Drese: „Wir brauchen eine große Rentenreform, um das Absinken des Rentenniveaus zu stoppen.“

Schwerin – Der Landtag debattierte auf Antrag der Fraktion Die Linke über das Thema Rente. Ministerin Stefanie Drese machte dabei deutlich, dass Initiativen zur Bekämpfung von Altersarmut dringend notwendig sind. Dazu sei ein Bündel an Maßnahmen erforderlich, damit alle Menschen nach einem langen Arbeitsleben im Alter gut abgesichert sind.

Drese: „Vordringlich sind Anstrengungen auf allen Ebenen, um die Löhne im Osten auf das Westniveau zu bringen. Das ist gerade für uns in Mecklenburg-Vorpommern von überragender Bedeutung. Die Landesregierung begrüßt Tarifverträge deshalb in allen Branchen und wirkt hierauf gegenüber Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern hin. Dies haben wir im Koalitionsvertrag festgehalten und dies ist absolute Leitlinie des Regierungshandelns“, sagte Drese.

Die Ministerin verdeutlichte, dass Mecklenburg-Vorpommern deshalb auch Aktivitäten unterstützen wird, mit denen die gesetzliche Privilegierung von Tarifpartnerschaft fortgesetzt wird. „Frauen müssen für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn wie Männer erhalten und brauchen ein Rückkehrrecht, wenn sie aus der Elternzeit oder einer Pflegezeit in den Beruf zurückkehren“, so Drese. „Zudem müssen prekäre Arbeitsverhältnisse zurückgedrängt und soziale Berufe aufgewertet werden.“

Drese sprach sich darüber hinaus für eine große Rentenreform aus mit der das Absinken des Rentenniveaus gestoppt wird. „Gemeinsam mit der Ministerpräsidentin werbe ich für die Einführung einer Solidarrente“, verdeutlichte die Ministerin heute im Landtag. „Wer jahrzehntelang gearbeitet, sich angestrengt hat, muss im Alter mehr haben als Grundsicherung. Menschen mit kleinen Löhnen und Gehältern müssen eine auskömmliche Rente haben. Das gilt auch für viele Selbstständige, die nicht abgesichert sind.“

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