Tourismus: Ausgezeichnete Familienqualität

Insel Rügen – Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe hat am Sonntag anlässlich der „Gesundheitstage Göhren“ das Qualitätssiegel „Familienurlaub MV – Geprüfte Qualität“ verliehen. Ausgezeichnet wurden das Ostseebad Göhren, die Regenbogen Ferienanlage Göhren und Abenteuer Golf NORD.

„Das Qualitätssiegel gibt Familien eine gute Orientierungshilfe für die Urlaubsplanung. Überall dort, wo das Siegel mit dem Fisch Gustav am Eingang empfängt, können die Gäste sich auf besonders familienfreundliche Angebote freuen. Mit attraktiven Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten vor Ort, einem angemessenen Preis-Leistungsverhältnis und familiengerechten Zimmern sind unbeschwerte Ferien möglich“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Laut Reiseanalyse 2021 der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen behauptet Mecklenburg-Vorpommern seinen Status als Deutschlands beliebtestes Reiseziel – nach Bayern und vor Schleswig-Holstein. Weiterhin zeigen die Ergebnisse ein steigendes Interesse an Inlandsurlaub. 47 Prozent der Befragten gaben an, einen Familienurlaub zu planen.

„Mecklenburg-Vorpommern steht für familienfreundlichen Urlaub. Unser Ziel ist es, dass Familien auch in der Zukunft ihre freie Zeit bei uns verbringen. Deshalb ist es wichtig, dass die Angebote stetig verbessert werden. Das Qualitätssiegel übernimmt dabei eine wichtige Funktion. Von einer unabhängigen Jury werden die Kriterien alle drei Jahre überprüft und die zertifizierten touristischen Anbieter verpflichten sich, die Qualitätsanforderungen aufrecht zu erhalten“, sagte Glawe.

Das Siegel „Familienurlaub MV – Geprüfte Qualität“ in Form des Fisches „Gustav“ empfängt Gäste überall dort am Eingang, wo man besonders familienfreundliche Angebote vorfindet. Gustav gilt als Wegweiser für zertifizierten Familienurlaub, der in den vier Kategorien Tourismusorte, Beherbergungsbetriebe, Freizeiteinrichtungen und Gastronomiebetriebe vergeben wird.

Eine fachkundige und unabhängige Jury prüft diese zuvor unter anderem mit anonymen Anfragen per Telefon oder Internet sowie Vor-Ort-Besichtigungen. Anhand eines mit wissenschaftlicher Hilfe erarbeiteten Kriterienkataloges wird die Familienfreundlichkeit bewertet.

Das Qualitätssiegel für einen geprüften Familienurlaub gilt für drei Jahre, danach kann eine Neuzertifizierung erfolgen. Bei den in Göhren Ausgezeichneten handelte es sich um eine Rezertifizierung, sie wurden in den vergangenen Jahren bereits mehrfach ausgezeichnet. Das Qualitätssiegel ist bis September 2024 gültig.

Digitrans: Unternehmensförderung geht weiter

Schwerin – Knapp drei Jahre nach Inkrafttreten des Förderprogramms zur digitalen Transformation in Kleinst-, kleinen und mittleren Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern, kurz „Digitrans“, sind fast fünf Millionen Euro für die weitere Förderung verfügbar.

„Mit den 4,8 Millionen Euro, die der Finanzausschuss des Landtags bewilligt hat, steht beinahe noch mal so viel Geld zur Verfügung, wie wir bereits bewilligt haben. Das sind gut 5,3 Millionen Euro für 333 Vorhaben in unserem gesamten Bundesland“, sagt Digitalisierungsminister Christian Pegel. Er freue sich sehr über den riesigen Zuspruch und dass weitere Unternehmen diese Unterstützung in Anspruch nehmen können.

Ziel des Förderprogramms, das im Oktober 2018 in Kraft trat, sei, die Wirtschaft im Land auf dem Weg in die Digitalisierung zu begleiten und bei der zukunftsfähigen Aufstellung der Unternehmen zu helfen. „Mit der Richtlinie greifen wir nicht nur digitalen Start-ups unter die Arme. Wir helfen damit vor allem auch bereits bestehenden Betrieben und Unternehmen in unserem Land bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse, beispielsweise mit Zuschüssen für Maschinen und Anlagen, die einen Teil des Fertigungsprozesses übernehmen und somit erleichtern, verkürzen oder die Kosten minimieren“, so der Minister.

Der größte Teil der bislang (Stand 2. September) bewilligten Mittel, 3,4 Millionen Euro, ging an kleine Unternehmen mit 10 bis 49 Mitarbeitern. Kleinstunternehmen mit bis zu 9 Mitarbeitern erhielten 1,46 Millionen Euro, mittlere Unternehmen mit 50 bis zu 249 Mitarbeitern 477.000 Euro. „Damit wurden insgesamt Investitionen in Höhe von fast 12,8 Millionen Euro ausgelöst“, so der Minister.

Antragsteller waren zu 37 Prozent Kleinstunternehmen, zu 53 Prozent kleine und zu 10 Prozent mittlere Unternehmen. Betrachtet nach Branchen, waren ein Drittel der Antragsteller Handwerksunternehmen, gut 20 Prozent Unternehmen des herstellenden und verarbeitenden Gewerbes, 14 Prozent Groß- und Einzelhändler, mehr als 10 Prozent Dienstleistungsunternehmen und fast ebenso viele Apotheken sowie knapp 9 Prozent Hotels und gastronomische Betriebe.

„Von der Förderung konnten Unternehmen in allen unseren Landkreisen und kreisfreien Städten profitieren“, sagt Christian Pegel weiter. Im Detail verteilen sich die geförderten Unternehmen so: 63 im Landkreis Rostock (18,9 Prozent), Mecklenburgische Seenplatte 57 (17,1), Rostock und Ludwigslust-Parchim je 42 (jeweils 12,6 Prozent), Vorpommern-Greifswald 38 (11,4), Nordwestmecklenburg 36 (10,8), Vorpommern-Rügen 33 (10) und Schwerin 22 (6,6).

„Im Schnitt bekamen die Unternehmen für Ihr Vorhaben 15.430 Euro Zuschuss. Der höchstmögliche Zuschuss in Höhe von 50.000 Euro ging an 18 Unternehmen. Damit haben wir zum Beispiel die Digitalisierung aller Betriebsabläufe einschließlich neuer IT-Infrastruktur bei einem Grünanlagenbauer, die Automatisierung des Warenlagers in einer Apotheke oder die Anschaffung einer CAD/CAM-Fräsmaschine und eines 3D-Druckers für ein Bauunternehmen unterstützt“, nennt der Minister Beispiele.

