Depotgebäude: Grundstein für die Zukunft der Vergangenheit gelegt

Heute wurde der Grundstein für den Depotneubau in der Schweriner Stellingstraße gelegt.

Schwerin – Finanzminister Mathias Brodkorb hat heute den Grundstein für ein neues Depotgebäude nebst Werkstätten gelegt. Hier sollen künftig die Kulturschätze des Landes fachgerecht bewahrt und erforscht werden. Auch Teile der staatlichen Kunstsammlungen werden auf dem Gelände in der Schweriner Stellingstraße künftig eine neue Heimstatt finden.

Mit erwarteten Baukosten von fast 60 Mio. Euro ist der Neubau nach dem Gebäude für die Zentralen Medizinischen Funktionen (ZMF) des Rostocker Universitätsklinikums die derzeit teuerste Baustelle des Landes. Läuft alles planmäßig, kann der Neubau in gut drei Jahren übergeben werden.

In seiner Rede machte Finanzminister Mathias Brodkorb deutlich, dass es sich um ein ganz besonderes Objekt handelt: „Es gab viele Anforderungen der künftigen Nutzer, die für eine Landesbauverwaltung nicht alltäglich sind. So galt es, im Papierarchiv zum dauerhaften Erhalt der Kulturschätze eine Klimatisierung sicherzustellen, die eine gleichbleibende Luftfeuchtigkeit zwischen 40 Prozent und 60 Prozent garantiert.“

Auch städtebaulich stellt der Neubau auf dem ehemaligen Garnisonsgelände eine Besonderheit dar, ist er doch ein Teil des Residenzensembles, mit dem sich die Landeshauptstadt um Aufnahme in die Welterbeliste bemüht. „Aufgrund dieser einzigartigen Lage“, so Finanzminister Brodkorb, „musste eine sensible architektonische Lösung gefunden werden, die von allen Beteiligten – dem internationalen Denkmalrat ICOMOS, dem Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege und natürlich auch der Landeshauptstadt Schwerin – mitgetragen wird.“

Der Entwurf, der nun umgesetzt wird, ist in einem Architektenwettbewerb ausgewählt worden. In den kommenden Jahren entsteht im Herzen Schwerins ein viergliedriger, mit Kupferblechplatten verkleideter Gebäudekomplex aus drei unterschiedlich großen, quadratischen Bauten mit Depots für die Archäologie, das Kunstgewerbe und das Archiv – verbunden durch einen sogenannten Riegelbau, der die Werkstätten und Büros beherbergen soll.

Finanzminister Brodkorb machte deutlich, dass die Pläne ambitioniert seien, wünschte sich als zuständiger Bauherr einen reibungslosen Bauverlauf und nicht zuletzt die Einhaltung des Kostenrahmens.

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