Feldbrand bei Cambs: Minister alarmiert die Feuerwehr

Schwerin – Dienstagabend gegen halb acht liegt der letzte Termin hinter Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus. Er ist auf dem Heimweg; vom Beifahrersitz seines Dienstwagens aus richtet er den Blick in die Ferne – und erschrickt: „Wir haben plötzlich diesen dicken Qualm gesehen. Mir war sofort klar: Da brennt ein Feld!“, erzählt er. Backhaus, ein Ortskenner, der seinesgleichen sucht, navigiert seinen Fahrer kurzentschlossen in Richtung Zittower See: „Von dort musste der Qualm kommen“. In der Nähe von Cambs werden sie fündig; fünf, sechs Meter hohe Flammen wüten auf etwa einem Hektar Gerste. Kurz vor 20 Uhr wählt Backhaus den Notruf – und erlebt den Einsatz der Feuerwehrleute hautnah.

„30 Kameraden waren zügig vor Ort, der Einsatz lief reibungslos“, lobt der Minister. „Die Vorsorge des Landwirtes hat das Übergreifen der Flammen auf weitere Flächen verhindert. Der Mann hatte im Vorfeld Brandschneisen angelegt und den Boden mit der Scheibenegge umgebrochen. Außerdem hatte er einen Anhänger mit 10.000 Liter Löschwasser auf dem Feld“, berichtet er. Am Ende sind 40 bis 50 Doppelzentner Gerste abgebrannt, der Schaden liegt bei ungefähr 1000 Euro liegen, schätzt der Minister.

Dr. Backhaus richtet „ein ganz dickes Lob“ nicht nur an die Feuerwehrleute, sondern auch an den Landwirt, auf dessen Feld das Feuer kurze Zeit nach dem Abrücken der Erntemaschinen ausgebrochen war. „Ich appelliere noch einmal an alle Landwirte, jegliche Brandschutzvorsorgemaßnahmen während der Ernte einzuhalten“, so der Minister. Er verweist nochmals auf die gestern veröffentlichte gemeinsame Erklärung mit dem Bauernverband, der die Brandschutzmaßnahmen zu entnehmen sind.

Hurra, endlich Sommerferien!

Ministerin Hesse: Viele Schülerinnen und Schüler können sich über gute Zeugnisse freuen

Schwerin – Am Freitag, 6. Juli 2018, starten 148.914 Schülerinnen und Schüler an den 485 öffentlichen und 77 freien allgemein bildenden Schulen in Mecklenburg-Vorpommern in die Sommerferien. Vorher aber bekommen die 131.841 Mädchen und Jungen an den öffentlichen allgemein bildenden Schulen und die 17.073 Kinder und Jugendlichen an den freien allgemein bildenden Schulen ihre Zeugnisse. Erster regulärer Schultag nach den Sommerferien an den allgemein bildenden Schulen ist Montag, 20. August 2018.

„Dieses Schuljahr war wieder für viele Schülerinnen und Schüler ereignisreich und manchmal sicher auch anstrengend“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Viele Kinder und Jugendliche können sich auf Freitag freuen, weil sie ein gutes Zeugnis erhalten. Anschließend starten sie in die Ferien. Neben herrlichem Sommerwetter gibt es viel freie Zeit dazu. Auch die Lehrerinnen und Lehrer haben eine Pause verdient. Bei ihnen möchte ich mich besonders bedanken, weil sie in diesem Schuljahr wieder für abwechslungsreichen Unterricht gesorgt haben. Ich wünsche allen schöne Ferien und gute Erholung“, sagte Hesse.

Von den insgesamt 5.678 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an den Abiturprüfungen in diesem Schuljahr haben 5.328 Schülerinnen und Schüler an öffentlichen und freien Schulen ihr Abitur abgelegt. Dies entspricht einer Quote von 93,8 Prozent (vorläufige Angabe), wie eine Schnellauswertung der diesjährigen Abiturergebnisse ergeben hat.

