Wasserschutzpolizei testet Jetski

Innenminister Caffier: Wir prüfen Einsatzmöglichkeiten im Binnen- und Küstengewässern

Rostock – Das Landeswasserschutzpolizeiamt testet in diesem Monat die Einsatzmöglichkeiten von Wassermotorrädern für die wasserschutzpolizeilichen Aufgaben auf Binnen- und Küstengewässern. Innenminister Lorenz Caffier hat sich heute in Rostock die beiden von der Landespolizei für einen Monat angemieteten „Jetski“ persönlich angesehen und von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Wasserschutzpolizei vorführen lassen.

„Anders als in anderen Bundesländern, die solche Einsatzmittel für die Spezialeinheiten angeschafft haben, wollen wir Erfahrungen hinsichtlich der Einsatzmöglichkeiten im Kernbereich der wasserschutzpolizeilichen Aufgaben zur Strafverfolgung und Gefahrenabwehr auf dem Wasser sammeln“, beton Innenminister Lorenz Caffier. „Dazu werden wir Wassermotorräder flexibel sowohl auf den Küstengewässern als auch auf den Binnenwasserstraßen des Landes einsetzen“.

Bei Sportbooten und Wassersportgeräten gibt es in den letzten Jahren technische Weiterentwicklungen. Sowohl die Außenbordmotoren werden kompakter und leistungsfähiger als auch die Wassermotorräder werden für Wassersportler immer erschwinglicher und damit als Wasserfahrzeug zunehmend interessanter.

Mit den bisher von der Wasserschutzpolizei genutzten Streifen- und Schlauchbooten können Geschwindigkeitsverstöße, das Befahren von Fahrverbotszonen oder Verstöße gegen notwendige Erlaubnisse zum Führen von Wassermotorrädern nur bedingt kontrolliert und geahndet werden. Deshalb wird der Einsatz von polizeilichen Wassermotorrädern (Sea-Doo Modelle RXP-X 300 und GTX 300) mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 120 Kilometer pro Stunde bei einer Leistung von 300 PS getestet.

Für die Polizistinnen und Polizisten, die mit den Fahrzeugen im Einsatz sein werden, wurden entsprechende Neoprenanzüge, Prallschutzwesten, Helme und Schutzbrillen angemietet.

Nach der einmonatigen Testphase erfolgt anhand der Erfahrungsberichte der eingesetzten Beamten eine Auswertung, die dann Grundlage für die Entscheidung über eine generelle Anschaffung des Einsatzmittels Wassermotorrad sein wird.

10 Jahre „FSJ Kultur“ in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Staatssekretär Nikolaus Voss nahm heute an der Festveranstaltung im Schweriner Schloss zu zehn Jahren „FSJ Kultur“ teil. „Das bedeutet 3.650 Tage beeindruckendes Engagement der Organisatorinnen und Organisatoren und gleichzeitig zehn Jahrgänge von jungen Menschen, die sich freiwillig bürgerschaftlich engagieren und damit einen wichtigen gesellschaftlichen Dienst leisten,“ erklärte Voss in seinem Grußwort.

Seit 2008 können Interessierte zwischen 16 und 27 Jahren ein FSJ im Bereich Kultur absolvieren. Damit gibt es eine deutliche Erweiterung der Tätigkeitsfelder im Freiwilligen Sozialen Jahr.

Voss: „Neben üblichen Gebieten wie Krankenhäusern, Alten- und Pflegeeinrichtungen oder Kindertageseinrichtungen können die Freiwilligen hier in allen Bereichen der Kunst und Kultur ein reichhaltiges Angebot austesten. Der kulturelle Bereich eignet sich, um den jungen Erwachsenen einen Gestaltungs- und Experimentierraum für bürgerschaftliches Engagement und damit verbundene Bildungsprozesse zu geben.“

In Mecklenburg-Vorpommern besteht ein breites Spektrum an Einsatzstellen. Dazu gehören u.a. Museen, Theater, Jugendkulturzentren, Medientreffs, Jugendkunstschulen oder inter- und soziokulturelle Zentren.

