Backhaus: Bestätigung durch EU-Kommission stärkt Zooarbeit

Berlin – Das diesjährige Treffen des Ministers für Landwirtschaft und Umwelt, Dr. Till Backhaus, mit Vertretern des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ) sowie des Landeszooverbandes Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin stand zunächst ganz im Zeichen der Entscheidung der EU-Kommission, die sogenannte europäische Zoorichtlinie nach zweijähriger Überprüfung unverändert beizubehalten. „Es freut mich sehr, dass die EU-Kommission mit ihrer Entscheidung die wichtige Rolle bekräftigt hat, die unsere Zoos in puncto Artenschutz, Bildung und Tierhaltung übernehmen“, zeigte sich der Minister zufrieden. Diese Anerkennung sei eine wertvolle Bestätigung für die Arbeit der zoologischen Gärten.

Ein weiteres Thema des Treffens war erneut der Umgang mit sogenannten Invasivarten in Zoos. Mit der am 01.01.2015 in Kraft getretenen EU-Verordnung Nr. 1143/2014 über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten soll die einheimische Biodiversität vor gebietsfremden Arten schützen. Darin ist unter anderem geregelt, dass einige gebietsfremde Tierarten auch in Zoos nicht mehr gehalten und gezüchtet werden dürfen. Dies betrifft unter anderem Waschbären und Chinesische Muntjaks.

„Wir teilen die Auffassung, dass unsere zoologischen Gärten auch diese invasiven Arten weiterhin halten können sollten“, bekräftigte Backhaus und unterstrich damit seine kritische Haltung zu den dahingehenden Restriktionen der EU. „Deshalb sind wir bestrebt, den Tierparks und zoologischen Gärten in Mecklenburg-Vorpommern nach intensiver Prüfung aller notwendigen Voraussetzungen entsprechende Ausnahmegenehmigungen zu erteilen“, sicherte Backhaus zu. So müssten diese Zoos die Haltung der betroffenen Arten nicht auslaufen lassen.

Der Geschäftsführer des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ), Volkes Homes, begrüßte diese Zusage. Mit den in Aussicht gestellten Genehmigungen könne der gerade in der heutigen Zeit wichtige Bildungsauftrag nunmehr weiterhin erfüllt werden. „Wir freuen uns sehr, dass Herr Minister Backhaus von unserer Arbeit überzeugt ist“, sagte Homes. Er baue nunmehr darauf, dass auch andere Bundesländer dem Beispiel Mecklenburg-Vorpommerns folgen.

Der Vorsitzende des Landeszooverbands Mecklenburg-Vorpommern, Udo Nagel, ergänzte: „Die Entscheidung unseres Ministeriums erleichtert uns sehr. Wir sehen hierin auch einen Auftrag an die Zoos, den Themenkomplex invasive Arten zukünftig noch deutlicher herauszuheben.“

Prof. Petra Maier offiziell Rektorin der Hochschule Stralsund

Ministerin Hesse: Wünsche Energie und Freude für dieses schöne Amt am schönen Sund

Stralsund – Wissenschaftsministerin Birgit Hesse hat der neuen Rektorin der Hochschule Stralsund, Prof. Dr.-Ing. Petra Maier, weiterhin viel Glück und Erfolg bei ihren Aufgaben gewünscht. Mit dem Neujahrsempfang am Dienstag, 22. Januar 2019, hatte die Hochschule für angewandte Wissenschaften gleichzeitig zur feierlichen Amtseinführung der Rektorin geladen. Mit Prof. Maier steht erstmals eine Frau an der Spitze der Hochschule Stralsund. Prof. Maier nimmt ihr Amt bereits seit rund vier Monaten wahr.

„Neujahrsempfang und feierliche Amtseinführung passen wunderbar zusammen, weil sie für Aufbruch, frischen Wind und Tatendrang stehen“, sagte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Genau dies trifft auch Prof. Petra Maier zu. Sie hat eine Hochschule übernommen, die sich in den vergangenen drei Jahrzehnten stark profiliert und stetig weiterentwickelt hat. Das gilt für ihre Studiengänge und ihre Forschungsprojekte gleichermaßen. Prof. Maier hat selbst zehn Jahre daran mitgebaut: als Lehrstuhlinhaberin für Werkstoff- und Fertigungstechnik, später als Prorektorin für Forschung und Entwicklung“, lobte Hesse.

In ihrem Grußwort ging die Ministerin auch auf das Angebot an Bachelor- und Masterstudiengängen in Stralsund ein. „An der Hochschule Stralsund stehen Zukunftsfelder im Mittelpunkt. Sie verheißen den Studierenden ein perspektivreiches Berufsleben und den zahlreichen Partnern in der Wirtschaft einen Fortschritt durch ‚Applied Sciences‛. Die Hochschule Stralsund ist ein entscheidender Impulsgeber für die wirtschaftliche Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern und erst recht in ihrer Region. Ich wünsche Prof. Maier die Energie, die Freude, offene Augen und Ohren, die sie für dieses schöne Amt am schönen Sund braucht“, so Hesse.

Anja Hamann wird neue Leiterin der Wasserschutzpolizei MV

Innenminister Caffier: Vollblutpolizistin übernimmt das Steuerrad auf der Brücke

Schwerin – Die bisherige Leiterin des Führungsstabes und stellvertretende Behördenleiterin im Polizeipräsidium Rostock wird die neue Direktorin des Landeswasserschutzpolizeiamtes der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern. Die Personalentscheidung wurde heute im Kabinett der Landesregierung bestätigt. Die Leitende Kriminaldirektorin Hamann folgt damit Herrn Peter Mainka, der Ende letzten Jahres von Innenminister Lorenz Caffier in das Amt des Polizeipräsidenten in Rostock eingeführt wurde.

