Meyer: Projekt „Made in MV“ nützt Studierenden und Unternehmen

Schwerin – Auf der Abschlusspräsentation der Lehrveranstaltung „Made in MV“ der Fakultäten für Wirtschaftswissenschaften, für Gestaltung und Ingenieurwissenschaften der Hochschule Wismar hat der Chef der Staatskanzlei Reinhard Meyer in der IHK zu Schwerin das Projekt gewürdigt und betont, dass sowohl Studierende als auch Unternehmen gleichermaßen am Erfolg beteiligt sind: „Die Studierenden bringen ihr Wissen und neue Ideen ein und die Unternehmerinnen und Unternehmer nehmen sich Zeit für die Studierenden. Beide Seiten profitieren davon.“

Beim Projekt „Made in MV“ entwickeln Studierende für die teilnehmenden Unternehmen Konzepte, wie sich die Unternehmen attraktiv auf Messen präsentieren können, um sich neue Märkte und Kunden zu erschließen. Seit Beginn des Projektes 2009 wurden für 77 kleine und mittlere Unternehmen Messekonzepte entworfen. In diesem Jahr haben sechs Unternehmen daran teilgenommen.

Viele Unternehmen im Land hätten Potenzial und wettbewerbsfähige Produkte – in der Zulieferindustrie, Ernährungswirtschaft, in der Umwelttechnik, bei Erneuerbaren Energien, Biotechnologie oder auch im Handwerk. „Unser Ziel als Landesregierung ist es, dass sich alle von ihrem Geschäftsfeld her in Frage kommenden Unternehmen auch auf Messen präsentieren und damit ihre Marktchancen verbessern“, betonte der Staatssekretär.

Während der Veranstaltung stellte Meyer ein Pilotprojekt in Mecklenburg-Vorpommern vor, das in Partnerschaft mit dem Ausstellungs- und Messeausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. und der Staatskanzlei entstanden ist. Unterstützt wurde es vom Unternehmen „inRostock GmbH Messen, Kongresse und Events“. Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen an allgemeinbildenden Schulen sollen auf Ausbildungsberufe im Zusammenhang mit Messen im Unterricht vorbereitet werden. Dafür liegt nunmehr entsprechendes Unterrichtsmaterial vor.

Schwesig lädt für morgen zu Live-Chat ein

Schwerin – Erstmalig wird sich Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Dienstag, den 19. Juni, in einem Live-Chat den Fragen der Bürgerinnen und Bürgern stellen. In ihrer Regierungserklärung kündigte Schwesig an, auf einen engen Dialog zu setzen und regelmäßig zu Bürgerforen einzuladen. Als neue Möglichkeit des Dialogs kommt jetzt der Live-Chat dazu.

„Es ist mir wichtig, dass wir als Regierung erklären, was wir tun. Und es ist noch wichtiger, die Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu beantworten und Kritik und Anregungen aufzunehmen“, sagte Schwesig. Darum lädt die Ministerpräsidentin am Dienstag um 19:00 Uhr zum Live-Chat auf Facebook, wo sie so viele der eingehenden Fragen wie möglich beantworten wird. Schon jetzt können Fragestellungen über die Plattform formuliert werden, egal ob es um wirtschaftliche Belange, den Netzausbau, die beitragsfreie Kita, soziale Themen oder etwas ganz anderes geht. Das Video wird für alle, die den Live-Chat verpasst haben, im Nachhinein online zur Verfügung gestellt.

„Ich möchte auf diesem Weg allen Generationen die Chance geben, sich einzubringen. Ob klassisch im persönlichen Gespräch vor Ort, schriftlich per Brief oder online über den Live-Chat. Ich lade Sie alle ein: Sprechen Sie mich an, lassen Sie uns ins Gespräch kommen!“

Am Mittwoch lädt die Ministerpräsidentin dann zu einem Bürgerforum in Demmin ein. Parallel finden sieben weitere Bürgerforen mit Ministerinnen und Ministern der Landesregierung im ganzen Land statt.