Die digitale Transformation stellt potenzielle Gründer, Start-ups und insbesondere kleine und Kleinst- sowie mittlere Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern vor neue Herausforderungen. Um die Wirtschaft im Land auf dem Weg in die Digitalisierung zu begleiten und bei der zukunftsfähigen Aufstellung der Unternehmen zu helfen, hat das Energieministerium im Oktober 2022 das Landesprogramm zur Förderung der digitalen Transformation in Unternehmen, kurz Digitrans, aufgelegt.

Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten und entweder einem Jahresumsatz von bis zu 50 Millionen Euro oder einer Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro können Fördermittel von bis zu 10.000 Euro, in Ausnahmen bis zu 50.000 Euro beantragen. Unterstützung in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse gibt es für den Aufbau neuer digitaler Geschäftsmodelle oder die Umstellung von analogen auf digitale Prozesse. Außerdem sind Investitionen in die IT-Sicherheit und den Datenschutz zur Erhöhung des Digitalisierungsgrads förderbar.

Per Klick zum Traumboot

Warin – Am 13.9.2021 übergibt Digitalisierungsminister Christian Pegel einen Zuwendungsbescheid über 7.800 Euro an den Geschäftsführer der Firma „Baumgarten Bootsbau“ in Warin (Landkreis Nordwestmecklenburg), Eike Baumgarten. Die Fördermittel kommen aus dem Landesprogramm zur Förderung digitaler Transformationen, kurz Digitrans.

Baumgarten Bootsbau ist ein Kleinstunternehmen im Bereich des Boots- und Schiffsbaus. Mit Hilfe der Förderung wird ein individueller Bootskonfigurator nebst neuer Internetseite implementiert. Damit können Kunden in Zukunft ihr Wunschboot online nach ihren Vorstellungen zusammenbauen. Die bisher zeitaufwändige und größtenteils per E-Mail oder Telefon erfolgte Auftragserteilung und weitere Absprachen können so reduziert und der Fokus auf den tatsächlichen Bootsbau und individuelle Detailabsprachen gelegt werden. Auch die Auftragsbestätigung, Rechnungslegung und Zahlungsabwicklung verläuft mit dem neuen System künftig automatisiert.

Die zuwendungsfähigen Ausgaben für die technische Aufrüstung betragen 15.600 Euro. Das Digitalisierungsministerium fördert die Maßnahme zu 50 Prozent.

Die digitale Transformation stellt potenzielle Gründer, Start-ups und insbesondere kleine und Kleinst- sowie mittlere Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern vor neue Herausforderungen. Um die Wirtschaft im Land auf dem Weg in die Digitalisierung zu begleiten und bei der zukunftsfähigen Aufstellung der Unternehmen zu helfen, hat das Energieministerium das Landesprogramm zur Förderung der digitalen Transformation in Unternehmen, kurz Digitrans, aufgelegt.

Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten und entweder einem Jahresumsatz von bis zu 50 Millionen Euro oder einer Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro können Fördermittel von bis zu 10.000 Euro, in Ausnahmen bis zu 50.000 Euro beantragen. Unterstützung in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse gibt es für den Aufbau neuer digitaler Geschäftsmodelle oder die Umstellung von analogen auf digitale Prozesse. Außerdem sind Investitionen in die IT-Sicherheit und den Datenschutz zur Erhöhung des Digitalisierungsgrads förderbar.

„MV-Cruise-Net“ geht an den Start

Warnemünde – Im Rahmen der MV-Tourismustage 2021 fällt heute im Warnemünder Cruise Center der Startschuss für das zunächst drei Jahre geförderte Gemeinschaftsprojekt „MV-Cruise-Net“. Es soll die Kreuzfahrtszene im Land nachhaltig vernetzen, mehr und effizientere Zusammenarbeit ermöglichen, der Branche eine Stimme geben und das Image Mecklenburg-Vorpommerns als internationale Kreuzfahrtdestination ausbauen.

Eine Projektmitarbeiterstelle wird dafür beim Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern eingerichtet. Gründungspartner des Netzwerkes sind neben dem Verband das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern sowie die Rostock Port GmbH. Im Weiteren richtet es sich an alle interessierten Partner, darunter Kreuzfahrtunternehmen und -häfen, Reedereien, Kommunen, Verkehrsunternehmen sowie maritime und touristische Betriebe mit Kreuzfahrtbezug. Unter anderem hat die Rostocker Kreuzfahrtreederei AIDA bereits ihre Beteiligung am MV-Cruise-Net signalisiert.

Laut einer Studie des Kieler Instituts für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa generierte allein die Kreuzschifffahrt in Rostock im Jahr 2019 mit 196 Anläufen und 453.000 Passagieren einen Umsatz von 43,3 Millionen Euro. Der maritime Tourismus insgesamt hat rund zehn Prozent Anteil an der Tourismuswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern.

Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern sagte: „Mit neu gebauten Liegeplätzen, Terminalgebäuden sowie Investitionen in die Landstromversorgung ist in den vergangenen Jahren im Land eine moderne Kreuzfahrtinfrastruktur im Land aufgebaut worden. Maritime Unternehmen, touristische Anbieter oder auch verschiedenste Dienstleistungsbetriebe können durch eine verstärkte Vernetzung zu mehr Wertschöpfung im Land beitragen. Insgesamt geht es darum, die Möglichkeiten der Branche stärker zu nutzen, Kräfte zu bündeln, mehr Aufmerksamkeit, Außenwirkung und Schlagkraft zu gewinnen. Dadurch können die vielfältigen Interessen dieser für das Land wichtigen wirtschaftlichen Branche insgesamt besser koordiniert und auch vermarktet werden. Wir können mit einem Netzwerk die heimische Kreuzschifffahrtbranche national und auch international stärker in den Blickpunkt rücken.“

Als eines der ersten Schritte im Projekt soll ein Eckpunktepapier entwickelt werden, das die Position des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Kreuzschifffahrt vor dem Hintergrund der Werftenindustrie und Häfen samt Wertschöpfungsketten sichtbar macht. Dabei soll der Fokus auf einer nachhaltigen Entwicklung in den drei Dimensionen Ökonomie, Ökologie und Soziales liegen.