„Mit Anja Hamann übernimmt eine Vollblutpolizistin das Steuerrad auf der Brücke, die sich mit Fleiß, Leidenschaft und Wissen über die Jahre nach oben gearbeitet und einen Namen in der Landespolizei gemacht hat“, lobt Innenminister Lorenz Caffier die neue Chefin der Wasserschutzpolizei. „ Die Aufgaben der Wasserschutzpolizei unterscheiden sich in vielen Bereichen von denen der Kollegen auf dem Land, aber ich bin mir sicher, dass wir hier eine Führungsperson an der Spitze haben, die weiß, wie man die Sachen zielorientiert angeht.“

„Mich freut die Entscheidung auch deshalb ganz besonders, weil Frau Hamann die erste Behördenleiterin der Landespolizei seit Umsetzung der Polizeistrukturreform ist“, sagt Innenminister Lorenz Caffier und ergänzt: „In Sachen Frauen in Führungspositionen sind wir in der Landespolizei auf einem guten Weg. Zudem zeigt die Ernennung von Frau Hamann anderen Frauen, die sich für eine Karriere in der Landespolizei interessieren, welche Perspektiven ihnen hier offen stehen.“

Anja Hamann wurde 1965 in Schleswig geboren. Ihre berufliche Laufbahn bei der Polizei begann 1985 im Land Schleswig-Holstein. Seit 1992 ist sie Angehörige der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern. Frau Hamann war während ihrer Zeit im Land bereits in verschiedenen Bereichen eingesetzt, vor ihrer Zeit als Leiterin des Führungsstabes im Polizeipräsidium Rostock u. a. im Landeskriminalamt und als Leiterin der Kriminalpolizeiinspektion Rostock sowie als Leiterin des Fachbereichs Polizei an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege.

Der Zuständigkeitsbereich des Landeswasserschutzpolizeiamtes Mecklenburg-Vorpommern (LWSPA MV) umfasst gesamt 7.634 km2 Küstenmeer und 1.271 km2 Binnengewässerflächen. Ihm sind organisatorisch Wasserschutzpolizeiinspektionen und -stationen nachgeordnet.

Landesregierung legt Konzept zur Ehrenamtskarte vor

Drese: Engagement der Bürgerinnen und Bürger soll unbürokratisch geehrt werden

Schwerin – Sozialministerin Stefanie Drese hat im Rahmen der Landespressekonferenz das Konzept der Landesregierung zur Einführung einer landesweiten Ehrenamtskarte vorgestellt. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement, Jan Holze, informierte sie über die geplanten Voraussetzungen zum Erhalt der Ehrenamtskarte und über die zentralen Aufgaben in der Umsetzung. Das Papier wird nun an den Landtag weitergeleitet.

Drese: „Im Bereich des freiwilligen Engagements ist Mecklenburg-Vorpommern führend unter den neuen Bundesländern. Rund 43 Prozent unserer Bevölkerung engagieren sich bürgerschaftlich. Diesen für den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft so wichtigen Einsatz möchten wir mit einer landesweiten Anerkennung zusätzlich würdigen.“

Ministerin Drese betonte, dass es ihr neben der Gewinnung vieler Sponsoren und Akzeptanzstellen auch auf eine schlanke Verwaltung und wenig Bürokratie ankomme. „Die Akteure vor Ort können sehr gut einschätzen, wer anhand der erarbeiteten Kriterien eine Ehrenamtskarte verdient hat. Deshalb wird über die Vereine, Institutionen, Kommunen und anderen Körperschaften des öffentlichen Rechts eine einfache, unkomplizierte Antragsstellung erfolgen“, so Drese.

Zu den Voraussetzungen zählen u.a. 250 Stunden im Jahr als zeitlicher Mindestaufwand bei einer Mindestdauer des ehrenamtlichen Engagements von drei Jahren (bei Jugendlichen ein Jahr). Junge Ehrenamtler ab 14 Jahren können ebenso eine Ehrenamtskarte erhalten.

Der Geschäftsführer der Ehrenamtsstiftung, Jan Holze: „Die Ehrenamtskarte ist eine wichtige Form der Anerkennung und Würdigung der Verdienste ehrenamtlich bzw. bürgerschaftlich Engagierter. Maßnahmen zur Anerkennung von Engagement sind satzungsgemäß Aufgabe der Ehrenamtsstiftung. Daher werden wir die Umsetzung des Konzeptes auch gern unterstützen.“ Und weiter: „Die Ehrenamtskarte wird nur Akzeptanz finden, wenn die Kriterien gerecht und nachvollziehbar sind. Das ist mit dem vorliegenden Konzept, an dem viele Ehrenamtliche mitgewirkt haben, gelungen,“ so Holze.

„Wir haben bei der Konzepterstellung von Anfang an auf breite Beteiligung gesetzt. So haben wir gemeinsam mit der Ehrenamtsstiftung vier Bürgerforen in Stralsund, Neubrandenburg, Schwerin und Bad Doberan durchgeführt, die wertvolle Erkenntnisse gebracht haben“, betonte Drese.

Als Hautpakteure in der Umsetzung des Konzeptes sieht die Ministerin die Ehrenamtsstiftung als Koordinatorin sowie die MitMachZentralen als Ansprechpartner vor Ort. So soll u.a. die Werbung von regionalen Sponsoren gerade aus der Wirtschaft dezentral über die MitMachZentralen durchgeführt werden. „Mit diesem Vorgehen erhalten die MitMachZentralen neben der Vernetzung und Beratung von Ehrenamtlern eine weitere, zukunftsfeste Aufgabe,“ so die Ministerin. Dazu solle das Modell der MitMachZentralen mit einer verbesserten finanziellen Ausstattung gemeinsam mit den Landkreisen weiterentwickelt und gestärkt werden.

Land unterstützt 16 Stadtentwicklungsprojekte mit EU-Fördermitteln

Schwerin – Im vergangenen August hat das Bauministerium den dritten Projektaufruf zur Bereitstellung von Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für die integrierte nachhaltige Stadtentwicklung gestartet. Nun stehen die 13 Kommunen fest, die Fördermittel in Höhe von mehr als 30 Millionen Euro für die Umsetzung von insgesamt 16 Maßnahmen erhalten.

Davon sind ca. 29 Millionen Euro für Projekte zur Verbesserung der städtischen Infrastruktur mit Blick auf die Integration in Bildung, Arbeit und Gesellschaft vorgesehen. „Rund 25 Millionen Euro haben wir für den Neubau, die Sanierung und die Erweiterung von Schulen in unserem Land sowie deren Anlagen vorgesehen“, sagt Landesbauminister Christian Pegel und betont: „Im Zentrum der Förderung steht dabei auch die barrierefreie Gestaltung der Bildungseinrichtungen.“ In das Programm aufgenommen wurden unter anderem der Neubau der Regionalschule „Johann Wolfgang von Goethe“ in Parchim, der Ausbau der Sporthalle und der Außenanlagen am Bildungscampus „Ribnitz West“ in Ribnitz-Damgarten sowie die Sanierung und Erweiterung der Schulsporthalle in Rostock, Kopenhagener Straße.

Rund 2,4 Millionen Euro stellt das Bauministerium für umweltrelevante Verkehrsinfrastrukturprojekte zur Verfügung. „Die Projekte in Neubrandenburg und Wolgast sollen stark frequentierte Wege in den Städten nachhaltig verbessern und verkürzen. Beide Maßnahmen tragen damit insbesondere zur Verringerung von Luftschadstoffemissionen sowie Lärm bei“, so Minister Pegel weiter. Die übrigen Mittel dienen unter anderem der Aufwertung des Palaisgartens in Bad Doberan sowie dem Anlegen eines Stadtparks zwischen dem Vielbecker See und dem Ploggensee in Grevesmühlen.

„Dank der zahlreichen Anträge seitens der Kommunen konnten wir die Projektauswahl auch in der dritten Runde des Programms so vielfältig gestalten, dass ein Großteil der Bürgerinnen und Bürger in den geförderten Kommunen von den Projekten profitieren kann“, resümiert Christian Pegel. Nun seien die Kommunen am Zug, die Projekte schnellstmöglich vorzubereiten und umzusetzen, damit diese bis zum Ende der Förderperiode abgerechnet werden können.

Ziel des EFRE-Förderprogramms ist es, die dauerhafte Nutzung des Kulturerbes, die städtische Umweltqualität und die Möglichkeit zur Integration in Bildung, Arbeit und Gesellschaft in den 23 Mittel- und Oberzentren des Landes zu verbessern. Dafür stehen dem Land von 2014 bis 2020 insgesamt rund 210 Millionen Euro zur Verfügung.

Schulen stellen sich auf Digitalisierung ein

Ministerin Hesse: Regionalkonferenzen sind ein wichtiges Forum, um sich auszutauschen

Schwerin – Das Bildungsministerium hat seine Regionalkonferenzen zur Digitalisierung in der Schule mit einer Veranstaltung im Schulamtsbereich Schwerin fortgesetzt. Am Vormittag sind rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Aula des Goethe-Gymnasiums zusammengekommen, um sich über die anstehenden Aufgaben bei der Digitalisierung im Schulbereich auszutauschen. Am Mittwoch, 23. Januar 2019, ist eine weitere Regionalkonferenz für freie Schulen in Schwerin vorgesehen, am Donnerstag, 24. Januar 2019, findet ein Treffen in Neubrandenburg statt.

„Der DigitalPakt soll dazu beitragen, dass unsere Schulen ihre technische Ausstattung verbessern können“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Wir nutzen die Zeit, in der darüber verhandelt wird, wie die Bundesmittel an die Länder fließen, und bereiten uns weiter auf die Umsetzung vor. Die Vermittlung von digitalen Kompetenzen kann nur gelingen, wenn Schulen, Schulträger, kommunale IT-Dienstleister und Schulbehörden zusammenarbeiten. Die Regionalkonferenzen sind ein wichtiges Forum, um sich auszutauschen und offene Fragen zu klären. Ich freue mich, dass mit 220 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Güstrow und mit rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Greifswald die ersten beiden Regionalkonferenzen auf großes Interesse gestoßen sind“, so Hesse.

Die Schulen entwickeln sogenannte Medienbildungskonzepte, die die Ziele der Schul- und Unterrichtsentwicklung für eine Bildung in der digitalen Welt beschreiben und die Umsetzung in einer Schule festlegen. Medienbildungskonzepte sollen Teil des Schulprogramms sein. Schulträger hingegen stellen Medienentwicklungspläne auf, die über die technische Ausstattung, die Finanzierung und die Fortbildungen für eine technische Einweisung Auskunft geben. Medienbildungskonzepte und Medienentwicklungspläne sind die Voraussetzung, damit Schulen und Schulträger Fördermittel aus dem DigitalPakt Schule erhalten können.

Stadt Franzburg erhält Zuwendungsbescheid für Sporthalle

Franzburg – Die Stadt Franzburg (Landkreis Vorpommern-Rügen) erhält vom Bauministerium eine Zuwendung in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro für den Ersatzneubau einer Einfeld-Sporthalle an der „Martha Müller-Grählert“-Schule. Die Mittel kommen aus dem Kommunalinvestitionsförderungsprogramm im Bereich Städtebau. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 2,2 Millionen Euro.

Nach erfolgter Sanierung der Regionalschule mit Grundschulanteil beabsichtigt die Stadt die Schulsporthalle zu erneuern, um die öffentliche Daseinsvorsorge für den schulpädagogischen Bereich zu sichern und zu stärken. Nach dem Abbruch der nicht sanierungswürdigen Turnhalle soll auf dem Schulgelände eine neue Einfeld-Sporthalle mit den Außenmaßen von ca. 32 Meter mal 15 Meter, einem flach geneigten Satteldach und im Dachfirst liegender Lichtbandkuppel errichtet werden. An den Längsseiten der Halle erschließen sich tiefergelegene Anbauten mit einem Pultdach. Eine Anbauseite ist für Geräteräume vorgesehen, die breitere Seite für die zweireihige Tribüne für den Zuschauerbereich mit etwa 46 Sitzplätzen. Hinter der Tribüne entstehen Umkleide- und Sanitärräume sowie ein Vereinsraum.

Die Sporthalle soll vorrangig für den Schulsport genutzt werden, aber auch für den Breitensport und kleinere Turniere. Voraussichtlich im April dieses Jahres sollen die Arbeiten beginnen und im Sommer 2020 abgeschlossen sein.

Mecklenburg-Vorpommerns historische Schätze mit dem Pferd erleben

Schwerin – Der Verein der Schlösser, Guts- und Herrenhäuser Mecklenburg Vorpommern e.V. engagiert sich verstärkt beim Thema Pferdetourismus und bringt die Akteure der Region zusammen. Mit über 2.000 Gutsanlagen verfügt das Land über ein Alleinstellungsmerkmal, dessen Potential in Zukunft noch umfangreicher genutzt werden soll.

„Das Thema Reiten ist eine touristische Ergänzung, um historischen Gutsanlagen für Gäste noch attraktiver werden zu lassen. Pferdefreunde können im Land der Guts- und Herrenhäuser Urlaub machen und die Erholung in der Natur mit Reiter-Ferien kombinieren. So kann diese Zielgruppe mit einem verbreiterten Angebot angesprochen werden. Das steigert die touristische Wertschöpfung in der Region“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Seit Beginn des Projektes im April 2018 haben sich bislang 15 Partner aus dem Küstenvor- und Binnenland Mecklenburg-Vorpommerns der Initiative des Vereins angeschlossen, um die Aktivitäten zum Thema Reittourismus zu bündeln und gemeinsam weiterzuentwickeln. Im Programm sind unter anderem der klassische Reiterurlaub mit Leihpferden und Angebote für Besitzer eigener Pferde. Darüber hinaus gibt es sogenannte Wanderreitstationen, die Pferden und Reitern Übernachtungsmöglichkeiten bieten. Dazu kommen Events und Shows rund um’ s Pferd.

„Nachdem die Netzwerkarbeit angelaufen ist, gilt es nun, die bereits bestehenden Strukturen zu evaluieren. Dabei muss unter anderem das Reitwege-Netz auf seine Nutzbarkeit hin überprüft und weiterentwickelt werden. Bei der Gelegenheit besteht zudem die Möglichkeit, geeignete Übersichtskarten in digitale Form zu überführen, was die spätere Vermarktung erheblich vereinfachen wird“, sagte Glawe.

Geplant ist, die jährlich erscheinenden Publikationen der Tourismusbranche des Landes mit den Informationen zu versorgen, um der verstärkten Nachfrage beim Reittourismus gerecht zu werden. Hierfür erfolgt eine enge inhaltliche Abstimmung mit dem Tourismusverband des Landes (TMV e.V.). Gleichzeitig werden im Netzwerk gänzlich neue Angebote geschaffen, die zukünftig mit eigenen Veröffentlichungen im Netz sowie in gedruckter Form zur Verfügung stehen sollen.

„Eine der Ideen sind Gutshaus-Touren als Wanderritte, die als Rundwege zu den verschiedenen Schlössern führen. Dazu müssen Informationen zusammengestellt werden, die erhebliche Serviceverbesserungen darstellen. Dabei handelt es sich unter anderem um die Auflistung geeigneter Badestellen für Reiter und Pferd oder Wissenswertes zur Gepäckbeförderung. Mit dem Projekt bietet sich die Möglichkeit, die Zielgruppe der Reittouristen direkter anzusprechen und dabei gleichzeitig bei den Gutsanlagen sowie den weiteren Dienstleitern vor Ort für eine bessere Auslastung zu sorgen, die sich weit über die Sommersaison hinaus erstrecken kann“, so Glawe weiter. Neben der Netzwerkarbeit liegt ein Hauptaugenmerk des Vorhabens auf der Onlinepräsenz der Initiative.

Im Förderzeitraum von April 2018 bis März 2019 betragen die Gesamtkosten des Projektes knapp 18.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von 12.500 Euro.

Referendariat an Schulen in Teilzeit möglich

Ministerin Hesse: Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Ausbildung

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern macht im Jahr 2019 das Referendariat an den Schulen attraktiver. Angehende Lehrerinnen und Lehrer können ihren Vorbereitungsdienst auch in Teilzeit absolvieren, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Bildungsministerin Birgit Hesse und der Lehrerhauptpersonalrat haben dazu eine Vereinbarung unterzeichnet. Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern, die ein Kind betreuen oder Familienangehörige, kann auf Antrag Teilzeit gewährt werden. Referendarinnen und Referendare, die schwerbehindert sind, sollen diese Möglichkeit auch erhalten.

„Studieren mit Kind, mit eigenen Beeinträchtigungen oder gar mit einem Pflegefall in der Familie ist schon an sich nicht einfach“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „All das noch neben einem anspruchsvollen Referendariat unter einem Hut zu bekommen, scheint nahezu unmöglich. Mit der Teilzeitregelung gehen wir auf individuelle Lebenssituationen von Referendarinnen und Referendaren ein und verschaffen ihnen mehr Zeit. Das Referendariat in Teilzeit leistet daher einen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Ausbildung“, betonte Hesse.

Für das Referendariat in Teilzeit stehen zwei Modelle zur Auswahl, um der persönlichen Situation entsprechend flexible Wege zu ermöglichen. Auf Antrag kann das Land den Referendarinnen und Referendaren Teilzeitbeschäftigung mit der Hälfte (50%) oder drei Vierteln (75%) der regelmäßigen Arbeitszeit bewilligen. Die Dauer des Vorbereitungsdienstes verlängert sich entsprechend je nach Umfang der bewilligten Teilzeitregelung auf 36 oder 24 Monate für den Vorbereitungsdienst. Das reguläre Referendariat dauert 18 Monate.

Wenn die Voraussetzungen für ein Referendariat in Teilzeit erfüllt werden, wird der Antrag durch das Bildungsministerium bewilligt. Die weitere Ausgestaltung der Ausbildung erfolgt anschließend auf der Grundlage eines individuell abgestimmten Ausbildungsplanes zwischen der Referendarin oder dem Referendar und dem Institut für Qualitätsentwicklung des Bildungsministeriums, das für die Ausbildung zuständig ist.

Vorhang hebt sich zu THEATER IN SICHT

Land fördert Theaterwochen für Schülerinnen und Schüler

Schwerin – Mit den Theaterwochen 2019 laden die Theater in Mecklenburg-Vorpommern Schülerinnen, Schüler und ihre Lehrkräfte ein, Schauspiel, Musiktheater, Tanz und Musik auf der Bühne zu erleben. Vom 18. Februar bis 4. März 2019 sind große und kleine Inszenierungen aller Sparten zu sehen. Bereits zum dritten Mal schließen sich die Stadt-, Landestheater und das Staatstheater zusammen und präsentieren Schulklassen nach den Winterferien ein vielfältiges Programm. Das Land fördert THEATER IN SICHT im Jahr 2019 mit 10.000 Euro.

„Die Theaterwochen versprechen einen großartigen Mix aus klassischen und modernen Stücken, Dramatisierungen deutscher und fremdsprachiger Literatur, Kinderbuchadaptionen und Stücken, die den Lebensalltag der Jugendlichen berühren, Musiktheateraufführungen, modernem Tanztheater und klassischem Ballett sowie eindrucksvollen Orchesterwerken. Dafür gilt mein Dank allen Organisatoren“, sagte Bildungs- und Kulturministerin Birgit Hesse. „Kulturelle Bildung sollte Teil der Schulbildung eines jeden Heranwachsenden sein. Um Theaterangebote in den Unterricht zu integrieren, freue ich mich über die Bereitschaft der Theater, vormittags Inszenierungen anzubieten, die oft nur im Abendspielplan gezeigt werden“, betonte Hesse.

„‚In Sicht‛ sein wollen wir ja das ganze Jahr über – für Kinder und Jugendliche aber besonders gebündelt in den zwei Wochen nach den Winterferien“, sagte der stellvertretende Intendant des Volkstheaters Rostock, Ralph Reichel. „Angebote, die von Tanzworkshops über Klassenzimmerstücke bis zur großen Oper reichen, kommen bei ‚Theater in Sicht‛ in Rostock aus allen vier Sparten des Volkstheaters. Neu in diesem Jahr: Erstmals steht ein spezielles Mitmachformat auf dem Programm. Schülerinnen und Schüler ab 10 Jahren können ihren Zusammenhalt als Klasse in einem eigenen Theaterworkshop erproben, wenn es heißt ‚Ihr seid das Team‛“, so Reichel.

„Kulturelle Bildung gehört zur umfassenden Menschenbildung und ist wesentlicher Baustein zur Entwicklung menschlicher Würde. Sie ist Grundvoraussetzung zur Entwicklung persönlicher Identität und Gemeinschaftssinn als Basis für eine demokratische Gesellschaft“, betonte Joachim Kümmritz, Intendant der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz. „Die vielfältigen Formen von Theaterkunst weiten den Blick und öffnen die Sinne. Wir ermöglichen Kindern und Jugendlichen einen offenen Zugang, die vielfältigen Formen der Theaterkünste kennenzulernen. Wir wollen ihre Neugier wecken, damit sie die Chance haben, inspiriert zu sein, um sich selbst kreativ betätigen zu können. Wir laden sie ein, Theater zu erleben, selbst zu spielen und Musik zu machen und werden unsere Partnerschulen weiter dabei unterstützen, künftig noch mehr künstlerische Angebote im Schulalltag zu integrieren“, sagte Kümmritz.

„Zur Unterrichtszeit Theater sehen, Theater erleben, Theater aktiv am eigenen Leib erfahren und so diesen Aspekt kultureller Bildung zum festen Bestandteil schulischer Bildung machen – dafür steht THEATER IN SICHT“, sagte Dirk Löschner, Intendant des Theaters Vorpommern. „Jede Schülerin und jeder Schüler sollte die Chance erhalten, neben unseren speziell auf Kinder und Jugendliche ausgerichteten Produktionen auch große Stücke des Abendspielplans erleben zu können. So lädt das Theater Vorpommern mit ‚Die Zauberflöte‛ zu großer Oper ein, das Philharmonische Orchester Vorpommern spielt Beethovens 2. Sinfonie in einem besonderen Konzertformat für junge Hörerinnen und Hörer. Das BallettVorpommern zeigt mit ‚Der Besuch‛ nach Dürrenmatts ‚Der Besuch der alten Dame‛ und ‚Don Quijote‛ bedeutende Literatur im Kontext einer anderen Kunstform, der des Tanzes. Und auch das Schauspiel ist mit mehreren Inszenierungen auf den großen und kleinen Bühnen in Stralsund, Greifswald und Putbus vertreten. Wir freuen uns auf zwei erlebnisreiche Theaterwochen mit unserem jungen Publikum“, so Löschner.

„Die Theaterwochen THEATER IN SICHT sind für uns immer eine ganz besondere Zeit, in der wir Schulklassen den Besuch des Mecklenburgischen Staatstheaters innerhalb der Schulzeit ermöglichen und mit unserem jungen Publikum und den Pädagoginnen und Pädagogen in den Dialog treten“, sagte der Generalintendant des Mecklenburgischen Staatstheaters, Lars Tietje. „Wir hoffen, vor allem Schulen aus dem ländlichen Raum den Weg ins Theater zu erleichtern. Auch in diesem Jahr haben wir bei der Zusammenstellung des Programms auf Vielfalt gesetzt: Es beteiligen sich alle Sparten, wir zeigen Klassiker ebenso wie Zeitgenössisches und haben für jede Altersgruppe etwas im Angebot. Außerdem gibt es ein breites theaterpädagogisches Begleitangebot. Wir freuen uns auf viele theaterbegeisterte Schülerinnen und Schüler“, betonte Tietje.

„Bei der Vorpommerschen Landesbühne wurden ca. 50 Prozent der Angebote im Rahmen von THEATER IN SICHT von verschieden Schulen an unseren drei festen Spielstätten angenommen“, erklärte Martin Schneider, designierter Intendant der Vorpommerschen Landesbühne in Anklam. „Wir begrüßen es sehr, in diesem Zeitraum Schulen gebündelt verschiedenste Inszenierungen anbieten zu können und mit den Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern sich über die jeweiligen Inszenierungen sowie Theater im Allgemeinen austauschen zu können“, sagte Schneider.

Zum zehnten Mal – mit dem Ideenwettbewerb Gesundheitswirtschaft 2019 durchstarten

Schwerin – Innovative Ideen für die Gesundheitswirtschaft: Dr. Konstantin Altrichter und Karl Hartmann von der daisygrip GmbH gehörten zu den Gewinnern des Ideenwettbewerbs Gesundheitswirtschaft im vergangenen Jahr. Kurz nach der Prämierung stellten sie ihren neuartigen hygienischen Venenstauer für die Blutentnahme in einer bekannten TV-Gründershow vor.

„Die jüngste Erfolgsgeschichte der Gründer von daisygrip ist nur eine von vielen, die der Landeswettbewerb seit nunmehr mehr als zehn Jahren hervorgebracht hat“, betonte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. „Dieser bietet für kreative Köpfe mit innovativen Ideen ein ideales Fundament, um im Wachstumsmarkt Gesundheitswirtschaft durchzustarten, auch bundesweit und auf internationalen Märkten.“

Der Minister rief Gründer und Unternehmer sowie Vereine und Initiativen in Mecklenburg-Vorpommern auf, sich jetzt mit ihren neuen Projekten am zehnten Ideenwettbewerb Gesundheitswirtschaft zu beteiligen und sich so eine Förderung für ihre Projektidee zu sichern. „Gefragt sind neuartige Projekte, welche die Branche weiter voranbringen. Mit dem Wettbewerb wollen wir den Teilnehmern die Möglichkeit bieten, ihre Entwicklung einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen und somit auch zu vermarkten“, sagte Glawe. Der Wettbewerb unter dem Motto „Innovative Ideen für die Gesundheitswirtschaft“ wird von der Initiative für Life Science und Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern BioCon Valley® GmbH organisiert. Bis zum 01. März können online Projektideen eingereicht werden. Im Rahmen des Ideenwettbewerbes wird ein Gesamtbudget für Projektförderungen in Höhe von bis zu 750.000 Euro ausgeschrieben.

Seit 2008 wurden insgesamt rund 90 Projektideen mit einem Gesamtvolumen von 17,2 Millionen Euro in Höhe von 12,7 Millionen Euro finanziell unterstützt. In der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 stehen für die Förderung von Projekten der Gesundheitswirtschaft rund zehn Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. Zu den Gewinnern 2018 gehörten neben der Rostocker daisygrip GmbH die Entwickler einer medizinischen Wundauflage zur Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms sowie einer App zur Verbesserung der Dienstplanung im Klinik- und Pflegebereich und die Initiatoren eines neuen Dienstleistungszentrums und Prüflabors für Blutreinigungsprodukte.

In Mecklenburg-Vorpommern gehört die Gesundheitswirtschaft inzwischen in ihrer Gesamtheit zu den wichtigsten Wirtschafts- und Wachstumsbereichen. Mit rund 150.000 Erwerbstätigen arbeitet mittlerweile etwa jeder fünfte Beschäftigte in dieser Branche. Der Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung des Landes liegt bei 15 Prozent (5,6 Milliarden Euro). Damit belegt die Branche im bundesweiten Vergleich einen Spitzenplatz. „Aufgrund des wachsenden Bedarfs und der steigenden Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen, bedingt durch demografische Veränderungsprozesse und ein steigendes Gesundheitsbewusstsein sowie dem medizinisch-technischen Fortschritt, birgt die Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern besonders für kleinere mittelständische Unternehmen ein enormes Wachstumspotenzial“, hob Glawe hervor. „Unser Wettbewerb soll dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit dieser Firmen zu stärken, somit bestehende Arbeitsplätze zu erhalten und neue Stellen zu schaffen.“

Für die zehnte Ausgabe des Wettbewerbs werden zukunftsweisende innovative Ideen für Dienstleistungen, Prozesse und Projekte für die Gesundheitswirtschaft gesucht, die das Potenzial der Branche durch Vernetzung, Kooperation, Marketing, Fachkräftesicherung und Internationalisierung weiter erschließen, um die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des Standortes Mecklenburg-Vorpommern stärken. Die Bewerbung in Form eines Kurzkonzeptes kann bis zum 01. März 2019, 14.00 Uhr, über ein Online-Formular bei der BioCon Valley® GmbH eingereicht werden.* Benötigt werden Aussagen zum Projektinhalt, zur Finanzierung und zu den Erfahrungen des Bewerbers.

Die Bewertung der eingereichten Projektideen erfolgt unter Federführung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit M-V und unter Einbeziehung der Empfehlungen eines ressortübergreifenden Beirats. Die besten Teilnehmer haben die Möglichkeit, ihre Projektidee vor dem Beirat zu präsentieren, der die Gewinnerprojekte 2019 auswählt. Die Prämierung der Gewinnerprojekte erfolgt in einer Festveranstaltung am 03. Juni 2019.

Drese: Viel zu wenig Pflichtarbeitsplätze für Menschen mit Behinderung

Schwerin – Fast die Hälfte aller privaten Arbeitgeber in Mecklenburg-Vorpommern mit mindestens 20 Beschäftigten erfüllt nicht die gesetzlich vorgeschriebene Anzahl an Arbeitsplätzen für Menschen mit Schwerbehinderung. Nach einer statistischen Auswertung für das Jahr 2017 durch das Landesamt für Soziales und Gesundheit (LAGuS) waren von knapp 3.200 Betrieben insgesamt rund 1.500 Unternehmen verpflichtet, die Ausgleichsabgabe zu zahlen.

Die Ausgleichsabgabe ist von Arbeitgebern ab 20 Arbeitsplätzen zu zahlen, wenn nicht mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen besetzt sind.

Sozialministerin Stefanie Drese fordert angesichts dieser Zahlen mehr Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Schwerbehinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. „Viele sind gut ausgebildet und leistungsfähig. Sie wären ein Gewinn für Unternehmen und haben eine Chance verdient“, sagte Drese heute in Schwerin.

Auch angesichts der zunehmenden Klagen über einen Fachkräftemangel sei es unverständlich, dass immer noch viel zu viele Pflichtarbeitsplätze unbesetzt seien, so Drese. „Nicht die Zahlung der Ausgleichsabgabe, sondern die Einstellung eines motivierten Arbeitslosen mit Behinderung ist eine Investition in die Zukunft“, betonte Drese.

Hierfür stehen in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben der Ministerin zahlreiche Förderprogramme und -maßnahmen teilweise in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung. Drese: „So gibt es etwa Zuschüsse zur Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze für schwerbehinderte Menschen sowie zur behinderungsgerechten Einrichtung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen. Auch für technische Arbeitshilfen im Betrieb oder zur Abgeltung außergewöhnlicher Belastungen die mit der Beschäftigung eines schwerbehinderten Menschen verbunden sind, gibt es finanzielle Fördermöglichkeiten.“ Für genaue Auskünfte und Informationen steht das Integrationsamt des LAGuS zur Verfügung.

Landkreis Rostock gestaltet Ländertag auf der Internationalen Grünen Woche

Berlin – Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin richtet der Landkreis Rostock am Samstag, den 19. Januar 2019, den traditionellen Ländertag unter dem Motto „Genuss mittendrin“ aus. Zu einem Rundgang durch die MV-Halle (ab 11.30 Uhr) wird auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig erwartet.

„Der Landkreis Rostock ist zum ersten Mal auf der Grünen Woche mit dabei, der diesjährige Ländertag ist damit in mehrfacher besonders. Unbestritten ist die Region das wirtschaftliche Zentrum Mecklenburg-Vorpommerns. Mehr als 70 Prozent der Kreisfläche werden landwirtschaftlich genutzt. Rohwaren aus der Region werden in der Region weiterverarbeitet. Eine anspruchsvolle Auswahl dieser Produkte wird in Berlin präsentiert. Ich freue mich, dass der Landkreis unseren Länderauftritt komplettiert und wir Mecklenburg-Vorpommern in all seinen Facetten präsentieren können“, betonte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt.

Mit der Ostseeküste, der Mecklenburgischen Schweiz, der Seenplatte, dem Warnowtal und seiner Nähe zur Hansestadt Rostock habe der Kreis auch in Sachen Natur und Tourismus viel zu bieten, unterstreicht Landrat Sebastian Constien. Hinzu kämen kurze Entfernungen nach Berlin und Hamburg sowie schnelle Fährverbindungen nach Skandinavien und ins Baltikum. „Diesen unvergleichlichen Mix aus guter Wirtschaftsentwicklung, intakter Natur und hoher Lebensqualität werden wir auch auf der Grünen Woche zeigen“, sagte er weiter. Der Schwerpunkt liege natürlich auf den kulinarischen Highlights.

Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt hat die Weiterentwicklung der Region maßgeblich unterstützt. So wurden im gesamten Landkreis seit 2007 fast 8.000 Projekte mit ca. 270 Millionen Euro unterstützt.

Finanzielle Unterstützung für den Messeauftritt erhalten die Unternehmen aus der Region Rostock durch die Wirtschaftsförderung des Landkreises Rostock (WLR). „Mit der Teilnahme an der Internationalen Grünen Woche wollen wir kleine und mittlere Unternehmen bei der Vermarktung ihrer Produkte unterstützen. Aus diesem Grund werden unsere Aussteller ihre Spezialitäten auch im Professional Center vorstellen, einem speziellen Areal für Fachbesucher aus dem Ernährungsbereich“, hebt WLR-Geschäftsführer Christian Fink hervor.

Die Aussteller aus dem Landkreis Rostock stellen edle Süßwaren von Pralinés und Schokoladen über Torten und Kuchen bis hin zu regionalen Spirituosen und schmackhaften Spezialitäten wie Wurst, Schafskäse oder Fischwaren her. Einen Vorgeschmack auf die Region bieten die Aussteller an, die ihre Produkte auch online verkaufen.

IGW-Aussteller aus dem Landkreis Rostock:

Milchhof Alt Sührkow (Alt Sührkow)
Schwaaner Fischwaren (Schwaan)
Genuss Manufaktur Edle Tropfen – Kräuterspezialitäten (Heiligenhagen)
Weinhandlung Schollenberger (Bad Doberan)
Genuss und Tradition (Reimershagen)
Schokoladerie de Prie (Rostock)
Erste MAENNERHOBBY (Klein Kussewitz)
Hofgut Rosengarten (Walkendorf)
Mecklenburgische Bäderbahn Molli GmbH (Kühlungsborn)
Fleischerei Ledder (Stäbelow)
Pistol Prime BBQ (Roggentin)
Schafscheune Hofkäserei (Vietschow)

Der Landkreis Rostock ist flächenmäßig der viertgrößte Landkreis Deutschlands. Er vereint fast 120 Städte und Gemeinden unter einem Dach. Mit rund 215.000 Einwohnern hat er die Nase knapp vor der Hansestadt, die auf gut 208.000 Einwohner kommt.

Schwesig: Land- und Ernährungswirtschaft sind wichtige Wirtschaftsfaktoren bei uns

Berlin – „Die Internationale Grüne Woche ist ein wichtiges Schaufenster für die Land- und Ernährungswirtschaft aus Mecklenburg-Vorpommern. In diesem Jahr sind wir zum 29. Mal hier vertreten, schon zum 20. Mal mit einer eigenen Länderhalle. Sie ist ein Besuchermagnet mit einem besonderen Flair und einem abwechslungsreichen Programm“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Eröffnung des Ländertages Mecklenburg-Vorpommern auf der 84. Internationalen Grünen Woche in Berlin. Aus dem Land sind 71 Ausstellerinnen und Aussteller vertreten. Besonderer Partner ist in diesem Jahr der Landkreis Rostock.

Die Land- und Ernährungswirtschaft habe in Mecklenburg-Vorpommern eine lange Tradition und sind „wichtige Wirtschaftsfaktoren in unserem Land. Sie gehören zu den modernsten und leistungsfähigsten in ganz Europa.“

Es sei gut, dass die Grüne Woche die Möglichkeit biete Spezialitäten der einzelnen Bundesländer kennenzulernen und man andererseits mitten in der Großstadt Landwirtschaft hautnah erleben könne. „Wir vergessen manchmal: Brot, Butter, Fleisch und Käse kommen nicht von allein auf den Teller. Landwirt zu sein ist kein Job wie jeder andere. Ein Bauer ernährt 145 Menschen. Landwirte sorgen für Arbeitsplätze in ländlichen Räumen und lebendige Dörfer“, sagte die Regierungschefin und erinnerte in diesem Zusammenhang an die für Landwirte schwierigen letzten Jahre.

Die Ministerpräsidentin dankte Ausstellern und Organisatoren: „Es ist wieder eine eindrucksvolle und schöne Präsentation unseres Landes gelungen.“

Christian Pegel appelliert: Machen Sie Ihre Passwörter sicher!

Schwerin – Gehäuft werden im Internet persönliche Daten von Nutzern des World Wide Web angeboten, so jüngst eine Sammlung von E-Mail-Adressen und geknackten Passwörtern zu 773 Millionen Online-Konten. Mecklenburgs-Vorpommerns Digitalisierungsminister Christian Pegel weist aus diesem Anlass darauf hin, dass jeder Einzelne viel dafür tun kann, seine Daten vor Hackern zu schützen. „Sichern Sie Ihre Daten mit einem sicheren Passwort“, appelliert der Minister.

Welche Anforderungen ein solches Passwort erfüllen sollte, haben die Internet-Experten des Steinbeis-Transferzentrum für Projektierung und Evaluierung von Netzwerken an der Hochschule Stralsund im Auftrag der Landesregierung zusammengestellt. Sie finden sich neben vielen anderen Tipps und Tricks auf der Webseite www.it-sicherheit-mv.de unter dem Menüpunkt „Passwörter“.

„Es gibt auch die Möglichkeit zu prüfen, ob die eigene E-Mail-Adresse schon mal gehackt wurde. Dazu werden Ihre Daten online abgeglichen mit den Angaben zu gehackten Daten, die öffentlich bekannt wurden“, sagt Christian Pegel. Eine Möglichkeit bietet das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut mit diesem Check. Speziell für den jüngst bekannt gewordenen Datenklau von Mail-Adressen und Passwörtern bietet auch der Hunts Dienst HIBP diese Möglichkeit kostenlos an.

„Sollte Ihre Adresse als gehackt gemeldet werden, sollten Sie umgehend Ihr Passwort ändern und dabei die Hinweise der Experten unbedingt berücksichtigen“, rät Christian Pegel und fügt hinzu: „Das Schloss zu Ihren Daten ist Ihr Passwort. Und so wie bei Ihrer Wohnungstür sollten Sie darauf achten, dass dieses Schloss möglichst schwierig zu knacken ist.“