Digitalisierung in der Schule: Land will 42 Lehrkräfte als Multiplikatoren einsetzen

Ministerin Hesse: Mecklenburg-Vorpommern ist für den Digitalpakt bereit

Schwerin – Das Land bereitet sich auf die Umsetzung der KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ und des Digitalpaktes der Bundesregierung an den Schulen vor. Um alle Lehrerinnen und Lehrer für den Umgang mit digitalen Medien zu befähigen, sucht das Bildungsministerium unter den unbefristet beschäftigten Lehrkräften des Landes 42 Kolleginnen und Kollegen, die als medienpädagogische Multiplikatoren arbeiten wollen. Sie erhalten für die zusätzlichen Aufgaben Anrechnungsstunden und sollen vom Schuljahr 2018/2019 an im Einsatz sein. Im ersten Halbjahr des kommenden Schuljahres werden sie zunächst selbst fortgebildet.

„Um alle 11.700 Lehrerinnen und Lehrer an den staatlichen allgemein bildenden und beruflichen Schulen bei der Digitalisierung mitzunehmen, wollen wir ein landesweites Netz von Lehrerinnen und Lehrern aufbauen, die ihre Expertise weitergeben. Anders wäre diese große Aufgabe auch gar nicht zu schaffen“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Wir setzen bewusst auf Lehrkräfte mit Erfahrungen im Umgang mit digitalen Medien, da sie ihre Kolleginnen und Kollegen an den Schulen gut kennen und sie sie dort unterstützen können, wo es notwendig ist. Ich freue mich über alle, die offen sind für diese neue und spannende Aufgabe“, sagte Hesse.

Zum einen sollen 29 unbefristet beschäftigte Lehrkräfte im Einsatz sein, die als medienpädagogische Multiplikatoren Fortbildungen anbieten, bei der Umsetzung des Rahmenplans „Digitale Kompetenzen“ unterstützen und bei Datenschutzfragen die Schulen beraten und begleiten. Zum andern sollen weitere 13 unbefristet beschäftigte Lehrkräfte neben diesen Aufgaben Kooperationen mit Kreisen und kreisfreien Städten voranbringen und schulartbezogene Aktivitäten organisieren.

„Mit dem Aufbau eines landesweiten Netzes an Multiplikatoren zeigen wir, dass wir als Land unsere Hausaufgaben für die Umsetzung des Digitalpaktes gemacht haben“, betonte Hesse. „Aufgabe der Länder soll es sein, die Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte zu übernehmen und die Rahmenpläne zu überarbeiten. Mecklenburg-Vorpommern ist für den Digitalpakt bereit. Ich bin froh, dass uns die neue Bundesbildungsministerin am vergangenen Freitag auf der Kultusministerkonferenz in Erfurt zugesichert hat, dass die Mittel im kommenden Jahr endlich abrufbar sein sollen“, sagte Hesse.

Wer sich die Aufgabe als Multiplikator vorstellen kann, kann sich bis Mittwoch, 20. Juni 2018, im Medienpädagogischen Zentrum des Bildungsministeriums bewerben. Die Staatlichen Schulämter haben die Schulen bereits in den vergangenen Wochen über die Veröffentlichung der Interessenbekundung informiert.

Kita-Erweiterung in Gallin (Amt Zarrentin) eingeweiht

Gallin – Der Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus, hat heute (18. Juni) einen Erweiterungsbau an der Kindertagesstätte „Galliner Landmäuse“ in Gallin offiziell eingeweiht. „Mit dem Kita-Anbau wird für die Zukunft der Gemeinde eine entsprechende Grundversorgung bereitgehalten und der ländliche Raum nachhaltig gestärkt“, sagte der Minister.

Auf Grund des Zuzuges von jungen Familien in die Gemeinde mit einem 300 Hektar großen Gewerbegebiet an der A24 reichte die Kapazität von 56 Plätzen der bisherigen Kita nicht mehr aus. 2015 beschloss die Gemeinde die Erweiterung durch einen Anbau und gleichzeitig die Verbesserung der Betreuungs­bedingungen. 2017 erhielt sie die Förderzusage von rund 500.000 Euro. Die Gesamtkosten betragen rund 890.000 Euro.