Das Land fördert das Freiwillige Soziale Jahr über den Europäischen Sozialfonds. In der Förderperiode von 2014 – 2020 stehen jährlich ca. 400.000 Euro zur Förderung des FSJ zur Verfügung. Damit unterstützt werden 180 Teilnehmerplätze bei neun Trägern.

Im Jahr 2017/18 durchliefen in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 791 junge Erwachsene in 565 Einsatzstellen ein FSJ.

Dahlemann übergibt Förderzusage für Zaunanlage

Leopoldshagen – Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann hat bei der Eröffnung des Sport- und Feuerwehrfestes dem TSV „Blau-Weiß“ 58 Leopoldshagen zu seinem 60-jährigen Bestehen gratuliert und eine Förderzusage übergeben: „Ob Kinder, Jugendliche oder Männermannschaft – alle haben bei Blau-Weiß ihren Platz und ihren Spaß. Hier wird nicht nur zusammen gespielt, sondern auch zusammengehalten. Ich gratuliere sehr herzlich zum 60. Geburtstag. Mein Glückwunsch geht an alle, die im Verein aktiv sind und hervorragende Arbeit leisten. Und natürlich auch an die treuen Fans aus Leopoldshagen und aus der Region. Ich freue mich, dass ich dem Verein heute eine Förderzusage aus dem Vorpommern-Fonds für die Umzäunung des Sportplatzes in Höhe von 13 000 Euro übergeben kann.“

Der Sportplatz sei der zentrale Ort in Leopoldshagen. „Neben Training und Spielbetrieb finden auch Feste wie das Erntedankfest statt, zu dem jedes Jahr mehr Besucherinnen und Besucher aus den umliegenden Dörfern und Urlaubsgäste kommen. Alle Ehrenamtlichen können stolz auf ihre Arbeit sein, tragen sie doch entscheidend dazu bei, dass sich die Menschen wohlfühlen und eng mit ihrem Heimatdorf in Vorpommern verbunden sind.“

Fahrtkostenzuschuss für Berufsschüler – Land verbessert Regelungen

Ministerin Hesse: Anhebung der Vergütungsgrenze ist ein deutliches Zeichen

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern sollen mehr Berufsschülerinnen und Berufsschüler von der finanziellen Unterstützung für Fahrt- und Übernachtungskosten profitieren. Das Land will die Regelungen für den Zuschuss verbessern. Dazu soll die Vergütungsgrenze auf 600 Euro angehoben werden. Bislang konnten nur Berufsschülerinnen und Berufsschüler einen Zuschuss erhalten, wenn ihre Ausbildungsvergütung nicht über 500 Euro brutto lag. Außerdem sollen die Zuschüsse künftig für ein Schuljahr und nicht nur für ein Schulhalbjahr gewährt werden.

„Die Wege zur Berufsschule sind für einige Jugendliche im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern weit. Wir werden die Fahrtzeiten nicht verändern können, wenn wir die Qualität des Berufsschulunterrichts und eine gewisse Größe der beruflichen Schulen erhalten wollen. Dennoch will die Landesregierung ihre Wertschätzung gegenüber der dualen Ausbildung zum Ausdruck bringen“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse in einem Gespräch mit Vertreterinnen und Vertreter der Handwerkskammer Schwerin. „Mit der Anhebung der Vergütungsgrenze setzen wir ein deutliches Zeichen. Die neuen Regelungen sollen bereits zum neuen Schuljahr angewendet werden“, kündigte Hesse an.

