Aufnahmebedingungen für Flüchtlinge in Griechenland verbessern

Brüssel – Die Europäische Kommission hat heute (Mittwoch) im Rahmen des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) zusätzliche Soforthilfe in Höhe von 37.5 Mio. Euro zur Verbesserung der Aufnahmebedingungen für Migranten in Griechenland gewährt.

Dimitris Avramopoulos, Kommissar für Migration, Inneres und Bürgerschaft, erklärte: „Die Kommission unternimmt alles in ihrer Macht Stehende, um alle Mitgliedstaaten zu unterstützen, die Migrationsdruck ausgesetzt sind – egal ob im östlichen, zentralen oder westlichen Mittelmeerraum. Die Migration ist eine europäische Herausforderung und wir brauchen eine europäische Lösung, bei der kein Mitgliedstaat allein gelassen wird. Griechenland befindet sich seit 2015 an vorderster Front. Zwar hat sich die Lage seit der EU-Türkei-Erklärung deutlich verbessert, doch steht das Land immer noch vor großen Herausforderungen. Die Europäische Kommission wird Griechenland weiterhin solidarisch zur Seite stehen und unterstützen.“

Die griechischen Behörden werden 31.1 Mio. Euro erhalten, um die vorläufigen Dienstleistungsangebote für Migranten zu unterstützen wie z.B. Gesundheitswesen, Dolmetschen und Lebensmittelversorgung sowie die Verbesserung der Infrastruktur des Aufnahme- und Identifizierungszentrums von Fylakio in der Region Evros in Nordgriechenland. Die zusätzlichen Mittel werden auch zur Schaffung zusätzlicher Unterkunftsräume in bestehenden und neuen Standorten auf dem griechischen Festland beitragen.

Weitere 6.4 Mio. Euro wurden der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zur Verbesserung der Aufnahmebedingungen und zur Unterstützung der Standortverwaltung für ausgewählte Gebiete auf dem Festland gewährt. Der heutige Finanzierungsbeschluss ergänzt die seit 2015 von der Kommission gewährten Fördermittel in Höhe von mehr als 1.6 Mrd. Euro zur Bewältigung der Migrationsproblematik in Griechenland. Im Rahmen des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) und des Fonds für die innere Sicherheit (ISF) wurde Griechenland zusätzlich zu 561 Mio. Euro, die bereits im Rahmen dieser Mittel für das griechische nationale Programm 2014-2020 gewährt wurden, Soforthilfe in Höhe von 456.5 Mio. Euro gewährt.

EU- Mitgliedstaaten verstärken ihre Maßnahmen zum Schutz der Meeresumwelt

Brüssel – Ein neuer Bericht der Kommission zeigt, dass die Mitgliedstaaten erhebliche Anstrengungen unternommen haben, um dem zunehmenden Druck auf die Meeresumwelt entgegenzuwirken. Dennoch reichen die Maßnahmen noch nicht aus, um bis 2020 Meere zu erreichen, die gesund und gleichzeitig produktiv sind. Der heute (Mittwoch) veröffentlichte Bericht über die Umsetzung der EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie bewertet die von den Mitgliedstaaten ergriffenen Maßnahmen zur Erreichung eines „guten Umweltzustands“ bis 2020.

Der für Umwelt, Meerespolitik und Fischerei zuständige EU-Kommissar Karmenu Vella erklärte: „Ozeane und Meere sind von entscheidender Bedeutung für unseren Planeten – bei ihrem Schutz dürfen wir keine Kompromisse eingehen. Deswegen verfolgt die EU eine sehr ehrgeizige Meeres-Umweltpolitik, die weltweit ihresgleichen sucht. In den letzten Jahren haben die Mitgliedstaaten große Anstrengungen unternommen, um zu gewährleisten, dass die Ressourcen der Meere nachhaltig genutzt und bewirtschaftet werden, und sich dabei stark auf die regionale Zusammenarbeit gestützt. Leider reichen die bisherigen Maßnahmen trotzdem noch nicht aus, um bis 2020 intakte und fruchtbare Meere zu erreichen. Daher fordere ich die Mitgliedstaaten dringend auf, die Empfehlungen der Kommission zur Erreichung dieses Ziels zu berücksichtigen.”

