Finanzspritze für Feuerwehr Krakow am See

Innenminister Caffier lobt lebendiges Ehrenamt in Krakow am See

Krakow am See – „Die ehrenamtlichen Feuerwehrleute in Krakow am See beweisen, dass das Ehrenamt lebendig ist“, sagte Innenminister Lorenz Caffier heute bei einem Besuch in der Stadt. Anlass war die Übergabe eines Förderbescheids an Bürgermeister Wolfgang Geistert. Die Stadt will in ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeuges (HLF 20) investieren. Dafür gibt das Land 143.330 EUR als Sonderbedarfszuweisung dazu, die Gesamtanschaffungskosten belaufen sich auf rund 430.000 EUR.

Minister Lorenz Caffier: „Nicht zuletzt die vielen Feld- und Waldbrände vom letzten Wochenende haben gezeigt, dass die Feuerwehr in Notfällen oder bei Gefahren schnell einsatzbereit sein und Hilfe leisten muss, sei es beim Löschen von Bränden oder Retten von Menschen aus Gefahrensituationen. Im Ernstfall kommt es darauf an, mit möglichst vielen Einsatzkräften und moderner Technik schnell am Ort des Geschehens zu sein. Deshalb investiert das Land in eine moderne Ausstattung der Feuerwehren.“ Der Minister verwies darauf, dass die Angehörigen der Feuerwehren Menschen oft unter großer Gefahr für das eigene Leben retten. Dafür dankte er den Einsatzkräften. Die Bereitstellung moderner Technik diene daher nicht nur dem Schutz der Bevölkerung sondern auch dem der ehrenamtlichen Kräfte.

Dass das Ehrenamt in der Krakow am See lebendig ist, zeigen auch die Mitgliederzahlen der Freiwilligen Feuerwehr. 42 aktive Kameradinnen und Kameraden gehören neben 10 Kindern und Jugendlichen aus der Jugendfeuerwehr zur Freiwilligen Wehr der Stadt und zeugen vom erfolgreichen Engagement für die Feuerwehr. Diese soll zukünftig als Feuerwehr mit besonderen Aufgaben eingestuft er werden und erfüllt Aufgaben des örtlichen und überörtlichen Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung im eigenen Stadtgebiet und im Amtsbereich. Besondere Einsatzschwerpunkte sind unter anderem zahlreiche Gewerbeunternehmen, diverse Hotels, Ferienhäuser und Pensionen und die Autobahn 19 einschließlich Gefahrgut. Darüber hinaus übernimmt die Freiwillige Feuerwehr Krakow am See Sonderaufgaben im Bereich CBRN* im gesamten südlichen Landkreis Rostock.

Startschuss für „Grüne Gewerbegebiete“

Anklam – Mit dem Landesdialog „Grüne Gewerbegebiete in M-V“ startete das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung heute (02.07.2018) in Anklam ein Angebot für Unternehmen, Vermarkter von Gewerbe- und Industriegebieten und Kommunen, sich aktiv für eine nachhaltige Entwicklung einzusetzen. Standorte, in denen Unternehmen besondere Maßnahmen in den Bereichen erneu­erbare Energien, Ressourceneffizienz und sparsamer Flä­chenverbrauch umsetzen, können sich künftig mit dem Label „Grünes GewerbeGebiet“ schmücken.

„Damit entsteht ein neues Qualitätsmerkmal für Gewerbe- und Industriegebiete zum Vorteil aller Beteiligten“, sagte Landesenergieminister Christian Pegel bei der Eröffnungsveranstaltung heute (02.07.2018) in der Zuckerfabrik Anklam und zählte diese auf: „Die Unternehmen tun etwas für ihr Image, indem sie ihren ,grünen Fußabdruck‘ nachweisen. Die Gewerbegebiete empfehlen sich als attraktiver Partner für neue Unternehmensansiedlungen. Und die Kommu­nen verschaffen sich gegenüber Wettbewerbern entscheidende Standortvorteile. Das gesamte Umfeld profitiert also nicht nur durch die Umweltvorteile, sondern auch durch neue Arbeitsplätze“, so der Energieminister. Und nicht zu vergessen: „Dies ist auch ein langfristiger Beitrag zur Umsetzung der Energie- und Wärmewende und somit zum Klimaschutz.“

Zentrales Kriterium für die Vergabe des Gütesiegels ist die Verwendung von Strom und Wärme aus regenerativen Quellen. Durch vorbildlichen Umgang damit, innovative Vernetzung von Unternehmen oder auch Kampagnen, die das Umfeld solcher Gewerbegebiete miteinbeziehen, können „Grüne Gewerbegebiete“ innerhalb eines Bewertungssystems zusätzliche Qualitätsstufen erreichen.