Das betrifft unter anderem die Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe wie etwa Ausflüge von den Kreuzfahrtschiffen in den ländlichen Raum, die Entwicklung und den Einsatz umweltschonender Antriebe sowie die Versorgung der Schiffe mit Landstrom und die Einbeziehung der Bevölkerung vor Ort.

Tobias Woitendorf, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, erläuterte: „Die Summe ist bekanntlich mehr als die einzelnen Teile. Insofern sollen sich die Partner im MV-Cruise-Net gegenseitig befruchten, ihr Know-how einfließen lassen und vor allem den Blick auf das Thema Nachhaltigkeit und die großen aktuellen Herausforderungen schärfen. Die Kreuzschifffahrt mit ihren Verzweigungen hat sich zu einem Teil der touristischen Portfolios in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt. Vorbild für das neue Netzwerk ist Hamburg, wo es bereits ein ähnliches Projekt gibt, bei dem es gelingt, in der Gemeinschaft mehr zu erreichen. Das können wir in Mecklenburg-Vorpommern auch.“

Als dritter Gründungspartner des Netzwerkes sagte Dr. Gernot Tesch, Geschäftsführer der Rostock Port GmbH, abschließend: „Das Branchennetzwerk ‚MV-Cruise-Net‘ soll die Interessen der Hochsee- und Flusskreuzschifffahrt in Mecklenburg-Vorpommern bündeln und diesem wichtigen maritim-touristischen Wirtschaftszweig eine Stimme geben. Alle Branchenvertreter sind sich ihrer Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung des maritimen Tourismus bewusst und wollen gemeinsam die Herausforderungen unserer Zeit meistern. Nicht zu vergessen: Die beiden größten deutschen Anbieter, AIDA Cruises und A-ROSA, sind Aushängeschilder unseres Landes und bedeutende Arbeitgeber.“

In Mecklenburg-Vorpommern sind die Hochseekreuzfahrthäfen Wismar, Warnemünde, Sassnitz-Mukran sowie der Flusskreuzfahrthafen Stralsund Haupteingangstore für viele nationale und internationale Gäste.

Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit

Drese: Rechtsanspruch auf Ganztag in der Grundschule sorgt für mehr Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit

Schwerin – Nach dem Deutschen Bundestag hat auch der Bundesrat das „Ganztagsförderungsgesetz“ beschlossen. Damit wird schrittweise ab 2026 ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule eingeführt.

„Wir haben ein wichtiges bildungs- und familienpolitisches Projekt für mehr Bildungsgerechtigkeit und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf angeschoben“, betonte Sozialministerin Stefanie Drese, die für die Landesregierung heute im Bundesrat sprach.

Ganztägige Bildung und Förderung sorge dafür, dass alle Kinder gut ins Schulleben starten und damit gleiche Chancen haben, sagte Drese: „Bildungschancen dürfen nicht von der Herkunft oder dem Geldbeutel ihrer Eltern abhängen.“

Ministerin Drese hob in ihrer Bundesrats-Rede die enormen Herausforderungen für Bund, Länder und Kommunen zur Gewährleistung des Rechtsanspruchs ab 2026 hervor. „Dafür müssen viele neue Plätze entstehen und brauchen wir viel qualifiziertes Personal“, so Drese.

Das gelte natürlich besonders für Länder wie Nordrhein-Westfalen, die einen erheblichen Rückstand an Ganztagsplätzen aufweisen. Drese: „Aber auch für Mecklenburg-Vorpommern, obwohl wir bereits jetzt mit einer Betreuungsquote im Hort von rund 72 Prozent den bundesweit höchsten Anteil an Ganztagsplätzen im Grundschulbereich haben.“

„Wir müssen und wollen nicht nur neue Plätze schaffen, sondern auch qualitativ und baulich gute“, sagte Drese mit Blick auf die Gestaltung der Gebäude, der Räume und der Außenanlagen. Es sei deshalb wichtig, dass die Finanzhilfen des Bundes auch für den Erhalt bereits bestehender Betreuungsplätze gewährt werden und eine höhere Beteiligungsquote für den Bund bei den Investitionskosten vorgesehen ist, so Stefanie Drese.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es rund 43.000 belegte Plätze im Hort (Stichtag 01.03.2021) – ein Zuwachs von fast 7.000 Plätzen gegenüber 2016.

Nach Berechnungen des Sozialministeriums müssen in MV noch ca. 10.000 zusätzliche Hortplätze für die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsförderung im Grundschulalter ab 2026 geschaffen werden.

Neubau der Sportschule Warnemünde

Sportministerin Stefanie Drese übergab den Zuwendungsbescheid für die neue Sportschule in Warnemünde an LSB-Präsident Andreas Bluhm (Mitte) und LSB-Geschäftsführer Torsten Haverland.

Sportministerin Stefanie Drese übergab den Zuwendungsbescheid für die neue Sportschule in Warnemünde an LSB-Präsident Andreas Bluhm (Mitte) und LSB-Geschäftsführer Torsten Haverland.

Warnemünde – Ein sportliches Leuchtturmprojekt nimmt Gestalt an: Für den Neubau der Landessportschule in Rostock-Warnemünde hat Sportministerin Stefanie Drese dem Landessportbund (LSB) einen Zuwendungsbescheid des Landes in Höhe von 2,15 Millionen Euro überreicht.

„Der Neubau der Sportschule Warnemünde ist zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit dringend erforderlich“, betonte Ministerin Drese bei der Übergabe der Landesmittel an den Präsidenten des LSB, Andreas Bluhm.

Die für 2023 geplante Fertigstellung des LSB-Neubaus ersetzt die alte, sowohl in ihrer Funktion, als auch im Erscheinungsbild erheblich beeinträchtigte Sportschule an der gleichen Stelle.

„An prominenter Lage an der Mittelmole in Warnemünde entsteht nun ein neues Sport- und Bildungszentrum, das den aktuellen sportfachlichen und technischen Erfordernissen und Qualitätsstandards entspricht“, verdeutlichte Drese.

Die Sportschule wird zukünftig weiterhin eine Unterkunft für Sportlerinnen und Sportler, Trainer- und Betreuerstäbe sowie andere Gäste sein. Das erweiterte Seminarzentrum wird nach Ansicht Dreses beste Möglichkeiten für die Aus- und Fortbildung des LSB bieten.

„Auch die Fachverbände und Sportvereine werden in Zukunft moderne und professionelle Bedingungen für Tagungen, Seminare, Trainingslehrgänge und Wettkämpfe vorfinden“, so Drese.