Gemäß der Richtlinie müssen die EU-Mitgliedstaaten sechsjährige Strategien für ihre Gewässer festlegen. Dieses Konzept soll Maßnahmen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt und zur Bekämpfung von Belastungen wie Überfischung, Meeresbodenschäden, Meeresstreu und Schadstoffen beinhalten.

In ihren Maßnahmenprogrammen haben die Mitgliedstaaten mehr denn je auf regionale Zusammenarbeit gesetzt und verschiedene nationale, EU- und internationale Politiken integriert. Um beispielsweise die Überfischung zu bekämpfen und die negativen Auswirkungen der Fischerei zu verringern, haben die Mitgliedstaaten Maßnahmen im Rahmen der Gemeinsamen Fischereipolitik der EU in regionalen und internationalen Abkommen sowie neue Maßnahmen wie die Einführung spezifischer und weniger schädlicher Fanggeräte gemeldet.

Minister: Die Heringsfischerei in MV darf nicht sterben!

Insel Rügen – „Ich appelliere an die Bundesregierung, sich in Brüssel für die Erhaltung der Heringsfischerei in Mecklenburg-Vorpommern einzusetzen“, sagte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus, am Mittwoch (1. August) nach einem Besuch der Euro Baltic Fischverarbeitungs GmbH in Sassnitz. „Es muss uns gelingen, die geplanten tiefen Einschnitte in die Heringsfischerei zu verhindern.“

Fischer und Fischverarbeitung befürchten, dass ihnen infolge des Brexit künftig der Zugang in die britischen Nordseegewässer verwehrt wird. Gleichzeitig hat der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) der EU empfohlen, für die westliche Ostsee 2019 ein totales Heringfangverbot festzulegen. Das würde das Aus für die gesamte Heringsfischerei in Mecklenburg-Vorpommern bedeuten.

„Der Zugang zu den britischen Gewässern muss erhalten bleiben“, sagte der Minister. Davon hänge der Bestand der Hochseefischerei und der Fischverarbeitung in Mecklenburg-Vorpommern ab. So verarbeitet die Euro Baltic Fischverarbeitungs GmbH in Sassnitz jährlich etwa 40.000 Tonnen Nordseehering, der zumeist aus britischen Gewässern stammt, und bis zu 10.000 Tonnen Ostseehering. Damit hängt der Fortbestand des Werkes mit seinen 230 Beschäftigten von einer Lösung für die Heringsfischerei in MV ab. Auch die Schwarmfisch-Trawler, die ihren Heimathafen in Rostock haben und in der Nordsee fischen, beschäftigen 180 Seeleute aus Mecklenburg-Vorpommern.

Bezüglich der Heringsfangquote in der Ostsee habe er zwar erste Signale aus Brüssel, dass es im kommenden Jahr kein totales Fangverbot geben werde, aber selbst eine weitere Verringerung der Fangquote sei existenzbedrohend für viele der 250 verbliebenen Haupterwerbsfischer des Landes. Denn bereits 2018 hatten die Fischer eine Reduzierung der Heringsquote um 39 Prozent hinnehmen müssen, obwohl sie an der Verringerung des Heringsbestandes nicht schuld sind.

„Es müssen Lösungen gefunden werden, die sowohl den Bestand des Herings sichern als auch den Fischern eine Zukunft bieten“, so Backhaus. Das erfordere auch eine finanzielle Unterstützung des Bundes zum Ausgleich der Schäden beispielsweise durch Robben und Kormorane. Aber vor allem müsse die europäische Förderung der Fischerei überdacht werden, so dass die Fischer Rechtssicherheit für eine Zukunft ihres handwerklichen Gewerbes erhalten. Aber die Fischer müssten sich auch zusätzliche Einnahmequellen erschließen.