„Mit dem Landesdialog wollen wir alle Beteiligten in Gewerbegebieten zusammenbringen, um gemeinsam am Thema Energiewende mitzuwirken“, sagt Energieminister Christian Pegel. Dabei gehe es um Herausforderungen und Chancen gleichermaßen: „Mecklenburg-Vorpommern ist bei der Erzeugung regenerativer Energien in Führung gegangen. Diese Spitzenposition wollen wir nun mit einem vorbildlichen Umgang mit diesen Energien untermauern.“

Mehrere Gewerbestandorte in M-V verfügen bereits über eine regenerative Energieversorgung und integrierte Energiekonzepte. Andere weisen vielversprechende Potenziale für die Entwicklung zu „Grünen Gewerbegebieten“ auf. Ein Beispiel ist das Industrie- und Gewerbegebiet Anklam. So erzeugt die dort ansässige Zuckerfabrik aus Reststoffen der Zuckerrübenverarbeitung Biomethan und speist dieses ins Erdgasnetz ein. Sie erzeugt und vermarktet Bioethanol, stellt aus dem Abwasser der Zuckerrüben-Waschanlage Klärgas her, versorgt die Anklamer Schwimmhalle mit Wärme, verlagert ihren Verkehr zunehmend auf die Schiene und verfolgt ein Entwicklungskonzept, mit dem die Zuckerproduktion bei gleichbleibenden Energieverbrauch gesteigert werden soll. Außerdem kooperiert sie in verschiedenen Nachhaltigkeitsbereichen mit anderen Unternehmen der Region, so etwa über das Bioökonomiecluster Vorpommern.

„Das ist eine schöne Sammlung von Beispielen, was ein Gewerbegebiet in Sachen Nachhaltigkeit erreichen kann – und somit ein Vorbild für andere, dem nachzueifern. Deshalb haben wir uns entschieden, hier den Startschuss für die ,Grünen Gewerbegebiete‘ zu geben“, so Christian Pegel.

Der Landesdialog „Grüne Gewerbegebiete in M-V“ ist Teil des Projekts „Baltic Energy Areas – A Planning Perspective“. Elf Partner aus der Ostseeregion wollen in diesem Rahmen mit dem federführenden Mecklenburg-Vorpommern die Praxis in der Energie-, Regional- und Landesplanung verbessern. Das Ziel, möglichst viele zertifizierte Gewerbegebiete zu etablieren, soll auch Signalwir­kung auf die Bundespolitik haben, zu Nachahmeffekten in an­deren Ländern führen und in diesem Zuge idealerweise weitere Fördermöglichkeiten entstehen lassen.

Der Landesdialog richtet sich an alle Verantwortlichen in Gewerbe- und Industriegebieten, Unternehmer und Kommunen, die mit einzelnen oder gemeinsamen Aktionen diese Ziele unterstützen wollen. Mitmachen können alle Gewerbe- und In­dustriestandorte in M-V – unabhängig davon, ob sie noch in der Planung oder bereits umgesetzt sind. Das Energieministerium unterstützt das Engagement der Akteu­re vor Ort durch Beratungsangebote zu Fördermöglichkeiten, bei der Erarbeitung von Energie- und Managementkonzepten, Workshops, Vernetzung und Wissenstransfer.

Alle Informationen zum Landesdialog „Grüne Gewerbegebiete“ und zum neuen Label stehen ab voraussichtlich Mitte Juli auf der Homepage des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung bereit.

