Dahlemann: Malerei der Romantik trifft moderne Fotokunst

Insel Rügen – Im Januar 1818 heiratete Caspar David Friedrich in Dresden seine Ehefrau Caroline Bommer. Im Herbst desselben Jahres begab sich das Paar auf Hochzeitsreise nach Vorpommern, der Heimat von Caspar David Friedrich. Bei den Besuchen in Greifswald, Wolgast, Stralsund und auf Rügen entstanden zahlreiche Zeichnungen und Entwürfe für spätere Kunstwerke.

Exakt 200 Jahre später reiste der Japanische Künstler Hiroyuki Masuyama an die Orte, an denen diese Skizzen entstanden. Aus Hunderten von Aufnahmen erstellte er digitale Fotomontagen, die jetzt an drei Standorten in der Galerie CIRCUS EINS in Putbus, im Nationalparkzentrum Königsstuhl und im Pommerschen Landesmuseum in Greifwald zu sehen sind.

„Das ist ganz sicher einer der Höhepunkte im kulturellen Leben Vorpommerns in diesem Sommer“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann bei der Eröffnung der Ausstellung in Putbus. „Vorpommern trifft auf Fernost, Malerei der Romantik auf moderne Fotokunst. Altbekannte Perspektiven werden neu interpretiert. Caspar David Friedrich ist der wohl bedeutendste Maler, Grafiker und Zeichner, den Vorpommern hervorgebracht hat. Es kann kaum eine schönere Ehrung geben als diese Ausstellung.“

Der Tourismusverband Vorpommern erinnert in diesem Jahr mit einer Vielzahl von Aktionen und Veranstaltungen an das 200-jährige Jubiläum der Hochzeitsreise von Caspar David Friedrich und seiner Frau. Der Parlamentarische Staatssekretär hat das Romantik-Jubiläum 2018 mit 60 000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds gefördert.

Ausstellung WIR*HIER! Lesbisch, schwul und trans* zwischen Hiddensee und Ludwigslust eröffnet in Schwerin

Schwerin – Der Verein Lola für Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern eröffnet am Samstag, den 16. Juni um 17 Uhr die Ausstellung „Wir* hier! Lesbisch, schwul und trans* zwischen Hiddensee und Ludwigslust“ im Schleswig-Holstein-Haus in Schwerin. Sozialministerin Drese ist es ein wichtiges Anliegen, persönlich der Ausstellungseröffnung beizuwohnen.

„Ich bin beeindruckt mit welch großem Engagement Jugendliche und junge Erwachsene am Projekt gearbeitet haben“, verdeutlicht Drese. „Die Ausstellung berührt, da sie sehr gut die Stärke von Menschen zeigt, sich gegen Hass, Diskriminierung und Angst zu stemmen. Das ist auch eine Botschaft für die heutige Zeit. Unsere Gesellschaft hat viele Vorurteile überwunden, aber es gibt gleichzeitig noch immer Anfeindungen und Vorbehalte. Der Einsatz für Toleranz und Akzeptanz unterschiedlicher sexueller und geschlechtlicher Identitäten bleibt deshalb eine wichtige Aufgabe der Landesregierung. Und ich bin dankbar, dass sich unter dem Dach von Lola für Demokratie in MV und der Amadeu Antonio Stiftung junge Menschen aus unserem Land für dieses Thema interessieren und deutlich Flagge zeigen für ein freies und weltoffenes Mecklenburg-Vorpommern“, so Ministerin Drese.

Die Ausstellung erzählt Geschichten über Überlebensstrategien, Organisierung und Alltag von der Zeit des Kaiserreichs bis in die Gegenwart anhand von Biographien aus Mecklenburg-Vorpommern. „Viele der Ausstellungsgeschichten sind völlig neu recherchiert. Bislang beschwiegene Geschichte des Bundeslandes wird hier erstmals sichtbar. Damit betritt die Ausstellung Neuland. “, so die Vorsitzende des Vereins, Prof.*in Dr. Heike Radvan.

Die Ausstellung ist das Ergebnis einer gemeinsamen Spurensuche zum Alltag von LSBT* in MV gestern und heute. Über zwei Jahre recherchierten Jugendlichen und junge Erwachsene in ihren Regionen, begleitet von Pädagog*innen und Historiker*innen. Die Gruppen erarbeiteten mit der Kuratorin Dorothée Brill und dem Bühnenbildner Matthias Nebel das Konzept der Ausstellung. Svenja Goy aus der Greifswalder Gruppe berichtet: „Uns war klar, dass wir eine lebendige Ausstellung machen wollen, die Spaß macht, zum Verweilen einlädt und vor allem: Sichtbarkeit erzeugt!“

„Wir standen vor der Herausforderung, die gelebte Geschichte von Individuen zur Anschauung bringen zu wollen.“, ergänzt die kuratorische Begleitung Dorothée Brill. Diese gelebten Geschichten begegnen dem Publikum in der Ausstellung nun als lebensgroße Silhouetten. Zum Beispiel die Tänzerin Gret Palluca, die ihre Sommer auf Hiddensee verbrachte und eine langjährige Beziehung mit zwei Frauen führte. Ergänzt werden die über 20 Figuren und Figurengruppen mit Geschichten der Selbstorganisation aus dem Bundesland sowie Literatur, Audioaufnahmen und Filmausschnitten. So ist unter anderem der erste DDR-Fernsehbeitrag zum Thema Homosexualität in der Visite Sendung – einem Ratgebermagazin des Norddeutschen Rundfunks – von 1987 zu sehen.

Die Ausstellung wird bis Ende 2019 durch Mecklenburg-Vorpommern wandern und in Rathäusern, Volkshochschulen sowie Kulturorten des Bundeslands zu sehen sein:

17.06.-02.09.2018 im Schleswig-Holstein-Haus Schwerin
10.09.-28.09.2018 im Rathaus Rostock
11.10.-04.11.2018 in der VHS Stralsund
10.11.-22.12.2018 im Rathaus Bützow

Minister Backhaus im Gespräch mit Jugendlichen aus Europa

Insel Rügen – Unter dem Titel „Open Minds – Open Hearts: Europe of Youth” findet vom 12. – 18. Juni 2018 das sogenannte Youth Camp des Landesjugendrings Mecklenburg-Vorpommern in Prora statt.

Anlässlich dieser Veranstaltung war Minister Dr. Backhaus als einer von sechs Vertretern aus Politik und Verwaltung eingeladen, um die von den Jugendlichen erarbeiteten Workshop-Ergebnisse miteinander zu diskutieren. „Es ist großartig, so viele junge Menschen hier zu treffen. Sie sind die Zukunft Europas. Und da ist es wichtig, dass sie in Dialog miteinander treten“, fasste der Minister die Veranstaltung zusammen.

„Ich war überrascht, wie erfrischend und gefestigt die Jugendlichen sind und mit welcher Energie sie Europa weiter zusammenführen wollen. Wir hatten tolle Diskussionen und es beruhigt mich sehr, dass diese Jugendlichen hier in Prora – im Übrigen aus zehn Ländern Europas – einen tollen Kontrast zu den teils sehr bedenklichen populistischen oder separatistischen Strömungen in Europa bilden“, resümierte der Minister.

In verschiedenen Diskussionsrunden wurden unter anderem Fragen des Populismus, die Inklusion geflüchteter Menschen, das Potential der Jugendkooperation sowie die Vision für ein gemeinsames Europa diskutiert.

Die Veranstaltung wird von der Europäischen Union, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Land Mecklenburg-Vorpommern und der Deutschen Fernsehlotteriegefördert. Schirmherrin ist die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.