Nach der Stippvisite in Sassnitz folgte der Minister einer Einladung des Landesverbandes der Kutter- und Küstenfischer Mecklenburg-Vorpommern an den Fischereihafen Tarnewitz (Boltenhagen), wo insbesondere über die Auswirkungen der ICES-Empfehlung debattiert wurde. Ebenso kamen die Zukunft der Fischerei im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, das Kegelrobbenmanagement und die vorgesehene Änderung der EU-Kontrollverordnung zur Sprache. Im letzten Punkt teilt Minister Backhaus die Auffassung des Fischereiverbandes, dass die Regelungen im Entwurf der neuen Kontrollverordnung überzogen seien. Er habe dies bei der Anhörung des Bundes Ende Juni 2018 bereits deutlich gemacht.

Grimmener Geflügelzüchter können Vereinshaus sanieren

Grimmen – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann hat heute an Vertreter des Rassegeflügelzuchtvereins „1877 Trebeltal Grimmen“ einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 20 000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds übergeben.

„2009 hat der Verein das Kultur- und Ausstellungszentrum vom ortsansässigen Kleingartenverein übernommen und seitdem dafür gesorgt, dass dort immer was los ist – ob große oder kleine Veranstaltungen wie Rassegeflügelausstellungen, Hähnewettkrähen, Züchterabende, Weiterbildungen, Feiern oder Arbeitseinsätze. Besonders schön finde ich, dass Kindergartengruppen und Schulklassen kostenfrei die Ausstellungen besuchen können. So wird der eigene Nachwuchs an ein ganz traditionelles Hobby herangeführt. Der Verein ist nicht nur einer der ältesten mit seinen 141 Jahren, sondern auch einer der mitgliederstärksten der Region. Viele fleißige Hände sorgen für ein vielfältiges Vereinsleben“, betonte Dahlemann bei der Übergabe.

Die Übernahme des Kultur- und Ausstellungszentrums sei ein Meilenstein des Vereins. „Das war schon ein großer Brocken. Seit der Übernahme haben die Vereinsmitglieder viel für den Erhalt, die Sanierung und die Verschönerung des Gebäudes getan und Unterstützung von anderen Vereinen bekommen. Um die Anlage als Zentrum der Kultur in Grimmen und in der Region weiterzuentwickeln, ist es notwendig, den Küchentrakt zu sanieren und neue Veranstaltungstechnik anzuschaffen. Dafür haben wir gern aus dem Vorpommern-Fonds Mittel bereitgestellt, denn der Verein trägt in der Region ganz entscheidend zur Stärkung der Identität mit dem Landesteil Vorpommern bei. Ich bedanke mich ausdrücklich bei allen Vereinsmitgliedern.“

Schuljahr 2018/2019: Neue Referendare an den Schulen

Ministerin Hesse: Auf diesen Moment haben Lehramtsabsolventen lange hingearbeitet

Schwerin – Im neuen Schuljahr beginnen 136 Referendarinnen und Referendare ihren Vorbereitungsdienst an den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern. Bildungsministerin Birgit Hesse hat sie bei einer Feierstunde im Goldenen Saal des Neustädtischen Palais in Schwerin als Beamtinnen und Beamte auf Widerruf ernannt. Das Referendariat an den Schulen dauert anderthalb Jahre, bei der Doppelqualifikation sind es zwei Jahre.

„Auf diesen Moment heute haben die Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen lange hingearbeitet. Viele sind voller Vorfreude, andere haben noch ein mulmiges Gefühl – für die meisten trifft wahrscheinlich beides zu“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. Diese Kombination aus Vorfreude und ein bisschen Bammel sei keine schlechte, denn sie lasse die Referendarinnen und Referendare motiviert und konzentriert in die kommenden Monate starten. „Eine gute Nachricht ist, dass wir allen Bewerberinnen und Bewerbern, die die Voraussetzungen für ein Referendariat erfüllt haben, auch ein Einstellungsangebot machen konnten“, erläuterte Hesse.

Von den 136 Referendarinnen und Referendaren beginnen 35 den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Grundschulen bzw. Grund- und Hauptschulen, 14 das Referendariat für das Lehramt für Sonderpädagogik, 27 das Referendariat für das Lehramt an Regionalen Schulen, 50 das Referendariat für das Lehramt an Gymnasien – verbunden mit dem Erwerb einer zusätzlichen Unterrichtserlaubnis an Grundschulen bzw. an Regionalen Schulen, zwei das Referendariat für das Lehramt an Regionalen Schulen – verbunden mit einer zusätzlichen Unterrichtserlaubnis an Grundschulen – und acht das Referendariat für das Lehramt an beruflichen Schulen.