Kesselkritik an Bürgermeister und Bundesbahn

Theatergruppe nimmt in 17. Talente-Show „Kessel Buntes“ Missstände aufs Korn

Von ANDRÉ FARIN
Innsel Rügen – Die 17 ist für die Gingster Schule eine neue Glückszahl. Denn zum 17. Kessel Buntes, der Talente-Show im Westen der Insel Rügen, kamen so viele Gäste wie noch nie. Über 450 Zuschauer erlebten in gut 160 Minuten tanzende, singende, musizierende, rezitierende und schauspielernde junge Künstler. „Was hier in den letzten Wochen und Monaten mit zahlreichen Proben entstanden ist, kann sich wieder sehen lassen“ lobt Schulleiter Eckhard Mostek die Arbeit seiner Kollegin Heide Saathoff und ihrer Mitstreiter.

Der Deutschlehrerin war es wieder einmal gelungen, eine gute künstlerische Mischung für den Abend zusammenzustellen. Dabei spürte man in zahlreichen Beiträgen ihre persönliche Handschrift, wie etwa bei den Sketchen der Theater AG, die sie bereits über Jahre erfolgreich leitet. Das Publikum belohnte ihre Kombination von Sketch und Filmdreh auf dem Stralsunder Bahnhof mit besonders starkem Applaus. Die Jungen und Mädchen hatten einen spannenden Nachmittag in der Hansestadt und erarbeiteten den kritischen Beitrag „Wise Guys“ über Angebote und Auftritte der Deutschen Bahn. Kritik musste sich an dem Abend auch der Gingster Bürgermeister Karsten Lange anhören, denn in dem Stück „Hart aber fair: Schüler vs. Lehrer“ nahmen die Theaterleute die Missstände in der eigenen Schule aufs Korn. Aktueller hätte das nicht sein können, denn in dieser Woche erfuhren die Schulentwickler in Gingst, dass ihre Einrichtung nicht auf der Sanierungsliste des Landes steht. Mit dem Satz „Unsere Schule macht trotzdem Spaß.“ schlossen die Schauspieler versöhnlich, denn inhaltlich organisieren Schüler und Lehrer zahlreiche Höhepunkte, die das sportliche, künstlerische, musikalische oder fremdsprachliche Leben in Gingst bereichern.

Sechs Grundschullehrer verwandelten sich in „Time Warp“ in rockende Horrorsänger und ernteten minutenlangen Applaus. Foto by Martina Zabel

Mit Spannung wartete das Publikum in der sonnenverwöhnten Turnhalle auf die Auftritte der Lehrerinnen und Lehrer aus beiden Schulformen. Vor allem die sechs Grundschullehrer haben sich mit einem Ausschnitt aus dem Stück „The Rocky Horror Picture Show“ in die Herzen der Kinder gespielt. Sie erlebten ihre Lehrer wieder ganz ausgefallen und richtig gut aufgedreht. Mit atemberaubenden Kostümen sorgten die tanzenden Sängerinnen für die passende Abwechslung und rockten förmlich die Halle. Nicht weniger professionell zeigten sich die Tanzgruppen von Manja Ehlers, die in zwei schwungvollen Choreographien stimmungsvolle Bewegungen und Schritte erdacht hatte. Die Mädchen ernteten für deren Umsetzung viel Sympathie und lautes Klatschen, denn die aufmerksamen Gäste verfolgen deren Laufbahn schon seit Jahren. Ähnlich wie die der Schülerband „KALLM“, die aus dem Kesselgeschehen nicht mehr wegzudenken ist. Sänger Malte Kubowicz begeisterte seine Fans mit ganz neuen Tönen und interpretierte vor allem Nena‘s Song von den 99 Luftballons mit seinen Bandmitgliedern Emma, Lea, Mia und Lennart besonders eindrucksvoll.

In dem Abendprogramm hatte Kesselchefin Heide Saathoff eine Menge Hingucker platziert, die mit der von Spendengeldern angeschafften Technik gut ins Bild gesetzt wurden: Klassiker wie Fontanes Gedicht über den Gutsherrn von Ribbeck, die Piratengruppe der 5a mit Konfettikanonen oder Rapunzel bei der Arbeitsagentur und später in der Lehrersuch-Show „Aktenzeichen ABC ungelöst“. Mit viel Liebe zu Details halfen auch wieder Eltern, wie beispielsweise Nicole Hoppe oder Kathrin Thesenvitz, an Probentagen, mit eigenen Beiträgen oder bei der Gestaltung der Bühnendekoration. Abgerundet wurde die Gesamtleistung des festlichen Abends vom Schul- und Sportverein und der Schülerfirma, die in der wohltuenden Pause im Schatten mit Gegrilltem, Gebackenem und gekühlten Getränken die Massen verwöhnten.

