Gentechnisch verunreinigter Raps vernichtet

Schwerin – Mit Blick auf aktuelle Medienberichte zu Sortenversuche mit gentechnisch verunreinigtem Raps auf einer Fläche von 1.800 Quadratmetern an zwei Standorten im Landkreis Rostock nimmt Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus wie folgt Stellung: „Ich bedauere zutiefst, dass das verunreinigte Saatgut seinen Weg nach Mecklenburg-Vorpommern gefunden hat. Das ist sicherlich eine Kehrseite unseres globalisierten Wirtschaftssystems mit seinen weitverzweigten Warenströmen. Umso wichtiger ist es, dass solche Fälle, die bedauerlicherweise immer wieder vorkommen können, rasch aufgedeckt und wieder in Ordnung gebracht werden, sodass Risiken für die Umwelt sowie die Verbraucherinnen und Verbraucher ausgeschlossen werden können. Das ist in Mecklenburg-Vorpommern geschehen! Die zuständigen Behörden haben unmittelbar nach Bekanntwerden alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet, um das betroffene Saatgut zu vernichten und eine Auskreuzung und Vermischung zu verhindern.“

Das betroffene Unternehmen habe nach Aufforderung durch das für die Gentechnik-Überwachung zuständige Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) den ausgewachsenen Raps umgehend von den betroffenen Parzellen beseitigt, versicherte der Minister. „Die Flächen werden in den kommenden zwei Jahren durch das LALLF regelmäßig nachkontrolliert. Ein Rapsdurchwuchs ist unverzüglich zu entfernen und zu vernichten. Wird im letzten Nachkontrolljahr Rapsdurchwuchs festgestellt, werden die Pflanzen auf das Gentechnik-Konstrukt GT73 untersucht. Ist das Ergebnis positiv, wird der Kontrollzeitraum um ein weiteres Jahr verlängert. Wir werden die Nachkontrolle erst dann beenden, wenn keine gentechnisch veränderten Pflanzen mehr gefunden werden“, sagte er weiter.

Auch wies der Minister Backhaus darauf hin, dass Ministerium den Fall nicht verschwiegen hat: „Wir haben uns darauf konzentriert, das eigentliche Problem zu bekämpfen, nämlich das betroffene Saatgut von den Flächen zu kriegen und das weitere Vorgehen abzustimmen.“

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