Neben dem Hauptgebäude der neuen Sportschule werden weitere Funktionsflächen – ein Kraftraum und eine Einfeldsporthalle – entstehen. Drese: „Wir stärken zudem den Leistungssport in Mecklenburg-Vorpommern. Die Bootshalle und Trockenräume bieten zukünftig für den Bundesstützpunkt Segeln deutlich bessere Bedingungen.“

Neben der Förderung durch das Sportministerium stellt das Land EFRE-Mittel zur Verfügung. Auch der Bund beteiligt sich am Bauvorhaben.

Gesundheitsstandort Rostock

Rostock – Nach jahrelangen Planungen und Vorarbeiten wird es nun ernst. Mit einem symbolischen Riesenspatenstich haben Gesundheitsminister Harry Glawe, Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen und Senator Dr. Chris Müller-von Wrycz Rekowski gemeinsam mit Vertretern des Klinikums, der Stadt und der Baufirmen den offiziellen Startschuss für eine Reihe von Neubauprojekten am städtischen Südstadtklinikum gegeben. Dabei geht es um ein Investitionsvolumen von rund 90 Millionen Euro.

„Das Südstadtklinikum Rostock ist ein starker Partner für die Gesundheitsversorgung in der Region Rostock und im gesamten Land. Bei den jetzt beginnenden baulichen Investitionen geht es um eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität der Patientinnen und Patienten. Zugleich sollen Arbeitsabläufe für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vereinfacht werden. Wir unterstützen den Neubau der Küche und die Erweiterung der Zentralen Notaufnahme in Höhe von acht Millionen Euro“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

 „Unser Klinikum weist seit Jahren eine kontinuierlich steigende Anzahl der hier behandelten Patienten auf. Daher benötigen wir dringend eine Erweiterung von Funktionsbereichen und zusätzliche Bettenkapazitäten sowie neue Stationen, um den Versorgungsauftrag auch zukünftig optimal erfüllen zu können“, betonte der Ärztliche Direktor Prof. Jan P. Roesner. „Vor diesem Hintergrund sind wir mehr als froh, dass es nun losgeht.“

Trotz der pandemiebedingten, erstmals leicht gesunkenen Fallzahlen ist mittel- und langfristig mit einem weiter steigenden Bedarf an ambulanter, voll- und teilstationärer Versorgung für das Klinikum Südstadt Rostock zu rechnen, da einerseits die Bevölkerung in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und Umgebung weiter wächst, andererseits aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung auch ein erhöhtes Erkrankungsrisiko besteht.

„Gemeinsam haben wir mit der Landesregierung in Schwerin unsere Vorhaben diskutiert. Und uns war klar, wenn das klappt, ist das wie Weihnachten und Ostern an einem Tag! Wir freuen uns daher umso mehr, dieses Konzept jetzt kraftvoll realisieren zu können und danken dem Land für die Unterstützung“, so Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen. „Damit können wir unser Klinikum weiter fit für die Herausforderungen der Zukunft machen.“

„Um den derzeitigen und zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden, hatte das Klinikum Südstadt Rostock 2018 gemeinsam mit der Stadt ein umfassendes Konzept der medizinischen und baulichen Entwicklung bis 2030 erarbeitet“, erläutert der verantwortliche Senator Dr. Chris Müller-von Wrycz Rekowski. „Wir sind sehr stolz auf unser städtisches Klinikum, das in der Bevölkerung ein hohes Ansehen genießt. Zusammen werden wir dafür Sorge tragen, dass sich unser Klinikum auch künftig exzellent entwickeln kann und für alle Familien, Patientinnen und Patienten ein sicherer Anlaufpunkt bleibt.“

Mit einem zweistöckigen Modulanbau im Innenhof des südwestlichen Bereiches des Haupthauses beginnen die Bauarbeiten, die sich insgesamt über mehrere Jahre hinziehen werden. Im Erdgeschoss wird ein neues Herzkatheterlabor mit zwei Messplätzen installiert. Bislang betreibt das Klinikum Südstadt nur einen Herzkathetermessplatz. Aufgrund der Zunahme von kardiologischen Erkrankungen können künftig diese Eingriffe auch zeitgleich erfolgen. Im Obergeschoss des neuen Modulanbaus wird ein Hybrid-OP untergebracht. Der Hybrid-OP erhält die Zusatzausstattung mit einem radiologischen Großgerät und einer High-Tech-Angiographieanlage zur Gefäßdarstellung. Hierdurch werden Operationen parallel mit detaillierter Röntgenbilddiagnostik ermöglicht.

„Die Investitionskosten für den Anbau in Höhe von 10 Millionen Euro trägt allein das Klinikum aus Eigenmitteln“, hob Verwaltungsdirektor Steffen Vollrath hervor. „Schon im Frühsommer 2022 soll dieser mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht werden. Wir legen sehr viel Wert darauf, die Öffentlichkeit in unser Baugeschehen mit einzubeziehen, denn schließlich geht es ja um eine verbesserte Versorgung für unsere Patientinnen und Patienten.“

Gebaut wird demnächst auch im nordöstlichen Bereich des Haupthauses. Hier steht die Erweiterung der Notfallambulanz in Verbindung mit dem Neubau der Großküche auf dem jetzigen „Rettungsberg“ an. Den fahren die Rettungswagen aktuell noch hoch, um Notfallpatienten zu bringen oder abzuholen. Die Rettungswege für die Notfallfahrzeuge wurden bereits verlegt. Diese führen jetzt am Hangar des Intensivverlegungshubschraubers Christoph Rostock vorbei.

Die Räumlichkeiten und Flächen der Notfallambulanz werden deutlich erweitert, um zusätzliche Behandlungskapazitäten zu schaffen und die Diagnostik direkt in der Notfallambulanz zu beschleunigen. Im Untergeschoss des Neubaus wird die neue Küche für die Essensversorgung von Patienten und Mitarbeitern angesiedelt. Das Gebäude mit der alten Küche wird abgerissen.

