Orte der Begegnung und des gemeinsamen europäischen Dialogs

Kulturpark Neubrandenburg und „Park der Pommerschen Herzöge“ in Koszalin kooperieren

Neubrandenburg – Die Partnerstädte Neubrandenburg und das polnische Koszalin (Köslin) setzen derzeit ein gemeinsames Projekt um. Die in den jeweiligen Orten gelegenen historisch bedeutsamen Parkanlagen – der Kulturpark Neubrandenburg und der „Park der Pommerschen Herzöge“ in Koszalin – sollen als Orte der Begegnung und des gemeinsamen Dialogs ausgebaut werden. Die Städtepartnerschaft zwischen Koszalin und Neubrandenburg besteht bereits seit 1974.

„Mit dem Projekt werden die guten Beziehungen weiter intensiviert. Neue grenzübergreifende Angebote sollen für Einheimische und Gäste das gemeinsame Natur- und Kulturerbe erlebbar gestalten. So kann die europäische Identität weiter gefördert werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die beiden Städte planen, ihre stadtnahen Kulturparkanlagen zu erhalten, zu schützen und behutsam zu modernisieren. Ziel ist es, die wertvollen gartengeschichtlich und kulturhistorisch bedeutenden Anlagen den heutigen Nutzungsansprüchen anzupassen. Im Kulturpark Neubrandenburg soll im Laufe des Projektes unter anderem der Eingangsbereich neu gestaltet werden. Am südlichen Bürgersteig des Friedrich-Engels-Rings entsteht ein kleiner Balkon im Wiesenraum des Lindebachs, der als Ausgangspunkt für zwei Stege dient, die über den Lindebach direkt auf den Eingangsbereich des Kulturparks führen.

Auf der Verkehrsinsel sind drei weitere Überquerungen geplant, eine direkt in Verlängerung des Uferwanderweges am Lindebach und eine Doppelquerung wie am Stargarder Tor direkt in der Hauptachse des Kulturplatzes auf den Otto-Vitense-Weg. In Koszalin wird die Ignacy-Jan-Paderewski-Freilichtbühne im denkmalgeschützten „Park der Pommerschen Herzöge“ umgebaut und modernisiert. Dabei sollen die Hauptbühne und Freilichtbühne mit der Bühnenmaschinerie sowie mit der flexiblen Beleuchtungs- und Beschallungssteuerung ausgestattet werden. „

Neubrandenburg und Koszalin weisen in Bezug auf ihre wirtschaftliche Bedeutung, der infrastrukturellen Ausstattung und der Tourismusintensität viele Gemeinsamkeiten auf. Vor diesem Hintergrund wurden gemeinsam Überlegungen angestellt, wie die Standortattraktivität erhöht und weitere Tourismuspotenziale gehoben werden können. Mit dem Ausbau der touristischen Infrastruktur soll von dem Projekt eine fördernde Wirkung auf die wirtschaftliche Entwicklung ausgehen und so ein Beitrag zur Schaffung besserer Lebensbedingungen in beiden Regionen geleistet werden“, sagte Glawe. Mit dem Vorhaben soll voraussichtlich in diesem Jahr begonnen werden.

Die Gesamtkosten betragen mehr als vier Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das bis 2022 laufende Projekt in Höhe von knapp 2,8 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen.

Das Kooperationsprogramm Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen ist Teil der europäischen Kohäsionspolitik und wird im Rahmen des eigenständigen Ziels „Europäische Territoriale Zusammenarbeit“ durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt. Das Programm fördert grenzüberschreitende Kooperationsprojekte zwischen deutschen und polnischen Partnern. Für das Programm stehen in der EU-Förderperiode bis 2020 insgesamt 134 Millionen Euro EFRE-Mittel zur Verfügung.

Das Interreg-Programm wird umgesetzt in der Wojewodschaft Westpommern in Polen, den Landkreisen Barnim, Uckermark und Märkisch Oderland in Brandenburg sowie in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern leitet die Verwaltungsbehörde im Gesamtprogramm.

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