2017 konnten in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 22 Gemeinden eine Zuwendung für investive Maßnahmen in Kitas und Schulen erhalten. Ende 2016 hatte der Planungsausschusses der Agrarminister (PLANAK) die Aufnahme der Förderung von „Einrichtungen für lokale Basisdienstleistungen“ in die „Gemeinschaftsaufgabe der Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) beschlossen, so dass Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2017 für diese Förderung 5,2 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung standen. Die Bewilligung der Zuwendungen erfolgte im Rahmen der Richtlinie für die Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung (ILERL M-V).

EASO-Bericht: Zahl der Asylanträge in der EU weiter rückläufig

Brüssel – Die Anzahl der Asylanträge in der EU geht weiter zurück. Das belegen heute (Montag) vom Europäischen Unterstützungsbüro für Asylfragen (EASO) veröffentlichte Zahlen. Demnach setzt sich in den ersten vier Monaten in 2018 der rückläufige Trend aus dem Jahr 2017 fort: zwischen Januar und April 2018 beantragten rund 197.000 Personen internationalen Schutz in der EU. Damit bleiben die Zahlen unter dem Niveau der letzten drei Jahre. Im Jahr 2017 betrugen die Antragszahlen insgesamt 728.470, was einem deutlichen Rückgang um 44 Prozent gegenüber 2016 entsprach, als knapp 1,3 Mio. Menschen einen internationalen Schutz beantragten. Auch 2018 waren Syrien, Irak und Afghanistan die Hauptherkunftsländer der Antragsteller.

Der heute veröffentlichte EASO-Jahresbericht zeigt, dass der Migrationsdruck an den EU-Außengrenzen im Jahr 2017 hoch blieb, aber im zweiten Jahr in Folge zurück ging, vor allem auf den östlichen und zentralen Mittelmeerrouten, während es auf der westlichen Mittelmeerroute einen beispiellosen Anstieg gab.

Bei den anhängigen Verfahren wurde Ende 2017 erstmals seit mehreren Jahren der Bestand an anhängigen Verfahren gegenüber dem Vorjahr reduziert, während in der EU plus Norwegen, Schweiz, Liechtenstein und Island (fortan EU+) rund 954.100 Anträge auf eine endgültige Entscheidung warteten, 16 Prozent weniger als zur gleichen Zeit im Jahr 2016. Ende 2017 wartete nur die Hälfte aller anhängigen Verfahren auf eine Entscheidung in erster Instanz, während ein zunehmender Anteil in zweiter oder höherer Instanz anhängig war, was ein neues Phänomen ist.

Seit Ende 2016 hat sich die Zahl der Fälle, die auf eine Entscheidung in der zweiten und höheren Instanz warten, fast verdoppelt, was auf die Verlagerung der Arbeitsbelastung in den nationalen Systemen von der ersten Instanz auf die Berufungs- und Überprüfungsphase hindeutet.

Von allen erstinstanzlichen Entscheidungen im Jahr 2017 fiel fast die Hälfte (462.355) positiv aus, diese Gesamtanerkennungsrate in der EU+ war jedoch um 14 Prozentpunkte niedriger als im Jahr 2016. Trotz insgesamt weniger Entscheidungen ist die Zahl der negativen Entscheidungen sogar gestiegen: von 449.910 im Jahr 2016 auf 534.330 im Jahr 2017.

Was die positiven Entscheidungen betrifft, so ging der Anteil der Entscheidungen über die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft (von 55 Prozent im Jahr 2016 auf 50 Prozent) oder des subsidiären Schutzes (von 37 auf 34 Prozent) deutlich zurück, während der Anteil derjenigen, denen humanitärer Schutz gewährt wurde, stieg (von 8 auf 15 Prozent).

Der Jahresbericht 2017 des EASO über die Asylsituation in der Europäischen Union bietet einen umfassenden Überblick über die Entwicklungen auf europäischer Ebene und auf der Ebene der nationalen Asylsysteme. Auf der Grundlage zahlreicher Quellen untersucht der Bericht die wichtigsten statistischen Trends und analysiert die Veränderungen in den EU-Ländern in den Bereichen Gesetzgebung, Politik, Praxis und nationale Rechtsprechung. Der Bericht konzentriert sich zwar auf Schlüsselbereiche des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems, weist aber häufig auf den umfassenderen Kontext der Migration und der Grundrechte hin.