„Diese beiden Neubauvorhaben mit Gesamtkosten in Höhe von 16 Millionen Euro werden jeweils zu Hälfte vom Gesundheitsministerium und vom Klinikum aus Eigenmitteln getragen“, informierte Vollrath. „Mit der Fertigstellung rechnen wir Anfang 2024.“

Ebenfalls in diesem Jahr soll die Aufstockung des Parkhauses um zwei Halbebenen und um 102 Pkw-Stellplätze in Angriff genommen werden. Die Kosten in Höhe von 1,6 Millionen Euro übernimmt das Klinikum vollständig aus Eigenmitteln. Der Baubeginn des Ärztehauses mit 4.000 Quadratmetern Nutzfläche in externer Bauträgerschaft auf dem Gelände des Klinikums hinter dem Parkhaus ist für 2022 und die Eröffnung für 2024 geplant. In dem viergeschossigen Neubau werden sich ein Sanitätshaus, eine Apotheke und Arztpraxen ansiedeln und die direkte Nähe zum Klinikum nutzen.

Darüber hinaus befindet sich das Klinikum Südstadt in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium über den Neubau eines Bettenhauses mit drei Stationen und Gesamtkosten von 35 Millionen Euro. Der Eigenanteil würde nach endgültiger Genehmigung rund fünf Millionen Euro betragen. Dann soll auch der Funktionsbereich der Endoskopie neue und größere Räumlichkeiten erhalten.

Institut für Sportwissenschaften

Rostock – In Rostock ist der Grundstein für den Neubau des Instituts für Sportwissenschaften gelegt worden. In gut zwei Jahren soll das Gebäude stehen. Finanzminister Reinhard Meyer rechnet mit Baukosten von über 11 Mio. Euro.

Die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche, die Philosophische und die Juristische Fakultät – kurzum nahezu die gesamten „Buchwissenschaften“ – sie alle sollen künftig vor allem am Standort Ulmenkaserne beheimatet sein. Das Ziel der Universität Rostock: Kurze Wege durch weniger Standorte.

Mit der Grundsteinlegung für das Institut für Sportwissenschaften wird nun nach der Grundsanierung der Alten Physik bereits die zweite Baumaßnahme im Rahmen des Gesamtprojekts Ulmicum angegangen. Die Sportwissenschaften sind bislang noch in der Ulmenstraße beheimatet.

Der Neubau umfasst neben den Institutsflächen auch einen Laborbereich sowie eine Sporthalle. In den insgesamt vier Laboren werden Testreihen unter verschiedenen sportlichen Tätigkeiten bzw. körperlichen Belastungen möglich sein. Ein Labor wird zudem mit einer Schallkammer ausgestattet sein.

Finanzminister Reinhard Meyer lobte die Baumaßnahme: „Die heutige Grundsteinlegung ist der Startschuss für den eines echten Sport-Campus´. Damit helfen wir mit dem Landesbau, die Studienbedingungen auf ein Spitzenniveau zu heben. Und auch das Projekt Ulmicum nimmt damit weiter Form an.“

Wissenschaftsministerin Bettina Martin betonte: „Mit dem Bau des neuen Sportzentrums schaffen wir für die Sportwissenschaften an der Universität Rostock eine hochmoderne Infrastruktur. Wir legen damit gleichzeitig einen wichtigen Mosaikstein für das Großvorhaben Innenstadtcampus Ulmenstraße. Mit diesem neuen Standort werden die Attraktivität und die Wettbewerbsfähigkeit des Studienstandortes Rostock insgesamt erhöht.“

Die Fertigstellung des Neubaus ist für das Frühjahr 2023 geplant.

Digitale Anzeigetafeln

Rostock – Infrastrukturminister Christian Pegel übergibt heute einen Zuwendungsbescheid über rund 360.000 Euro an die Vorstände Yvette Hartmann und Jan Bleis für 27 dynamische Fahrgastinformationssysteme an Bus- und Straßenbahnhaltepunkten in der Hansestadt.

Die Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für Investitionen und Maßnahmen im öffentlichen Personennahverkehr.

Die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) plant die Beschaffung und Installation von 27 digitalen Anzeigetafeln, auf denen Fahrgästen in Zukunft Abfahrtszeiten und andere aktuelle Informationen in Echtzeit ablesen oder sich auf Knopfdruck vorlesen lassen können.

Im Nahverkehrsnetz der RSAG gibt es bislang an einigen Haltepunkten für Busse und Straßenbahnen ausschließlich die gedruckten Fahrplanaushänge mit Abfahrtzeiten und Informationen. Mit der technischen Aufrüstung wird die Attraktivität von Bus und Bahn in Rostock ebenso gestärkt wie die Barrierefreiheit für Menschen mit Handicap.

Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben des Vorhabens in Höhe von 480.870 Euro werden vom Infrastrukturministerium zu 75 Prozent gefördert.

Landeswald als Dauerwald-Prinzip

Schwerin – Im Vorfeld des Festaktes zu Ehren der Ivenacker Eichen, die zum „Waldgebiet der Jahre 2020 und 2021“ ernannt werden, hat sich Agrar-, Umwelt- und Forstminister Dr. Till Backhaus mit Vertretern des Bundes Deutscher Forstleute ausgetauscht. Ergebnis des Gesprächs ist eine gemeinsame Erklärung, wonach der Landeswald in Mecklenburg-Vorpommern perspektivisch nach den Grundsätzen des Dauerwalds entwickelt werden soll.

„Hier an einem historischen Ort – den Ivenacker Eichen, wo mit dem ersten Nationalen Naturmonument Deutschlands bereits Geschichte geschrieben wurde, schreiben wir ein neues Kapitel in der Geschichte unseres Waldes.  Ich werde die Landesforst beauftragen, ein Konzept zu entwickeln, wie der landeseigene Wald zukunftsfähig gemacht werden kann. Dazu sollen neue Wege beschritten werden, die auf einer fast 100 Jahre alten Idee fußen. Aber die Idee ist heute immer noch gut, wenn wir sie den aktuellen Bedingungen anpassen. Ich rede daher von einem Dauerwald 2.0.

Ziel ist, unseren Wald und seine vielfältigen Funktionen für zukünftige Generationen dauerhaft zu erhalten. Dafür brauchen wir einen ganzheitlichen Ansatz. Der Begriff der Nachhaltigkeit stammt ja aus der Forstwirtschaft. Diesen Begriff passen wir nun an die gesellschaftlichen Bedürfnisse und die klimatischen Herausforderungen an. Der Wald ist ein Multitalent, liefert Rohstoff, Atemluft, Kühlung aber auch Erholung und Heilung und er ist Lebensraum für viele Arten und Garant für sauberes Wasser. Damit wird klar, wir dürfen ihn nicht auf eine dieser Leistungen reduzieren.

