Vier neue Wirtschaftsbotschafter ernannt

Schwerin – Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat im Rahmen des Sommerempfangs der Wirtschaftsfördergesellschaft Invest in Mecklenburg-Vorpommern GmbH (Invest in MV) vier neue Wirtschaftsbotschafter für das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern ernannt. „Die Wirtschaftsbotschafter sind anerkannte Repräsentanten unserer heimischen Wirtschaft. Sie sind ein sichtbares Zeichen der Stärken unseres Landes als ein Investitionsstandort mit Zukunft. Wir haben vier Persönlichkeiten unserer Volkswirtschaft für diese verantwortungsvolle Aufgabe neu gewinnen können. Sie verfügen über langjährige Erfahrungen im Bereich von Forschung und Entwicklung, in der maritimen Industrie sowie im verarbeitenden Gewerbe. Ich freue mich, dass sie uns mit ihrem Know-how bei der zukünftigen Akquise von Investoren zur Seite stehen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph in Schwerin. Zu dem traditionellen Treffen sind über 300 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung eingeladen worden.

Die vier neuen Wirtschaftsbotschafter sind: Manfred Müller-Fahrenholz (ehem. Geschäftsführer Neptun Werft GmbH & Co. KG, Rostock); Dr. Sylva Rahm-Präger (Geschäftsführerin der Molkerei Naturprodukt GmbH Rügen in Poseritz); Tuncay Mericli (Geschäftsführer der Ziel Heimtextilien GmbH in Greifswald); Dr. Peter Zeggel (Unternehmensberater und Geschäftsführer der AVELLA GmbH in Papendorf).

Wirtschaftsbotschafter sind Persönlichkeiten aus der Wirtschaft, die bei interessierten Unternehmen für den Investitionsstandort Mecklenburg-Vorpommern werben. „Als Unternehmer haben die Wirtschaftsbotschafter die Standortvorteile Mecklenburg-Vorpommerns kennengelernt. Über persönliche Kontakte zu Entscheidern in der nationalen und internationalen Wirtschaft unterstützen sie dabei, weitere Ansiedlungen für Mecklenburg-Vorpommern zu erschließen. Sie tragen langfristig zur Stärkung unserer einheimischen Wirtschaft bei. Es gibt keine authentischeren Botschafter der Wirtschaft als die Unternehmer selbst“, erläuterte Rudolph. Mit den neuen Botschaftern gibt es derzeit 73 Wirtschaftsbotschafter in Mecklenburg-Vorpommern.

Neue Wirtschaftsbotschafter im Überblick

Manfred Müller-Fahrenholz war über 40 Jahre bei der Meyer Werft beschäftigt. Am 01. September 2000 übernahm er die Geschäftsführung der Neptun Werft in Rostock. Während seiner Geschäftsführertätigkeit in Rostock entwickelte Manfred Müller-Fahrenholz die Werft zu einem führenden Spezialisten für Flusskreuzfahrtschiffe. Neben Flusskreuzfahrtschiffen gehören Gastanker und Fähren zum Bauprogramm der Werft. Die Neptun Werft fertigt darüber hinaus auch Maschinenraummodule für die Meyer Werft sowie die Meyer Werft Turku. Manfred Müller-Fahrenholz leitete das Unternehmen bis zu seinem Ruhestand, in den er im Jahr 2016 eintrat.

Dr. Sylva Rahm-Präger gründete in der Aufbruchzeit nach der Wende auf der Insel Rügen ihr eigenes Unternehmen, die Rügener Inselfrische. Zuvor hatte sie in Berlin das Studium der Agrarwissenschaften beendet. In ihrer Firma stellt sie vor allem arbeitslose Frauen ein und gibt dem Dorf Poseritz eine neue Perspektive. Seit 1998 wird die Milch der Poseritzer Kühe auch in der Poseritzer Molkerei verarbeitet. Mit ausgewählten Milchprodukten sowie Produkten aus Wildfrüchten erreicht die Rügener Inselfrische eine Vielzahl von Kunden, die Qualitätsprodukte schätzen.