Bürgerforum: „Was macht eine gute Schule aus?“

Ministerin Hesse: Unsere Schulen haben viele gute Rezepte für einen abwechslungsreichen Schulalltag

Schwerin – Bildungsministerin Birgit Hesse lädt am Mittwoch, 20. Juni 2018, zu ihrem nächsten Bürgerforum in die Grundschule Lankow in Schwerin ein. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Frage „Was machte eine gute Schule aus?“. Ziel ist es, sich mit interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern über die Schulorganisation auszutauschen, Fragen zu beantworten und Anregungen aufzunehmen.

„Bei meinen Schulbesuchen habe ich erlebt, dass unsere Schulen viele gute Rezepte für einen abwechslungsreichen Schulalltag haben“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Viele Projekte, Initiativen und Angebote von Kooperationspartnern bereichern den Stundenplan. Ich wünsche mir, dass nicht nur eine Schule ihre guten Ideen lebt, sondern auch andere Schulen davon profitieren können. Außerdem möchte ich mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen über das, was an unseren Schulen gut läuft und darüber, wo wir durchaus etwas verbessern können“, betonte Hesse.

Das Platzangebot in der Grundschule Lankow in Schwerin ist begrenzt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich daher auf der Internetseite der Landesregierung unter www.regierung‑mv.de anmelden.

Bürgerforum mit Birgit Hesse

Thema: „Was macht eine gute Schule aus?“
Ort: Grundschule Lankow, Rahlstedter Str. 3 b, 19057 Schwerin
Datum: Mittwoch, 20. Juni 2018
Beginn: 18:00 Uhr

Start für Baggerarbeiten: Rögnitz kann künftig besser abfließen

Vielank – Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus hat heute Mittag an der Furt Lave bei Vielank mit einem Bagger die erste Schaufel Sediment aus einem ufernahen Bereich der Rögnitz entnommen, der seit dem Spätherbst 2017 die Fließverhältnisse des Gewässers deutlich beeinträchtigt hatte.

Damit gab der Minister das Startsignal für die Arbeiten des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) Westmecklenburg zur Verbesserung der Abflussverhältnisse der Rögnitz auf dem Territorium Mecklenburg-Vorpommerns. Am 04. Juni 2018 hatten diese Arbeiten bereits auf der niedersächsischen Seite des Flusses begonnen. „Mit dieser Maßnahme lösen beide Bundesländer ihr 2017 an die Landwirte gegebenes Versprechen ein, alles zu unternehmen, damit sich Überflutungen von landwirtschaftlichen Nutzflächen durch die Rögnitz nicht wiederholen“, sagte Minister Backhaus.

Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die Verbesserung der Abflussverhältnisse mit 23.734 Euro. Das Land Niedersachsen investiert auf seinem Territorium 50.000 Euro in die Abflussverbesserung der Rögnitz.

In MV werden in den nächsten Tagen von der rechten Uferseite aus in sogenannten „Auflandungszonen“ mit einem Langarmbagger Verbreiterungen bzw. Vertiefungen der Fluss-Sohle vorgenommen und die Gleithänge an der Böschung wieder hergerichtet. Die linke Böschung wird von den Bauarbeiten nicht berührt; dort befindliche Wasserpflanzen und Laichkraute können weiterwachsen.

„Für den Eingriff in dieser für die Natur sensiblen Jahreszeit haben wir eine naturschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung erwirken können. Das zeugt von hoher Wertschätzung der Naturschützer gegenüber den Belangen der Landwirte. Und es zeigt, dass Lösungen möglich sind, wenn Wasserwirtschaft und Naturschutz auf Augenhöhe eng zusammenarbeiten und beide Seiten konstruktive Lösungen wollen“, hob der Minister hervor.

Die Sedimententnahme zur Beseitigung von Abflusshindernissen in dem Grenzfluss sei eine Sofortmaßnahme, der auf niedersächsischen Gebiet weitere Schritte zur Renaturierung der Rögnitz folgen müssen, so Backhaus. Ziel sei das Erreichen des in der Wasserrahmenrichtlinie definierten guten ökologischen Zustandes der Rögnitz. Derzeit sei der ökologische Zustand des Flusses unbefriedigend.

