Projekt „perspektywa – vom Grenzraum zu Begegnungsraum“ wird gefördert

Löcknitz – Die Bevollmächtigte Mecklenburg-Vorpommerns beim Bund, Staatssekretärin Bettina Martin, besuchte zusammen mit dem Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann und dem Chef der Staatskanzlei Brandenburg Martin Gorholt Projektträger der deutsch-polnischen Zusammenarbeit in Löcknitz.

Die Entwicklung der deutsch-polnischen Grenzregion sowie der Metropolregion Stettin waren Thema der Bereisung. Gemeinsam besuchten sie die deutsch-polnische Kindertagesstätte Randowspatzen sowie das Projekt „perspektywa“, das den kulturellen und sprachlichen Austausch zwischen Deutschen und Polen auf beiden Seiten der Landesgrenzen fördert. Bei dem Besuch übergab Dahlemann einen Zuwendungsbescheid aus dem Vorpommern-Fonds in Höhe von 31.000 Euro an die Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie MV für das Projekt „perspektywa – vom Grenzraum zum Begegnungsraum“.

Dahlemann: „Unter Beteiligung der Ämter Löcknitz-Penkun im Landkreis Vorpommern-Greifswald und Garz an der Oder im brandenburgischen Landkreis Uckermark ist dieses wunderbare Projekt entstanden, das ganz darauf abzielt, das Zusammenleben in der Grenzregion und im Stettiner Umland zum beiderseitigen Vorteil voranzubringen. Vor allem ist es wichtig, dass sich deutsche und polnische Bürgerinnen und Bürger begegnen, ihre Geschichten austauschen, Lösungen für Probleme finden und natürlich auch zusammen etwas unternehmen. Nur so kann es gelingen, dass wir enger zusammenrücken. Das Projekt „perspektywa“ leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Darum fördern wir es mit Mitteln aus dem Vorpommern-Fonds.“

Staatssekretärin Martin: „Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit unserer Partnerregion Westpommern ist über die Jahre gut gewachsen. Wir wollen sie gemeinsam mit viel Herzblut weiterentwickeln. Besonders beeindruckt mich das große Engagement der Menschen, die hier in der Grenzregion leben und arbeiten. Gerade die Entwicklung eines zweisprachigen Kultur- und Lebensraums ist dabei sehr wichtig – denn eine Voraussetzung für eine gute Nachbarschaft und für eine weltoffene Gesellschaft ist, dass man miteinander ins Gespräch kommen kann. Gut, dass hier schon bei den ganz Kleinen in der Kita begonnen wird.“

Staatssekretär Gorholt sagte: „Die Grenzregion wächst zusammen. Hier wird Europa ganz praktisch gelebt – und das ist gut so. Sowohl Vorpommern als auch die brandenburgische Uckermark und der Barnim haben enge Verbindungen zur polnischen Metropole Szczecin, die wir pflegen und ausbauen. Bereits heute leben viele Polinnen und Polen aus dem Großraum Stettin im nordöstlichen Brandenburg. Sie haben Häuser gebaut, ihre Kinder gehen in unsere Kitas und Schulen und damit tragen sie dazu bei, dass diese Regionen gestärkt werden.“

Im weiteren Tagesverlauf besuchten die Staatssekretäre die Kita „Randowspatzen“, wo sie sich über das Projekt Nachbarspracherwerb informierten. „Wichtigste Grundlage für ein Zusammenwachsen der Metropolregion Stettin ist die Sprache. Polnisch in Kitas, Grund- und weiterführenden Schulen ist dabei ein richtiger Ansatz, den wir als Land unterstützen“, so Dahlemann.

Meyer fordert verlässliche Rahmenbedingungen für Windkraft

Rostock – Der Chef der Staatskanzlei des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Staatssekretär Reinhard Meyer hat heute die Messe Rostock Wind eröffnet.

„Ich freue mich, dabei zu sein, wenn sich eine der wichtigsten Industriebranchen unseres Landes trifft. Die erneuerbaren Energien haben sich in den letzten beiden Jahrzehnten zu einem neuen, dynamischen Wirtschaftszweig entwickelt. Mit erfolgreichen Unternehmen, deren Produkte weltweit gefragt sind. Und mit zukunftsfähigen Arbeitsplätzen“, lobte Meyer. Landesweit seien durch den Ausbau der erneuerbaren Energien 15.000 Arbeitsplätze entstanden, allein die Hälfte durch die Windenergie.