Das Land stellt pro Jahr insgesamt rund 350.000 Euro finanzielle Unterstützung für Fahrt und Übernachtungskosten von Berufsschülerinnen und Berufsschülern zur Verfügung. „Diese Mittel wurden bislang nie vollständig abgerufen. Mit den neuen Regelungen wollen wir erreichen, dass die Zuschüsse mehr Auszubildenden zu Gute kommen“, erläuterte Hesse. „Darüber hinaus haben wir die Antragsformulare überarbeitet und vereinfacht. Die Zahlung der Zuschüsse über ein ganzes Schuljahr soll den bürokratischen Aufwand für Auszubildende und die Verwaltung reduzieren. Außerdem wollen wir in Erfahrung bringen, in welcher Höhe Fahrtkosten überhaupt anfallen. Dazu ist eine Datenerhebung geplant. Hierbei sind wir auf die Unterstützung der Kammern angewiesen“, sagte Hesse.

Der Zuschuss des Landes bei einer notwendigen auswärtigen Unterkunft soll vom nächsten Schuljahr an pauschal 350 Euro für ein Jahr betragen. An den Fahrtkosten für die Hin- und Rückfahrten will sich das Land wie folgt beteiligen: Schülerinnen und Schüler sollen für den Weg vom Ausbildungs- oder Wohnort bis zur beruflichen Schule 280 Euro je Schuljahr bei einer Strecke bis 300 Kilometer (Hin- und Rückfahrt) erhalten. Bei einer Strecke über 300 Kilometer (Hin- und Rückfahrt) sollen es vom nächsten Schuljahr an 560 Euro sein. Letzter Ferientag an den beruflichen Schulen ist Freitag, 31. August 2018.

Venezianischer Abend im Pfarrgarten Starkow am 11. August 2018

Starkow – Zu einem besonderen Ereignis lädt der Verein Backstein – Geist und Garten e. V. ein: Mit venezianischem Flair erwartet der Starkower Pfarrgarten seine Gäste, und im abendlichen Schein verwandeln sich seine Wege in Kanäle und die Wiesen in Lagunen … Eine echte Gondel erwartet Sie in der blaugrünen Lagune an den Barthewiesen. Die Gondel legt ab 17 Uhr an, und damit beginnt auch der Einlass.

Ab 18 Uhr führt Giovanni A. die Besucher durch den in Abendlicht getauchten Garten des Palazzo Phloxi, über den Palazzo Rosi zum Palazzo Salvi. Bis zum Konzertbeginn um 19.30 Uhr können Sie sich die Zeit in ungezwungener Konversation im Garten vertreiben – gern auch maskiert. Venezianische Masken kann man an der Abendkasse ausleihen. Guter italienischer Weißwein wird die Gemüter kühlen.

Das Ensemble „Concerto Giovannini“ bietet ein Musikerlebnis mit feinsten Kantaten und Kammermusik für Traversflöte und Countertenor – von Komponisten aus dem Norden. „Concerto Giovannini“ – das sind Karsten Henschel – Altus, Hannes Immelmann – Traversflöte, Johanna Oelmüller Rasch – Viola da gamba und Sabina Chukurova – Cembalo. Das Ensemble um den Countertenor Karsten Henschel verzaubert mit seinem Programm „Italia im Norden“ durch Werke von Komponisten, die, im Norden beheimatet, ihre Karriere häufig im Süden gestalteten, und die damals auch Venedig in ihren Bann zogen. So auch Karsten Henschel selbst, der als mecklenburgisches Landeskind ein Engagement in Wien gefunden hat, der aber die barocken Komponisten des Nordens wiederentdeckt und zu neuem musikalischen Leben führt. Als Beispiele seien die ursprünglich aus Norddeutschland stammenden Komponisten Reinhard Keiser (1674-1739) und Johann Adolf Hasse (1699-1783) genannt. Aber auch die ewigen Stars aus der großen venezianischen Epoche, Händel und Bach, werden nicht fehlen.

Ein großes Buffet mit mediterranen und regionalen Köstlichkeiten und weitere kulinarische Überraschungen stehen für das leibliche Wohl bereit, sie sind im Eintrittspreis inbegriffen.