Tuncay Mericli wurde im Rahmen einer Investorenveranstaltung in Bursa im Mai 2017 auf Mecklenburg-Vorpommern aufmerksam. Im Oktober 2017 hat er die Ziel Heimtextilien GmbH gegründet und sich auf dem Gelände von ml&s in Greifswald angesiedelt. Das Unternehmen produziert mit speziellen Maschinen bedruckte Heimtextilien. Auf der im April 2018 wiederum in Bursa stattgefundenen Investorenveranstaltung hat Tuncay Mericli über den Ablauf und seine Erfahrungen bei der Ansiedlung seines Unternehmens in Greifswald berichtet.

Dr. Peter Zeggel ist promovierter Physiker und als Unternehmensberater vorwiegend im Bereich der Medizintechnik tätig. Er war Gründungsgesellschafter der DOT GmbH in Rostock. DOT ist beispielsweise im Bereich der Oberflächenveredlung von Implantaten international erfolgreich. Peter Zeggel war viele Jahre als Geschäftsführer für die Finanzierung, Kundenbetreuung und das Marketing der DOT GmbH verantwortlich. Er betätigt sich außerdem als Investor und Berater bei weiteren Medizintechnikunternehmen.

Über die Invest in Mecklenburg-Vorpommern GmbH

Die Invest in Mecklenburg-Vorpommern GmbH (Schwerin) ist die Wirtschaftsfördergesellschaft für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Als „One-Stop-Agency” ist sie Partner für alle Unternehmen, die nach Mecklenburg-Vorpommern expandieren wollen. Sie unterstützt und berät inländische wie ausländische Investoren über Investitionsmöglichkeiten in Mecklenburg-Vorpommern. Dabei bieten Experten umfassende Projektmanagement- und Support-Services von der Standortanalyse bis zur Realisierung der Investition an.

Drese: Barrieren müssen vor allem in den Köpfen überwunden werden

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese stellte heute im Rahmen der Landespressekonferenz den Evaluationsbericht zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Mecklenburg-Vorpommern vor. Drese verdeutlichte, dass die aktive und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Leben in der Gemeinschaft als handlungsfeldübergreifendes Prinzip in allen gesellschaftlichen Bereichen Berücksichtigung finden muss.

„Wir sind in Mecklenburg-Vorpommern seit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention im März 2009 auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft gut vorangekommen“, betonte Drese. Die Teilhabe von Menschen mit Behinderung, drohender Behinderung oder chronischer Erkrankung dürfe jedoch nicht als etwas Abgeschlossenes begriffen werden, sondern sie sei ein fortlaufender Prozess, der auf verschiedenen Ebenen stattfindet.

Einen wichtigen Baustein bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention bildet der 2013 beschlossene Maßnahmeplan der Landesregierung, der nun durch die Prognos AG einer Bestandsaufnahme unterzogen wurde.

Der Bericht konstatiert, dass die Anforderungen grundsätzlich erfüllt werden und alle wichtigen Bestandteile eines Aktionsplans Beachtung finden. Optimierungspotenzial besteht hinsichtlich der konzeptionellen Ordnung, der Übersichtlichkeit des Plans sowie der einheitlichen Binnenstruktur.

Für die Zielerreichung der insgesamt 113 Einzelmaßnahmen des Landes auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft besteht eine positive Prognose. 78 Prozent aller Maßnahmen werden ihre Ziele vollständig erreichen oder haben diese bereits erreicht, nur bei sechs Prozent traten Verzögerungen auf.