Den Baggerarbeiten war nach Ortsbegehungen und Gesprächen beider Seiten im Februar 2018 eine Echolotvermessung der Rögnitz vorausgegangen. Durch die Vermessung konnten punktgenau solche Zonen in dem Gewässer ausfindig gemacht werden, die die Durchlassfähigkeit des Flusses durch Sedimentablagerungen beeinträchtigen. „Wegen dieser punktgenauen Sedimententnahme an den Auflandungszonen können wir die Arbeiten auf das notwendige Minimum reduzieren“, erkärte der Minister.

Die Rögnitz bildet auf 15 Kilometern Länge die Landesgrenze zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen und ist Bestandteil zweier FFH-Gebiete, zweier Vogelschutzgebiete und des länderübergreifenden Biospärenreservates „Flusslandschaft Elbe“.

Nach den überdurchschnittlichen Niederschlägen der Monate Juni bis Oktober 2017 – ihre Menge überschritt den langjährigen Niederschlagsmittelwert um mehr als das Doppelte – war der Fluss über seine Ufer getreten und hatte wochenlang angrenzende Äcker und Grünflächen in MV überschwemmt. Landwirte konnten ihre Flächen nur erschwert oder gar nicht nutzen.

Ursache für die Überflutung war neben der hohen Niederschlagsmenge auch die Verengung des Abflussprofils des Flusses von 6 Metern Breite auf dem Gebiet Mecklenburg-Vorpommerns auf 2 bis 3 Meter Breite in Niedersachsen, was den Rückstau des Wassers in MV zur Folge hatte.

Grund für den im benachbarten Bundesland deutlich abweichenden Unterhaltungszustand der Rögnitz, die in MV als Gewässer I. Ordnung durch das StALU Westmecklenburg unterhalten wird, war deren Einstufung als nicht prioritäres Gewässer II. Ordnung in Niedersachsen, unterhalten durch den Neuhauser Deich- und Unterhaltungsverband. Inzwischen sei auf niedersächsischer Seite eine Neubewertung der Rögnitz vorgenommen und das Beanspruchen von Fördermitteln zur Fließgewässerentwicklung ermöglicht worden, berichtete Minister Backhaus.

Die Arbeiten werden durch die Firma Hoff aus Oetzen vorgenommen. Die ökologische Baubegleitung erfolgt durch die Firma biota GmbH.

Heilig-Geist-Hof in Wismar wird neu gestaltet

Wismar – Die von der Hansestadt Wismar (Landkreis Nordwestmecklenburg) geplante Neugestaltung des Heilig-Geist-Hofs in der Altstadt wird aus der Städtebauförderung in Höhe von rund 190.000 Euro unterstützt. Die Gesamtausgaben für dieses Vorhaben betragen knapp 365.000 Euro. Die drei privaten Eigentümer, die städtische Wohnungsgesellschaft Wobau Wismar, die Diakonie und die Kirchgemeinde St. Nikolai/Heilig-Geist, beteiligen sich finanziell an dieser Maßnahme.

Der altstädtische Innenhof Neustadt 1 (Heilig-Geist-Hof hinter der Kirche) soll neu gestaltet werden, da die 1.784 Quadratmeter große Fläche verschlissen ist und nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht. Die Regenwasserleitung ist nicht mehr funktionstüchtig und die Bäume verursachen Schäden am Mauerwerk der Kirche.

Unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten werden die Wege und Flächen erneuert und die Vegetationsflächen wieder hergestellt. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität wesentlich zu verbessern und dadurch die Altstadt attraktiver zu machen. Der Innenhof wird unter anderem für die Mecklenburger Festspiele genutzt.

Die Baumaßnahme soll voraussichtlich in diesem Jahr begonnen und 2019 fertig gestellt werden.

Obere Etage der alten Grundschule in Altentreptow wird saniert

Altentreptow – Die Stadt Altentreptow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) erhält vom Bauministerium für die Sanierung der oberen Etage der alten Grundschule in der Schulstraße 22 Fördermittel in Höhe von rund 225.000 Euro. Die Mittel kommen aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER). Die Gesamtkosten für das Vorhaben betragen rund 330.000 Euro.

Die ehemalige Schule ist als Baudenkmal ein Teil des kulturellen Erbes der Stadt Altentreptow. Die untere Etage des Gebäudes wurde im Jahr 2016 saniert. Sie wird als Bibliothek genutzt. Nach Abschluss der Sanierung im oberen Bereich können Vereine der Stadt die nutzen.