Dauerwald ist der Inbegriff einer biologisch nachhaltigen Waldwirtschaft. Mit dem heutigen Schritt gehen wir konsequent einen Weg weiter, den wir lange vorbereitet haben. 70 Prozent des Landeswaldes sind bereits zu Laubmischwäldern umgebaut worden. Schon heute erfolgt in großen Teilen eine naturnahe Waldbewirtschaftung. Mit der Ausweisung von Kur- und Heilwäldern betonen wir den gesellschaftlichen Nutzen dieses wichtigen Lebensraumes. Waldkindergärten und Wald als außerschulischer Lernort sind längst keine Fremdwörter mehr. Wir müssen also nicht alles neu erfinden, nur konsequent voranschreiten. Nicht der wirtschaftliche Nutzen des Waldes soll im Vordergrund stehen, sondern der gesellschaftliche Nutzen.

Ich bin sicher, dass wir unter anderem mit Waldumbau durch Naturverjüngung und dem Verzicht auf Kahlschläge sowie der Erhöhung des Totholzanteils erreichen können, dass unser Wald besser mit den Herausforderungen des Klimawandels fertig werden wird.

Ich bedanke mit beim Bund Deutscher Forstleute, der mich in dieser Absicht bestärkt. Und ich danke ihm für die Ehre, die unseren Ivenacker Eichen mit der Ausrufung als „Waldgebiet der Jahre 2020 und 2021“ zuteilwird.

Im Schatten der Eichen saßen bereits unzählige Generationen und heute dürfen wir sie bewundern. 120.000 Besucher jährlich mit steigender Tendenz bezeugen die Schönheit und Attraktivität dieses Ensembles von Uralt-Eichen, die seit 2017 auch aus der Höhe des Baumwipfelpfades erlebbar sind. Das erfüllt uns mit Stolz und Verantwortung. Dieser Verantwortung werden wir mit der Ivenacker Erklärung heute gerecht“, so Backhaus.

Corona: Bund verlängert Überbrückungshilfen

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat die Entscheidung der Bundesregierung, die Überbrückungshilfen  III Plus bis zum 31. Dezember 2021 zu verlängern, begrüßt. „Das ist eine gute Entscheidung. So wird weiter Unterstützung für die Unternehmen in der Corona-Pandemie ermöglicht. Das bedeutet im Ergebnis auch weiter konkrete Unterstützung für die heimische Wirtschaft“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die Überbrückungshilfe mit ihren Zuschüssen zu den Fixkosten ist ein wesentliches Instrument zur Sicherung der Unternehmen mit starken coronabedingten Umsatzrückgängen. In Mecklenburg-Vorpommern sind seit Juni 2020 mehr als 450 Millionen Euro an Überbrückungshilfen in den unterschiedlichen Phasen ausgezahlt worden. Soloselbständige und Kapitalgesellschaften mit weniger als einer/m Vollzeitbeschäftigten haben seit Januar 2021 die Möglichkeit, anstelle der Fixkostenerstattung eine Betriebskostenpauschale, die sogenannte Neustarthilfe, zu beantragen. An Neustarthilfe sind in Mecklenburg-Vorpommern bislang rund 23 Millionen Euro geflossen.

„Die Firmen und die Solo-Selbständigen haben in der Pandemie durch Land und Bund umfangreiche Unterstützung erhalten. Die mittelständischen Unternehmen im Land sind die Zugpferde für das Vorankommen der heimischen Wirtschaft. Sie prägen die wirtschaftliche Entwicklung. Die Firmen erlitten durch die Pandemie unverschuldet massive Einbrüche bei Produktion, Nachfrage und Umsätzen. Die Überbrückungshilfe ist wichtig, damit Unternehmen möglichst schnell aus der Krise kommen“, sagte Glawe.

Die Bundesregierung verlängert die Überbrückungshilfe III Plus über den 30. September hinaus bis zum 31. Dezember 2021. Dabei werden nach Angaben des Bundes die Förderbedingungen der Überbrückungshilfe III Plus weitgehend beibehalten. Ebenfalls verlängert wird die Neustarthilfe Plus, mit der von Corona-bedingten Umsatzeinbrüchen betroffene Soloselbstständige unterstützt werden.

Die bis Jahresende verlängerte Überbrückungshilfe III Plus ist inhaltlich weitgehend deckungsgleich mit der Überbrückungshilfe III Plus für die Monate Juli, August und September. Auch in der verlängerten Überbrückungshilfe III Plus sind Unternehmen mit einem Corona-bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent antragsberechtigt. Die Antragstellung erfolgt auch für die verlängerte Überbrückungshilfe III Plus durch prüfende Dritte.

Verlängert wird auch die Neustarthilfe Plus für Soloselbständige. Für den Zeitraum Oktober bis Dezember können Soloselbstständige, deren Umsatz durch Corona weiter eingeschränkt ist, damit zusätzlich bis zu 4.500 Euro Unterstützung erhalten.

Die FAQ zur Überbrückungshilfe III Plus und zur Neustarthilfe Plus werden derzeit durch den Bund überarbeitet. Nach Anpassung des Programms kann die Antragstellung über die Plattform ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de erfolgen. Antragsbearbeitung und Auszahlung erfolgen in der Verantwortung der Länder.

Ab Januar günstiges HVV-Nahverkehrs-Ticket

Schwerin – Ab 1. Januar 2022 können Bahnpendler mit Jahres-, Monats- oder Wochenkarten aus dem Raum Westmecklenburg zu einem ermäßigten Preis ihre Zeitkarten für ihre Anschlussfahrt im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) erwerben. Voraussetzung ist, dass sie eine Eisenbahn-Zeitkarte aus dieser Region nach Hamburg auf den Strecken Schwerin-Hamburg, Ludwigslust-Hamburg oder Parchim-Ludwigslust-Hamburg besitzen.

„Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, diesen Wunsch vieler Pendler aus dem westlichen Teil Mecklenburgs wahrzumachen. Sie können ab Beginn des kommenden Jahres zu 35 Prozent des Normalfahrpreises eine Zusatzkarte für die HVV-Tarifbereiche Hamburg AB oder Ring B erwerben. Mit der neuen Zeitkarte können sie künftig günstig die die Angebote des HVV nutzen, um von ihrem Zielbahnhof in Hamburg zum Beispiel zu ihrem Arbeitsplatz in der Metropole zu gelangen“, sagte Verkehrsminister Christian Pegel, zugleich zuständig für den Klimaschutz.