„Lehrerin oder Lehrer in MV zu werden, ist eine gute Wahl. Lehrkräfte haben nicht nur die Chance, in einem wunderschönen Bundesland zu arbeiten, sondern auch noch zu attraktiven Bedingungen“, betonte Bildungsministerin Hesse. „Mir ist völlig klar, dass die riesige Nachfrage nach Lehrkräften den einen oder die andere nach links und rechts schielen lässt, um zu gucken, was woanders geht. Deshalb wünsche ich den Referendaren einen Vorbereitungsdienst, in dem nicht nur sie überzeugen können, sondern der auch sie überzeugt: vom Lehrersein allgemein und von Mecklenburg-Vorpommern im Besonderen“, so Hesse.

Mecklenburg-Vorpommern stellt zum 1. Februar und 1. August eines jeden Jahres Referendarinnen und Referendare an den Schulen ein. In diesem Jahr kommt mit dem 1. Oktober erstmals ein dritter Einstellungstermin hinzu. Studierende für das Lehramt an Grundschulen und an Regionalen Schulen, die ihre letzten Prüfungen erst im September ablegen, können ein Referendariat auch im Herbst beginnen. Das Land ermöglicht ihnen dadurch einen direkten Übergang in den Vorbereitungsdienst ohne lange Wartezeiten.

Unterstützung für die Logistikbranche

Rostock – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe und die Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit Margit Haupt-Koopmann haben am Mittwoch in Rostock bei der Spedition Heinrich Gustke GmbH Unterstützungsmöglichkeiten zum Erwerb von LKW-Führerscheinen insbesondere auch für Migranten vorgestellt.

„Für die Unternehmen im Land ist es von großer Bedeutung, dass es eine leistungsfähige Logistik gibt, um die hier produzierten Waren sicher an ihren Bestimmungsort zu bringen. Dafür braucht es ausreichend Berufskraftfahrer. Um zusätzliche Potentiale für neue Fachkräfte zu haben, sind neue Wege unumgänglich. Deshalb unterstützen wir die Logistikbranche in enger Kooperation mit den Jobcentern des Landes“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. „LKW-Fahrer sind das entscheidende Bindeglied zwischen den Orten, wenn es um die Versorgung der Bevölkerung geht. Das geht über den Transport von Lebensmitteln, Bekleidung, Autoteilen, Möbeln bis hin zu Medikamenten. Sie sorgen dafür, dass die Regale in den Läden voll sind und wir selbstverständlich einkaufen gehen können. Umso wichtiger ist es, für diesen Berufszweig noch intensiver zu werben. Wir brauchen mehr Wertschätzung für den Beruf und mehr Respekt für LKW-Fahrer auf den Straßen“.

„Ein Mangel an Fahrern darf langfristig nicht zu einem Mangel im Logistikbereich führen. Das ist eine Herausforderung. Die Bedarfe müssen gedeckt werden“, forderte Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe weiter. Laut Bundesagentur für Arbeit gibt es im Moment 558 offene Stellen im Bereich der Berufskraftfahrer. Zudem nimmt die Nachfrage nach Transportkapazität aufgrund der guten Wirtschaftssituation und des zunehmenden Online-Handels zu. Laut Angaben des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes (DSLV) fehlen bundesweit mindestens 45.000 Fahrzeugführer. „Auf den ersten Blick sieht es so aus, als könnten die offenen Stellen mit Leichtigkeit besetzt werden. Aber: Berufskraftfahrer müssen verantwortungsbewusst, verlässlich, belastbar und serviceorientiert sein. Das sind hohe Anforderungen. Fachkräfte, die diese Eigenschaften vorweisen können, werden in der Logistikbranche dringend gesucht. Am Beispiel der Spedition Gustke wollen wir zeigen, wie mit Kreativität und Engagement Arbeits- und Ausbildungsplätze im Unternehmen besetzt werden können“, sagte Glawe.

Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord, unterstrich, dass die wachsende internationale Arbeitsteilung und darüber hinaus die günstige geografische Lage Mecklenburg-Vorpommerns – als Brücke in die Ostseeanrainerstaaten und nach Osteuropa – ebenfalls dazu beitrage, dass die Logistikwirtschaft ein Wachstumskern in Mecklenburg-Vorpommern sei. „Deshalb ist es selbstverständlich, dass wir – die Arbeitsagenturen und Jobcenter – gezielt Arbeitslose identifizieren und qualifizieren, die für eine Tätigkeit als Berufskraftfahrer in Frage kommen. Allein für 2017 können wir 1.491 Eintritte in entsprechende Qualifizierungsangebote melden. Von Januar bis Juli 2018 waren es bisher 786.“ Interessant sei es, sich einige Strukturdaten der Geförderten anzusehen. „13 Prozent der Teilnehmenden haben einen Migrationshintergrund, nur 4 Prozent sind weiblich, und die Altersgruppe 25 bis 34 hat mit 35,5 Prozent von allen den größten Anteil.“

Haupt-Koopmann betonte mit Blick auf den Ausbildungsmarkt, dass in Mecklenburg-Vorpommern seit Beginn des Berufsberatungsjahres 2017/2018 – 01. Oktober 2017 – 140 Ausbildungsplätze „Fahrzeugführung im Straßenverkehr“ bei den Arbeitgeberservice-Teams der Arbeitsagenturen und Jobcenter gemeldet wurden. „Aktuell sind davon noch 68 unbesetzt.“

Die Spedition Gustke hat zum Ausbildungsbeginn (01.08.) 15 junge Menschen eingestellt, die Berufskraftfahrer/-in, Fachkraft für Lagerlogistik, Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistungen sowie Kfz-Mechatroniker lernen. Zu den Berufsanfängern gehören zwei Azubis aus Afghanistan und Äthiopien, die eine Ausbildung als Berufskraftfahrer beginnen. Jeweils ein Azubi aus Afghanistan befindet sich darüber hinaus im 2. und 3. Ausbildungsjahr zum Berufskraftfahrer. Außerdem beginnt zum gleichen Termin je ein Azubi aus Afghanistan und Armenien seine Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker. „Die berufliche Integration von Geflüchteten erfordert Offenheit und Engagement von allen Mitarbeitern in einem Unternehmen. Der Weg wird nicht immer leicht sein. Zugleich bietet sich durch den Zuzug der Neubürger eine große Chance, Fachkräfte für Mecklenburg-Vorpommern zu gewinnen, die wir aufgrund des demografischen Wandels dringend benötigen“, sagte Glawe.

Gefördert vom Jobcenter sowie dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge haben im Mai 2017 zwölf Teilnehmer vorwiegend aus Syrien und Afghanistan in der Gustke Logistik Academy einen Orientierungs- und Sprachkurs begonnen. Aus diesem Kreis sind fünf Teilnehmer derzeit in einer Ausbildung zum Berufskraftkraftfahrer. „Mit einer beschleunigten Grundqualifizierung im Güterverkehr und weiteren Qualifikationen für den Gefahrguttransport oder einem Gabelstaplerschein sind die Teilnehmer nun auf dem Weg zu einer echten Fachkraft. Wir unterstützen die Unternehmen im ganzen Land bei der Qualifizierung ihrer Mitarbeiter“, sagte Glawe.

Stephan Gustke, Geschäftsführer von Gustke Logistik, meint dazu: „Die aktuelle Situation hat sich bereits über viele Jahre angekündigt, denn es wurde in der Vergangenheit zu wenig für das Berufsbild ´Kraftfahrer´ getan. Dabei haben alle Unternehmen, Verbände und auch die Politik in den letzten Jahren viel zu wenige Bemühungen unternommen. Dieses aktuelle Problem werden wir nicht von heute auf morgen gelöst bekommen, aber ich denke, wir alle haben die Zeichen der Zeit erkannt und mobilisieren alle Kräfte, die Rahmenbedingungen der Kraftfahrer zu verbessern. Dieses ist mittlerweile auch zu großen Teilen bei der verladenden Wirtschaft und der Politik angekommen.“