„Die Windenergiebranche hat strategische Bedeutung für die gesamte Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern: Für Handwerksbetriebe und Dienstleister, die Anlagen bauen oder warten. Und auch für unsere Häfen als Produktionsstandorte, als Basisplätze für den Bau von Windparks auf See oder als Umschlagplatz für den Verkauf von Anlagen und Anlageteilen in alle Welt“, betonte Meyer.

Aktuell stehe die Windenergiebranche vor Herausforderungen. „Wir wollen als Landesregierung dazu beitragen, dass sich die Branche gut entwickelt und dass die Arbeitsplätze gesichert werden“, betonte Meyer. „Deshalb halten wir an den Zielen des Landesenergiekonzepts von 2015 fest. Wir wollen die Windkraft auf See und an Land weiter voranbringen. Und wir wollen ein Windenergie-Cluster MV als Plattform für Markterschließung und Ansiedlung weiterer Unternehmen aufbauen.“

Auch auf Bundesebene werde sich die Landesregierung weiter für einen verlässlichen Ausbau der Windenergie einsetzen. „Das gilt onshore wie offshore. Wir brauchen faire Ausschreibungs- und Wettbewerbsbedingungen. Wir benötigen eine stärkere Förderung von Innovationen insbesondere bei Sektorenkopplung und Speichertechnologien. Vor allem aber darf es jetzt keinen Stillstand mehr bei der Umsetzung des Koalitionsvertrages geben. Es muss Klarheit herrschen, welche Volumen in den kommenden Jahren ausgeschrieben werden, damit Unternehmen sicher planen können“, so Meyer.

Radweg zwischen Mallin und Wulkenzin wird freigegeben

Wulkenzin – Infrastrukturminister Christian Pegel wird am Montag (13.08.2018) mit Vertretern des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte sowie der Gemeinden und Ämter den Radweg zwischen Mallin und Wulkenzin freigeben.

Im Anschluss übergibt er vier Zuwendungsbescheide für kommunale Straßenbauprojekte im Landkreis in Höhe von insgesamt rund 1,9 Millionen Euro an Heiko Kärger, Landrat des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte.

Der Radweg wurde auf einer Länge von knapp 1,5 Kilometern auf einem ehemaligen Bahndamm in Sichtweite der B 192 angelegt und schließt in Mallin an den bereits vorhandenen Radweg auf dem Bahndamm an.

Der nun freigegebene Radweg schließt die letzte Lücke der Radwegverbindung zwischen Penzlin und Neubrandenburg und dient insbesondere der Erhöhung der Verkehrssicherheit: Entlang der B 192 zwischen Mallin und Wulkenzin bestand für Radfahrer aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens von täglich knapp 7.000 Fahrzeugen bisher ein erhebliches Risiko.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf ca. 268.000 Euro. Vom Land erhielt der Landkreis für das Projekt Fördermittel in Höhe von rund 181.000 Euro aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE). Diese dienen der Förderung von kommunalen Radwegprojekten gemäß der Kommunalen Radbaurichtlinie.

Im Anschluss an die Freigabe des Radwegs wird Infrastrukturminister Christian Pegel vier Zuwendungsbescheide für kommunale Straßenbauprojekte im Landkreis in Höhe von insgesamt rund 1,9 Millionen Euro an den Landrat des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, Heiko Kärger, übergeben. Mit den Fördermitteln plant der Landkreis unter anderem die Erneuerung der Kreisstraße 86 zwischen Blankensee und Warbende, den grundhaften Ausbau der Kreisstraße 69 zwischen Mölln und Klein Helle – inklusive der Brücke über den Lühmbach – sowie den Ersatzneubau der Brücke über die Gleise der Deutschen Bahn bei Lütgendorf.

