Dahlemann: Seniorenbeiräte sind Vorbild für uns alle

Stralsund – „Es ist wirklich ein ganz besonderes Fest, das Fest der Generationen. Macht es doch auf ein Thema aufmerksam, dass in unserem Alltag leider oft nur eine untergeordnete Rolle spielt. Alt und Jung müssten viel öfter zusammen sein. Sie können voneinander lernen, miteinander Spaß haben und sich natürlich gegenseitig helfen. Da ist auf der einen Seite die große Lebenserfahrung der Älteren, die sie weitergeben können. Auf der anderen Seite der Umgang der Jungen mit den neuen Medien, von dem wiederum die Älteren profitieren können“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann anlässlich der Eröffnung des Festes in Stralsund.

Es sei eine gute Idee, dieses Fest im Zoo stattfinden zu lassen. „So kann man in wunderbarer Umgebung neben Spiel und Spaß auch die vielen Tierarten kennenlernen und viel Wissenswertes über sie erfahren.“

Der erste in Mecklenburg-Vorpommern gegründete Seniorenbeirat habe hier in der Hansestadt Stralsund wieder mit viel Leidenschaft und Hingabe ein wunderbares Fest für alle Generationen vorbereitet. Dafür danke ich sehr herzlich. Wie in Stralsund warten überall im Land Seniorinnen und Senioren nicht, dass etwas passiert. Sie legen nicht die Hände in den Schoß, sondern packen selbst mit an, sorgen für Zusammenhalt und dafür, dass sich die Generationen neugierig begegnen. Mit diesem Engagement sind die Seniorenbeiräte Vorbild für uns alle und enge Partner der Politik“, lobte Dahlemann.

Big Jump 2018

Umweltminister feiert Renaturierungserfolg an der Nebel

Linstow – Umweltminister Dr. Till Backhaus eröffnete heute (08. Juli) im Dorf Linstow mit einem Sprung in den Linstower See den Internationalen Flussbadetag „Big Jump“ in Mecklenburg-Vorpommern. „Hinter diesem spaßigen Event steht ein ernstes Anliegen. Wir wollen damit ein Zeichen setzen für lebendige und saubere Gewässer – denn Wasser ist Leben“, betonte der Minister. Die vom Europäischen Flussnetzwerk ERN initiierte Badeaktion soll erfolgreich sanierte Flüsse feiern und gleichzeitig auf Probleme bei der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) aufmerksam machen.

In der WRRL verlangt die EU die Herstellung eines guten chemischen und ökologischen Zustandes der Gewässer. In Mecklenburg-Vorpommern sind davon rund 200 Seen und 8000 Kilometer Fließgewässer betroffen. „Die Nebel, die den Linstower See durchquert, ist ein hervorragendes Beispiel für eine gelungene Wiederherstellung des guten Gewässerzustandes, wie sie die Wasserrahmenrichtlinie fordert“, erklärte Minister Dr. Till Backhaus. „Wir wollen möglichst für alle Gewässer im Land so einen guten Zustand erreichen – aber das ist noch ein langer Weg.“

Seit 1994 wurden insgesamt mehr als 7 Mio. Euro in 25 verschiedene Projekte an der Nebel investiert. Zwischen ihrer Quelle am Malkwitzer See und der Mündung in die Warnow wurden die Strukturvielfalt erhöht und Einträge in das Gewässer verringert. Infolge dessen sind für die Nebel wieder 28 Fischarten belegt, darunter auch das Bachneunauge als einzige Rundmaulart. Mit einer Wanderung zu renaturierten Abschnitten konnten sich die Teilnehmer des Big Jump selbst von den Erfolgen an der Nebel überzeugen.