Gegen 21. 00 Uhr erwartet die Zuhörer neben dem akustischen und kulinarischen auch noch ein optischer Genuss, denn im illuminierten Garten gibt es einen Feuerzauber mit Ostsee „Olini“ aus Stralsund. Bei italienischen Rhythmen im Fackelschein geht der Abend über in eine unbegrenzte Nacht nach italienischem Vorbild.

Eintritt: 25 € an der Abendkasse, 22 € bei telefonischer Kartenvorbestellung (038324-65692).

Änderung der Waldbrandschutz­verordnung tritt in Kraft

Schwerin – Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus hat die Waldbrandschutzverordnung des Landes Mecklenburg-Vorpommern geändert. Wenn die Waldbrandgefahrenstufen 4 oder 5 festgelegt sind, ist jetzt bei Erntearbeiten auf Feldern mit Mähdruschfrüchten, die weniger als 50 Meter vom Waldrand entfernt sind, ein Wundstreifen von sechs Meter Breite zum Waldrand gefordert. Bisher waren eine Breite von 2 Metern vorgeschrieben und nur Getreidefelder benannt.

„Mit dieser Änderung wird dem Erfordernis nach einem wirksameren Schutz des Waldes vor Feldbränden entsprechend der Erfahrungen in den letzten Wochen entsprochen“, begründet der Minister die Änderung.

Auf Grund der extremen Trockenheit ist es in Mecklenburg-Vorpommern bereits zu 33 Waldbränden gekommen. Als eine bedeutende Gefahrenquelle für Waldbrände erwiesen sich Erntearbeiten auf Getreide- und Rapsfeldern. Wie beim Waldbrand bei Groß Laasch an der A14 im Juli dieses Jahres könnten Feldbrände auf den angrenzenden Wald übergreifen.

Unter dem Begriff Wundstreifen sind Flächen definiert, die durch Bodenbearbeitung von jedem brennbaren Material freizuhalten sind. Sie sind vom Landwirt unmittelbar nach Anschnitt des Feldes anzulegen.

Die Erste Verordnung zur Änderung der Waldbrandschutzverordnung ist am 03. August 2018 im Gesetz- und Verordnungsblatt für Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht und tritt am 04. August 2018 in Kraft.

Beschäftigung von ausländischen Arbeitnehmern

Regulärer Weg zur Beschäftigung von ausländischen Arbeitnehmern führt nicht über das Asylverfahren

Schwerin – Viele Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern zeigen großes Interesse an der Beschäftigung von ukrainischen Staatsangehörigen. Knapp ein Viertel aller Asylbewerber und Geduldeten aus der Ukraine halten sich nach Angaben des Bundes in unserem Bundesland auf, weil die Zuweisungen ukrainischer Asylbegehrender vorrangig nach Mecklenburg-Vorpommern erfolgte. Oftmals haben die betroffenen Personen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen. Der Wunsch, in Deutschland zu leben und zu arbeiten, ist dennoch bei vielen sehr groß, jedoch ist ein Asylverfahren kein legitimer Weg der Arbeitsmigration. Der reguläre Weg zu Beschäftigung von ausländischen Arbeitnehmern in Deutschland führt nicht über das Asylverfahren, sondern setzt die Einreise mit einem Visum, das zur Ausbildung bzw. Beschäftigung berechtigt, voraus.

Bereits im April hatte das Innenministerium M-V die IHK und Handwerkskammern in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Schreiben auf die Rechtslage hingewiesen, um Arbeitgeber in ihrer Region zu informieren.

Bei vielen Einzelfällen, über die auch in den Medien berichtet wurde, gibt es Konstellationen, die den betroffenen Personen kein Bleiberecht auf der Grundlage des derzeitigen Rechts ermöglichen. Aus diesem Grund ist Innenminister Lorenz Caffier mit der Bundeskanzlerin sowie mit dem Bundesinnenminister im Gespräch, um tragfähige Lösungen für die Zukunft zu finden.

