Freiwillige Feuerwehr Utzedel erhält Geld für neues Löschfahrzeug

Utzedel – Innenminister Lorenz Caffier hat heute anlässlich der Übergabe eines Fördermittelbscheids an die Bürgermeisterin der Gemeinde Utzedel im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte die Arbeit der Feuerwehren im Land gewürdigt. Mit der finanziellen Unterstützung in Höhe von 107.736 Euro aus Mitteln der Sonderbedarfszuweisung des Innenministeriums wird die Gemeinde für ihre Freiwillige Feuerwehr ein neues Tanklöschfahrzeug 3000 (TLF) beschaffen.

„Die Tätigkeit der Freiwilligen Feuerwehr konzentriert sich heutzutage nicht mehr ausschließlich auf die Bekämpfung von Bränden. Vielfältige Aufgaben, wie die Rettung und Bergung von Unfallopfern, die Beseitigung von Havarien und der Einsatz bei Katastrophen und sonstigen Schadensereignissen sind hinzugekommen und verlangen der Feuerwehr ein Höchstmaß an Einsatzbereitschaft ab“, stellt Minister Caffier fest.

Die Freiwillige Feuerwehr Utzedel ist als Feuerwehr mit Grundausstattung eingestuft und gliedert sich in zwei Ortswehren. Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Utzedel erfüllen nicht nur Aufgaben des örtlichen Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung im eigenen gemeindegebiert, sondern kommen auch überörtlich zum Einsatz. Besondere gefahrenschwerpunkte bilden mehrere landwirtschaftliche Großbetriebe in der Region, die Landstraße 271 und eine Bahnstrecke im Fernverkehr. Von besonderer Bedeutung im ein im Zuständigkeitsbereich der Freiwilligen Feuerwehr Utzedel liegendes Großdepot für Schmier- und Treibstoffe der Bundeswehr, für welches die Feuerwehr Utzedel in der Nacht und am Wochenende den Brandschutz sicherstellt.

Mit der Ersatzbeschaffung soll ein 44 Jahre altes Tanklöschfahrzeug mit erheblichen technischen Mängeln ersetzt werden. Mit derzeit 22 aktive Kameradinnen und Kameraden ist die Freiwillige Feuerwehr Utzedel gut aufgestellt und kann die notwendige Tageseinsatzbereitschaft sicherstellen.

Die Gesamtkosten für die Ersatzbeschaffung des neuen Tanklöschfahrzeugs belaufen sich auf zirka 324.000 Euro.

„In ihrem täglichen Einsatz riskieren die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren im ganzen Land nicht selten ihre Gesundheit und sogar ihr Leben im Dienst der Allgemeinheit. Sie sind damit ein Vorbild für uns alle“, so Innenminister Caffier abschließend.

Erste Fusionszuweisung nach dem Gemeindeleitbildgesetz

Mönchgut erhält 800.000 Euro vom Innenministerium Frist für Verträge verlängert

Insel Rügen – Als erste Gemeinde des Landes erhält die Gemeinde Mönchgut in diesen Tagen einen Bewilligungsbescheid des Innenministeriums über eine Fusionszuweisung nach dem Gemeinde-Leitbildgesetz.

Die Gemeinde war zum 1. Januar 2018 durch Fusion der Gemeinden Gager, Middelhagen und Thiessow entstanden. Aufgrund einer Änderung der Fusionsverordnung im April darf sich die Gemeinde nun über 800.000 Euro – statt der ursprünglich erwarteten 400.000 Euro – freuen. Entsprechend einer Festlegung im Gebietsänderungsvertrag wird das Geld unter anderem für den Bau einer neuen Schulsporthalle verwendet.

Innenminister Caffier lobte die Gemeinde und die verantwortliche Koordinierungsstelle des Landkreises für den gelungenen Prozess, dem auch die Bürger der drei Gemeinden im Rahmen von Bürgerentscheiden ihre Zustimmung erteilt hatten: „Das Beispiel zeigt, dass alle von einem solchen Schritt profitieren können, wenn man sachorientiert miteinander verhandelt und die Bürgerinnen und Bürger mitnimmt“, so Caffier. Er hoffe, dass bis zur Kommunalwahl 2019 noch weitere Gemeinden diesen Weg beschreiten und die vom Land bereitgestellten Prämien für sinnvolle kommunale Maßnahmen nutzbar machen werden.

