilen des Landes“, betonte Wirtschaftsminister Glawe. Ein Großteil der Nominierungen kommt aus dem verarbeitenden Gewerbe (24 Prozent), dem Dienstleistungsbereich (20 Prozent), dem Handel (15 Prozent) sowie der Gesundheitswirtschaft (12 Prozent). Die Bewerbungen wurden von Städten, Gemeinden, Kammern, Verbänden, Sparkassen und Belegschaften der Unternehmen eingereicht. Der „Unternehmer des Jahres in Mecklenburg-Vorpommern“ wurde erstmals im Jahr 2008 vergeben.

Susanna Masson-Wawer, Vizepräsidentin der IHK zu Rostock sagte: „Zum 11. Mal zeichnen Wirtschaft und Politik besonders vorbildliche Unternehmerinnen, Unternehmer und Unternehmen als ´Unternehmer des Jahres in Mecklenburg-Vorpommern´ aus, die kreatives Engagement und großes Verantwortungsbewusstsein an den Tag legen und damit sehr erfolgreich sind. Die auch in diesem Jahr große Zahl an Vorschlägen und Bewerbungen spricht für den hohen Stellenwert des Landeswettbewerbs. Wer sich für Unternehmertum entscheidet, hört nie auf zu lernen, ist und bleibt stets offen für neue Inspirationen und Ideen. Es ist schön zu sehen, wie vielfältig die Unternehmen sind, sowohl im Hinblick auf die Branchen als auch im Hinblick auf die Regionen, aus denen sie kommen. Die Unternehmen müssen sich stets dem Wandel stellen, denn wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Weil das so ist, freue ich mich, dass wir neben den drei Hauptkategorien in 2018 auch mit den beiden thematischen Sonderpreisen ´Wandlungsfähigkeit durch Innovation´ und ´Digital zum Kunden´ besonderes und beispielgebendes unternehmerisches Handeln würdigen können. Unternehmertum ist spannend und soll auch Wegweiser sein für all jene, die eigenverantwortlich etwas unternehmen wollen. Im Namen der Landesarbeitsgemeinschaft der drei Industrie- und Handelskammern in Mecklenburg-Vorpommern, die gerne zu den Trägern des Wettbewerbs zählen, sage ich daher herzlichen Glückwunsch an die diesjährigen Preisträger, aber auch an alle Finalisten in den einzelnen Preiskategorien.“

Ausgelobt wurden Preisgelder in Höhe von insgesamt 15.000 Euro, jeweils eine Urkunde und eine hochwertige Stele aus der Werkstatt der Rostocker Designerin Anna Silberstein. Träger des landesweiten und branchenübergreifenden Wettbewerbs sind das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, der Ostdeutsche Sparkassenverband mit den Sparkassen in Mecklenburg-Vorpommern, die drei Industrie- und Handwerkskammern in MV, die beiden Handwerkskammern sowie die Vereinigung der Unternehmensverbände Mecklenburg-Vorpommern (VUMV).

Alle Preisträger und Finalisten „Unternehmer des Jahres 2018“ im Überblick

Preisträger in der Kategorie „Unternehmerpersönlichkeit“

optimal media GmbH – Geschäftsführer Jörg Hahn – Röbel/Müritz, Landkreis Mecklenburgische Seenplatte – Branche: Druck/Medien

Das Unternehmen wurde 1990 als „optimal“ Tonträger Produktionsgesellschaft mbH gegründet und hat vorrangig Tonträger produziert und vertrieben. Heute agiert die optimal media GmbH als unabhängiger Dienstleister der Medienindustrie und bietet neben der reinen Datenträger-Replikation auch den Druck von Büchern, Broschüren und Magazinen, Multimediadrucksachen und -verpackungen, die Pressung von CDs, DVDs, Blue-rays und Vinyl Records sowie Lagerhaltung und Logistik im Kundenauftrag. Heute arbeiten rund 750 Mitarbeiter im Unternehmen. „Jörg Hahn ist der Mann der ersten Stunde. Als Impulsgeber, Visionär und Teamplayer hat er die Firma konsequent aufgebaut. Das Unternehmen arbeitet stetig am Ausbau des eigenen Produktportfolios. Es behauptet sich in einem umkämpften Wettbewerb und einem sich stetig verändernden Marktumfeld“, betonte Wirtschaftsminister Glawe.

