„Blutiges Gold“ glänzt ab heute in Groß Raden

Ministerin Hesse: Vorgeschmack auf Archäologisches Landesmuseum

Groß Raden – Gleich dreifach beeindruckt zeigte sich Kulturministerin Birgit Hesse bei der Eröffnung der Archäologieschau „Blutiges Gold – Macht und Gewalt in der Bronzezeit“: „Zum einen sind da natürlich die Funde an sich. Dazu kommt die sagenhafte Geschichte dahinter. Und zum Dritten ist beides zusammen ein Stück Geschichte, und zwar ein bislang unbekanntes“, sagte sie in Groß Raden, wo die Ausstellung nun für ein Jahr im Museumsgebäude des Freilichtmuseums zu sehen ist.

Die Schlacht im Tollensetal, die im Mittelpunkt der Ausstellung steht, hat vor 3.200 Jahren stattgefunden. Die Ausgrabungen verweisen damit auf das älteste Schlachtfeld Europas und werfen ein neues Licht auf die Bronzezeit, die bislang als weitgehend friedliche Ära galt. Die Tollense hat es dafür nach Groß Raden geschafft: Die Ausstellung ist entlang eines virtuellen Flusses inszeniert, zu dessen Seiten die Überreste des bronzezeitlichen Gewaltkonflikts ausgestellt sind.

„‚Blutiges Gold‘ lädt alle Besucher dazu ein, entlang der Funde auf Spurensuche zu gehen. Entdeckungen machen, Personen mit Funden verbinden, Geschichte greifen – all das erlaubt diese Ausstellung“, erklärte die Ministerin, „vor allem aber vermittelt sie einen Eindruck davon, welche wertvollen Funde unser Land zu bieten hat. Wertvoll nicht nur in materieller Hinsicht, sondern erst recht in kultureller und historischer.“

Somit sei „Blutiges Gold“ auch ein Vorgeschmack auf das geplante Archäologische Landesmuseum (ALM) in Rostock. Dort steht die Entscheidung über einen Standort für das Museum noch aus: Zur Debatte stehen das ehemalige Schifffahrtsmuseum und ein Neubau im Stadthafen. „Darüber kann nur die Hansestadt Rostock selbst entscheiden. Ich wünsche mir, dass sich Bürgermeister und Bürgerschaft möglichst schnell verständigen, denn auf dieses Museum haben wir lange genug gewartet“, appellierte Hesse an die Verantwortlichen.

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