Die derzeitige Rechtslage stellt sich wie folgt dar:

Auf den Flüchtlingsrouten kamen und kommen auch Menschen nach Deutschland, die nicht vor Verfolgung fliehen und daher keine Perspektive auf Anerkennung als Flüchtling haben. Der Wunsch, in Deutschland zu leben und zu arbeiten, ist dennoch bei vielen sehr groß. Sie erhalten kein Aufenthaltsrecht, denn im Asylverfahren wird dieser Wunsch nicht als Schutzgrund anerkannt. Dabei spielt auch ein vorhandener Integrationswille oder die Aufnahme einer Beschäftigung keine Rolle. Es geht im Rahmen des Asylverfahrens allein um die Feststellung, ob eine Verfolgung im Herkunftsstaat wegen der Rasse, Nationalität, politischen Überzeugung, religiösen Grundentscheidung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe gegeben ist.

In Deutschland ist das Asylverfahren kein legitimer Weg der Arbeitsmigration. Mit der bestandskräftigen Ablehnung des Asylantrages und der Feststellung, dass keine Abschiebungsverbote vorliegen, ist rechtsstaatlich durch Verwaltung und in vielen Fällen auch durch die Gerichte festgestellt, dass die Betroffenen Deutschland wieder verlassen müssen. Auf der Grundlage des Aufenthaltsgesetzes (§ 58) sind die Ausländerbehörden verpflichtet, die Personen abzuschieben, wenn eine Aussetzung der Ausreisepflicht nicht gewährt wurde oder diese abgelaufen ist und die freiwillige Erfüllung der Ausreisepflicht nicht gesichert ist oder aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung eine Überwachung der Ausreise erforderlich ist. Ein Ermessen steht der Ausländerbehörde nicht zu, die geltenden Regelungen des Aufenthaltsgesetzes sind umzusetzen.

In den Einzelfällen mögen diese sehr klaren Regelungen schwer nachvollziehbar sein und ein hartes persönliches Schicksal bedeuten. Dennoch hat sich der Gesetzgeber in Deutschland dem Grundsatz nach für diesen Weg entschieden, um nur denjenigen im Rahmen des Asylverfahrens Schutz zu gewähren, die ihn auch tatsächlich aufgrund der Verfolgung im Heimatland bedürfen und die Aufnahmefähigkeit der deutschen Gesellschaft für Schutzsuchende zu erhalten.

Wie sieht der legale Weg der Arbeitsmigration aus?

Es gibt reguläre Wege zur Beschäftigungsaufnahme von ausländischen Arbeitnehmern in Deutschland. Voraussetzung ist die Einreise mit einem Visum, das zur Ausbildung bzw. Beschäftigung berechtigt. Auch hier hat der Gesetzgeber klare Regelungen geschaffen, die sich an den Erfordernissen des Wirtschaftsstandortes Deutschland unter Berücksichtigung der Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt und dem Erfordernis, die Arbeitslosigkeit wirksam zu bekämpfen, orientieren. Von großer Bedeutung ist u.a. das Vorliegen eines Arbeitsvertrages. Weiterhin muss gesichert sein, dass die betroffene Person ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten kann und nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen ist. Die Entscheidung über die Erteilung eines Visums obliegt den deutschen Auslandsvertretungen, die im Vorfeld die zukünftig zuständige Ausländerbehörde und die Bundesagentur für Arbeit einbeziehen. Letztere prüft, ob eine sogenannte Vorrangprüfung, d.h. ob für den konkreten Arbeitsplatz bevorrechtigte inländische oder ihnen gleichgestellte Bewerber zur Verfügung stehen, erforderlich ist. Neben deutschen Bewerbern sind Staatsangehörige der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraumes und Schweizer Staatsbürger bevorrechtigt. Für bestimmte Beschäftigungen oder Personengruppen ist keine Vorrangprüfung erforderlich.

Welche Möglichkeiten und für wen bestehen, wenn bereits eine Beschäftigung oder Ausbildung während des Asylverfahrens aufgenommen wurde?