Die Landesregierung will mit dem Gemeinde-Leitbildgesetz zukunftsfähige Gemeindestrukturen auf der Basis freiwilliger Entscheidungen der Kommunen anregen und unterstützen. Für solche Gemeindefusionen gibt es finanzielle Anreize auf der Grundlage einer Fusionsverordnung des Ministeriums für Inneres und Europa. Um eine stärkere Anreizwirkung zu schaffen und die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel zweckentsprechend zu nutzen, wurden die Fusionszuweisungen im April diesen Jahres spürbar angehoben. Kernpunkt der geltenden Fusionsverordnung sind finanzielle Anreize für freiwillige Gemeindefusionen auf zwei Wegen:

Es werden zum einen Fusionsprämien für jede durch Fusion per Saldo wegfallende Gemeinde gewährt. Das sind standardmäßig 400.000 Euro. Für wegfallende Gemeinden des Nahbereichs eines an der Fusion beteiligten zentralen Ortes im Ländlichen Gestaltungs-Raum sind es sogar 600.000 Euro.

Darüber hinaus werden Konsolidierungszuweisungen gezahlt – und zwar in Höhe von bis zu 2 Mio. Euro für jede an der Fusion beteiligte Gemeinde mit einem Defizit im Finanzhaushalt zum Stand 31. Dezember 2015.

Bis 2019 stehen für Fusionszuweisungen und für Konsolidierungszuweisungen jeweils ca. 40 Mio. Euro zur Verfügung.

„Insbesondere von den Konsolidierungszuweisungen erhoffe ich mir einen Impuls. Schließlich sind in den Fusionsverhandlungen die Schulden der Fusionsgemeinden immer wieder ein großes Hindernis“, so Caffier.

Weiterhin räumt das Innenministerium den Gemeinden für die Vorlage des ausgehandelten Gebietsänderungsvertrages mehr zeitlichen Spielraum ein. Statt bis Jahresende 2018 kann der Vertrag nun noch bis März 2019 vorgelegt werden.

Eine Orgel zum Jubiläum

Brodkorb übergibt Zuwendungsbescheid

Dobbertin – 2020 steht das 800-jährige Jubiläum der Klosteranlage in Dobbertin bevor. Größter Wunsch: Die Orgel soll endlich wieder erklingen. Finanzminister Mathias Brodkorb übergab nun einen Zuwendungsbescheid, um den Orgelbau noch rechtzeitig zu ermöglichen.

Ein Sanierungsfahrplan wird bereits umgesetzt: Bis zum großen Jubiläum im Jahr 2020 soll dann der Innenraum vom Altar bis zur Unterkirche wieder genutzt werden können. Jahrzehntelange Durchfeuchtungen der Außenwände führten zu starken Beschädigungen an Wandflächen und der Innenausstattung. Der größte Wunsch der Besucherinnen und Besucher war jedoch, dass die Orgel endlich wieder erklingt.

Der Kirchenkreis Mecklenburg, der Freundeskreis Orgel, die Nordkirche, die Gemeinde Dobbertin sowie das Diakoniewerk Dobbertin wollten diesen Wunsch nun zusammen mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern erfüllen. Die Kosten für den Einbau werden auf 350.000 Euro geschätzt. Für das Land überreichte Finanzminister Brodkorb dafür nun einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 150.000 Euro.

Die Orgel soll 28 Pfeifenreihen zählen und in das Originalgehäuse aus dem Jahr 1857 eingepasst werden. Für Fertigstellung und Einbau wird mit einem Zeitrahmen von zwei Jahren gerechnet. Das wäre gerade rechtzeitig, denn die offizielle Jubiläumsfeier ist für Anfang Juli 2020 geplant.

