Mahnwache in Schönberg

Integrationsbeauftragte nahm an Mahnwache in Schönberg teil
Kaselitz: Wir setzen ein Zeichen gegen die Fremdenfeindlichkeit – Mecklenburg-Vorpommern ist weltoffen und tolerant

Schönberg – Die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Dagmar Kaselitz, besuchte am 9. August den Unfallort in Schönberg (Landkreis Nordwestmecklenburg) an dem im Juni ein syrischer Junge bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben kam. Nach Hakenkreuz-Schmierereien auf einem Gehweg unweit der Unfallstelle wurde nun eine Mahnwache initiiert, an der auch Kaselitz teilnahm.

Die Integrationsbeauftragte erklärte bei der Zusammenkunft: „Es ist entsetzlich, miterleben zu müssen, wie der Kummer einer syrischen Familie durch widerliche Schmierereien für eine fremdenfeindliche Aktion missbraucht wird. Wer zu solch einer Tat fähig ist, zeigt seine rechtsextreme Gesinnung und rassistische Einstellung. Ich verurteile dieses Verhalten auf das Schärfste. Für dieses unmenschliche Verhalten müssen die Personen, die diese Tat begangen haben, zur Verantwortung gezogen werden.

An uns ist es, als Zivilgesellschaft und politisch Verantwortliche nicht wegzuschauen, öffentlich Gesicht zu zeigen und gemeinsam solchen Taten entgegenzutreten. Mit der heutigen Mahnwache werden wir aktiv. Wir setzen ein Zeichen für Offenheit, Toleranz, gegenseitiges Vertrauen und Anteilnahme. Ich danke der Stadt Schönberg, insbesondere ihrem Bürgermeister Lutz Götze, die Raum gibt für das Gedenken. Mein Dank gilt den Menschen, die sich in dieser schweren Zeit liebevoll um die Familie kümmern. Besonders sei hier die „Flüchtlingshilfe bleib Mensch im Flüchtlingsrat MV e.V.“ genannt.“

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