Schuljahr 2017/2018: Unterrichtsausfall auf nahezu konstantem Niveau

Ministerin Hesse: Vertretungsunterricht ist allemal besser als Unterrichtsausfall

Schwerin – An den staatlichen allgemein bildenden Schulen in Mecklenburg-Vorpommern ist der Unterrichtsausfall im Schuljahr 2017/2018 insgesamt auf niedrigem Niveau geblieben. Das geht aus dem aktuellen Bericht zum Unterrichtsausfall und zum Vertretungsunterricht hervor. Der Unterrichtsausfall bezogen auf das Stundensoll und ohne elementare Ereignisse lag im Schuljahr 2017/2018 bei 2,4 Prozent. Das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahreszeitraum. Seit elf Schuljahren schwankt der Unterrichtsausfall an den allgemein bildenden Schulen lediglich minimal.

„Die Statistik mit den landesweiten Durchschnittswerten bietet keinen Anlass zum Jubeln“, sagte Bildungsministerin Hesse. „Dennoch können wir froh darüber sein, dass bei gewachsenem Lehrerbedarf der Unterrichtsausfall nicht weiter gestiegen ist. Ich weiß, dass die Situation von Schule zu Schule sehr unterschiedlich sein kann. Ich habe Verständnis für Eltern, die unzufrieden sind, weil an der Schule ihres Kindes besonders viel Unterricht ausgefallen ist. Vertretungsunterricht ist nicht optimal, aber allemal besser als Unterrichtsausfall“, betonte die Ministerin. An allgemein bildenden Schulen stieg der Anteil der zur Vertretung angefallenen Unterrichtsstunden bezogen auf das Stundensoll im vergangenen Schuljahr um 0,6 Prozentpunkte auf 11,6 Prozent.

An den staatlichen beruflichen Schulen ist der Unterrichtsausfall im Schuljahr 2017/2018 leicht gestiegen, wie aus dem Bericht weiter hervorgeht. Der Ausfall ohne elementare Ereignisse erreichte einen Anteil von 6,4 Prozent bezogen auf das Stundensoll laut Stundentafel. Im Schuljahr 2016/2017 lag dieser Anteil bei 6 Prozent.

„Der häufigste Grund für den Unterrichtsausfall ist die Erkrankung von Lehrkräften“, erläuterte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Schulleiterinnen und Schulleiter stellt das vor große Herausforderungen. Ein Budget von Vertretungsstunden für jede Schule macht aber keinen Sinn, weil der Ausfall nicht gleichmäßig über die Schulen verteilt ist. Wichtigstes Ziel bleibt es, viele ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer einzustellen. Wir müssen erreichen, dass mehr junge Menschen ihr Lehramtsstudium abschließen. Daran arbeiten wir gemeinsam mit den Universitäten. Anders geht es auch gar nicht“, sagte Hesse.

Der vollständige Bericht zum Unterrichtsausfall und Vertretungsunterricht enthält genaue Angaben zur Häufigkeit fachbezogener Stillarbeit und gibt Auskunft über Zusammenlegungen von Klassen und Kursen sowie über weitere Maßnahmen zur Absicherung des Unterrichts. Der Bericht ist auf der Internetseite des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur einsehbar.

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