115 Abiturientinnen und Abiturienten haben das Ausnahmeprädikat 1,0 erhalten. „Wer ein Abiturzeugnis mit dieser Note in den Händen hält, kann besonders stolz auf sich sein. Das ist einfach eine tolle Leistung, zu der ich herzlich gratuliere“, so Bildungsministerin Hesse. 726 Schülerinnen und Schüler haben das Abitur mit der Prädikatsnote bis 1,5 erreicht. Das sind 13,6 Prozent aller Abiturientinnen und Abiturienten. Der Landesdurchschnitt – so die vorläufige Angabe – ist mit 2,3 auf dem Niveau der beiden Vorjahre geblieben.

5.018 Schülerinnen und Schüler an den öffentlichen und freien Regionalen Schulen und Gesamtschulen haben an den Prüfungen zur Mittleren Reife teilgenommen, 4.869 von ihnen haben die Mittlere Reife erlangt, wie die Schnellauswertung weiter ergeben hat. Das ist eine Quote von 97 Prozent (vorläufige Angabe).

„Die Mittlere Reife ist eine gute Voraussetzung für viele Ausbildungsberufe“, sagte Ministerin Hesse. „Den Schülerinnen und Schülern stehen nun viele Wege in eine duale Ausbildung offen. Die Unternehmen freuen sich über motivierte Auszubildende. In den Ausbildungsbetrieben wird vieles anders laufen als in der Schule. Das wird spannend und darauf können sich die Jugendlichen freuen. Ich wünsche ihnen einen guten Start in einen neuen Lebensabschnitt“, so die Ministerin.

Kinder und Jugendliche, die Angst haben, mit ihrem Zeugnis nach Hause zu gehen, können sich an eine Lehrerin oder an einen Lehrer ihres Vertrauens wenden. Beratung und Hilfe für Schülerinnen und Schüler, aber auch Eltern, bieten die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen der Staatlichen Schulämter an den Zeugnistelefonen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind am Tag der Zeugnisausgabe von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr unter folgenden Nummern erreichbar:

Staatliches Schulamt Greifswald
Telefon: 03834 595860

Staatliches Schulamt Neubrandenburg
Telefon: 0395 38078330

Staatliches Schulamt Rostock
Telefon: 0381 700078465

Staatliches Schulamt Schwerin
Telefon: 0385 58878184

Landeszootag 2018 steht im Zeichen von Hummel, Biene und Co

Greifswald – Umweltminister Dr. Till Backhaus hat in Greifswald den Landeszootag eröffnet. Der seit 2011 alljährlich durchgeführte Aktionstag von Landeszooverband und Umweltministerium steht dieses Jahr unter dem Themenschwerpunkt „Hummel, Biene & Co – Insekten auf der Spur“. „Auch wenn die Insekten keine klassischen Zootiere sind, baue ich auf die tatkräftige und bildungspolitische Unterstützung der zoologischen Einrichtungen unseres Landes“, sagte der Minister.

Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern hat im April dieses Jahres die Landesinitiative „Mehr Respekt vor dem Insekt!“ gestartet. Mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog soll dem dramatischen Insektensterben entgegengewirkt werden. Die Kosten für die Umsetzung der Insektenschutz-Strategie werden auf etwa 2 Millionen Euro geschätzt.

Backhaus verwies auf die ökologischen und ökonomischen Leistungen von Insekten. Ein Drittel aller Nahrungsmittel ist auf blütenbestäubende Insekten zurückzuführen. Bestimmte Insektenarten sind außerdem effektive Schädlingsbekämpfer, Abfallverwerter und verbessern die Fruchtbarkeit und Belüftung des Bodens.

Im Heimattierpark Greifswald wurde dem Minister die außerschulische AG „Kleine Imker“ vorgestellt und er traf eine Schulklasse, der beim Rundgang um den Tierparkteich die Arbeit von Wespen, Hummeln und Hornissen im Tierpark erläutert wurde.

