„Staatlich anerkannter Erholungsort“ für drei Gemeinden

Fuhlendorf – Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe hat am Freitag den drei Gemeinden Fuhlendorf, Pruchten und Saal (alle Landkreis Vorpommern-Rügen) jeweils den Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“ verliehen.

„Die Regionen haben mit ihren Angeboten überzeugt – unter anderem mit der beeindruckenden Natur entlang der weitläufigen Boddenküste, den Hafenbereichen und der touristischen Infrastruktur. Entscheidend ist zudem die Kooperation der drei Gemeinden. Der Ausbau weiterer Angebote wie die Wegeinfrastruktur, vernetzte Angebote und Veranstaltungen sind in der Planung. Als zentrales Ziel steht das Bekanntmachen der südlichen Boddenküste durch gemeinsame Marketingmaßnahmen im Fokus. Schwerpunkt hierbei sind touristische Angebote wie gesunde Ernährung mit regionalen Produkten, Kulturerlebnisse, Wassersport sowie die Erholung in der Natur des Nationalparks und der Boddenlandschaft. Das ist ein richtiger Ansatz, um weitere Urlauber und Tagesgäste von einem Besuch zu überzeugen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Die Gemeinde Pruchten befindet sich zwischen der Stadt Barth und der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und stellt die einzige östliche Zufahrt zum Fischland-Darß-Zingst dar. Die Region ist fast vollständig von Wasser umgeben: der Bodstedter Bodden im Westen, Fitt zwischen Bresewitz und Großer Kirr sowie der Barther Strom im Osten. lnsbesondere das nördlich liegende Gemeindeterritorium wird großflächig vom europäischen Vogelschutzgebiet „Vorpommersche Boddenlandschaft und nördlicher Strelasund“ eingenommen. Ferner befindet sich das gesamte Gemeindegebiet im Landschaftsschutzgebiet „Boddenlandschaft“. „Vor allem Urlauber, die absolute Ruhe und Erholung suchen, fühlen sich in Pruchten wohl. Die Region eignet sich hervorragend für ausgedehnte Spaziergänge entlang der Boddenwiesen sowie für Natur- und Vogelbeobachtungen. Insbesondere der Kranichzug im Frühjahr und Herbst lockt viele Gäste“, sagte Glawe.

Die Gemeinde Saal befindet sich im Nordwesten der Region Barth-Franzburg-Richtenberg und grenzt im Westen an das Stadtgebiet von Ribnitz-Damgarten. Durch die Region verlaufen der Ostseeküstenfernradweg und die regionale Radroute „Backsteinweg Stralsund und Umgebung“. Ein beliebtes touristisches Ausflugsziel ist die aus dem 13./14. Jahrhundert stammende Dorfkirche mit ihrem hölzernen Glockenturm sowie den „Zwölf-Apostelsteinen“, einer Kultstätte aus der Mittleren- und Jungsteinzeit. „Der Saaler Bodden bietet in der Gemeinde Saal optimale Bedingungen für Wassersportler; besonders Kite-Surfer und Surfer sind hier anzutreffen. Der schöne Badestrand und die Infrastruktur am Hafen Neuendorf haben sich zu einem Geheimtipp bei wassersportbegeisterten Gästen entwickelt“, sagte Glawe.

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Fuhlendorf, Bodstedt, Gutglück und Michaelsdorf. Der gesamte nördliche Teil des Gemeindegebietes grenzt unmittelbar an den Bodststedter Bodden. Die Orte Fuhlendorf und Bodstedt sind langgestreckte Straßendörfer, die nahezu „zusammengewachsen“ sind. In allen Orten befinden sich zahlreiche Ferienhäuser oder andere Urlaubsunterkünfte. Der Ort Michaelsdorf wirkt eher kompakt und mit seinen zahlreichen reetgedeckten Häusern beschaulich. Er befindet sich hinter einem geschlossenen Waldgebiet auf einer kleinen Halbinsel zwischen Saaler und Bodstedter Bodden. In Fuhlendorf und in Bodstedt gibt es jeweils einen Hafen. In Bodtstedt befindet sich der sogenannte Traditionshafen mit Liegeplätzen für Zeesboote, eine Marina für Freizeitboote, Anleger für Fahrgastschiffe und eine Hafengaststätte. „Die Region ist weit über ihre Grenzen hinaus bekannt geworden durch die jährlich stattfindende Zeesbootregatta, die Besucher aus Nah und Fern anzieht“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern hatten bislang 65 Städte und Gemeinden eine staatliche Anerkennung nach dem Kurortgesetz erhalten. Davon wurden sieben als Seeheilbad, zwei als Heilbad, vier als Luftkurort, zwei als Kneipp-Kurorte, 24 als Seebad und 26 als Erholungsort prädikatisiert. Mit den Gemeinden Fuhlendorf, Pruchten und Saal sind drei weitere Erholungsorte dazu gekommen.

Im Reisegebiet Mecklenburgische Ostseeküste gab es nach Angaben des Statistischen Amtes in der Zeit von Januar bis Juni 2018 mehr als eine Million Ankünfte (+4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und über 3,4 Millionen Übernachtungen (+3,3 Prozent). In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es knapp 3,3 Millionen Ankünfte (+1,2 Prozent) und rund 11,8 Millionen Übernachtungen (+0,3 Prozent).

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One comment

  1. Kröger sagt:

    Leider beziehen die Bürgermeister die Einheimischen nicht wirklich mit ein… bzw. nur ausgesuchte. Fuhlendorf ist laut Herrn Groth nur Erholubgsort damit der Ort in Zukunft noch Fördermittel bekommen kann. So wurde den einheimischen dieses jedenfals verkauft. Veranstaltungen zum Erholubgsort wurden absichtlich ohne Beteiligungsmöglichkeit der Fuhlendorf organisiert. Jedenfalls soll in Fuhlendorf die Allgemeine Infrastruktur mit zukünftigen Einnahmen ( Kurabgaben) ausgebaut werden… was rechtlich nicht möglich sein sollte! Für Marketing soll kein Geld ausgegebben werden! Und zu Belohnung dürfen Gäste in den drei Orten, in der Zukunft, nicht nur hier ihrer Turismusabgaben zahlen sondern auch zusätzlich, dann in den Orten um die südliche Boddenküste herum… . Wir haben bald auch keine zweiten Hafen mehr da dieser an privat verkauft wird… weil wir kein Geld mehr haben und diesn nicht unterhalten wollen bzw. können… aber hier warten wir mal bis die Bindungsfristen für die Förderungen ausgelaufen sind… wollen aber das Haus des Gastes bauen? Für wen eigenlich… Kooperationen? Im Ort läuft touristisch alles schief was nur schief laufen kann… das aber richtig…