Mit der Qualifizierungsrichtlinie des Wirtschaftsministeriums haben Unternehmen die Möglichkeit, für ihre Mitarbeiter Bildungsschecks zu beantragen und so eine 50- bis 75-prozentige Förderung bei Weiterbildungsmaßnahmen zu erhalten. In der Logistikbranche gilt dies vor allem für Zusatz- oder Spezialqualifizierungen zum Beispiel für den Staplerschein oder den Gefahrgutschein. In der Branche „Verkehr und Lagerei“ sind seit 2014 insgesamt 784 Bildungsschecks für unterschiedliche Qualifizierungen bewilligt worden; davon 490 für Fahr- und Präzisionstrainings im Rahmen der Berufskraftfahrerqualifikation.

„Wir müssen alle Anstrengungen unternehmen, um dem bestehenden Fachkräftemangel in der Transport- und Logistikbranche entgegenzuwirken. Dabei ist die Ausbildung von Flüchtlingen zum Berufskraftfahrer eine Möglichkeit, die wir über die ´Beschleunigte Grundqualifikation zum Berufskraftfahrer´ aktiv nutzen. Dabei sind wir über Förderung durch Jobcenter und BAMF sehr dankbar“, so Stephan Gustke, Geschäftsführer der Spedition Heinrich Gustke GmbH.

Im Juli 2018 waren in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben der Agentur für Arbeit rund 5.600 Ausländer arbeitslos gemeldet, 295 (5,6 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat, 64 (1,1 Prozent) weniger als im Vormonat. Im Dezember 2017 (aktuellster Wert) waren 1.650 Personen aus Asylherkunftsländern wie beispielsweise Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien sozialversicherungspflichtig beschäftigt (ohne Tätigkeiten als Auszubildende). Gegenüber dem Vorjahresmonat erfolgte ein Anstieg um 720 Beschäftigte.

Im Land gibt es nach Angaben der Logistikinitiative Mecklenburg-Vorpommern e.V. insgesamt 5.200 Logistik-Unternehmen mit 31.000 Beschäftigten, die einen Jahresumsatz in Höhe von 2,1 Milliarden Euro erwirtschaften. Die Transport- und Logistikbranche vereinigt in Mecklenburg-Vorpommern mehr als 40.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Stand 2014). Dies entspricht nach Angaben der Initiative einem Anteil von rund 7,4 Prozent an der Gesamtbeschäftigung im Bundesland. Geprägt wird dieses Bild insbesondere durch Transport- und Zustellberufe (41 Prozent), Lager- und Umschlagberufe (40 Prozent) sowie kaufmännische und Verwaltungsberufe (19 Prozent) [Quelle: Fraunhofer SCS/Logistikbeschäftigung in Deutschland – Vermessung, Bedeutung und Struktur, 2015].

„Gustke Logistik – Ihr Zuverlässiger Partner in allen Fragen von Transport und Logistik!“ Seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1933 ist es nach Angaben des Unternehmens Ziel, die Spedition Heinrich Gustke als ein leistungsfähiges Transport- und Speditionsunternehmen an den einzelnen Standorten weiterzuentwickeln und Kunden stets eine innovative Dienstleistung auf höchstem Niveau zu bieten.

241 Mitarbeiter und 33 Azubis geben täglich ihr Bestes. Die Stärken liegen im Teil- und Komplettladungsverkehr. Der Fuhrpark umfasst über 100 Fahrzeuge aller Größen und Klassen. Qualität, Zuverlässigkeit, Termintreue und permanente Kommunikation sind für das Unternehmen als Logistikdienstleister die wesentlichen Werte. Dies schätzen Kunden in den Branchen Papier, Baustoffe, Chemie, Automotive, Maschinenbau und auch Lebensmittel. Gustke bietet individuelle Logistiklösungen und verfügt über Hochregal- sowie Blocklagerflächen, die einzeln genutzt werden können. Hier ist die Lagerung und Zwischenlagerung von Gefahrgütern und wassergefährdenden Stoffen bei Einhaltung höchster Sicherheitsstandards möglich.

Das Unternehmen ist Gesellschafter des 24plus logistics network, eine der führenden Stückgutsysteme Deutschlands. Dieses ermöglicht es, Produkte innerhalb Europas zu jedem Wunschzeitpunkt abzuholen und zu liefern.