Danach besuchte Minister Backhaus zwei zoologische Einrichtungen auf der Insel Usedom. Im Tropenzoo Bansin, dem kleinsten Zoo Deutschlands, besichtigte er eine neu aufgebaute Kolonie Blattschneiderameisen. Diese Insekten können einerseits auf Plantagen großen Schaden anrichten, aber auf der anderen Seite durchwühlen sie beim Nestausbau den Dschungelboden derart, dass er zehnmal fruchtbarer werden kann.

Backhaus würdigte die zoologischen Einrichtungen des Landes als außerordentlich bedeutsame Lern- und Erholungsorte. Sie leisteten einen wichtigen Beitrag für den Artenschutz und die Erhaltung der biologischen Vielfalt. Im Rahmen der Natur- und Umweltbildung komme ihnen eine herausragende Bedeutung zu.

Der einzige Landeszooverband Deutschlands hat 20 Mitglieder. Jährlich besuchen rund 3 Mio. Gäste diese zoologischen Einrichtungen, die von Umweltpädagogen aus 35 Einrichtungen des Landes unterstützt werden.

Backhaus und Kurreck geben Erklärung zur Brandvorsorge bei der Ernte ab

Schwerin – Angesichts der steigenden Zahl von Feldbränden appellieren der Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus, und der Präsident des Landesbauernverbandes, Detlef Kurreck, in einer gemeinsamen Erklärung an die Landwirte Mecklenburg-Vorpommerns, alles unternehmen, um weitere Brände auf Ackerflächen zu verhindern.

„Die Lage ist dramatisch. Die ohnehin knappe Ernte ist jetzt durch Feld- und Flächenbrände in höchster Gefahr“, sagte der Minister heute Nachmittag. „Seit dem Wochenende haben die Feuerwehren mehr als 15 Feldbrände im Land gelöscht. Dazu kamen weitere Brände an Maschinen und Strohballen. Bisher ist rund eine halbe Million Euro Schaden entstanden“, berichtete er.

In ihrer gemeinsamen Erklärung rufen Minister Backhaus und Landesbauerpräsident Kurreck die Landwirte zu Prävention und Eigeninitiative auf, um weitere Feldbrände zu verhindern.

So sollen sie vor Druschbeginn Wasserwagen mit ausreichend Löschwasser für den Brandfall und Bodenbearbeitungsgerät mit Zugmaschine auf dem Acker bereitstellen. Erntemaschinen sollen aktuell gewartet und mit Handfeuerlöschern ausgestattet sein, Reparaturen an den Maschinen nur auf brandsicheren Flächen ausgeführt werden. Beim Ernten sollen Brandschutzstreifen zu benachbarten Flächen und Wäldern angelegt und umbrochen werden, damit sie schwer entflammbar sind; die Felder sollen durch das Beernten ausreichend breiter Streifen in Sektoren unterteilt und abgeerntet werden, raten Backhaus und Kurreck.

„Ich appelliere an jeden einzelnen Landwirt, bei der Ernte in dieser angespannten Situation umsichtig und verantwortungsvoll vorzugehen, um weitere Schäden durch Feldbrände abzuwenden“, unterstrich der Minister.

Gehweg-Ausbau an der Semmelweisstraße in Neustrelitz

Neustrelitz – Für den Ausbau der Gehwege an der Semmelweisstraße entlang der Landesstraße L 25 erhält die Stadt Neustrelitz vom Infrastrukturministerium einen Zuschuss in Höhe von 152.500 Euro. Die Fördermittel werden nach der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Maßnahmen im Bereich des kommunalen Straßenbaus in Mecklenburg-Vorpommern bewilligt. Die Gesamtausgaben für die Stadt Neustrelitz liegen bei ca. 250.000 Euro. Die zuwendungsfähigen Ausgaben betragen rund 234.700 Euro.

Im Zuge des Ausbaus der L 25 im Rahmen einer Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Straßenbauamt Neustrelitz und den Stadtwerken Neustrelitz werden die Gehwege grundhaft mit Betonsteinpflaster ausgebaut. Für diese Maßnahme wurde ein vorzeitiger Baubeginn genehmigt. Daher haben die Arbeiten bereits begonnen. Sie sollen voraussichtlich im November abgeschlossen sein.