Finalisten Unternehmerpersönlichkeit

  • HAB Hallen- und Anlagenbau GmbH – Andreas Pörsch – Wusterhusen (Landkreis Vorpommern-Greifswald) – Branche: Hallen- und Wirtschaftsbau
  • Lossau Transporte – Margitta Lossau – Wolgast (Landkreis Vorpommern-Greifswald) – Branche: Transportwesen
  • Fensterbau Kuhnert GmbH – Jürgen Kuhnert – Pampow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) – Branche: Handwerk

Preisträger in der Kategorie „Unternehmensentwicklung“

Centogene AG – Prof. Dr. Arndt Rolfs – Rostock – Branche: Biotechnologie

2006 wurde das Unternehmen Centogene von Prof. Arndt Rolfs mit fünf Angestellten gegründet. Das Unternehmen betreibt auf dem Gebiet der Medizin molekularbiologische und gentherapeutische Laboratorien. Zudem werden weltweit medizinische Institutionen, Ärzte und Patienten bei genetischen und biochemischen Analysen seltener Erkrankungen unterstützt.

Die Firma ist europäischer Marktführer und weltweit eines der führenden Unternehmen in der medizinisch-genetischen Diagnostik und Charakterisierung seltener angeborener Erkrankungen. Aktuell arbeiten 250 Mitarbeiter aus 39 Nationen im Unternehmen. „Centogene zeichnet sich durch kontinuierliche Entwicklung neuer innovativer Produkte in der Humangenetik aus. Vor allem die von eigenen Forscherteams entwickelten molekulargenetischen und biochemischen Analysen haben international für Aufmerksamkeit gesorgt. Es ist eine besondere Leistung, was Prof. Arndt Rolfs mit seinen Mitarbeitern über die Jahre auf die Beine gestellt hat. Hier wird heimisches Know-how international exportiert“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe in Wismar.

Finalisten „Unternehmensentwicklung“

  • Rattunde & Co GmbH – Ulrich Rattunde und Martin Proksch – Ludwigslust (Landkreis Ludwigslust-Parchim) – Branche: Maschinenbau
  • Mecklenburger Backstuben GmbH – Günther Neumann, Kathrin Rossa, Dr. Christine Kohn – Waren (Müritz) (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) – Branche: Ernährungswirtschaft
  • Die Rostocker Wurst- und Schinkenspezialitäten GmbH – Tobias Blömer, Guido Blömer, Jörg Neumann, Thomas Liepner – Rostock – Branche: Lebensmittelverarbeitung

Preisträger in der Kategorie „Fachkräftesicherung und Familienfreundlichkeit“

Jochmann GmbH – Frank Jochmann – Parchim, Landkreis Ludwiglust-Parchim – Branche: Heizung und Sanitär

1990 hat sich die Jochmann GmbH als Familienunternehmen in Slate gegründet. 1993 ist das Unternehmen in die Parchimer Innenstadt mit Ausstellung gezogen. Sieben Jahre später erfolgte der Wechsel an den heutigen Standort am Dargelützer Weg 27. Die Ausstellungsfläche wurde auf ca. 1.000 Quadratmeter erweitert und ein Fachmarkt wurde eröffnet. 2004 erfolgte der Verbund mit der Firma Elektro Salamon. Schwerpunkt des Unternehmens sind die Konstruktion, Sanierung und Modernisierung von Neu-, Alt-, Geschäfts- und Industriebauten in den Bereichen Schwimmbadtechnik, Bäder und Wärme. Darüber hinaus bietet das Unternehmen Leistungen im Bereich der Elektrotechnik und Erdwärmegewinnung an. Gegenwärtig sind im Unternehmen 59 Mitarbeiter angestellt sowie acht Lehrlinge in Ausbildung zum Anlagentechniker im Bereich Heizung, Lüftung und Sanitär.

Jeder Auszubildende wird beispielsweise aktiv bei der Wohnungssuche unterstützt und bekommt ein Smartphone gestellt. Die Mitarbeiter nutzen flexible Arbeitszeitmodelle, das Arbeiten von Zuhause (HomeOffice) ist möglich. Ebenso gibt es eine Tagesmutter, die die Kinderbetreuung in Notsituationen ermöglicht. Das Unternehmen beteiligt sich an den Unterbringungskosten der Kinder in KITAs. Ebenso gibt es Tankgutscheine für die Mitarbeiter. Ein Sommerfest trägt zum guten Betriebsklima bei. „Das Familienunternehmen Frank Jochmann hat aus einem kleinen Handwerksunternehmen einen Fachbetrieb mit einem sehr guten Ruf in der Region aufgebaut. Das Unternehmen zeichnet sich durch eine familienbewusste Unternehmenspolitik und verantwortungsvolle Personalpolitik aus. Hier gibt es im Alltag viele Schritte, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wesentlich erleichtern“, erläuterte Wirtschaftsminister Harry Glawe.

