„Last Minute-Aktion“ für freie Ausbildungsplätze ist gefragt und wird verlängert

Schwerin – Verlängerung: Die „Last Minute-Aktion“ für freie Ausbildungsplätze im Rahmen der Fachkräftekampagne Durchstarten in MV (www.durchstarten-in-mv.de) wird verlängert. Wirtschaftsminister Glawe ermunterte die Unternehmen im Land, das kostenfreie Portal für die Vermittlung von freien Lehrstellen weiter intensiv zu nutzen. „Die berufliche Karriere startet mit einer Ausbildung. Die duale Ausbildung ist dabei für heimische Unternehmen immer noch die beste Möglichkeit, Fachkräfte frühzeitig zu gewinnen und langfristig aufzubauen. Es machen deutlich mehr Unternehmen bei der Aktion mit. Wir wollen junge Menschen auf die Ausbildungs- und Arbeitsmarktmöglichkeiten in ihrer Heimat aufmerksam machen. Oft lohnt sich der Blick nach einem Ausbildungsplatz schon vor der Haustür“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe am Dienstag. Die Last Minute-Aktion ist zum Sommerferienbeginn im Juli gestartet und wird nun bis zum 30. September fortgesetzt.

Aktuell sind 344 Last Minute-Angebote im Azubi-Atlas für potentielle Auszubildende freigeschaltet. 175 Unternehmen nehmen bisher an der Last Minute-Aktion 2017 teil. Knapp 800 Bewerbungsformulare wurden seit Aktionsstart über die Kampagnen-Website www.durchstarten-in-mv.de versandt. Wirtschaftsminister Glawe warb auch dafür, Ungelernte stärker in den Fokus zu nehmen. „Jeder Jugendliche hat eine Chance auf eine qualifizierte Berufsausbildung verdient. Wichtig ist es, gleichzeitig auch ungelernten Kräften eine Ausbildungsmöglichkeit anzubieten. Persönlichkeit, besondere Fähigkeiten und Kompetenzen sind wichtiger geworden als nur die Schulnoten. Die Stärken des Einzelnen werden manchmal erst auf dem zweiten oder dritten Blick sichtbar. Von einer abgeschlossenen Ausbildung profitiert am Ende das Unternehmen und der Auszubildende. Das sichert auch den eigenen Fachkräftebedarf“, betonte Glawe weiter. Innerhalb der Last Minute-Aktion können die Ausbildungssuchenden im Azubi-Atlas alle Firmen auswählen, die noch einen freien Ausbildungsplatz haben. Diese sind mit dem Last Minute-Symbol, einem roten Wecker, markiert. Deshalb ist es wichtig, dass Arbeitgeber und Schüler möglichst früh zusammenfinden.

Ende August sind nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit rund 3.400 Ausbildungsplätze (-7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) noch frei. Dem stehen rund 1.900 (-12,2 Prozent) unversorgte Bewerber gegenüber. Vor allem in den Berufen des Hotel- und Gaststättengewerbes (Koch/Köchin: 262 freie Plätze, Restaurantfachmann/-frau: 252) sowie im Einzelhandel (Kaufmann/-frau im Einzelhandel: 189) bieten die Unternehmen Ausbildungsplätze. Auch im Handwerk (Anlagenmechaniker/-in Sanitär-, Heizungs-, Klimatechnik: 81, Elektroniker/-in Energie- und Gebäudetechnik: 79) haben Jugendliche noch die Möglichkeit, eine Ausbildung zu absolvieren. „Es gibt viele Chancen für Unternehmen auf sich aufmerksam zu machen. Allerdings lassen sich nicht alle pauschal auf alle Arbeitgeber übertragen. Entscheidend ist eine Vielfalt im Angebot“, so Glawe weiter. Dazu zählen unter anderem das Anbieten von Zusatzqualifikationen während der Ausbildung, die Organisation von Angeboten zur Freizeitgestaltung, das frühzeitige Aufzeigen von Übernahmeoptionen, Weiterbildung und Aufstiegsmöglichkeiten.

Im Azubi-Atlas von „Durchstarten in MV“ sind derzeit mehr als 1.380 Unternehmen mit rund 3.000 Ausbildungsangeboten in 305 Berufen vertreten. „Schulabgänger erhalten mit dem ´Azubi-Atlas´ die Möglichkeit, gezielt in ihren Wunschregionen nach Ausbildungsberufen, Praktika und Unternehmen zu suchen. Die Umkreissuche auf ´durchstarten-in-mv.de´ ermöglicht die gezielte Suche in der Heimatregion“, betonte Glawe. Informationen zu den Unternehmen zeigen an, ob es sich um einen „TOP-Ausbildungsbetrieb“ der IHKs in MV handelt oder auch, ob Praktikumsplätze angeboten werden und vieles mehr. Über 500 Praktikumsangebote für die verschiedensten Berufe sind ebenso zu finden. Zudem kann man auf der Website nach Branchen suchen, erfährt Details zu den einzelnen Ausbildungen und bekommt die direkten Kontaktdaten der zuständigen Ansprechpartner der Unternehmen sowie der Ausbildungsberater der Industrie- und Handelskammern.

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