Als vorbildlich wurde die intensive Beteiligung von Menschen mit Behinderung an der Entwicklung des Maßnahmeplans bewertet. Drese: „Wir haben mit dem Rat für Integrationsförderung ein bundesweit einmaliges Gremium, dass sich seit über 17 Jahren für die Belange von Menschen mit Behinderungen einsetzt und die Landesregierung berät. Diese Kompetenz und konstruktiv-kritische Begleitung gilt es weiter zu nutzen.“

Ministerin Drese: „Unser gemeinsames gesellschaftliches Ziel muss es sein, Barrieren für Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen abzubauen – vor allem auch in den Köpfen.“

Inklusion an den Schulen: Änderung des Schulgesetzes geplant

Partner des Inklusionsfriedens setzen Inklusion an den Schulen schrittweise um

Schwerin – Das Land schafft die Voraussetzungen für die Umsetzung der Inklusion an den Schulen. Mit einer Novelle des Schulgesetzes soll die Inklusion auf die gesetzliche Grundlage gestellt werden. Der entsprechende Gesetzentwurf befindet sich in der Anhörung. Gewerkschaften, Verbände, Landkreistag, Städte- und Gemeindetag und andere Einrichtungen haben bis 7. September dieses Jahres Gelegenheit, ihre Stellungnahmen im Bildungsministerium abzugeben. Die gesetzlichen Änderungen sollen voraussichtlich zum Schuljahr 2019/2020 in Kraft treten. Zuvor müssen sie durch den Landtag beschlossen werden.

„Inklusion in der Schule ist individuelle Förderung von Kindern und Jugendlichen. Diese wollen wir insbesondere an den Regelschulen verbessern“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „An vielen Schulen bei uns im Land wird die individuelle Förderung schon heute vorbildlich gelebt. Dabei zeigt sich, dass Inklusion nicht von oben verordnet werden kann, sondern vor allem eine Haltungsfrage ist. Ich danke allen Lehrerinnen und Lehrern, Erzieherinnen und Erziehern, die sich an den Schulen engagieren“, lobte Hesse. Inklusion sei aber nicht nur auf die Schulen beschränkt, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Die Partner des Inklusionsfriedens haben sich darauf verständigt, dass in Mecklenburg-Vorpommern die Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Hören, Sehen, körperlich-motorische Entwicklung, emotionale und soziale Entwicklung und für den Unterricht kranker Schülerinnen und Schüler erhalten bleiben. Lediglich die Förderschulen mit den Schwerpunkten Sprache (zum 31.07.2020) und Lernen (zum 31.07.2024) laufen aus. Vom Schuljahr 2018/2019 an sollen 29 Schulen mit spezifischer Kompetenz eingerichtet werden, die das Lernangebot der Förderschulen ergänzen und eine wohnortnahe Beschulung möglich machen.

Simone Oldenburg, Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion sagte: „Die derzeitige Situation an den Schulen zeigt, dass wir nachlegen müssen. Für die Umsetzung der Inklusionsstrategie in M-V ist es wichtig, dass zu den bisher bewilligten Stellen für Lehrkräfte weitere hinzukommen. Nur so kann die notwendige Förderung aller Schülerinnen und Schüler in den Regelschulen gewährleistet werden. Um bestehenden Förderbedarf frühzeitig zu erkennen und die entsprechenden Maßnahmen einleiten zu können, ist es zwingend erforderlich, den Zeitpunkt der Diagnose nach vorne zu verlegen. Eine Lehrkraft erkennt in der Regel recht früh und rasch, ob Defizite bei den Kindern bestehen. Die entsprechende Einschätzung des Förderbedarfes muss deshalb früher erfolgen, als dies bislang der Fall ist. Das freiwillige zehnte Schuljahr an den Förderschulen hat vielen Schülerinnen und Schülern ermöglicht, die Berufsreife zu erlangen. Es hat sich gezeigt, dass insbesondere Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf mehr Zeit für ihren Abschluss benötigen. Die Zahl der Jugendlichen ohne Schulabschluss stagniert seit Jahren. Deshalb muss die zehnjährige Schulpflicht an den allgemein bildenden Schulen zur Regel werden.“

Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Andreas Butzki, erklärte: Mit den Herausforderungen der Inklusion lassen wir Lehrerinnen und Lehrer in unserem Land nicht allein. Wir wollen Lehrkräfte und Eltern mitnehmen, indem wir sie umfangreich informieren. Ängste und Sorgen nehmen wir dabei sehr ernst. Die eingerichteten Servicestellen Inklusion bieten Beratungs- und Hilfsangebote für Erziehungsberechtigte, Lehrkräfte, Schulleitungen und pädagogisches Fachpersonal aller Schularten und vernetzen schulische und außerschulische Angebote. An vielen Schulen Mecklenburg-Vorpommerns wird bereits seit Jahren erfolgreich inklusiv gearbeitet.“

Der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Marc Reinhardt, betonte: „Manche wollten zu schnell zu viel – ich bin froh, dass das Thema Inklusion vom Kopf auf die Füße gestellt wurde und wir jetzt mit realistischen Erwartungen an das Thema herangehen. Das Ziel der CDU-Fraktion war immer Inklusion mit Augenmaß. Schulen sind keine Gesellschaftsverbesserungs-Institute, in Schulen soll gelernt und gelehrt werden. Wir sollten sehr zurückhaltend damit sein, Schulen mit immer neuen Themen zu überfrachten. Der nunmehr skizzierte Weg in der Inklusion vereint Machbares mit Wünschenswertem – ich bin recht zufrieden. Wir müssen dennoch fortwährend prüfen, was sich in der Praxis bewährt und was nicht und dann gegebenenfalls rechtzeitig gegensteuern. Eine Inklusionspolitik gegen die Wünsche von Schülern, Lehrern und Eltern wird nicht zu mehr Verständnis für das Thema führen, sondern zu Frust, Enttäuschung und Verärgerung.“

Schwerin bekommt Integrationspreis für erfolgreiche Sozialarbeit für junge Zugewanderte

Dagmar Kaselitz bei ihrem Besuch des JIM-Teams im September 2017.

Dagmar Kaselitz bei ihrem Besuch des JIM-Teams im September 2017.

Schwerin – Als eine von vier kreisfreien Städten erhält die Landeshauptstadt Schwerin beim Bundeswettbewerb „Zusammenleben Hand in Hand – Kommunen gestalten“ einen mit 25.000 Euro dotierten Preis in der Kategorie „Hervorragende strategische Aktivitäten“. Ausgezeichnet wurde das Projekt Jugend-Integrationsmobil (JIM und JIMmine), das einen niederschwelligen Zugang durch aufsuchende Integrationsarbeit schafft.

„Das Jugend-Integrationsmobil hilft jungen Migrantinnen und Migranten vor Ort ganz konkret durch eine mobile Beratung und Angeboten zur Bewältigung von Problemen im Alltag. Damit hat das JIM im letzten Jahr merklich zur Deeskalation in der Landeshauptstadt Schwerin beigetragen“, betonte die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Dagmar Kaselitz, heute in Schwerin.

In Schwerin kam es in der Vergangenheit an einzelnen Standorten vermehrt zu Auseinandersetzungen zwischen Gruppen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund sowie zwischen einheimischen Jugendlichen und Zugewanderten.

Mit dem Mobil werden die Jugendlichen von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern in der Innenstadt oder auf dem Dreesch direkt aufgesucht und erhalten Unterstützung zur Orientierung im neuen Lebensumfeld. So können Wissen und Verständnis in Bezug auf die hiesige Gesellschaft aufgebaut und Konflikte präventiv entschärft werden.