Als Kompromiss und Anpassung des Rechts an die tatsächlichen Gegebenheiten gibt es seit 2015 die sogenannte Ausbildungsduldung. Unter bestimmten Voraussetzungen wird Geduldeten und den ausbildenden Betrieben für die Zeit der Ausbildung und für einen begrenzten sich anschließenden Zeitraum mehr Rechtssicherheit verschafft und das aufenthaltsrechtliche Verfahren vereinfacht. Da es sich allerdings bei Geduldeten um vollziehbar ausreisepflichtige Personen handelt, muss der Fokus der behördlichen Maßnahmen auch bei diesem Personenkreis primär auf die Durchsetzung der Ausreisepflicht und die tatsächliche Rückkehr der Personen in den Herkunftsstaat gerichtet sein.

Den bestehenden Konflikt zwischen Erteilung einer Ausbildungsduldung und der Durchführung aufenthaltsbeendender Maßnahmen hat der Gesetzgeber zugunsten der Durchführung der aufenthaltsbeendenden Maßnahmen entschieden, wenn konkrete Maßnahmen der Aufenthaltsbeendigung im Zeitpunkt der Antragstellung bereits bevorstehen.

Der Abschluss einer solchen Berufsausbildung eröffnet die Möglichkeit einer Verlängerung der Duldung zur Beschäftigungssuche für sechs Monate und gegebenenfalls den Weg in eine Aufenthaltserlaubnis für qualifizierte Geduldete zum Zweck der Beschäftigung. Die Ausbildungsduldung bleibt jedoch eine Duldung, die lediglich die Aussetzung der Abschiebung eines vollziehbar Ausreisepflichtigen bewirkt; sie ist keine Bleiberechtsregelung. Die regelmäßige Überprüfung des Duldungsgrundes entfällt im Falle einer Ausbildungsduldung, da diese für die im Ausbildungsvertrag bestimmte Gesamtdauer der Berufsausbildung zu erteilen ist. Bei Vorliegen von bestimmten Voraussetzungen besteht sogar ein Rechtsanspruch auf Erteilung der Ausbildungsduldung, wenn eine qualifizierte Berufsausbildung in einem staatlich anerkannten oder vergleichbar geregelten Ausbildungsberuf aufgenommen wird. Dies gilt jedoch nur, wenn der Ausländer erstmalig eine qualifizierte Berufsausbildung aufnimmt. Hat er durch eine langjährige, einschlägige Berufserfahrung (ggf. auch im Ausland) bereits eine entsprechende Berufsqualifikation erworben, so stellt sich die Aufnahme einer Berufsausbildung als rechtsmissbräuchlich dar.

Für geduldete Personen, also für diejenigen Fälle, in denen die Abschiebung aus gesetzlich geregelten Gründen vorübergehend ausgesetzt ist, besteht die Möglichkeit einer Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis für eine Beschäftigung. Dazu ist das Vorliegen von bestimmten Voraussetzungen, z.B. ausreichender Wohnraum, ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache, keine vorsätzliche Täuschung über aufenthaltsrechtlich relevante Umstände, keine Hinauszögerung oder Behinderung von Maßnahmen zur Aufenthaltsbeendigung, keine Bezüge zur extremistischen oder terroristischen Organisationen, keine Verurteilung wegen einer vorsätzlich begangenen Straftat mit einem Strafmaß über 50 Tagessätze erforderlich. Die aufgenommene Beschäftigung muss der in der Berufsausbildung erworbenen Qualifikation entsprechen.