Verlängerung der Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen ist voller Erfolg

Schwerin – „Die Entscheidungen zur weiteren Antragstellung in 2018 für die Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM), vielfältigen Kulturen und emissionsarme Gülleausbringung, haben sich sehr erfolgreich auf die Ausdehnung der begünstigten Flächen und Betriebe ausgewirkt“, fasst der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus in Auswertung der Neuantragstellungen zusammen.

So wurden für 2018 Neu- und Erweiterungsanträge in einem Umfang von 36.372 Hektar (ha) für die vielfältigen Kulturen und 8271 ha Bezugsflächen für die emissionsarme Gülleausbringungen gestellt. „Damit verpflichten sich weitere 32 Betriebe ihren flüssigen Wirtschaftsdünger emissionsarm auszubringen“, so Minister Backhaus.

Die Änderung der Richtlinie für ein- und mehrjährige Blühflächen und-streifen mit der Möglichkeit der Neuantragstellung und Erweiterung der maximalen Förderfläche auf bis zu 20 ha war ein voller Erfolg. Mit insgesamt 5318 ha neu beantragter Blühflächen hat sich die Antragsfläche gegenüber dem Vorjahr um ca. 220 % erhöht. Allein 280 Betriebe sind 2018 neu in diese Fördermaßnahme eingestiegen.

Die Entscheidungen zur weiteren Antragstellung in 2018 für die AUKM, vielfältigen Kulturen und emissionsarme Gülleausbringung, haben sich sehr erfolgreich auf die Ausdehnung der begünstigten Flächen und Betriebe ausgewirkt.

„Auch im ökologischen Landbau ist das Land seiner Zielstellung bis 2020 um neu beantragte Förderflächen in einem Umfang von fast 24.000 ha ein deutliches Stück näher gekommen“, freut sich der Landwirtschaftsminister. 115 Betriebe haben die Förderung als ökologisch wirtschaftender Betrieb 2018 erstmalig beantragt.

Im Oktober hatte der Minister bekannt gegeben, dass die bis Ende 2020 laufenden Förderungen aller mit den Antragstellern vereinbarten Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen (AUKM) um ein weiteres Jahr verlängert werden und erst Ende 2021 auslaufen.

„Dürregipfel“: BUND fordert mehr Klimaschutz und Unterstützung für betroffene landwirtschaftliche Betriebe

Berlin – Verdorrte Felder und vertrocknetes Grünland sind die sichtbarsten Folgen der aktuellen Hitzewelle. Landwirtschaftliche Betriebe, die besonders stark von den Auswirkungen der Dürre betroffen sind, brauchen nach Auffassung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) dringend Hilfszahlungen.

„Die Trockenheit ist in Deutschland dramatisch“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. „Pauschale Zahlungen für Landwirte sind aber keine Lösung, weil nicht alle Regionen gleichermaßen betroffen sind. Manche Regionen sind weniger trocken, deshalb muss genau geschaut werden, welche Betriebe zu Schaden gekommen sind und wo Geld nötig ist“, sagte Weiger.

Angesichts der bereits stark fortgeschrittenen Klimaerhitzung rechnet der BUND auch in den kommenden Jahren mit weiteren Hitzewellen und anderen Wetterextremen. „Es ist die Aufgabe der Bundesregierung, das Ausmaß der Klimakrise durch drastische Emissionsreduktionen in den Bereichen Energie, Verkehr und Landwirtschaft zu reduzieren. Nur mit schnellen und effektiven politischen Maßnahmen können die volkswirtschaftlichen Schäden und die Folgen der Erderhitzung für Ökosysteme begrenzt werden“, sagte Weiger.

„Klimafreundlichere Landwirtschaft ist möglich, zum Beispiel im Ökolandbau. Verändern muss sich auch die industrielle Fleischproduktion, die ganz wesentlich zur Klimakrise beiträgt. Vor allem die Tierbestände müssen reduziert werden“, so der BUND-Vorsitzende.

