Ernährungsindustrie bleibt umsatzstärkste Branche in MV

Schwerin – „Norddeutschland ist nach wie vor der wichtigste Standort der Ernährungsindustrie in Deutschland. In keinem anderen Bundesland spielt die Ernährungswirtschaft im verarbeitenden Gewerbe eine so herausragende Rolle wie in Mecklenburg-Vorpommern. Etwa jeder dritte Industriebeschäftigte und ein Viertel der Industriebetriebe sind in Mecklenburg-Vorpommern der Ernährungswirtschaft zuzurechnen“, berichtete Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus auf der heutigen 3. Norddeutschen Branchenkonferenz Ernährungswirtschaft in der IHK zu Schwerin.

Mit einem Anteil von mehr als einem Drittel sei die Ernährungsbranche auch der umsatzstärkste Wirtschaftszweig im verarbeitenden Gewerbe im Land. Die Branche erwirtschaftete in der Nahrungs-, Futtermittel- und Getränkeherstellung 2017 einen Jahresumsatz von rund 5 Milliarden Euro. Die Exportquote der Ernährungsbranche in MV lag 2017 bei 18,9 Prozent, das sind rund 12 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt wurden 2017 Waren im Wert von mehr als 900 Mio. Euro exportiert.

„Namhafte heimische Unternehmen, darunter die Mecklenburgische Brauerei Lübz GmbH, die Mecklenburger Kartoffelveredelung GmbH oder die Mecklenburger Backstuben GmbH und Tochterunternehmen von namhaften internationalen Konzernen, etwa Dr. Oetker Tiefkühlprodukte GmbH in Wittenburg oder das Nescafé Dolce-Gusto-Werk in Schwerin sichern Arbeitsplätze und ziehen Fach- und Nachwuchskräfte an“, so der Minister. In MV arbeiten derzeit mehr als 14.400 Beschäftigte in fast 90 größeren Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten.

Der Minister verwies auf die Unterstützung, die der Branche in den vergangenen Jahren zuteil geworden war. „Allein im Bereich der Marktstruktur haben wir von 2007 bis 2017 insgesamt 90 Investitionsvorhaben mit Fördermitteln in Höhe von 33,3 Mio. Euro finanziell unterstützt und damit Investitionen in Höhe von 143,6 Mio. Euro ermöglicht. Die konstante Entwicklung der Ernährungsindustrie im Land zeigt, dass sich diese Unterstützung gelohnt hat. Wir werden unser Engagement für die Ernährungswirtschaft weiter fortsetzen“, so Dr. Backhaus.

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