"Berufliche Bildung im Wandel"

Verbesserungen für berufliche Schulen geplant

Schwerin  – Bildungsminister Mathias Brodkorb will die Situation an den beruflichen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern verbessern. Bei der Fachkonferenz zur Entwicklung der beruflichen Schulen in Schwerin hat der Minister mit vielen Beteiligten über die Zukunft der beruflichen Bildung diskutiert.

Zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Konferenz im Ludwig-Bölkow-Haus, dem Sitz der Industrie und Handelskammer zu Schwerin, gehörten Berufsschullehrerinnen und Berufsschullehrer, Schulleiterinnen und Schulleiter, Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden und Gewerkschaften, der Kammern und Kommunen.

"Wir haben mit dem vorzeitigen Ausstieg aus dem Lehrerpersonalkonzept einen ersten wichtigen Schritt gemacht", erläuterte Bildungsminister Mathias Brodkorb. "Drei Jahre früher als geplant können Berufsschullehrerinnen und Berufsschullehrer wieder vollbeschäftigt werden." Das LPK endet für Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten zum 1. August 2014. Die Landesregierung und die Sozialpartner hatten am 8. Februar 2013 das vorzeitige Ende des Solidarpaktes vereinbart.

Für mehr als 200 Berufsschullehrerinnen und Berufsschullehrer wird es in den kommenden Jahren eine breit angelegte Qualifizierungsoffensive geben. Darüber hinaus ist vorgesehen, den Vertretungsunterricht an beruflichen Schulen besser abzusichern. Im Jahr 2014 stehen dafür 1 Million Euro zusätzlich zur Verfügung. "Wir eruieren derzeit, inwieweit künftig pädagogisch geeignete Fachkräfte aus der Wirtschaft helfen können, Vertretungsunterricht zu erteilen. Wir erhoffen uns nicht nur flexibler reagieren zu können, sondern auch eine bessere Verzahnung von Praxis und Theorie zu schaffen", erläuterte der Minister während der Fachkonferenz.

Mit dem 50-Millionen-Euro-Paket der Landesregierung wird es weitere Verbesserungen für die beruflichen Schulen geben: So ist vorgesehen, vom Schuljahr 2014/2015 an, die Schüler-Lehrer-Relation auf 26,6:1 zu verbessern.

"Wir müssen auch darüber diskutieren, ob wir die Finanzmittel für die berufliche Bildung verwenden wollen, um die Ausbildungsberufe in der Fläche zu halten oder um die Qualität zu erhöhen", sagte Minister Brodkorb. "Wegen zurückgehender Schülerzahlen stehen die beruflichen Schulen im Land vor großen Herausforderungen, wenn das breite Ausbildungsprofil erhalten bleiben soll."

Seit dem 1. Januar 2013 gibt es in Mecklenburg-Vorpommern 27 berufliche Schulen. Im Schuljahr 2012/2013 lernen dort 31.670 Schülerinnen und Schüler.

log01

Hinterlasse eine Antwort