Finanzminister Mathias Brodkorb: „Ein großer Kreis von Unterstützern will, dass die Orgel endlich wieder in der Klosterkirche erklingt. Besonders erfreulich ist das enorme Engagement der Ehrenamtlichen hier vor Ort. Die Unterstützung durch das Land ist daher auch ein Stück weit Würdigung dieses außergewöhnlichen Einsatzes für das Zusammenleben vor Ort.“

Weltklassemusiker treffen Weltmarktführer

Torgelow – Unter dem Titel „Unerhörte Orte“ präsentieren die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern Konzerte an ungewöhnlichen Spielorten. Heute ist die Veranstaltungsreihe erstmals in der Eisengießerei Torgelow zu Gast. Dabei stehen Percussionmusik mit Alexej Gerassimez, Klassik und eine Lesung mit Charly Hübner auf dem Programm.

„Ich freue mich sehr, dass die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern bei uns ins Torgelow Station machen. Die Eisengießerei ist ein Betrieb mit einer großen Tradition. Sie ist nach schwierigen Jahren heute wieder einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region. Die alte Gießereihalle ist allen Torgelowerinnen und Torgelowern ein Begriff. Umso schöner ist es, dass diese Halle heute auf ganz neue Weise zum Klingen gebracht wird. Weltklassekünstler treffen heute auf einen Weltmarktführer made in Vorpommern“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann bei der Eröffnung des Konzerts.

„Das passt auch gut zusammen. Ziel der Landesregierung ist es, Vorpommern wirtschaftlich voranzubringen. Und auch die Förderung der Kultur hat für uns einen sehr hohen Stellenwert“, sagte der Staatssekretär weiter.

„Für Torgelow ist das heute ein besonderer Tag. Wir haben heute den neuen Standort der Regionalen Berufsschule eröffnet, auf dem Wirtschaftssymposium über die wirtschaftlichen Perspektiven der Stadt diskutiert. Es laufen die Torgelower Festtage. Nun kommt als Höhepunkt dieses besondere Konzert hinzu. Die meisten von Ihnen werden es wissen: Ich komme aus dieser Stadt. Und deshalb ist es für mich eine besondere Freude, dass es ab heute auch eine Torgelow-Suite gibt, die wir gleich musikalisch geboten bekommen. Ich bin sehr gespannt“, sagte der Staatssekretär zum Abschluss seiner Rede.

Ausbau der Kreisstraße von Strenz bis Karow

Karow – Für den Ausbau der Kreisstraße GÜ 18 zwischen den Orten Strenz und Ortseingang Karow einschließlich der Ortslage Strenz mit Anbindung an die Landesstraße L 14 erhält der Landkreis Rostock vom Infrastrukturministerium einen Zuschuss in Höhe von 510.800 Euro. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bewilligt. Die zuwendungsfähigen Ausgaben betragen rund 922.000 Euro. Die Gesamtausgaben der Maßnahme liegen bei rund einer Million Euro.

Im Bereich dieses Abschnitts ist die Straße auf Grund des schlechten Oberflächenzustands und des Untergrunds dringend erneuerungsbedürftig. Die Fahrbahn wird in der derzeit vorhandenen Breite von sechs Metern in Asphaltbauweise ausgebaut. Zudem entsteht in Strenz ein neuer Gehweg.

Die Kreisstraße liegt zentral im Landkreis Rostock und nördlich der Stadt Güstrow. Sie verbindet über die Orte Hohen Sprenz, Siemitz, Käselow, Karow und Strenz die Landesstraßen L 13 und L 14 und schließt somit an das überörtliche Straßennetz an.

Spiel- und Pausenhof der Grundschule Marlow wird neu gestaltet

Marlow – Die Stadt Marlow (Landkreis Vorpommern-Rügen) erhält vom Bauministerium für die Neuordnung des Spiel- und Pausenhofs der Grundschule Fördermittel in Höhe von rund 54.000 Euro. Die Mittel kommen aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER). Die Gesamtkosten für dieses Vorhaben betragen rund 74.000 Euro.

Der Erweiterungsbau der Grundschule wurde bereits fertig gestellt. Nun wird im Zuge der geplanten Sanierung des Altbaus auch der Spiel- und Pausenhof mit neuen Spielgeräten neu gestaltet. Für eine Unterrichtsgestaltung auf dem Außengelände ist zudem ein „Grünes Klassenzimmer“ mit Bänken und Tischen vorgesehen.

