Dahlemann: Anklamer Sporttag macht die ganze Region attraktiver

Anklam – „Nach der tollen Premiere im vergangenen Jahr war allen Beteiligten sofort klar, dass der Anklamer Sporttag seine Fortsetzung findet und zu einer schönen Tradition entwickelt wird. Ich freue mich, dass die Mitglieder des DRK-Kreisverbandes Ostvorpommern-Greifswald in Zusammenarbeit mit vier Anklamer Vereinen 2018 erneut das Heft des Handelns in die Hand genommen und dieses wunderbare Sportfest vorbereitet haben“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann bei der Eröffnung des Sporttages in der Hanse- und Lilienthalstadt.

Das Ereignis wurde wieder vom Volleyballclub Anklamer Greif, der Wasserwacht, dem Ballspielverein und dem Rollsportclub organsiert. Angeboten werden ein Volleyballturnier für 15 Mannschaften, Schwimmen über 800 und 3000 Meter, Laufen über verschiedene Strecken und Skaterfahren. Dazu kommen Torwandschießen, Paddeln, Badminton und vieles mehr. Das DRK sorgt für Sicherheit und garantiert Hilfe im Notfall. 2017 haben rund 400 Sportbegeisterte aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin teilgenommen.

Dahlemann: „Ich finde es gut, dass auch aus den benachbarten Bundesländern interessierte Sportlerinnen und Sportler kommen und hier mitmachen. Sie erleben ganz direkt, was unsere Vereine drauf haben und was für eine tolle ehrenamtliche Arbeit hier in Anklam geleistet wird. Das ist eine große Werbung für die Region und für Vorpommern insgesamt. Ich danke allen Beteiligten für ihr Engagement und sage Sport frei!“.

Rassegeflügelzüchterverband leistet wichtigen Beitrag für Biodiversität

Schwerin – Am Samstag (07. Juli) war Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus zu Gast auf der Jahreshauptversammlung des Landesverbandes der Rassegeflügelzüchter Mecklenburg-Vorpommern. „Mit seiner engagierten Arbeit leistet der Verband einen wichtigen Beitrag zum Erhalt tiergenetischer Ressourcen und damit auch zum Erhalt der Biodiversität“, sagte der Minister.

Die Sicherung der Genetik alter und gefährdeter Rassen habe inzwischen aber auch eine wirtschaftliche Bedeutung. Einige alte regionale Rassen haben sich beispielsweise die Eigenschaft bewahrt, sich rechtzeitig vor Übergriffen von Greifvögeln in Sicherheit zu bringen. Diese Eigenschaft werde gerade für die Freilandhaltung gebraucht. „Ohne die Arbeit der Rassegeflügelhalter wären diese Rassen längst ausgestorben“, würdigte Backhaus die Züchterarbeit.

Die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit der knapp 2.000 Mitglieder des Verbandes erschöpft sich aber nicht in der Zucht. Die Ortsvereine stärken den Zusammenhalt und das kulturelle Leben im ländlichen Raum und begeistert Kinder und Jugendliche zur aktiven Mitarbeit. „Mit Ihrer Arbeit sind sie also aktive Mitgestalter des ländlichen Raumes“, lobte der Minister auch das gesellschaftliche Engagement der Rassegeflügelzüchter.

Das Landwirtschaftsministerium unterstützt daher die Arbeit des Landesverbandes mit Fördermitteln für die Durchführung von Leistungsprüfungen und tierzüchterischen Leistungsvergleichen, die auch dem Austausch genetischen Materials dienen.

Auf dem Weg zu guten Gewässern

Boizenburg – „Auf dem Weg zu guten Gewässern – wo stehen wir?“ war das Thema der Regionalkonferenz, zu der das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) Westmecklenburg im Auftrag des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern heute nach Boizenburg eingeladen hatte. Im Mittelpunkt dieser landesweit dritten Regionalkonferenz stand die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL).

„Für jedermann sichtbar sind unsere Gewässer in den letzten drei Jahrzehnten sauberer geworden. Seit Anfang der 1990-er Jahre haben wir rund 2,5 Milliarden Euro in die Modernisierung der Abwasserreinigung investiert. Insbesondere deshalb hat sich die chemische Wasserqualität stark verbessert“, sagte der Minister. Weniger gut sei die Bilanz hingegen bei der biologischen Gewässerqualität, die für die Erreichung des guten ökologischen Zustandes aber maßgeblich ist.

Bei der Zwischenbilanz Ende 2015 verfehlten 97 Prozent der berichtspflichtigen Fließgewässer, 82 Prozent der berichtspflichtigen Seen, alle berichtspflichtigen Küstengewässer und 45 Prozent der Grundwasserkörper das Ziel des guten ökologischen Zustandes. Schwerpunkte der Maßnahmen bis 2021 sind deshalb die Herstellung einer weitgehend natürlichen Gewässerstruktur und die weitere Reduzierung der diffusen Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft.

Dafür stehen Maßnahmen zur Wiederherstellung eines natürlichen Verlaufs der Fließgewässer und ihrer Uferbereiche, Maßnahmen zur Herstellung der Durchgängigkeit für Wasserlebewesen und Maßnahmen zur Optimierung der Gewässerunter­haltung auf dem Programm.

„Eines der größten Hindernisse bei der Umsetzung dieser Maßnahmen zur Gewässerentwicklung ist die fehlende Akzeptanz. Das müssen wir dringend ändern, denn Wasser ist die wichtigste natürliche Ressource der Erde“, so der Minister. Die aus ökologischer Sicht notwendigen Verbesserungen scheitern aber oft auch an der finanziellen Leistungsfähigkeit der Gemeinden. Denn rund 85 Prozent der zu verbessernden Gewässer sind Gewässer 2. Ordnung, für deren Ausbau laut Landeswassergesetz die Gemeinden zuständig sind. Für Gewässer 1. Ordnung ist das Land ausbaupflichtig.

„Deshalb greifen wir den Gemeinden bei dieser wichtigen Aufgabe auch finanziell unter die Arme. Denn, betonte der Minister. Im Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) stehen in der Förderperiode 2014 – 2020 rund 60 Mio. Euro zur Förderung der Gewässerentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung. Davon sind bereits etwas über 50 Prozent für 110 Maßnahmen bewilligt worden, die entweder abgeschlossen sind oder sich in der Umsetzung befinden. Die Förderung erfolgt gemäß der Wasserförderrichtlinie. Gemeinden können für Maßnahmen, die auf die Herstellung des guten Gewässerzustandes gerichtet sind, eine Förderung von 90 Prozent erhalten. Das trifft auch für Machbarkeits­studien sowie einen gegebenenfalls erforderlichen Flächenerwerb zu.

Das StALU stellte auf der Regionalkonferenz auch die Kombination mit anderen Förderinstrumenten vor. So konnten sich die Konferenzteilnehmer am Beispiel der Boize nördlich von Boizenburg nicht nur von einer guten Zusammenarbeit zwischen dem örtlichen Wasser- und Bodenverband und dem StALU, sondern auch von der Nutzung der ebenfalls mittels ELER geförderten Flurneuordnung überzeugen, um der Boize wieder den natürlichen Verlauf zu ermöglich.