Schwesig und Pegel starten Breitbandausbau auf Hiddensee

Insel Hiddensee – Am 16.07.2018 nahmen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und der Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Christian Pegel in Vitte den ersten Spatenstich für den Bau des Breitbandnetzes auf der Insel Hiddensee und der Halbinsel Mönchgut vor. Zusätzlich übergab die Ministerpräsidentin die Zuwendungsbescheide für die Maßnahme auf Hiddensee sowie für den Breitbandausbau in zwei weiteren Projektgebieten auf der Insel Rügen an Axel Rödiger, Geschäftsführer des Zweckverbandes Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (ZWAR).

„Der Breitbandausbau in Mecklenburg-Vorpommern nimmt Fahrt auf“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig erfreut. „Es ist wichtig, auch die ländlichen Regionen gut auszustatten. Wir brauchen schnelles Internet überall im Land.“

Für insgesamt sieben Millionen Euro sollen auf der Insel Hiddensee und der Halbinsel Mönchgut etwa 1.500 Haushalte an das schnelle Internet angeschlossen werden. „Davon profitiert die einheimische Bevölkerung – und davon profitieren natürlich auch die Urlaubsgäste. Die zugesagte Bundesförderung in Höhe von rund 3,2 Millionen Euro wird flankiert durch Fördermittel des Landes in Höhe von ca. 2,5 Millionen Euro“, sagte die Ministerpräsidentin weiter. Der Eigenanteil des ZWAR für die Maßnahme beträgt rund 1,3 Millionen Euro und wird aus Mitteln des Kommunalen Aufbaufonds bereitgestellt.

Die beiden weiteren Zuwendungsbescheide dienen dem Ausbau der digitalen Infrastruktur unter anderem in Putgarten, Schaprode, Bergen und Putbus sowie den Amtsgebieten West-Rügen und Nord-Rügen. Insgesamt stellt der Bund für den Ausbau des schnellen Internets in diesen beiden Projektgebieten ca. 15,7 Millionen Euro bereit. Das Land unterstützt die Maßnahmen mit Fördermitteln in Höhe von rund 5,8 Millionen Euro. Der Eigenanteil des ZWAR für beide Maßnahmen liegt bei etwa drei Millionen Euro und kann aus Mitteln des Kommunalen Aufbaufonds gedeckt werden. Vom Breitbandausbau in den beiden Projektgebieten profitieren insgesamt gut 3.450 Haushalte.

Auf der Insel Hiddensee – und auf der gesamten Insel Rügen setzt man auf das sogenannte Betreibermodell. Das bedeutet, dass der ZWAR den Ausbau der digitalen Infrastruktur für die Kommunen übernimmt. Das fertiggestellte Netzsegment bleibt dann im Besitz des ZWAR und somit der Kommunen und wird anschließend an einen privaten Telekommunikationsanbieter verpachtet. „So stellen die Kommunen sicher, dass Glasfaserverbindungen flächendeckend und in ihrem Sinne auf der Insel verlegt werden und jederzeit nachgerüstet werden können“, erklärte Infrastrukturminister Christian Pegel.

Mit dem heutigen Baustart befinden sich landesweit 15 Breitbandprojektgebiete im Bau. Elf davon liegen im Landkreis Vorpommern-Rügen, drei im Landkreis Ludwigslust-Parchim und eins im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Die Gebiete werden mit der modernen Glasfasertechnologie ausgebaut. Von den verbleibenden 78 Projektgebieten, die sich im Auswahlverfahren befinden, stehen 14 im Landkreis Nordwestmecklenburg kurz vor dem Abschluss. Die Vertragsunterlagen liegen bereits zur Prüfung beim Bund. Christian Pegel fasste das Anliegen der Landesregierung noch einmal zusammen: „Unser Ziel ist es, in unserem gesamten Bundesland den Zugang zu schnellem Internet zu ermöglichen – bis hin zu den Gebieten, die nur auf dem Wasserweg erreichbar sind.“

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