Drese: Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss auch pflegende Angehörige berücksichtigen

Sozialministerin Stefanie Drese übernimmt das Steuerrad für den ASMK-Vorsitz 2019 von ihrem Amtskollegen Karl-Josef Laumann (NRW).

Sozialministerin Stefanie Drese übernimmt das Steuerrad für den ASMK-Vorsitz 2019 von ihrem Amtskollegen Karl-Josef Laumann (NRW).

Münster – Die Arbeits- und Sozialministerinnen und -minister der Länder haben auf ihrer diesjährigen Jahreskonferenz (ASMK) die Bundesregierung aufgefordert, Strategien und konkrete Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Pflege und Beruf für pflegende Angehörige zu entwickeln und umzusetzen.

„Ziel unseres beschlossenen Antrages ist es, parallel zu der Konzentierten Aktion Pflege, die vor allem Verbesserungen in der professionellen Pflege vorsieht, den großen Bereich der nichtprofessionellen Pflege in den Blick zu nehmen“, betonte Sozialministerin Stefanie Drese zum Abschluss der zweitätigen ASMK-Beratungen in Münster.

Pflegende Angehörige sind bundesweit mit großem Abstand die tragende Säule der pflegerischen Versorgung. Auch in Mecklenburg-Vorpommern werden mehr als 75 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause betreut.

Zu den von der ASMK dringend für erforderlich gehaltenen grundsätzlichen Veränderungen gehören eine vereinfachte Gesetzeslage sowie ein verbesserter Rechtsanspruch für pflegende Angehörige auf Freistellung sowie Lohnersatzleistung. Drese: „Dazu müssen das Pflegezeitgesetz sowie das Familienpflegezeitgesetz erweitert und zusammenführt werden. Die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf muss genauso selbstverständlich werden, wie die Vereinbarkeit von Kindern und Beruf.“

Am Ende der ASMK übergab der nordrhein-westfälische Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann das Steuerrad an Mecklenburg-Vorpommern als Vorsitzland 2019. Ministerin Drese kündigte an, Maßnahmen für eine zukunftsfeste und qualitativ gute Pflege als ein Schwerpunktthema der ASMK auch im kommenden Jahr zu verankern.

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