Kaselitz: „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung. Mein Glückwunsch geht an die Landeshauptstadt Schwerin, die Stiftung Sozial-Diakonischen Arbeit – Evangelische Jugend des Kirchenkreises Mecklenburg und die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter des JIM.“

Das Sozialministerium fördert das Projekt JIM der Stiftung Sozial-Diakonische Arbeit – Evangelische über den Integrationsfonds des Landes. Die Mittel aus dem Integrationsfonds stehen für Maßnahmen zur Förderung der gesellschaftlichen Integration und des Zusammenlebens zur Verfügung.

Neuer Bahnübergang „Rennbahn“ in Bad Doberan wird freigegeben

Bad Doberan – Am Mittwoch (04.07.2018) werden der neu gestaltete Bahnübergang „Rennbahn Bad Doberan“ und der neu gebaute Ersatzweg durch Infrastrukturminister Christian Pegel, den Landrat des Landkreises Rostock, Sebastian Constien und den Bürgermeister von Bad Doberan, Thorsten Semrau freigegeben.

Der zwischen Bad Doberan und Heiligendamm gelegene Bahnübergang „Rennbahn“ stellte bei Veranstaltungen auf der Doberaner Pferderennbahn einen Unfallschwerpunkt dar. Die Aufstellfläche zwischen den Gleisanlagen des Molli und der parallel verlaufenden Landesstraße waren für Lkw und Pkw mit Anhänger nicht gegeben, sodass diese Fahrzeuge wegen Gewährung der Vorfahrt gegenüber dem Verkehr auf der Landesstraße teilweise auf dem Bahnübergang stehen bleiben mussten.

Bei Annäherung eines Zugs fuhren sie weiter ohne die Vorfahrt zu gewähren. Aufgrund dessen wurde der Bahnübergang für den Kraftfahrzeugverkehr geschlossen und der auf der Rennbahnseite parallel zum Gleis des Molli vorhandene Privatweg zur öffentlichen Straße ausgebaut. Fußgänger und Fahrradfahrer können die Bahnstrecke auch weiterhin an der bisherigen Stelle queren.

Die Gesamtkosten für diese Maßnahme betragen 600.000 Euro, das Land Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich daran mit 490.000 Euro.

Internationaler Flussbadetag „Big Jump“ für MV dieses Jahr in Linstow

Die Veranstaltung für Mecklenburg-Vorpommern wird organisiert durch das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG), das alle Interessierten an diesem Tag an die Badestelle im Dorf Linstow einlädt.

Der Ort ist nicht zufällig gewählt. „Die Nebel, die den Linstower See durchquert, ist ein hervorragendes Beispiel für eine gelungene Wiederherstellung eines guten Gewässerzustandes, wie sie die Wasserrahmenrichtlinie fordert“, erklärt Minister Dr. Till Backhaus.

Die Junior Ranger des Naturparks Nossentiner/ Schwinzer Heide werden mit Ihrem Umweltmobil Wissenswertes rund um die Nebel präsentieren.

Ort und Zeit: 

8. Juli, 10.45 Uhr

Badestelle Linstower See

18292 Linstow

Um 11 Uhr steht der gemeinsame Sprung in den Linstower See auf dem Programm.

Im Anschluss an die Badeaktion wird eine etwa einstündige Wanderung an renaturierte Abschnitte des Flusses angeboten.

Pünktlich zum Ferienbeginn vierspurig über die Petersdorfer Brücke

Schwerin – Am Freitag (06.07.2018) wird die erste Hälfte der neuen Petersdorfer Brücke für den Verkehr freigegeben. Damit stehen pünktlich zum Beginn der Sommerferien in Mecklenburg-Vorpommern (und einen Tag nach deren Beginn in Berlin und Brandenburg) wieder je zwei Fahrspuren pro Richtung zur Verfügung. Am Donnerstag (05.07.2018) von 18.30 bis 24 Uhr muss die Fahrbahn in Richtung Rostock für die vorbereitende Arbeiten gesperrt werden.