„Deshalb begrüße ich besonders, dass wir mit dieser Maßnahme einen Beitrag dazu leisten, die Bahn als klimafreundliche Alternative zum Auto noch attraktiver zu machen. Sie bietet den großen Vorteil, dass man den täglichen Arbeitsweg nutzen kann, um zum Beispiel einen Teil der anstehenden Arbeit schon mobil zu erledigen oder auch ein Buch zu lesen. Je besser auch das Angebot an Verbindungen und Preisen ist, umso leichter wird es, zum Umstieg auf die Bahn zu bewegen. Der Übergangstarif nach Hamburg ist ein bedeutender Schritt dahin“, fügte Christian Pegel hinzu.

Das Angebot gilt für Inhaber von Zeitkarten von allen Bahnhöfen im Landkreis Ludwigslust-Parchim und in der Landeshauptstadt Schwerin, in denen der RE1 Hamburg-Schwerin und der RB 14 Hagenow-Parchim halten und deren Zielbahnhof im HVV-Tarifbereich Hamburg AB oder Ring B liegt. Auch wer mit einer Zeitkarte die Fernverkehrszüge – IC, ICE, EC – auf diesen Strecken nutzt, kann die HVV-Zusatzkarte vergünstigt dazu kaufen.

Geschätzt pendeln täglich etwa 800 Bahnkunden aus Westmecklenburg mit der Bahn in den Großraum Hamburg. Die Landesregierung M-V bezuschusst diese Zusatzkarte zur Stärkung Mecklenburg-Vorpommerns in der Metropolregion Hamburg. Je nach tatsächlicher Nachfrage geht das Ministerium von einer Viertel- bis zu einer halben Million Euro jährlichem Zuschussbedarf aus.

Die ermäßigten HVV-Zeitkarten werden ab 1. Januar 2022 über die Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn, deren Abo-Center sowie in ihren Reisezentren in M-V angeboten.

Die neue vergünstige Zusatzkarte für den HVV ist das Ergebnis intensiver Verhandlungen mit dem HVV auf Initiative der Landesregierung M-V hin und im Auftrag des Schweriner Landtags. In einem zweiten Schritt soll möglichst schnell im Jahre 2022 eine Ein-Ticket-Lösung angeboten werden, so dass der Kunde beide Fahrberechtigungen gleich in einem Ticket kaufen kann.

„Eine vergleichbare Zusatzkarte werden wir für den südlichen Teil von M-V anbieten für diejenigen, die in den Großraum Berlin-Brandenburg pendeln. Hier verhandeln wir mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg und befinden uns auf einem sehr guten Weg“, sagt Christan Pegel zum Stand eines Übergangstarifs in Richtung Hauptstadt. Diese Gespräche befänden sich ebenfalls in der Endphase. Ein Start zum Jahresbeginn sei dort aber aufgrund der längeren Vorlaufzeiten für technische Umstellungen, die mit einem solchen Übergangstarif verbunden sind, nicht gesichert, so Pegel.

Zukunftskonferenz der maritimen Wirtschaft

Rostock – Am Mittwoch hat die zweitägige Zukunftskonferenz der maritimen Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommern in Rostock begonnen. Diskutiert wurden Entwicklungen, Trends und Potenziale der maritimen Branche. Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr das Thema „Vorreiter für Zukunftslösungen“.

„Der Einbruch der durch die COVID-19-Pandemie verursachten Krise macht sich in der maritimen Industrie weiter bemerkbar. Neben den Werften sind die den Schiffbau ergänzenden maritimen Zulieferer und Dienstleister ebenfalls von der Pandemie betroffen. Der fortwährende Strukturwandel bietet dabei stets Chancen zur Weiterentwicklung. Ein Schlüssel liegt darin, Forschung, Entwicklung und Innovation intensiv voranzutreiben. Die Entwicklung und Produktion marktfähiger und nachhaltiger Produkte sichert und schafft Arbeitsplätze im Land“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern und Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Die Konferenz findet auf Initiative des Ausschusses „Maritime Wirtschaft“ der drei Industrie- und Handelskammern (IHKn) im Land und in Kooperation mit dem Maritimen Cluster Norddeutschland e.V. (MCN) statt.

Wirtschaftsminister Glawe ging in Rostock auch auf aktuelle Entwicklungen ein. „Es gibt trotz der Krise erste positive Zeichen. Der Kreuzfahrtmarkt ist in Bewegung und dabei, international allmählich anzuspringen. Die Nachfrage wächst. Wenn die Gäste wieder Kreuzschifffahrtreisen buchen und der Bedarf der Branche wächst, braucht es im Ergebnis auch Schiffe am Markt, die den aktuellen Herausforderungen standhalten können. Innovative, klimafreundliche und nachhaltige Lösungen sind beim Bau der Schiffe gefragt“, betonte Glawe weiter.

„Mecklenburg-Vorpommern verfügt über Jahrzehnte entsprechend aufgebaute Erfahrung sowie ein gutes wirtschaftliches und universitäres Fundament für konstruktive Möglichkeiten der Zusammenarbeit in der maritimen Industrie. Diese gilt es gemeinsam zu nutzen. Die Landesregierung hat von Anfang an geholfen und unterstützt auch weiter Unternehmen dabei, die Auswirkungen der Krise bestmöglich zu bewältigen.“

Ein weiteres positives Signal ist die Gründung der Meyer Neptun Engineering, einem neuen Kompetenzzentrum für Schiffbaudesign. „Das ist ein wichtiges Signal für eine krisengebeutelte Branche. Hier sollen zukünftig innovative Lösungen für die sich aus klimarelevanten Anforderungen ergebenden Antriebs- und Versorgungstechnologien entwickelt werden“, so Wirtschaftsminister Glawe weiter. Über 50 Ingenieure sollen sich in der Gruppe diesen neuen Aufgaben im Bereich Konstruktion, Design und Entwurf von Spezialschiffen stellen, um weiterhin technologisch führend zu bleiben.

In der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 standen für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation (FuEuI) insgesamt 168 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung.