Minister Pegel gibt Radweg bei Neubrandenburg frei

Neubrandenburg – In einem feierlichen Akt wird Infrastrukturminister Christian Pegel mit Heiko Kärger, Landrat Mecklenburgische Seenplatte, und Silvio Witt, Bürgermeister der Stadt Neubrandenburg, am Montag (13.08.2018) den ersten Abschnitt des neuen straßenbegleitenden Radwegs an der Kreisstraße MSE 35 zwischen Neubrandenburg und Burg Stargard freigeben.

Auf einer Länge von 825 Metern wurde der Radweg in einer Breite von 2,5 Metern in Asphaltbauweise gebaut. Er schließt in Neubrandenburg an das städtische Rad- und Gehwegsystem an.

Mit dem neuen Radweg wurde der erste Abschnitt der Radwegverbindung zwischen Neubrandenburg und Burg Stargard verwirklicht. Ziel ist eine deutliche höhere Verkehrssicherheit: Entlang der Kreisstraße bestand für Radfahrer aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und der unübersichtlichen Streckenführung bisher ein erhebliches Risiko.

Vom Land erhielt der Landkreis für das Projekt Fördermittel in Höhe von rund 135.000 Euro aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE). Diese dienen der Förderung von kommunalen Radwegprojekten gemäß der Kommunalen Radbaurichtlinie.

5. Krebsinformationstag in Schwerin

Schwerin – „Ernährung bei Krebserkrankungen“ ist das zentrale Thema des 5. Krebsinformationstages, der am Sonnabend, den 25. August 2018, in Schwerin stattfindet. An der Veranstaltung können Ärzte, medizinisches Personal, Erkrankte, Angehörige und Interessierte kostenfrei teilnehmen.

„Der Krebsinformationstag stellt praxisnahe Informationen und aktuelle Erkenntnisse rund um das Thema Krebs vor. Das ist ein wichtiges Forum, um ein umfassendes Bild zur Bedeutung der Ernährung bei Krebserkrankungen zu erhalten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe im Vorfeld. Die Veranstaltung wird von der Krebsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V. organisiert.

Auf dem Programm stehen unter anderem Vorträge über den „Sinn und Unsinn von Krebsdiäten“ sowie Vorträge zu gesicherten Erkenntnissen über die Zusammenhänge von Krebs und Ernährung. Ein weiteres Thema auf der Tagung werden die zukünftigen Möglichkeiten einer personalisierten onkologischen Behandlung sowohl mittels medikamentöser als auch chirurgischer Therapieverfahren sein. Die robotergestützte Radiochirurgie stellt nach Angaben der Krebsgesellschaft ein aktuelles etabliertes strahlentherapeutisches Verfahren dar. Die neusten Daten zu Behandlungsergebnissen bei Einsatz der Radiochirurgie und zu Einsatzmöglichkeiten werden auf dem Krebsinformationstag weitergegeben.

„Jede Krebserkrankung hat einen eigenen Verlauf, deshalb müssen auch die Therapien so weit wie möglich individualisiert sein. Zu Möglichkeiten und Zukunftsperspektiven der Behandlungsmöglichkeiten erhalten Sie Informationen aus erster Hand, beispielsweise von Spezialisten der Universitätsmedizin in Rostock und Greifswald“, sagte Glawe.

Der Krebsinformationstag findet von 09:30 bis 15:00 Uhr im Campus am Ziegelsee (Ziegelseestraße 1, 19055 Schwerin) statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um eine Anmeldung wird gebeten.

Mahnwache in Schönberg

Integrationsbeauftragte nahm an Mahnwache in Schönberg teil
Kaselitz: Wir setzen ein Zeichen gegen die Fremdenfeindlichkeit – Mecklenburg-Vorpommern ist weltoffen und tolerant

Schönberg – Die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Dagmar Kaselitz, besuchte am 9. August den Unfallort in Schönberg (Landkreis Nordwestmecklenburg) an dem im Juni ein syrischer Junge bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben kam. Nach Hakenkreuz-Schmierereien auf einem Gehweg unweit der Unfallstelle wurde nun eine Mahnwache initiiert, an der auch Kaselitz teilnahm.