Ines Liefke ist neue Leiterin des Staatlichen Amtes Mittleres Mecklenburg

Schwerin – Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus führte heute Vormittag die neue Leiterin des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) Mittleres Mecklenburg, Ines Liefke, in ihr Amt ein. Die 51 Jahre alte gebürtige Güstrowerin und Juristin mit 19-jähriger Berufserfahrung im Landesdienst war zuletzt als Abteilungsleiterin sowie als Dezernatsleiterin Personal und Organisation im Landesamt für Straßenbau und Verkehr tätig. Als Amtsleiterin übernimmt Ines Liefke Verantwortung für 150 Beschäftigte des StALU in den Dienststellen Rostock und Bützow.

„Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg hat durch seine Dezernatsgruppe Küste und die ebenfalls dort angesiedelte Förderung der regenerativen Energieversorgung eine tragende Rolle im Land inne“, sagte der Minister. Zudem wirke das Amt zusammen mit dem Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt an Renaturierungsprojekten zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie mit. Eine neue Herausforderung für das Amt sei die am Wirtschaftsstandort Rostock geplante, deutschlandweit erste Anlage für die Lagerung verflüssigten Stickstoffs.

„In Ihrer leitenden Funktion sollen Sie das Amt auf seinem weiteren Weg als bedeutender Dienstleister einer nachhaltigen Regionalentwicklung führen. Die vuer Staatlichen Ämter im Land sind wichtige Partner der Kommunen und der angrenzenden Landkreise sowie zahlreicher regionaler Akteure aus Landwirtschaft, Wirtschaft, Bildung und Forschung. Damit sind sie unverzichtbarer Bestandteil der Verwaltung“, so Minister Backhaus. Er sprach Herbert Blindzellner seinen Dank aus, der ein Dreivierteljahr als Interimsleiter des Rostocker Amtes agiert hatte.

Landespokal der Waldolympiade 2018 geht an die Freie Schule Bröbberow

Bröbberow – Mit 116 von 120 möglichen Punkten gewann die 4. Klasse der Freien Schule Bröbberow die diesjährige Waldolympiade der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern. Heute erhielt sie aus den Händen des Leiters des Forstamtes Bad Doberan den Landespokal, eine aus Holz geschnitzte Eule, überreicht und durfte einen weiteren ereignisreichen Tag im Wald erleben.

„Bei der Waldolympiade ist körperliche und geistige Fitness gleichermaßen gefragt. Im Mittelpunkt stehen Umweltbildung und Naturerlebnis für die Kinder“, hatte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus zur Eröffnung der 12. Waldolympiade am 03. Mai gesagt. Im Wettstreit mit anderen Klassen hatten die Schüler im Klassenverband und ohne Unterstützung ihrer Lehrer an sechs Stationen Wissen zum Wald und sportliches Geschick bei Waldarbeitertätigkeiten nachzuweisen.

Bis zum 21. Juni nahmen 322 Klassen der Klassenstufe 4 an 79 Olympiaden in den 29 Forstämtern des Landes teil. Das ist die höchste Zahl seit Start der Waldolympiaden im Jahre 2007. Insgesamt haben bisher rund 55.000 Schüler an dieser waldpädagogischen Maßnahme der Landesforst teilgenommen, die nachhaltig das Interesse am Wald und das entsprechende Umweltbewusstsein entwickeln soll.

Die Waldolympiade wird finanziert durch eine Spende der Stiftung „Wald und Wild in Mecklenburg-Vorpommern“, die alle Forstämter der Landesforst MV mit den erforderlichen Materialien ausstattete. Diese ermöglichen die einheitliche Durchführung der Waldolympiade in allen Forstämtern mit den gleichen Inhalten und nach den gleichen Bewertungskriterien.