Die Maßnahme wurde aufgrund der Dringlichkeit mit Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn durch das Landesförderinstitut bereits begonnen und soll voraussichtlich Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Torgelower Wirtschaftssymposium eröffnet

Torgelow – Wirtschaftsminister Glawe hat das diesjährige Torgelower Wirtschaftssymposium (Landkreis Vorpommern-Greifswald) besucht. Dabei ging der Minister auf den Arbeitsmarkt in Vorpommern ein. „Von der günstigen Entwicklung auf dem gesamten Arbeitsmarkt im Land profitiert auch Vorpommern. Der Abbau der Arbeitslosigkeit geht in unserem östlichen Landesteil gut voran. Wir brauchen vor allem auch im stärker vom Tourismus geprägten Vorpommern mehr saisonverlängernde und saisonunabhängige Beschäftigungsangebote. Die Ansiedlung von mehr Industrie sorgt perspektivisch für mehr dauerhafte Beschäftigung – daran arbeiten wir weiter“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. „Diese positiven Entwicklungen sind das Ergebnis der Anstrengungen der Unternehmen und deren Beschäftigten im Land. Dafür danke ich Ihnen sehr. Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist es, Menschen dabei zu unterstütze, in Arbeit zu kommen. Jede Neuansiedlung oder Erweiterung trägt dazu bei.“

Waren in Vorpommern (Landkreise Vorpommer-Rügen und Landkreis Vorpommern-Greifswald) im Mai 2008 noch 39.600 Menschen arbeitslos, hat sich die Zahl in den vergangenen 10 Jahren auf rund 20.300 Menschen im Mai 2018 nahezu halbiert. „Auch die Arbeitslosenquote ist gesunken. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Vorpommern legt weiter zu“, so Glawe weiter. „Wir werden unsere Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik konsequent weiter auf eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Wirtschaft ausrichten. Das schafft mehr Wertschöpfung und Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt.“

Im Mai 2014 lag die Arbeitslosenquote bei 12,4 Prozent – heute bei 8,9 Prozent (Mai 2018). Im September 2014 waren 152.100 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Heute sind es 158.500 Beschäftigte. „Die Beschäftigungszuwächse erfolgen im Land vor allem im Bereich der Gesundheitswirtschaft, im verarbeitenden Gewerbe, im Handel und auch im Dienstleistungsbereich. Wichtig ist es, langfristige und nachhaltige Arbeitsmarktperspektiven für Langzeitarbeitslose auf dem ersten Arbeitsmarkt zu schaffen“, erläuterte Glawe. Als Möglichkeit der Unterstützung nannte er unter anderem die Bürgerarbeit (Förderung von Arbeitsplätzen insbesondere für Langzeitarbeitslose). Wichtig sei auch die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt durch die Hilfe von Joblotsen.

Aktuell liegen für weitere 62 gewerbliche Investitionsvorhaben in Vorpommern (Landkreise Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald) Anträge mit einem geplanten Investitionsvolumen in Höhe von rund 190 Millionen Euro vor (aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur – GRW). „Viele Firmen erweitern ihre Kapazitäten vor allem im verarbeitenden Gewerbe. Für diese Anträge werden derzeit die Fördervoraussetzungen geprüft. Sollten sie alle realisiert werden, würden weitere 429 neue Arbeitsplätze entstehen und 717 Jobs gesichert“, sagte Glawe

Auch die Entwicklung der Infrastruktur geht weiter voran. In den vergangenen Jahren sind bereits eine Reihe von Infrastrukturmaßnahmen in der Stadt Torgelow und in Vorpommern mit Hilfe des Einsatzes von Infrastrukturfördermitteln umgesetzt worden. Als Beispiele nannte der Minister die Erschließung des Industrie- und Gewerbegebietes Borkenstraße in Torgelow; die Berufliche Schule des Landkreises Vorpommern-Greifswald in Torgelow einschl. des Um- und Ausbaus des Internates, der Bau des Zentrums für Life Science und Plasmatechnologie in Greifswald sowie der Ausbau von verschiedenen Abschnitten beim Usedom-Rundweg sowie der Ausbau des Usedomer-See-Zentrums in der Stadt Usedom.