Finalisten „Fachkräftesicherung und Familienfreundlich-keit“

  • Druckerei Weidner GmbH – Andrea und Kurt Weidner – Rostock – Branche: Druckerei
  • Sörgel & Bunsen Gerüstbau GmbH – Stephan Sörgel -Rastow (Landkreis Ludwiglust-Parchim) – Branche: Gerüstbau
  • Institut für Medizinische Diagnostik Greifswald/MVZ Labor Greifswald GmbH – Kristian Meinck – Greifswald (Landkreis Vorpommern-Greifswald) – Branche: Gesundheit/Labor

Zwei Sonderpreise

Preisträger in der Kategorie Sonderpreis „Wandlungsfähigkeit durch Innovation“

Reparatur- und Anlagenbau GmbH Sassnitz (REAN GmbH Sassnitz) – Rainer Käning – Sassnitz (Landkreis Vorpommern-Rügen)

1992 ist die Reparatur- und Anlagenbau GmbH Sassnitz gestartet. Das Unternehmen ging mit 13 Beschäftigten aus der Reparaturabteilung des VEB Fischfang Sassnitz hervor. Zunächst machte sich das Unternehmen durch Instandhaltungs- und Reparaturleistungen vorrangig an Bord von Schiffen der Scandlines-Reederei einen Namen. Ende der 90er Jahre wurden kleine Behördenschiffe im Bereich der Binnenschifffahrt in einer umgebauten Halle im Fährhafen Mukran gebaut. 2010 wurde mit der hochtechnologischen Fertigung von Mikrowellen-Scannern für Schiffsradarraketen im Rahmen eines CNC-Centers begonnen. Im Jahr 2015 erfolgte die Aufnahme von Industrieserviceleistungen zur Instandhaltung von Rolls Roys-Power-Systemen in Triebfahrzeugen der Bundesbahn. Im vergangenen Jahr konnte die Niederlassung Mukran um einen neuen Bereich für die komplette Fertigung hochintegrierter Schiffsradaranlagen erweitert werden. Einen Namen hat sich das Unternehmen auch mit dem Bau von Requisiten für die Störtebeker-Festspiele auf der Naturbühne Ralswiek gemacht. Hier ist das Unternehmen seit 1995 aktiv. Heute sind 31 Beschäftigte im Unternehmen tätig. „Das Unternehmen ist nach der Wende mutig gestartet. Mit der Zeit wurde die Geschäftstätigkeit immer weiter ausgebaut. Es ist beachtlich, was hier auf die Beine gestellt wurde. Heute ist die REAN GmbH ein erfolgreicher Hersteller kompletter Produkte in einem international attraktiven Marktumfeld“, so Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe.

Sonderpreis „Digital zum Kunden“

Bike Market GmbH – Jörg Bänder – Rostock

Die Bike Market GmbH hat zwei Fahrrad-Geschäfte in Rostock – im Gewerbegebiet Rostock-Schutow (neben IKEA) und in der Innenstadt sowie zwei Onlineshops. Jörg Bänder bietet seinen Kunden online und stationär eine große Auswahl an Fahrrädern, Zubehör und Fahrradbekleidung. 1993 ist der Chef von Bike Market Jörg Bänder in einem Kellerschlauch mit 70 Quadratmetern ohne Werkstatt, ohne Ersatzteile und ohne Telefon gestartet. Noch im selben Jahr wurde der erste Laden in der Rostocker Innenstadt eröffnet, nur ein Jahr später die zweite Filiale in Rostock Sievershagen. Es wurde kräftig weiter investiert. 2009 ist nach eigenen Entwürfen in Schutow mit 1.200 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie Werkstatt und Montage, Lager und Verwaltung ein neues Aushängeschild entstanden. 2017 ist der größte und modernsten CUBE Store (Fahrradmarke) in ganz Deutschland mit 1.300 Quadratmetern Verkaufsfläche, 300 Quadratmetern Fahrradfachwerkstatt, 500 Quadratmetern Lager, Sitzecke mit Fernseher sowie Tobe-Ecke für Kinder in der Kröpeliner Straße entstanden. Gestartet als Ein-Mann-Betrieb arbeiten heute 64 Mitarbeiter im Unternehmen. „Das Unternehmen hat sich mit dem Verkauf von Fahrrädern, Zubehör und Fahrradbekleidung sowie hauseigener Werkstatt über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Heute ist die Bike Market GmbH der größte Fahrradfachmarkt in ganz Mecklenburg-Vorpommern, der dank eines umfangreichen Onlinekonzeptes den Kundenradius auf den gesamten deutschsprachigen Raum Europas ausweiten konnte. Es ist eine Erfolgsgeschichte aus Mecklenburg-Vorpommern. Herzlichen Glückwunsch zum 25-jährigen Jubiläum“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe.