Beirat für Heimatpflege und Niederdeutsch hat sich konstituiert

Ministerin Hesse: Neukonstituierung des Beirates ist mehr als eine Umbenennung

Schwerin – Im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Schwerin ist der neue Beirat für Heimatpflege und Niederdeutsch zusammengekommen. Bei der konstituierenden Sitzung hat sich das Gremium über die Förderung der niederdeutschen Sprache und die Heimatpflege in Mecklenburg-Vorpommern ausgetauscht. Kulturministerin Birgit Hesse hatte zuvor die Mitglieder berufen.

„Die niederdeutsche Sprache ist ein wichtiger Teil unserer Landeskultur und spielt in der Heimatpflege eine große Rolle“, betonte Kulturministerin Birgit Hesse. „Ich halte es daher für sinnvoll, den bisherigen Niederdeutschbeirat um Vertreterinnen und Vertreter zu erweitern, die sich seit vielen Jahren in der Heimatpflege engagieren. Die Neukonstituierung des Beirates ist daher mehr als eine bloße Umbenennung. Wie beim Landesheimatprogramm verfolgen wir auch bei diesem Beirat einen ganzheitlichen Ansatz. Ich werde mich auch für eine stärkere Vermittlung der Heimatkunde in Kita und Schule einsetzen. Mit der ‚Heimatkiste‛ wollen wir beispielsweise allen Kindertagesstätten Material zur Verfügung stellen, um schon die Kleinsten für ihre Heimat zu begeistern. Den Mitgliedern des Beirates danke ich für ihre Bereitschaft, in diesem Gremium mitzuarbeiten“, sagte Hesse.

Mit dem Landesprogramm „Meine Heimat – mein modernes Mecklenburg-Vorpommern“ hat das Land sein Engagement in der Heimatpflege verstärkt. Bis zum Jahr 2020 stehen insgesamt 7,5 Millionen Euro für verschiedene Projekte der Heimatpflege zur Verfügung. Ein Schwerpunkt liegt auch hier in der Förderung der niederdeutschen Sprache.

Laut einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Deutsche Sprache und des Instituts für niederdeutsche Sprache aus dem Jahr 2016 finden 84,5 Prozent der Befragten, es solle mehr für Plattdeutsch getan werden. 63,8 Prozent der Bürgerinnen und Bürger gaben an, dass dies in der Schule geschehen solle. Telefonisch befragt wurden insgesamt 1.632 Personen aus den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg.

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