Landurlaub in Mecklenburg-Vorpommern weiter ausbauen

Dobbertin – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe hat sich am Sonnabend in Dobbertin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) für eine stärkere Vermarktung im ländlichen Raum eingesetzt.

„In der touristischen Entwicklung unseres Landes stehen die Küste und das Binnenland gleichermaßen vor der Herausforderung, Gäste von ihrer Region zu überzeugen. Für alle gilt: hohe Qualität, qualifizierte Fachkräfte sowie ein breites, ressort- und branchenübergreifendes Zusammenarbeiten sind dabei die wichtigsten Eckpunkte für touristischen Erfolg. Wir können noch stärker für Landurlaub in Mecklenburg-Vorpommern werben“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort im Rahmen der Mitgliederversammlung des Vereins „Landurlaub Mecklenburg-Vorpommern“. Der Verein bündelt für den ländlichen Tourismus als Koordinator die Angebote, Produkte und Dienstleistungen der Anbieter.

Im Jahr 2016 wurden im ländlichen Raum (Gemeinden unter 5.000 Einwohnern, ohne prädikatisierte Orte) nach Angaben des Statistischen Amtes rund 5,54 Millionen Übernachtungen erfasst. Das entspricht rund 18 Prozent aller Übernachtungen im Jahr 2016. „Inzwischen erfolgt fast jede fünfte Übernachtung im ländlichen Raum. Das zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Hier ist insgesamt noch Luft nach oben“, macht Glawe deutlich. „Im ländlichen Raum steht vor allem die Stärkung der Region und die Identifikation mit ihr im Vordergrund. Allerdings liegt hierin gerade noch viel Potential, um neue Zielgruppen für eine Region zu begeistern. Das kann durch attraktive Urlaubs­angebote und die Betonung von Alleinstellungsmerkmalen noch deutlicher herausgestellt werden“, forderte Wirtschaftsminister Glawe.

„Wandern, Angeln, Reiten und kulturelle Erlebnisse in der malerischen Natur erfahren, dabei regionale Spezialitäten probieren und die Ruhe genießen – dafür steht Landurlaub in Mecklenburg-Vorpommern. Wir unterstützen die regionalen Anbieter, diese attraktiven Urlaubsangebote einer noch breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen“, sagte Glawe.

Das Wirtschafts- und Tourismusministerium fördert drei Kooperationsnetzwerke für den ländlichen Tourismus – „Aktiv in der Natur“ mit den Themen Wandern/Angeln und Fischen, „Erlebnis Landwirtschaft“ mit den Themen Typisch Regional, Reiten und Fahren sowie „Kulturelles Erbe“ mit den Themen Romantik und Brauchtum in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Die Unterstützung erfolgt aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). „Mit Hilfe der Netzwerke sollen aus touristischer Sicht zukunftsträchtig Entwicklungsschwerpunkte gesetzt und unterschiedliche Zielgruppen angesprochen werden“, sagte Glawe.

Landschaft und Natur sind die wichtigsten Urlaubskriterien für Reisende in Mecklenburg-Vorpommern (72 Prozent), gefolgt von guter Luft/gesundem Klima (59 Prozent) und den Erholungsmöglichkeiten (53 Prozent). Mit 47 Prozent ist auch Ruhe als Besuchsgrund unter den „TOP-10“ der Urlauber zu finden (Quelle: Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus 2015/16). Fast jeder dritte Gast bezeichnet seinen Urlaub hierzulande unter anderem als Natururlaub (31 Prozent; Mehrfachnennungen möglich, Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus 2015/16).

18,7 Prozent aller inländischen Natur-Urlaubsreisen (ab 5 Tagen) gingen im Jahr 2016 nach Mecklenburg-Vorpommern. Das entspricht rund 1,35 Millionen Urlaubsreisen (Quelle: FUR, Reiseanalyse 2017).

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