„Das sind fast 10 Prozent mehr EFRE-Mittel als in der vergangenen Förderperiode. Auf Grund des großen Förderbedarfs hatten wir das Budget sogar noch einmal um 50 Millionen Euro auf 218 Millionen Euro aufgestockt. Davon wurden bereits 213,7 Millionen Euro eingesetzt – größtenteils für die Förderung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation (FuEuI-Richtlinie), aber auch für die Bereitstellung von Risikokapital, die Unterstützung des Aufbaus von technologieorientierten Kompetenzzentren im Bereich Medizintechnik und Maschinenbau sowie die Förderung einer Patentinformationsstelle. In der neuen Förderperiode wird das Thema Innovationen eine noch stärkere Gewichtung erhalten“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend. Seit 2015 wurden im Rahmen der geltenden FuEuI-Richtlinie rund 500 Vorhaben bewilligt.

Die maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern mit den Bereichen Schiff- und Bootsbau sowie maritime Zulieferer und Dienstleister einschließlich der Meeres- und Offshore-Technik ist ein wesentlicher industrieller Kern und daher von außerordentlicher wirtschafts- und beschäftigungspolitischer Bedeutung für das Land. In den rund 500 Unternehmen erwirtschafteten vor Ausbruch der Pandemie ca. 13.700 Beschäftigte einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro.

Mehrwertsteuer in der Gastronomie

Schwesig plädiert für dauerhaft reduzierte Mehrwertsteuer in der Gastronomie

Schwerin – Mit einem Grußwort aus der Staatskanzlei hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute die digitalen Tourismustage MV eröffnet. „Weit über 100.000 Menschen arbeiten im Tourismus und leben davon. Wir sind Reiseziel Nummer 1 für den Urlaub innerhalb Deutschlands. Tourismus macht unser Land weit über die Grenzen hinaus bekannt und sympathisch. Außerdem sind die touristischen Angebote auch für Einheimische attraktiv und erhöhen so die Lebensqualität für alle“, würdigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig die Bedeutung der Tourismusbranche für Mecklenburg-Vorpommern.

Corona habe den Tourismus auch in Mecklenburg-Vorpommern hart getroffen. Das Land habe die Branche deshalb besonders unterstützt. „Mehr als die Hälfte der bisher bewilligten Mittel aus den Überbrückungshilfen, der November- und Dezemberhilfe sind an das Gastgewerbe gegangen. Das Land hat die Hilfen des Bundes um zusätzlich 5% aufgestockt. Dazu kommen Zuschüsse zu den Wiederanlaufkosten und die Neustartprämie für etwa 3.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Branche. Ganz aktuell haben Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe bis Ende September die Möglichkeit, zusätzliche Fördermittel für Modernisierungs-investitionen zu beantragen. Die Landesregierung ist in schwierigen Zeiten an der Seite dieser wichtigen Branche für unser Land“, betonte die Ministerpräsidentin.

Schwesig sprach sich in ihrer Rede dafür aus, die in der Corona-Krise erfolgte Absenkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie dauerhaft beizubehalten. „Die Branche braucht auch in den nächsten Jahren verlässliche Unterstützung. Deshalb sollte die Mehrwertsteuersenkung dauerhaft sein.“

Mit Blick auf die zukünftige Entwicklung zeigte sich die Ministerpräsidentin optimistisch. „Mecklenburg-Vorpommern will Tourismusland Nummer 1 bleiben. Wir haben gute Chancen“, sagte sie. „Die Übernachtungszahlen waren im Juli und im August besser als im vorigen Jahr. Der Sommer ist gut verlaufen“, bilanzierte die Ministerpräsidentin. Das Land habe im letzten Jahr auch neue Urlauberinnen und Urlauber für sich gewonnen, vor allem aus den süddeutschen Ländern.

Die Branche stehe aber auch vor wichtigen Herausforderungen. „Klasse statt Masse“ müsse die Devise sein. „Es geht um mehr Qualität und Wertschöpfung“, so Schwesig. Dazu seien weitere Investitionen nötig. Ziel sei die Saisonverlängerung. Außerdem müsse die Branche weitere Anstrengungen unternehmen, um Fachkräfte zu gewinnen und zu halten.

Partnerschaft für Demokratie

Schwerin – „Es ist jetzt mehr als sechs Jahre her, seit wir in meiner Zeit als Bundesfamilienministerin das Programm „Demokratie leben!“ auf die Beine gestellt haben. Wer sich für Demokratie und Vielfalt einsetzt, braucht Unterstützung: Ansprechpartner, Netzwerke, Beratung und Geld. Ich freue mich, dass sich „Demokratie leben!“ seit 2015 so gut entwickelt hat. Mehr als 230 Patenschaften für Demokratie sind entstanden. In jedem Bundesland gibt es ein Demokratiezentrum. Bei uns in Mecklenburg-Vorpommern haben wir schon seit 15 Jahren eine erfolgreiche Struktur. Die fünf Regionalzentren für demokratische Kultur sind unser Landesdemokratiezentrum“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute bei der Übergabe der Partnerschaft für Demokratie unter dem Titel „Demokratie leben!“ an Schwerins Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier. Demokratie fördern. Vielfalt gestalten. Extremismus vorbeugen. Unter dem inhaltlichen Dreiklang fördert das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ Projekte in ganz Deutschland.

„Von Anfang an haben wir gesagt: Wir brauchen auch Netzwerke vor Ort und die unmittelbare Mitarbeit und Verantwortung der Kommunen. In Mecklenburg-Vorpommern gab es bis heute 19 Partnerschaften. Hinzu kommt jetzt mit der Landeshauptstadt die 20. Darauf bin ich stolz. Mit der Partnerschaft für Demokratie wollen wir stadtweite Netzwerke entwickeln. Ich danke ganz besonders dem Stadtjugendring, der mit seinem Einsatz maßgeblich dazu beigetragen hat, dass es mit der Partnerschaft für Demokratie hier in Schwerin klappt.“

Demokratie fange klein an, „im Alltag, im Miteinander. Dort, wo nicht die großen Ideologien aufeinandertreffen, sondern die kleinen Missverständnisse. In unseren Stadtteilen gibt es viele Initiativen, die mit Einsatz und Fantasie die Menschen zusammenbringen, ihr Umfeld schöner und lebenswerter machen. Wenn wir diese Initiativen stärken, stärken wir die Demokratie. Doch es gibt auch bei uns im Land Kräfte, die bereit sind, für ihre rechtsextremistischen Ziele Gewalt anzuwenden. Dem müssen wir entschlossen entgegentreten. Demokratie braucht den Einsatz der Bürgerinnen und Bürger. Dieser Einsatz hat Anerkennung und Wertschätzung verdient. Ich freue mich auf die Partnerschaft für Demokratie in Schwerin und wünsche allen Beteiligten viel Erfolg.“