Die Integrationsbeauftragte erklärte bei der Zusammenkunft: „Es ist entsetzlich, miterleben zu müssen, wie der Kummer einer syrischen Familie durch widerliche Schmierereien für eine fremdenfeindliche Aktion missbraucht wird. Wer zu solch einer Tat fähig ist, zeigt seine rechtsextreme Gesinnung und rassistische Einstellung. Ich verurteile dieses Verhalten auf das Schärfste. Für dieses unmenschliche Verhalten müssen die Personen, die diese Tat begangen haben, zur Verantwortung gezogen werden.

An uns ist es, als Zivilgesellschaft und politisch Verantwortliche nicht wegzuschauen, öffentlich Gesicht zu zeigen und gemeinsam solchen Taten entgegenzutreten. Mit der heutigen Mahnwache werden wir aktiv. Wir setzen ein Zeichen für Offenheit, Toleranz, gegenseitiges Vertrauen und Anteilnahme. Ich danke der Stadt Schönberg, insbesondere ihrem Bürgermeister Lutz Götze, die Raum gibt für das Gedenken. Mein Dank gilt den Menschen, die sich in dieser schweren Zeit liebevoll um die Familie kümmern. Besonders sei hier die „Flüchtlingshilfe bleib Mensch im Flüchtlingsrat MV e.V.“ genannt.“

28. Hanse Sail in Rostock eröffnet

Rostock – „2018 ist für Rostock ein besonderes Jahr. Wir haben den 800. Geburtstag der Hansestadt gefeiert, den Mecklenburg-Vorpommern-Tag und den Internationalen Hansetag gleich mit. Nun folgt mit der Hanse Sail, einem der größten Feste in Norddeutschland, das nächste Ereignis. Ich bin immer wieder gern bei der Hanse Sail und freue mich, die 28. Veranstaltung eröffnen zu können“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Donnerstag im Rostocker Stadthafen.

Hanse Sail Rostock …… Photo by Geres

170 Traditionssegler und Museumsschiffe werden mit dabei sein. „Ich hoffe, dass Einheimische und Gäste die vielen Möglichkeiten zum Mitsegeln nutzen und sich von der Anziehungskraft der Ostsee beeindrucken lassen. Mecklenburg-Vorpommern ist ein schönes Urlaubsland – mit faszinierender Natur und einem Paradies für Wassersportler und Kreuzfahrer.“ Mit den verschiedenen Bühnenprogrammen und der Bummelmeile werde den Besucherinnen der Sail ebenfalls jede Menge geboten. „Seien Sie dabei, feiern Sie mit und genießen sie die Gastfreundschaft der Rostockerinnen und Rostocker.“

Doppelhaushalt 2018/2019 der Hanse- und Universitätsstadt Rostock genehmigt

Rostock – Das Ministerium für Inneres und Europa hat den Doppelhaushalt 2018/2019 der Hanse- und Universitätsstadt Rostock genehmigt. Damit kann die größte Stadt des Landes in Kürze im Haushaltsplan veranschlagte Zuweisungen an Vereine bewilligen und auszahlen, aber auch den Startschuss für neu geplante Investitionen geben.

Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock wird nach 17 Jahren mit Haushaltsdefiziten voraussichtlich Ende 2018/Anfang 2019 mit finanzieller Unterstützung des Landes den vollständigen Haushaltsausgleich erreichen. Aufgrund dieser deutlich verbesserten Haushaltslage konnte das Ministerium vollständige Genehmigungen erteilen. Diese umfassen nunmehr auch Investitionen, die sich die Stadt vor wenigen Jahren noch nicht leisten konnte, wie zum Beispiel die umfängliche Sanierung des Matrosendenkmals am Rostocker Stadthafen oder die Neugestaltung des Werftbeckens in Warnemünde.

Innenminister Lorenz Caffier lobt die Hanse- und Universitätsstadt Rostock für ihre positive finanzielle Entwicklung. „Das Beispiel Rostock kann viele Kommunen mit Haushaltsdefiziten motivieren, ihre Haushaltskonsolidierung weiter zu forcieren, es zeigt, dass es zu schaffen ist“, so Caffier und weiter: „Mit Blick auf die großen Pläne der Stadt wie z.B. die BUGA 2025 mit der Umgestaltung des Stadthafens, den Theaterneubau oder den Neubau von Eis- und Schwimmhalle, appelliere ich allerdings auch an die Rostocker, den Haushaltsausgleich künftig nicht wieder zu gefährden.“