Auch auf europäischer Ebene müsse gehandelt werden. Der BUND fordert anlässlich der Reform der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) im Jahr 2020 stärkere Vorgaben zur klimaschonenderen Tierhaltung und Landwirtschaft, unter anderem eine Ausweitung des Ökolandbaus. Auch müssten Grünland mit einer hohen Biodiversität und ökologische Vorrangflächen stärker geschützt und gefördert werden, weil durch einen Umbruch große Mengen des klimarelevanten Gases CO2 freigesetzt würden, so der BUND.

Kinder- und Jugendbegegnungsstätte Neu Sammit

Krakow am See – Justizministerin Katy Hoffmeister besuchte am 31. 07. auf ihrer Sommertour die Kinder- und Jugendbegegnungsstätte Neu Sammit und ließ sich von der Leiterin, Frau Lucia Dirks, das Begegnungszentrum zeigen. Auf ihrer Tour diskutierte sie rege mit zwei Jugendgruppen aus Berlin und der Lausitz über Religion und „Demokratie heute“.

„Die Natur mit den Wäldern und dem Natursee inmitten der Nossentiner-Schwinzer-Heide und diese liebevoll gestaltete Einrichtung sind ideal für erlebnisreiche Sommerferienlager.

Hier haben die Kinder und Jugendlichen tolle Voraussetzungen für spannende Erlebnisse und Abenteuer.

Gemeinsam die Tier- und Pflanzenwelt erkunden, baden, miteinander singen und reden am Lagerfeuer, spielen und gemeinsam backen. All das fördert das Miteinander und schweißt zusammen. Das schafft die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben. In dieser Gemeinschaft können die jungen Menschen wirkliche Begegnungen erleben. Das Engagement des Christlichen Trägervereins der Kinder- und Jugendbegegnungsstätte Neu Sammit e. V. ist wirklich beeindruckend. Der Verein, dessen Team und die vielen ehrenamtlichen Helfer leisten Hervorragendes“, so Justizministerin Hoffmeister bei ihrem Besuch in der Kinder- und Jugendbegegnungsstätte Neu Sammit.

Fahren.Ankommen.LEBEN! August 2018 – „Geschwindigkeit“

Rostock – Heute, am 01. August 2018, findet im Landkreis Rostock (Polizeiinspektion Güstrow) die Auftaktveranstaltung zum Thema „Geschwindigkeit“ im Rahmen der Kampagne „Fahren.Ankommen.LEBEN!“ statt.

Im Jahr 2017 kamen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Rostock 13 Menschen durch zu schnelles Fahren ums Leben. Im ersten Halbjahr 2018 waren es bereits sieben. Die Anhaltekontrollen, die sich über den gesamten Monat erstrecken, sollen die Verkehrsteilnehmer in diesem Zusammenhang für Ihre Verantwortung im Straßenverkehr sensibilisieren.

In der Zeit von 9 bis 13 Uhr werden Beamte des Reviers Teterow im Einsatz sein. Neben stationären und mobilen Kontrollstellen wird es auch eine Präventionsveranstaltung geben. Im Fischersteig in Teterow (Parkplatz Rewe) können sich Interessierte bei einem Infostand über Gefahren von überhöhter Geschwindigkeit im Straßenverkehr informieren sowie ihre Reaktionsfähigkeit an einem Messgerät überprüfen. Ziel ist es, mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen und für das Thema zu sensibilisieren.

Auch in den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte (PI NB), Vorpommern-Greifswald (PI ANK) und Vorpommern-Rügen (PI HST) werden die Auftaktveranstaltungen zum Thema „Geschwindigkeit“ im Rahmen der Kampagne „Fahren.Ankommen.LEBEN!“ durchgeführt.

Im Jahr 2017 kamen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg 20 Menschen durch zu schnelles Fahren ums Leben. Im ersten Halbjahr 2018 waren es bereits zehn. Die Anhaltekontrollen, die sich über den gesamten Monat erstrecken, sollen die Verkehrsteilnehmer in diesem Zusammenhang für Ihre Verantwortung im Straßenverkehr sensibilisieren.

Im Rahmen der Kontrollen werden am Tag der Auftaktveranstaltung im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg in allen drei Landkreisen ca. 80 Polizeibeamte an mehr als 25 mobilen und stationären Kontrollorten im Einsatz sein.