Ein weiteres Thema war die Digitalisierung. „Die überwiegend kleinen und mittleren Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern stehen hier vor besonderen Herausforderungen. Im Unterschied zu Großunternehmen müssen sie mit begrenzten finanziellen Mitteln und personellen Ressourcen für Innovationen umgehen und verfügen oftmals über keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Kleine und mittlere Unternehmen haben gegenüber Großunternehmen aber auch spezifische Potenziale und Stärken. Sie können von einer überdurchschnittlichen hohen Identifikation der Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Führungskräften profitieren. Sie sind aufgrund kurzer Informations- und Kommunikationswege sehr flexibel und können deutlich schneller reagieren als Großunternehmen“, so Glawe.

Minister Glawe machte deutlich, dass die Digitalisierung eine Chance für die heimische Wirtschaft insgesamt ist: „Wichtig ist es, den Unternehmen und ihren Beschäftigten bei der Bewältigung ihrer Aufgaben im Rahmen der Digitalisierung zu helfen. Um Unternehmen und die Qualifizierung von Arbeitnehmern zu unterstützen, sollen eine Reihe von Förderprogrammen geöffnet werden. Hierzu zählen die Qualifizierungsrichtlinie, die Einstellungsrichtlinie und die Förderung von Prozessinnovationen. Mit der Schaffung eines Kompetenzzentrums ´Digitalisierung in der Arbeitswelt MV´ wird eine zentrale Anlaufstelle für Arbeitnehmer und Arbeitgeber sowie deren Interessensvertreter gefördert. Das Kompetenzzentrum soll die Informationen zu den Auswirkungen des digitalen Wandels auf die Arbeit bündeln und weitergeben, übergreifend die neuen rechtlichen Herausforderungen aufbereiten und vermitteln, über vorhandene Unterstützungsangebote informieren und auch eigene Schulungen in Betrieben anbieten“, so Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe abschließend.

Fördermittel für neue Feuerwehrfahrzeuge

Schwerin – Die Gemeinde Murchin des Amtes Züssow im Landkreis Vorpommern-Greifswald möchte einen neuen Mannschaftstransportwagen für ihre Freiwillige Feuerwehr anschaffen. Mit dem Fahrzeug wird den umfangreichen Aufgaben zur Gewährleistung des Brandschutzes und der Hilfeleistung besser Rechnung getragen und die Arbeit der Gemeindefeuerwehr unterstützt. Für das neue Fahrzeug erhält die Gemeinde Murchin finanzielle Unterstützung aus dem Innenministerium in Form von Sonderbedarfszuweisungen in Höhe von 14.191 Euro.

„Eine solche Anschaffung ist keine leichte Aufgabe für eine kleine Gemeinde, aber eine sinnvolle Investition“, so Innenminister Lorenz Caffier. „Um den Brand- und Katastrophenschutz in unserem Land zukunftssicher aufzustellen müssen wir den Kameradinnen und Kammeraden unserer Feuerwehr attraktive Anreize für die Ausübung des Ehrenamts zur Verfügung stellen. Das ist man mit veralteter Technik nicht zu erreichen. Daher ist jeder investierte Euro in moderne und zeitgemäße Ausstattung gut angelegt.“

Die Freiwillige Feuerwehr Murchin ist als Stützpunktfeuerwehr eingestuft. Die Gemeinde Murchin ist das östliche Tor zur Insel Usedom, wodurch das Straßennetz in und um Murchin neben den Anwohnern des Landkreises auch von den zahlreichen Urlaubern ganzjährig stark genutzt wird. Hierdurch besteht auch ein erhöhtes Risiko im Bereich der Verkehrsunfälle, bei denen die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Murchin dann zum Einsatz kommen.  Durch Unachtsamkeit der Verkehrsteilnehmer besteht auch eine große Gefahr von Waldbränden im Bereich des Naturparks Flusslandschaft Peenetal.