Die Maßnahme soll in diesem Jahr beginnen und bis Ende 2018 abgeschlossen sein.

Bundesweiter Wettbewerb: Kultur- und Kreativpiloten aus M-V gesucht

Schwerin – Noch bis zum 1. Juli können sich Kultur- und Kreativschaffende aus Mecklenburg-Vorpommern um die bundesweite Auszeichnung „Kultur- und Kreativpiloten“ bewerben. Der Wettbewerb unter dem Motto „#bessermachen“ wendet sich an Unternehmen, Selbstständige, Gründer und Projekte aus der Kultur- und Kreativwirtschaft. „Der Wettbewerb ist eine großartige Chance für kreative Köpfe mit außergewöhnlichen Ideen aus Mecklenburg-Vorpommern. Egal ob Einzelkämpfer oder Teamplayer, egal ob die Kreation noch ein Gedankenspiel oder bereits umgesetzt ist – jeder kann mitmachen. Alle Kreativen bei uns sollten die Gelegenheit nutzen, um bundesweit auf sich aufmerksam zu machen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die Auszeichnung „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland“ wird im Namen der Bundesregierung jedes Jahr an 32 Unternehmen verliehen. Mit dem Wettbewerb bekommen Kreativunternehmer in ganz Deutschland die Chance, ihre Ideen und Projekte weiterzuentwickeln. Als Gewinn erhalten die Preisträger unter anderem neben der Auszeichnung die Möglichkeit, ein Jahr lang in einem Mentoring-Programm begleitet zu werden sowie an Workshops teilzunehmen. Unter den Gewinnern war im vergangenen Jahr TEXLAB (Team: Esther Stühmer) aus Greifswald, die eine Brücke bauen zwischen intelligenten Textilien und wirtschaftlicher Umsetzung.

Das Angebot: Unternehmen können vor der Serienproduktion ein neues Produkt auf seine Marktreife untersuchen lassen. Im Produktionslabor stellt Esthers Team außerdem textiltechnische Prototypen her. 2016 errang „13° – Jackle und Heidi“ (Team: Franziska Göttsche, Martin Horst aus Neubrandenburg) eine Auszeichnung. Angefangen mit den ersten Eis-Experimenten in der heimischen Garage ist 13° heute die weltweit einzige Crossmedia-Agentur mit angegliederter Eismanufaktur. „Bei der Auszeichnung steht die Unternehmerpersönlichkeit im Mittelpunkt. Ziel ist es, Unterstützung für die individuelle Weiterentwicklung zu leisten und gleichzeitig Mut zu machen, den eigenen Weg weiter zu gehen“, sagte Glawe.

Die Bewerbung kann über ein Online-Formular auf www.kultur-kreativpiloten.de, per Post oder per Mail eingereicht werden. Die Bewerbung umfasst drei Schritte: Eine kurze Beschreibung der Idee, ein paar Informationen zur Person oder zum Team und ein kurzes Motivationsschreiben, warum man Kultur- und Kreativpilot werden möchte. Weitere Informationen zum Wettbewerb und zu den Anmeldebedingungen unter:

u-institut für unternehmerisches Denken und Handeln e.V., Jägerstraße 65, 10117 Berlin

Mail: kreativpiloten@u-institut.de

Facebook: facebook.com/kreativpiloten

Instagram: @kreativpiloten

Twitter: @kreativpiloten

In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben des Büros für Kulturwirtschaftsforschung in Köln rund 5.500 Selbstständige und Unternehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig. Rund 2.600 Selbstständige und Unternehmen haben einen persönlichen Jahresumsatz von mehr als 17.500 Euro; diese haben im Jahr 2014 gemeinsam einen Jahresumsatz von mehr als 777 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Anteil von 1,8 Prozent der Gesamtwirtschaft im Land. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Branche betrug 2014 rund 9.600. Betrachtet man die sozialversicherungspflichtig und die geringfügig Beschäftigten sowie alle Selbstständigen zusammen, dann sind gegenwärtig knapp 17.800 Personen in der Kultur- und Kreativwirtschaft im Land tätig.