„Ich gehe davon aus, dass sich damit pünktlich zur ersten großen Reisewelle in Richtung Ostsee die Staugefahr an dieser Stelle erheblich verringern wird“, sagte Landesverkehrsminister Christian Pegel heute (02.07.2018) bei einer Besichtigung vor Ort. Er verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass Straßenbaumaßnahmen im Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern stets so geplant und durchgeführt werden, dass der Ferienverkehr möglichst nicht beeinträchtigt wird: „Die Fahrbahnerneuerung der A 20 zwischen der Anschlussstelle Rostock-Südstadt und dem Autobahnkreuz Rostock hat die Straßenbauverwaltung um die Sommerferien herum geplant. Der jüngste Bauabschnitt konnte so am 18. Juni abgeschlossen werden. Den letzten Bauabschnitt im Bereich des Autobahnkreuzes nehmen wir nach den Ferien in Angriff.“

Ebenso wird die Baustelle auf der A24 bei Wöbbelin zum Ferienstart abgebaut. Und auch auf der B96n auf Rügen zwischen Strüßendorf und Ralswiek rollt der Verkehr seit 15. Juni wieder ungehindert – pünktlich zu den Ferien und vor allem den Störtebecker-Festspielen in Ralswiek. Auch dort wird erst im September weitergearbeitet. „Und die dringend erforderliche Deckenerneuerung an der B110 nach Usedom vor der Zecheriner Brücke haben die Kollegen des Straßenbauamtes Neustrelitz binnen einer Woche im Juni erledigt. Auch dies im Bewusstsein, dass die Ferien mit ihrem Urlauberansturm vor der Tür stehen“, nannte Christian Pegel ein weiteres Beispiel und fügte dann hinzu: „Hier an der Petersdorfer Brücke haben wir darauf gedrängt, dass die Vierspurigkeit vor den Ferien hergestellt wird. Ich bin erleichtert und der Deges sehr dankbar, dass sie dies möglich gemacht hat.“

Zunächst werden an der A 19 am 6. Juli die zwei Spuren in Richtung Süden auf die neugebaute Brückenhälfte verlegt. Ab dem frühen Freitagmorgen können Autos in beiden Richtungen wieder auf je zwei Spuren fahren, auf der neuen Brücke in Richtung Berlin mit einer Höchstgeschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde. Auf der maroden alten Brücke, in Richtung Rostock, wird die Höchstgeschwindigkeit eine Woche später von 40 auf 80 Stundenkilometer hinaufgesetzt: Am Donnerstag, 12. Juli, werden auch die zwei Spuren nach Norden auf die neue Brückenhälfte verlegt, die breiter ist als die alte und vier Fahrstreifen in einer Baustellenverkehrsführung aufnehmen kann. Dies erfolgt bei rollendem Verkehr.

Für die Verlegung der ersten beiden Spuren am 5. Juli sind umfangreiche Umbauten und Anpassungen zwischen der alten und der neuen Brückenhälfte erforderlich. So müssen die Schutzwände zurückgebaut und die Fahrbahnen neu markiert werden. „Dafür muss die A 19 am Donnerstag, 5. Juli, von 18.30 Uhr bis Mitternacht zwischen den Anschlussstellen Röbel und Malchow in Fahrtrichtung Norden gesperrt werden“, kündigte Bereichsleiter Andreas Irngartinger von der Fernstraßenplanungs- und -baugesellschaft des Bundes Deges an, die die Baumaßnahme durchführt. Die Umleitung in dieser Zeit von der Anschlussstelle Röbel über die B 198/B 103/B 192 zur Anschlussstelle Malchow ist ausgeschildert.

Da die neue Fahrbahn der A 19 höher verläuft als die alte, muss die Höhe der Auffahrt der Anschlussstelle Waren in Richtung Ostsee angepasst werden. Dazu wird die Auffahrt auf die A 19 vom 11. bis 27. Juli 2018 gesperrt. Verkehrsteilnehmer müssen in dieser Zeit auf die Anschlussstellen Röbel und Malchow ausweichen.