Aufgrund der vielen Ausflugsmöglichkeiten nutzen auch immer mehr Naturliebhaber die in der Nähe der Gemeinde Murchin bestehenden Jugendherbergen, Pensionen und Ferienwohnungen. Weiterhin befinden sich das Industriegebiet „An der Redoute“ in Relzow, die Agrar GmbH Murchin sowie die Biogasanlage Pinnow im Einsatzgebiet der Murchiner Feuerwehr. Außerdem ist die Murchiner Feuerwehr als Wasserwehr im Rahmen des Hochwasserschutzes zuständig.

Derzeit besitzt die Freiwillige Feuerwehr Murchin ein Löschfahrzeug 24 mit Baujahr 1993 und ein Löschfahrzeug 8, das im Jahr 1982 gebaut wurde. Der Kommandowagen der Feuerwehr wurde nach einem Brandschaden einsatzunfähig. Dieser diente neben der Einsatzorganisation und Koordinierung durch den Einsatzleiter auch dem Transport der Jugendfeuerwehr. Um die eigenen und übertragenen Aufgaben auch zukünftig vollständig gewährleisten zu können, benötigt die Freiwillige Feuerwehr Murchin den neuen Mannschaftstransportwagen. Die Anaschaffungskosten belaufen sich auf insgesamt 42.574 Euro.

Durch einen öffentlich-rechtlichen Vertrag ist die Gemeinde Murchin eine Kooperation mit der Stadt Lassan eingegangen, um gemeinsam den Brandschutz in Lassan und den dazugehörigen Ortsteilen abzusichern.

Auch die Gemeinde Lassan kann sich heute über Finanzmittel aus dem Innenministerium für ihre Freiwillige Feuerwehr freuen. Innenminister Lorenz Caffier übergab heute 42.618 Euro Fördermittel als Sonderbedarfszuweisung für die Anschaffung eines Einsatzleitwagens (ELW 1). Hierbei handelt es sich um ein Führungsmittel, welches für Führungs- und Koordinierungsaufgaben bei Einsätzen dringend benötigt wird.

Im Amt am Peenestrom und der Stadt Lassan werden im Einsatzfall meist mehrere Feuerwehreinheiten alarmiert.

„Mit einem entsprechenden Führungsfahrzeug ist es auch der Führungseinheit des Amtes möglich größere Einsätze in vollem Umfang abzuarbeiten“, so Innenminister Caffier.

Die Gesamtkosten für die Anschaffung des Einsatzleitwagens belaufen sich auf insgesamt 127.855 Euro.

Umbau der Beruflichen Schule in Torgelow abgeschlossen

Torgelow – Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Freitag (22.06.) in Torgelow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) die um- und ausgebaute Berufliche Schule offiziell neu eröffnet. „Am Standort Torgelow ist ein moderner Schulkomplex entstanden, der für Lehrende und Lernende ein ideales Umfeld für eine hochwertige berufliche Aus- und Weiterbildung bietet. So ist gewährleistet, dass Schüler und Auszubildende optimal auf ihrem individuellen Weg ins Berufsleben vorbereitet werden. Sie werden nun für unsere Unternehmen als Fachkräfte hervorragend qualifiziert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Das Regionale Berufliche Bildungszentrum (RBB) des Landkreises Vorpommern-Greifswald bildet in Torgelow in den Fachbereichen der Agrarwirtschaft, des Nahrungsmittelgewerbes (Bäckerei und Konditorei), der Metalltechnik (Produktionstechnik) sowie der Wirtschaft und Verwaltung aus. Bisher waren die Ausbildungsstandorte der Berufsschule auf die Städte Eggesin, Pasewalk und Torgelow verteilt. Nun ist ein Teil der vorhandenen, unter Denkmalschutz stehenden Gebäude in der Ueckermünder Straße durch bauliche Anpassungen und Modernisierungen zu einem zentralen Berufsschulstandort umgebaut worden. Vier der sechs bestehenden Gebäude wurden barrierefrei umgebaut. Entstanden sind unter anderem zwölf allgemeinen Unterrichtsräume für die dualen Ausbildungsberufe sowie sechs allgemeine Unterrichtsräume für die Vollzeitbildungsgänge. Weiter wurden acht Fachkabinette und Labore gebaut. Der Umzug der Schüler, die derzeit an anderen Standorten untergebracht sind, ist für Anfang Juli geplant. Bis zum Schuljahresbeginn werden noch vereinzelt Restarbeiten abgeschlossen. „Mit dem Zusammenschluss der einzelnen Standorte zu einem zentralen Anlaufpunkt können schulinterne Abläufe passgenau aufeinander abgestimmt werden. Das verbessert die Lehr- und Lernbedingungen weiter vor Ort“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Die Gesamtinvestitionen der Um- und Ausbaumaßnahmen betragen rund sieben Millionen Euro. Das Land unterstützt die Um- und Ausbaumaßnahmen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 6,3 Millionen Euro. Im Laufe der Arbeiten sind beim Bau einige Zusatzkosten aufgetreten, die nicht vorhersehbar waren. Aus diesem Grund wird derzeit eine mögliche Aufstockung der Förderung geprüft.

