Schwesig begrüßt weitere Entspannung auf dem Arbeitsmarkt

Schwerin – Die Zahl der Arbeitslosen ist im September 2012 in Mecklenburg-Vorpommern weiter gesunken. Sie lag bei 90.400. Damit waren im Land 4.200 Menschen weniger ohne Beschäftigung als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 10,7 Prozent (September 2011: 11,1 Prozent).

"Vor allem der erneute Anstieg bei den sozialversicherungspflichtigen Jobs um 3.400 ist ein erfreuliches Signal für die Menschen im Land. Wieder einmal hat sich das Gesundheitswesen mit einer Zunahme um 2.200 Arbeitsplätze als Jobmotor erwiesen", sagte Arbeitsministerin Manuela Schwesig am Donnerstag.

Die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zeigen auch, dass der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern bislang durch die Eurokrise keinen erkennbaren Schaden genommen hat. Fachkräfte werden weiterhin gesucht. Sowohl im Gesundheits- und Sozialwesen als auch im Handel und im verarbeitenden Gewerbe sind zahlreiche Stellen offen.

Vom allgemeinen Rückgang der Arbeitslosigkeit profitieren alle Altersgruppen. "Vor allem bei den Jüngeren ist die Zahl der Arbeitslosen spürbar zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr sank sie um 7,6 Prozent. Aber auch bei den Menschen über 50 Jahren sind weniger Arbeitslose gemeldet als im September 2011", so Schwesig.

Die Landesregierung wird auch künftig alle Anstrengungen unternehmen, vor allem Menschen, die bislang schwer zu vermitteln waren, in Arbeit zu bringen. So zeigt das Modellprojekt AQuA zur Vermittlung von Alleinerziehenden in Schwerin erste Erfolge.

Glawe: Gute Wirtschaftsdaten beleben den Arbeitsmarkt

Die insgesamt guten Wirtschaftsdaten in Mecklenburg-Vorpommern beleben auch den Arbeitsmarkt im Nordosten. "Unternehmen schaffen in vielen Branchen neue Arbeitsplätze. Dazu zählen das verarbeitende Gewerbe, die Ernährungs- und die Gesundheitswirtschaft, der Bau und das Handwerk", sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe am Donnerstag im Schweriner Landtag. Die Wirtschaftsleistung in Mecklenburg-Vorpommern hatte im ersten Halbjahr 2012 um 1,1 Prozent zugelegt, deutlich stärker als in den anderen ostdeutschen Bundesländern.

"Die Situation auf den Werften in Vorpommern bleibt schwierig. Positiv ist aber, dass die europäische Finanzkrise auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern bisher keine negativen Auswirkungen hat", sagte Glawe. "In Mecklenburg-Vorpommern ist die Wirtschaftsleistung wieder deutlich über dem Niveau von 2008."

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze liegt aktuell (Juli 2012) in Mecklenburg-Vorpommern bei 532.500. Dies sind 3.400 mehr Jobs als im Vorjahresmonat. Im Gesundheits- und Sozialwesen gab es 2.000, im Baugewerbe 500, bei den Dienstleistern 1.000 und auch im Handel 600 Stellen mehr als im Vorjahr, in der Verwaltung wurden dagegen 2.000 Stellen abgebaut.  

In Mecklenburg-Vorpommern waren im September 2012 nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 90.400 Menschen arbeitslos gemeldet, 4.200 weniger als im Vorjahresmonat. Das entspricht aktuell einer Quote von 10,7 Prozent, 0,4 Prozentpunkte unter dem September 2011. Mecklenburg-Vorpommern lag damit weiter vor Sachsen-Anhalt (10,8 %), Bremen (11 %) und Berlin (11,8 %).

"Der Abbau der Arbeitslosigkeit betrifft alle Altersgruppen", sagte Glawe. "Allerdings steigt auch die Zahl frei bleibender Ausbildungsplätze."

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