Irngartinger sagte auch: „Die Verkehrsführung ab 12. Juli ist noch nicht der Endzustand. In beiden Richtungen bleibt es zunächst bei einer Baustellenverkehrsführung mit eingeschränkten Fahrstreifen mit den üblichen Tempo 60 an den Verschwenkbereichen am Anfang und Ende der Baustelle. Das bedeutet, dass es in Zeiten mit sehr hohem Verkehrsaufkommen bei der Einfädelung auf die neue Brückenhälfte zu Staus kommen kann, die aber erheblich kürzer ausfallen dürften als beim Einfädeln auf die jeweils eine Spur pro Richtung auf der maroden Brücke in den vergangenen Jahren.“

„Dieses Nadelöhr ist damit, wenn auch nicht beseitigt, so doch bedeutend aufgeweitet. Das ist ein großer Fortschritt vor allem für die Urlauber auf dem Weg zur Ostsee“, fasste Infrastrukturminister Christian Pegel zusammen – und gab auch einen Ausblick, wie es weitergeht an der Baustelle: „Noch in diesem Sommer beginnen die Arbeiten zum Abriss der östlichen Brückenhälfte. Die Fertigstellung der Petersdorfer Brücke ist für den Sommer 2020 geplant.“

Die Maßnahme inklusive Umbau der Anschlussstelle Waren kostet voraussichtlich ca. 62 Millionen Euro – etwa 19 Millionen Euro mehr als ursprünglich veranschlagt. Als Hauptgrund dafür nannte Irngartinger neben der allgemeinen Steigerung der Baupreise in den vergangenen Jahren die anspruchsvollen Gründungsarbeiten, die wegen des schwierigen Baugrunds einen deutlich höheren Aufwand erforderten als erwartet.

Zahlen & Fakten

Maßnahme: Ersatzbau für marode Autobahnbrücke aus dem Jahr 1978, Brücke mit vierspuriger Autobahn inkl. Umbau Anschlussstelle Waren
Länge: 1,16 km
Baubeginn: Juni 2015
Fertigstellung: voraussichtlich Sommer 2020
Kosten: 62 Millionen Euro (aus Bundesmitteln)

8. Landeszootag am 4. Juli im Heimattierpark Greifswald

Greifswald – „Hummel, Biene & Co – Insekten auf der Spur“ lautet das Motto des diesjährigen 8. Landeszootages, den Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus am Mittwoch, dem 04. Juli 2018, um 9.00 Uhr im Heimattierpark Greifswald eröffnen wird. Die 20 Mitgliedsverbände des Landeszooverbandes Mecklenburg-Vorpommern wollen an diesem Tag die bedrohte Welt der Bienen und Insekten eindrücklich ins Blickfeld der Zoobesucher rücken.

„Insekten leisten einen unverzichtbaren Beitrag im Ökosystem. 80 Prozent der Pflanzen im Land sind auf Insektenbestäubung angewiesen; jedes dritte Nahrungsmittel geht auf die Bestäubungsleistung von Insekten zurück“, erinnert Minister Backhaus. „Das Land Mecklenburg-Vorpommern stellt deshalb rund 2 Millionen Euro für die Umsetzung einer Insektenschutzstrategie bereit.“

Der Heimattierpark Greifswald betreibt eine außerschulische Arbeitsgemeinschaft „Kleine Imker“ und beherbergt aktuell fünf Wirtschaftsvölker. Am Landeszootag kann frisch geschleuderter Honig und Wabenhonig verkostet werden. Zudem wird über Wespen, Hummeln und Hornissen im Tierpark und die mögliche „friedliche Koexistenz“ mit ihnen informiert.

Minister Backhaus wird am Landeszootag außerdem um 13.30 Uhr das „Tropic Reptica“ in Trassenheide und um 15.00 Uhr den Tropenzoo im Seebad Bansin (beides auf der Insel Usedom) besuchen.