Ferienpark in Mirow erweitert

Mirow – Die Ferienpark Mirow GmbH im Ortsteil Granzow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) will ihr Gästeangebot um einen Indoorspielplatz erweitern. „Mit der geplanten Erweiterung wird die Anlage vor allem für Familien noch attraktiver. Der neue Spielpark schafft ein zusätzliches wetterunabhängiges und saisonverlängerndes Angebot. Mit dem Vorhaben werden 51 Arbeitsplätze gesichert und mindestens drei neue Jobs geschaffen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die „All-Season-Parks-Indoorspielwelt“ soll in einer neu errichteten Halle mit rund 950 Quadratmetern Fläche direkt am Ufer des Sees „Granzower Möschen“ entstehen. Ausgestattet wird das Freizeitangebot mit einem Klettergerüst mit mehrstöckigem Kletterlabyrinth und zahlreichen Spielelementen wie beispielsweise Rutschen, Brücken und Ballbecken. Zudem sind eine Trampolinanlage und ein gesonderter Aufenthaltsbereich für Kinder bis drei Jahre vorgesehen. Ergänzt wird der Neubau durch einen Gastronomiebereich. „Die Erweiterung im Ferienpark Mirow stärkt den Tourismus in der Region. Wir brauchen auch im Binnenland noch mehr Angebote um das ganze Jahr über attraktiv für Gäste zu sein. Das Wirtschaftsministerium wird auch weiter unterstützen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe weiter. Nach Angaben des Betreibers kommen die Gäste des Ferienparks aus ganz Deutschland – unter anderem 24 Prozent aus Sachsen, 16 Prozent aus dem Großraum Berlin, 13 Prozent aus Mecklenburg-Vorpommern und zehn Prozent aus Niedersachsen.

Die Gesamtinvestitionen der Baumaßnahme betragen rund 1,6 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 380.000 Euro.

Das Unternehmen betreibt den Ferienpark in Mirow mit 212 Ferienhäusern und das Aparthotel Seepanorama mit 47 Appartements mit insgesamt 1.230 Betten. Dazu gehört in Rechlin der Ferienpark Müritz mit 168 Ferienhäusern und -appartements mit rund 800 Betten. Im Jahr 2017 gab es an diesen Standorten 38.060 Gästeankünfte mit 185.556 Übernachtungen.

Im Reisegebiet Mecklenburgische Schweiz/Seenplatte gab es nach Angaben des Statistischen Amtes von Januar bis Mai dieses Jahres rund 390.000 touristische Ankünfte und mehr als 1,2 Millionen Übernachtungen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum mehr als 2,4 Millionen Ankünfte und rund 8,4 Millionen Übernachtungen.

Games-Charts: „No Man’s Sky” und „Go Vacation” ziehen noch immer

Alte Spiele in neuem Gewand – das gilt in den offiziellen deutschen Games-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, gleich mehrfach. Während der Weltraumkracher „No Man’s Sky“ (Original-VÖ 2016 für PS4) vor „Jurassic World Evolution“ die Spitze der Xbox One-Hitliste übernimmt, reiht sich die Spielesammlung „Go Vacation“ (Original-VÖ 2011 für Wii) hinter „Mario Kart 8 Deluxe“ auf Platz zwei des Nintendo Switch-Rankings ein. Der 2014er-Survival-Bestseller „The Last Of Us Remastered“ schließlich erobert dank Zweitvermarktung von AK Tronic die PS4-Bronzemedaille hinter „Jurassic World Evolution“ und „The Crew 2“.

Zwar erbeutet die Minispiele-Zusammenstellung „WarioWare Gold“ kein Edelmetall, aber immerhin Rang sechs der 3DS-Tabelle. Das Ruder fest in der Hand hält weiterhin „Captain Toad: Treasure Tracker“. Bei den Wii-Titeln tauschen „Mario Party 9 Selects“ (jetzt auf eins) und „Mario Kart Wii Selects“ (jetzt auf zwei) wieder mal die Führung.

Wimmelbild-Adventures von astragon Entertainment sind in den PC Games-Charts ein gewohnter Anblick. Doch in dieser Woche lohnt es sich, genauer hinzuschauen, denn „Dark Parables: Der Dieb und das Feuerzeug“ leuchtet neu an zweiter Stelle. Nur „Die Sims 4“ stellt sich dem Langfinger in den Weg. Auf PS3 und Xbox 360 überzeugen abermals „FIFA 17“ bzw. „Minecraft“.