Kaselitz: Viele Akteure engagieren sich für Arbeitsmarktintegration von Zuwanderern

Rostock – Die Integrationsbeauftrage der Landesregierung, Dagmar Kaselitz, hat sich auf der heutigen Fachtagung „Kulturelle Vielfalt in der Arbeitswelt“ in Rostock für den weiteren Abbau von Arbeitsmarkthürden für Migrantinnen und Migranten ausgesprochen, um echte Lebens- und Integrationschancen in Mecklenburg-Vorpommern zu ermöglichen.

„Es gibt viele Akteure, die sich im Bereich ‚Integration durch Arbeit‘ in Mecklenburg-Vorpommern engagieren und damit der Wirtschaft unter die Arme greifen. Dazu gehören u.a. die Willkommens- und Joblotsen, das Netzwerk Arbeit für Flüchtlinge, das IQ-Netzwerk MV, die Kausa-Servicestellen und ebenso die Bundesagentur für Arbeit und die Jobcenter“, erklärte Kaselitz.

Nach Ansicht der Integrationsbeauftragten müssen aber auch die Arbeitgeber verstärkte Anstrengungen unternehmen, um Zugewanderten zu helfen, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Eine gezielte Förderung biete große Chancen auch um den Fachkräftebedarf zu decken, so Kaselitz.

Kaselitz betonte gleichzeitig, dass bereits gute Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt verzeichnet werden können: „Der Anteil von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus dem Ausland hat in Mecklenburg-Vorpommern in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Waren es im September 2012 noch 7.895 ausländische Beschäftigte, so gab es im September 2017 bereits 22.546. Erfreulicherweise kommen davon 1.575 Personen aus den 8 häufigsten Asylherkunftsländern. Das zeigt: der Weg ist anstrengend, aber er lohnt sich für alle Seiten“, so Kaselitz heute in Rostock.

Dank würde daher allen Arbeitgeberinnen und Arbeitsgebern in Unternehmen, in kleinen Handwerksbetrieben, den Ausbildern, berufliche Schulen, Weiterbildungsträgern, Bildungskoordinatoren und Beratungsstellen gelten.

Kaselitz: „Viele Akteure und steigende Zahlen bei den ausländischen Beschäftigten sind aber noch längst keine Garantie dafür, dass Vorurteile, Ablehnung oder Desinteresse und Gleichgültigkeit in der Gesellschaft verschwinden. Aber Ausbildung und Arbeit sind der Integrationsmotor schlechthin. Erfolgreich werden wir sein, wenn wir die Ausbildung weiter fördern und die Arbeitsmarkthürden abbauen.“

Das Förderprogramm des Bundes „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ setzt sich seit 2005 dafür ein, die Arbeitsmarktchancen für Menschen mit Migrationsgeschichte zu verbessern. Die regionale Umsetzung des Förderprogramms ist zentrale Aufgabe der 16 Landesnetzwerke. Dazu gehört auch das IQ Netzwerk Mecklenburg-Vorpommern, welches gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern die Fachtagung in Rostock organisierte.

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