Umfahrungsmöglichkeiten für A20-Großbaustelle ausgeschildert

Foto: Das erste Hinweisschild an der A20 wird aufgebaut. Foto: SBV M-V

Das erste Hinweisschild an der A20 wird aufgebaut. Foto by SBV M-V

Tribsees – Die ersten Schilder, die Umfahrungsempfehlungen für die Autobahn-Großbaustelle bei Tribsees geben, sind an der A20 aufgestellt. Ab morgen (22.06.2018) werden insgesamt sechs Schilder Reisende in sowie aus Richtung Usedom und Rügen darauf hinweisen, dass sie die Baustelle und die dazugehörige Umleitung über die B110 umfahren können.

Die Standorte sind:

  • Zwei Schilder an der A 20 kurz vor der Anschlussstelle Tessin, eines mit Hinweis Richtung Rügen über Grimmen, eines in Richtung Usedom über Jarmen
  • Zwei Schilder an der B110 bei Demmin, eins mit Hinweis Richtung Rügen über Grimmen, eines in Richtung Usedom über Jarmen
  • Ein Schild für Reisende aus Richtung Rügen an der B96, Ausfahrt Grimmen Ost mit Hinweis auf die Umfahrungsmöglichkeit über Grimmen zur A20-Anschlussstelle Tessin
  • Eines auf der Kreuzung der Bundesstraßen B 109 und B 111 bei Mönckeberg für Reisende aus Richtung Usedom mit Hinweis auf die Umfahrung über Jarmen zur Anschlussstelle Tessin

Voraussichtlich bis zum Herbst werden an diesen Standorten zusätzlich elektronische Anzeigetafeln installiert, die den Fahrerinnen und Fahrern die Passierdauer über die Umleitung der A20-Baustelle bei Tribsees sowie die Passierdauer über diese Entlastungsstrecken anzeigen. Die Verkehrsteilnehmer können dann anhand dieser Angaben entscheiden, welche Strecke sie fahren möchten.

Die Kosten für Erstellung und Errichtung der sechs „analogen Schilder“ in Höhe von ca. 90.000 Euro trägt der Bund.

Schwesig: Hanse steht für gute Zusammenarbeit und starke Städte

Rostock – „Der Internationale Hansetag ist eine erstklassige Gelegenheit, um Mecklenburg-Vorpommern als traditionsbewusstes und auch als ein modernes Bundesland zu präsentieren. Und wir wollen ein Zeichen für ein gutes Miteinander in Europa setzen. Die Hanse steht für mich für wirtschaftliche Zusammenarbeit und fairen Handel. Sie ist ein starkes Zeichen für echte Kooperation. Das ist in schwierigen Zeiten besonders wichtig. Die Hanse steht aber auch für die Herausbildung starker Städte und selbstbewusste Bürgerinnen und Bürger“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig anlässlich der Eröffnung des 38. Internationalen Hansetages in Rostock.

Viele würden sich darüber freuen, dass dieses internationale Event in der Hanse- und Universitätsstadt ausgetragen würde. „Veranstaltungen wie der Hansetag tragen ganz klar zur Identifikation mit der eigenen Stadt, mit dem eigenen Bundesland bei. Ich bin davon überzeugt, dass die Rostocker und Rostockerinnen ausgezeichnete Gastgeber sein werden“, betonte die Regierungschefin.