Investorenakquise in der Türkei

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat in der Türkei gemeinsam mit der Landeswirtschaftsfördergesellschaft Invest in MV und heimischen Unternehmen für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern geworben. „MV wird als Investitionsstandort für ausländische Investoren immer beliebter. Das Interesse von türkischen Unternehmen an unserem Bundesland ist enorm hoch. Unternehmen planen moderne Produktionsstätten in Mecklenburg-Vorpommern. Die Anfragen kommen aus den verschiedensten wirtschaftlichen Bereichen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph.

In den Städten Bursa und Izmir fanden Investorenveranstaltungen mit mehr als 150 türkischen Unternehmen statt, die sich für Möglichkeiten der Ansiedlung in Mecklenburg-Vorpommern interessierten. „Wir wollen die Ansiedlungsprojekte zum Erfolg führen. Ein Betrieb aus der Textilindustrie, ein Möbelproduzent und ein Medizintechnikproduzent sind sehr konkret in ihren Vorhaben, sich in Mecklenburg-Vorpommern anzusiedeln. Noch vor Ende April wird es konkrete Standortbesichtigungen geben. Besonders freue ich mich, dass sich das Interesse der Unternehmen gleichermaßen auf Vorpommern und auf Mecklenburg bezieht. Allein durch diese drei Vorhaben sollen 125 Arbeitsplätze neu entstehen“, erläuterte Rudolph im Anschluss an die dreitägige Reise.

Unterstützt von Vertretern der Schenker Deutschland AG (Geschäftsstelle Güstrow), der Rostock Port GmbH, dem Rostocker Büro der Schliemann Rechtsanwälte, der Stieblich Hallenbau GmbH aus Güstrow und der Insel Groß- und Einzelhandel aus Heringsdorf warb Staatssekretär Dr. Rudolph für Neuansiedlungen in Mecklenburg-Vorpommern. „Investoren können auf die Unterstützung der Landesregierung vertrauen. Wir unterstützen Investitionsprojekte bei Ansiedlungen und Erweiterungen, Forschung, Entwicklung und Innovation sowie bei der Qualifizierung von Mitarbeitern“, erläuterte Rudolph.

Die Deutsche BOGENN GmbH hat sich mit einem Werk, das Kunststoffrohre und Verbindungselemente produziert und vertreibt, auf der Insel Rügen im Mukran Port angesiedelt. Das Unternehmen ist ein Tochterunternehmen der Dizayn Group, die zur MIR Technology Holding Co. Ltd. gehört. Im Mai wird das Unternehmen seine Produktion offiziell starten. Bisher hat das Unternehmen im Mukran Port 10,7 Millionen Euro investiert. „Die erste türkische Industrieansiedlung in Mecklenburg-Vorpommern ist auch Ergebnis intensiver Investorenakquise vor Ort“, betonte Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph abschließend.

Mit einem Warenaustausch in Höhe von insgesamt 262 Millionen Euro lag die Türkei 2017 auf Platz 18 der wichtigsten Außenhandelspartner. Im vergangenen Jahr (2017) wurden Waren für 192 Millionen Euro in die Türkei exportiert, Hauptexportgüter waren Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung (57 Prozent), Weizen (6 Prozent) und Hebezeuge und Fördermittel (6 Prozent). Der Import türkischer Waren nach Mecklenburg-Vorpommern betrug im vergangenen Jahr 70 Millionen Euro. Die wichtigsten Importgüter waren Kraftmaschinen, Luft- und Straßenfahrzeuge (46 Prozent), sowie Stäbe und Profile aus Eisen oder Stahl (8 Prozent).

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